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Liebe Autor*innen, Künstler*innen, Kulturarbeiter*innen, Journalist*innen,
Praktiker*innen, Expert*innen, Kritiker*innen und Denker*innen,

Mit Blickrichtung Sommer widmen wir uns einer neuen Ausgabe der KUPFzeitung: Für die #178 schauen wir in die ‚Nischen‘ zeitgenössischer Kunst und Kulturarbeit sowie auf die anstehenden Landtags- und Gemeinderatswahlen in OÖ. Wir freuen uns über Ihre/eure Anregungen, Impulse und Vorschläge bis Freitag, 16. 4., an zeitung@kupf.at

Außerdem markiert die kommende Ausgabe einen Wechsel in der Redaktion: Florian Walter vertritt ab Mai Katharina Serles als Leiter*in der KUPFzeitung.

KUPFzeitung #178 – Arbeitstitel “NISCHEN”
(Erscheinungstermin: Anfang Juni 2021, Vorschläge bitte bis 16. 4. 2021, Umsetzung bis Anfang/Mitte Mai)

Die Nische hat das begriffliche Potenzial, das Randständige ins Zentrum zu rücken. Die Nische kann Abstellgleis und Komfortzone gleichermaßen sein. Aus den Nischen kommt das Neue, dort verschwindet aber auch das Wertvolle. In der (freien) Kulturszene steht die Nische als Metapher für einen Rückzugsort zur künstlerischen und kulturarbeiterischen Entfaltung sowie für eine gesellschaftskritische Kampfzone jenseits von Markt und Mozart. Die Nische wirkt identitätsstiftend für die Kreativen und Subversiven. Sie gilt als Antithese zu einer neurechten Kulturpolitik. Sie will Räume für Individualität und Diversität öffnen. 

Aber ist das wirklich alles? Und kann die (freie) Kulturszene das überhaupt einlösen? Welche klischeehaften, kitschigen Bilder haben sich etabliert, welche Funktionen haben diese Bilder und wie sieht die Wirklichkeit aus? Hat sich in den Nischen mit der Zeit etwas Staub angesammelt? Welche Geschichte(n), welche (Gründungs-)Mythen werden über den Boom in den 1980er Jahren erzählt? Gibt es Nischen auch abseits der freien Szene? Was hat das selbstauferlegte Nischendasein mit Förderungen zu tun? Die Nische ist auch mit Fragen des Zugangs verbunden. Wo und wie ist sie für wen (nicht) zugänglich? Welches Potenzial entsteht dort? Welche Menschen sind dort ‚aufgehoben‘, tätig oder verlassen diese, um sich ‚größeren‘ Aufgaben zu widmen? Und was tut sich in den räumlichen Nischen, den entlegenen Ecken, der Peripherie?

Im Herbst stehen Landtags- und Gemeinderatswahlen in OÖ an. Zeit, sich intensiv mit der oberösterreichischen Kulturpolitik und der kulturellen Praxis auseinanderzusetzen. Kulturpolitik betont meist die Breite, die Nische kommt dort nicht vor. Ist die Kultur (k)eine Nische in der Politik? Welche Formulierungen finden sich in Wahlprogrammen und welche Funktionen haben sie? Welche Fragen und Forderungen an die Kulturpolitik gibt es? Welche hat die (freie) Kulturszene? Wohin entwickelt sich OÖ?

Alternativ:
Für einen weiteren Teil der Ausgabe gibt es wie immer keine Vorgaben. Worüber möchten Sie/möchtest du schreiben? Worüber sollen wir unbedingt berichten? Oder auch: Welchen Aspekt zum Schwerpunkt haben wir übersehen? Zuletzt ist die Redaktion außerdem nie dazu gekommen, ein Quiz zu basteln – Unterstützung in dieser Rubrik ist ebenfalls herzlich willkommen!

Beiträge:
Wir freuen uns über Artikelvorschläge mit Arbeitstitel, ungefähr geplanter Länge und wenigen Sätzen/Stichworten bis 16. 4. (sowie eine Kurzbiografie, sollten wir Sie/dich noch nicht so gut kennen). Wir entscheiden dann rasch, ob wir uns Ihren/deinen Artikel in der KUPFzeitung und/oder als Blogbeitrag vorstellen können und geben Feedback.

Honorar:
Wir zahlen nicht die Welt, aber 1,9 Cent pro Zeichen, und haben Platz für Texte mit 2.000 bis 6.000 Zeichen. Sollte es am Finanziellen oder am Umfang scheitern, bitten wir um ein Angebot. Ein Belegexemplar ist selbstverständlich.

Autor*innen-Verteiler:
4x im Jahr wenden wir uns mit diesem Autor*innenverteiler an Sie/dich. Wenn dieser nicht erwünscht ist, bitte einfach kurz Bescheid geben.

KUPFzeitung:
Alle wichtigen Infos zur Gestaltung der Beiträge gibt es hier: https://kupf.at/info-fuer-autorinnen-der-kupfzeitung

Das Archiv der KUPFzeitungen hier: https://kupf.at/zeitung/

Wir freuen uns auf Ihre und eure Textvorschläge!
Liebe Grüße aus Linz,
Florian Walter, Katharina Serles und Tamara Imlinger
für die Redaktion

Was ist die KUPFzeitung?

Die KUPFzeitung ist das kulturpolitische Magazin der Kulturplattform Oberösterreich mit starker Online-Präsenz. Sie ist Medium des Kulturdiskurses. Die KUPFzeitung steht mit beiden Beinen auf oberösterreichischen Boden, verhandelt Themen von österreichweiter Relevanz und ist international vernetzt. Seit 2019 gibt es eine Kooperation der KUPFzeitung mit dem Dachverband Salzburger Kulturstätten.

Wer liest die KUPFzeitung?

Die KUPFzeitung erscheint viermal im Jahr. Sie greift aktuelle Themen auf und initiiert nachhaltige Diskurse. Die Leser*innen der KUPFzeitung interessieren sich für Kultur, Medien und Politik, für Regionalentwicklung und Globalisierung, für bewussten Konsum und das gute Leben. Die Leser*innen der KUPF sind engagiert und tragen in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens Verantwortung. Unsere Leser*innen sind Kulturschaffende, Kulturpublikum, Kulturpolitiker*innen und -beamte sowie Protagonist*innen aus der gesamten Zivilgesellschaft in ganz Oberösterreich. Bürgermeister*innen und Kulturreferent*innen von zig oberösterreichischen Gemeinden erhalten die KUPFzeitung, ebenso zahlreiche Repräsentant*innen aus Verwaltung und Politik.

Die KUPFzeitung umfasst knapp 36 Seiten und erscheint in einer Auflage von 4.300 Stück. 2.500 Abonnent*innen erhalten die KUPFzeitung direkt mit der Post. 1.500 Exemplare liegen in Kulturinstitutionen in Linz sowie Kulturstätten in ganz Österreich auf und sind dort schnell vergriffen.

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