kollektiv aufgeteilt

Das österreichische Wahlverhalten bei den EU Wahlen machte die KUPF so richtig zornig.

Die Gnackwatschn ist ja an und für sich als Bestrafung für „besonders dumme oder dreiste Leistungen im Bereich der Kulturpolitik“ gedacht. Aus aktuellem Anlass gibt es diesmal aber wieder eine kollektive Gnackwatschn.
Dabei hätte sich doch naheliegenderweise der VP-Bezirksobmann Anton Hüttmayr für eine Bestrafung angeboten. Sein Vorschlag, Flüchtlinge im oberösterreichischem Thalheim zum „Schutz der Bevölkerung“ nächtens im Lager einzusperren, hat ihm ja schon den Titel „Dolm der Woche“ im Falter eingebracht und qualifiziert ihn locker als G’nackwatschn-Kandidat.
Auch die Fellner-Brüder und Roland Bürger standen für dubiose Machenschaften rund um den Verkauf des Radiosenders „Meine Welle Wels“ in der engeren Auswahl. Als Retter in der Not verhinderten die Fellners gerade noch, dass die Frequenz – um die sich seinerzeit Radio FRO gemeinsam mit dem KV Waschaecht beworben hatte – neu ausgeschrieben werden muss.

Aber das alles reicht diesmal nicht, diesmal geht es höher hinaus. Die EU-Wahlen am 13.06.04 bewirken eine seltsame Mischung aus Unverständnis und Wut, die einen regelrecht zu Höchstform auflaufen lässt und die G’nackwatschn nur so nach links und rechts und überallhin austeilen lässt.
EmpfängerInnen bieten sich ja viele an. Zum Beispiel einmal die fast 60% NichtwählerInnen für mangelndes Demokratie- und EU-Bewusstsein. Aber daran sind ja vielleicht diverse Wahlkampf-StrategInnen und/oder PolitikerInnen schuld, die fast nichts unversucht ließen, eine/n mit Ablenkungsmanövern, Schmutzkübeln und sonst noch allerlei Tricks von den Wahlen fernzuhalten.
Eine eigene Kategorie bilden die 14% HPM-WählerInnen. Der Denkzettel, den die wohl austeilen wollten – Wem eigentlich? Der EU? Der Regierung? Der SPÖ? der FPÖ? – kommt vorerst in Form einer kräftigen KUPF-Tachtel postwendend retour, für weitere unvermeidbare Strafen wird HPM selbst in Brüssel sorgen.

Und dann ist da noch das Grüppchen von Mölzer-AnhängerInnen, die den rechtsrechten, deutsch-nationalen FP-Ideologen mit über 11.000 Vorzugsstimmen ins EU-Parlament befördert haben.
Bei diesem Wahlverhalten hilft keine noch so gute Ausrede mehr (FP zerbröselt, Mölzer immerhin weit weg, oder ähnliches), das schreit förmlich nach vielen, vielen G’nackwatschn der KUPF. Unterstützung beim Austeilen wird dankend angenommen, die Arme schmerzen schon.

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