Call4Articles

Liebe Autor*innen, Künstler*innen, Kulturarbeiter*innen, Journalist*innen,
Praktiker*innen, Expert*innen, Kritiker*innen und Denker*innen,

Die nächste KUPFzeitung wird widerborstig, zeigt Grenzen auf, streikt und sagt NEIN. 
Wir hoffen dennoch, dass ihr JA zum NEIN sagt und uns bis Sonntag Vorschläge für unsere Frühlingsausgabe an zeitung[at]kupf.at schickt:

KUPFzeitung #173 – Arbeitstitel “NEIN”
(Erscheinungstermin: 5. 3. 2019, Vorschläge bitte bis 12. 1. 2019)

Stell dir vor, es ist Kulturhauptstadt und keine*r geht hin. Stell dir vor, der Kulturszene reicht’s. Stell dir vor, die Kulturarbeiter*innen streiken. Stell dir vor, wir sagen NEIN zum Prekariat.

Zu viel NEIN? NEINs begegnen uns einerseits öfter, als uns das lieb ist. NEIN zu Kunst und Kultur. NEIN zur Freien Szene. NEIN zu Fair Pay. NEIN zu mutiger, moderner Kulturpolitik. NEIN zu Minderheiten und Marginalisierten. NEIN zu kultureller Vielfalt. NEIN zu demokratischen, transparenten und inklusiven Beteiligungsprozessen. Förderanträge finden keine Zustimmung, Budgets werden gekürzt, Bewerbungen abgelehnt, Kunst- und Kulturvereine müssen ihre Arbeit einstellen.

Zu wenig NEIN? Andererseits setzen wir häufig viel zu wenige Grenzen, sagen viel zu selten NEIN (z. B. zu mehr Arbeit für weniger Geld), oder haben Angst, mit einem NEIN vor den Kopf zu stoßen, zu verletzen. Die Kultur oder Kunst des NEIN-Sagens ist eine, die gelernt werden will. Die Zahl der Burnouts in Österreich ist erschreckend. Hinzu kommt: Widerstand im weitesten Sinn ist eine Kulturtechnik ohne starke österreichische Tradition. Und was heißt Widerstand eigentlich?

Wie immer freuen wir uns auch über Beiträge mit geschlechterpolitischem Fokus. Das Thema ‘NEIN sagen’ führt uns unmittelbar zu feministischem Empowerment. Wir fänden großartig, wenn Beiträge auch diesen Diskurs für uns aufmachen und/oder weitere Perspektiven und Anknüpfungen zum Schwerpunkt aufzeigen.

Weil wir über die erfahrenen wie auszusprechenden NEINs reflektieren möchten, ohne in Larmoyanz zu versinken, weil wir etwas setzen und verändern wollen, sagen wir nicht nur NEIN, sondern: NEIN, SONDERN…, oder NEIN, ABER… Konflikt und Kollision, aber mit Ziel, lautet die Devise. Und welche Aktionsformen und Handlungsmöglichkeiten gibt es, ein NEIN in ein Handeln zu verwandeln? Was braucht es dafür?

Befüllt werden muss auch das Werkzeug der KUPFzeitung, um NEIN zu sagen: die anonym verfasste Gewaltkolumne, die Gnackwatsch’n. Ihr wollt diesmal austeilen? Immer her mit euren Schlagrichtungen.

Alternativ:
Für einen weiteren Teil der Ausgabe gibt es wie immer keine Vorgaben. Worüber möchten Sie/möchtest du schreiben? Worüber sollen wir unbedingt berichten? Oder auch: Welchen Aspekt zum Schwerpunkt haben wir übersehen?

Beiträge:
Wir freuen uns über Artikelvorschläge mit Arbeitstitel, ungefähr geplanter Länge und wenigen Sätzen/Stichworten bis 12. Jänner an zeitung[at]kupf.at (sowie eine Kurzbiografie, sollten wir Sie/dich noch nicht so gut kennen). Wir entscheiden dann rasch, ob wir uns Ihren/deinen Artikel in der KUPFzeitung und/oder als Blogbeitrag vorstellen können und geben Feedback.

Honorar:
Wir zahlen nicht die Welt, aber 1,7 Cent pro Zeichen, und haben Platz für Texte mit 2.000 bis 6.000 Zeichen. Sollte es am Finanziellen oder am Umfang scheitern, bitten wir um ein Angebot. Ein Belegexemplar ist selbstverständlich.

Wir freuen uns auf Ihre und eure Textvorschläge!
Liebe Grüße aus Linz,
Katharina Serles und Tamara Imlinger
für die Redaktion

Was ist die KUPFzeitung?

Die KUPFzeitung ist das kulturpolitische Magazin der Kulturplattform Oberösterreich mit starker Online-Präsenz. Sie ist Medium des Kulturdiskurses. Die KUPFzeitung steht mit beiden Beinen auf oberösterreichischen Boden, verhandelt Themen von österreichweiter Relevanz und ist international vernetzt. Seit 2019 gibt es eine Kooperation der KUPFzeitung mit dem Dachverband Salzburger Kulturstätten.

Wer liest die KUPFzeitung?

Die KUPFzeitung erscheint viermal im Jahr. Sie greift aktuelle Themen auf und initiiert nachhaltige Diskurse. Die Leser*innen der KUPFzeitung interessieren sich für Kultur, Medien und Politik, für Regionalentwicklung und Globalisierung, für bewussten Konsum und das gute Leben. Die Leser*innen der KUPF sind engagiert und tragen in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens Verantwortung. Unsere Leser*innen sind Kulturschaffende, Kulturpublikum, Kulturpolitiker*innen und -beamte sowie Protagonist*innen aus der gesamten Zivilgesellschaft in ganz Oberösterreich. Bürgermeister*innen und Kulturreferent*innen von zig oberösterreichischen Gemeinden erhalten die KUPFzeitung, ebenso zahlreiche Repräsentant*innen aus Verwaltung und Politik.
Die KUPFzeitung umfasst knapp 36 Seiten und erscheint in einer Auflage von 4.000 Stück. 2.500 Abonnent*innen erhalten die KUPFzeitung direkt mit der Post. 1.500 Exemplare liegen in Kulturinstitutionen in Linz sowie Kulturstätten in ganz Österreich auf und sind dort schnell vergriffen.