Call4Articles

Liebe Autor*innen, Expert*innen, Kritiker*innen und Denker*innen,

Nach der Sommerausgabe ist vor der Herbstausgabe, das heißt:
Trotz oder gerade wegen der bereits fast unerträglichen Hitze denken wir an unseren nächsten Schwerpunkt: 

KUPFzeitung #171 – Arbeitstitel ‘Klimakultur’ (Erscheinungstermin: 18. 9. 2019)

Es ist heiß. Man könnte sagen, es brennt. Und langsam bewegt sich etwas: Die Aktivist*innen von Fridays for Future haben die drohende Klimakatastrophe fast überall auf die Tagesordnung gebracht, in Europa rufen einzelne Städte oder ganze Länder den Klimanotstand aus, und selbst der Papst spricht sich für eine radikale Wende aus.
Aber bewegt sich das alles schnell genug? Die UN-Nachhaltigkeitsziele dürften scheitern, die wenigsten Länder erfüllen das Pariser Klimaabkommen, Klimaneutralität ist der EU nur eine Fußnote wert und eine jüngst veröffentlichte australische Studie skizziert für 2050 das Ende der Zivilisation so wie wir sie kennen.
Ja und wo, möchte man fragen, bleiben Kunst und Kultur? 
Gefragt ist zunächst ein selbstkritischer Blick: Welche Verantwortung hatten und haben wir als Kulturschaffende, -aktivist*innen und -politiker*innen? Wo haben wir zu langsam oder nicht reagiert? Wo haben wir Chancen verpasst und warum?
Und dann heißt es, zu zeigen, wie progressiv und gesellschaftlich relevant Kunst und Kultur wirklich sind: Green Events, vegane Festivals, Repair Cafés – ist das bereits genug? Wo und wie können Kunst und Kultur provozieren, Utopien formulieren, radikale Ideen entwickeln, Lösungen finden, die wir nicht schon haben? Inwiefern können Kunst und Kultur den Systemwandel anstoßen, den es dringend braucht? Was kann und was muss Kultur, damit sie tatsächlich für alle eine bessere und nachhaltigere Gesellschaft schafft? Eine Gesellschaft, die uns nicht abschafft?
Diesen Fragen möchten wir uns in Ausgabe #171 der KUPFzeitung stellen. Wir freuen uns über informierende, diskursanregende, politische bzw. kritische Artikel, Berichte aus der Praxis, Interviews, freie Kommentare, oder vl. sogar literarische Essays.

Ein Extra-Augenmerk liegt auf der Kulturhauptstadt 2024: Im Herbst dieses Jahres entscheidet sich, ob es Bad Ischl, Dornbirn oder St. Pölten wird. Haben Sie/hast du dazu etwas zu sagen? Worüber sollten wir unbedingt berichten? Inwiefern lassen sich die Programme der Bewerber-Städte mit unserem Klima-Schwerpunkt verbinden? Oder auch: Wer soll es werden und warum?

Beiträge:
Wir freuen uns über Artikelvorschläge mit Arbeitstitel, ungefähr geplanter Länge und wenigen Sätzen/Stichworten bis 8. Juli (sowie eine Kurzbiografie, sollten wir Sie/dich noch nicht so gut kennen).
Wir entscheiden dann rasch, ob wir uns Ihren/deinen Artikel in der KUPFzeitung vorstellen können und geben Feedback.
Besonders freuen wir uns immer über Vorschläge mit geschlechterpolitischem Fokus.

Honorar:
Wir zahlen nicht die Welt, aber 1,7 Cent pro Zeichen, und haben Platz für Texte mit 2.000 bis 7.000 Zeichen. Sollte es am Finanziellen oder am Umfang scheitern, bitten wir um ein Angebot. Ein Belegexemplar ist selbstverständlich.

Wir freuen uns auf Ihre und eure Textvorschläge!
Liebe Grüße aus Linz,
Katharina Serles und Tamara Imlinger
für die Redaktion

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Was ist die KUPFzeitung?

Die KUPFzeitung ist das kulturpolitische Magazin der Kulturplattform Oberösterreich mit starker Online-Präsenz. Sie ist Medium des Kulturdiskurses. Die KUPFzeitung steht mit beiden Beinen auf oberösterreichischen Boden, verhandelt Themen von österreichweiter Relevanz und ist international vernetzt. Seit 2019 gibt es eine Kooperation der KUPFzeitung mit dem Dachverband Salzburger Kulturstätten.

Wer liest die KUPFzeitung?

Die KUPFzeitung erscheint viermal im Jahr. Sie greift aktuelle Themen auf und initiiert nachhaltige Diskurse. Die Leser*innen der KUPFzeitung interessieren sich für Kultur, Medien und Politik, für Regionalentwicklung und Globalisierung, für bewussten Konsum und das gute Leben. Die Leser*innen der KUPF sind engagiert und tragen in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens Verantwortung. Unsere Leser*innen sind Kulturschaffende, Kulturpublikum, Kulturpolitiker*innen und -beamte sowie Protagonist*innen aus der gesamten Zivilgesellschaft in ganz Oberösterreich. Bürgermeister*innen und Kulturreferent*innen von zig oberösterreichischen Gemeinden erhalten die KUPFzeitung, ebenso zahlreiche Repräsentant*innen aus Verwaltung und Politik.
Die KUPFzeitung umfasst knapp 36 Seiten und erscheint in einer Auflage von 4.000 Stück. 2.500 Abonnent*innen erhalten die KUPFzeitung direkt mit der Post. 1.500 Exemplare liegen in Kulturinstitutionen in Linz sowie Kulturstätten in ganz Österreich auf und sind dort schnell vergriffen.