Erste Schritte

Interessant, wo einen Gespräche und Verhandlungen mit PolitikerInnen so hinführen: Landtagsklubs, Parteibüros, Traditionskaffeehäuser. Wer dem rauen Clubleben entstammt, freut sich über derartige Einblicke und beurteilt Parteien plötzlich anders: Wo kriegt man den besseren Kaffee? Wer lässt uns warten, wer erwartet uns schon? Sind die immer so angezogen? Meinen die das wirklich so? Gehört das zur Inszenierung? Dieses Lobbying-Ding ist wohl auch kein Honiglecken. Anyway: Wir bohren harte Bretter. Hart: Rahmenbedingungen Kulturarbeit. Härter: Lustbarkeitsabgaben- und Veranstaltungssicherheitsgesetz. Am Härtesten: Budget Zeitkultur. Wir sind aber selber auch abgehärtet (vom rauen Clubleben) und ahnen: die wirklich wichtigen Dinge entscheiden sich meist in letzter Minute, wenn alle andern schon heimgegangen sind. Also zum Beispiel nach den Landtagswahlen, in den Selbstfindungsprozessen der KoalitionsprogrammverhandlerInnen und Oppositionsempowermentrunden.
Also bleiben wir dran und bestellen noch eine Runde für alle. Im schlimmsten Fall werden wir wohl die Zeche prellen müssen.

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