Empfehlungen

Der feministische Lesekreis ist wieder angesagt! Zum Beispiel, um folgende Bücher zu besprechen:


Andi Zeisler: Wir waren doch mal Feministinnen
Andi Zeisler: Wir waren doch mal Feministinnen

Vom Riot Grrrl zum Covergirl

Feminismus ist heute nicht mehr nur Attitüde, sondern auch Accessoire, weswegen Andi Zeisler mit der Kommerzialisierung der politischen Bewegung abrechnet. Selbst eine Mitbegründerin des Popfeminismus, kritisiert sie: Der Feminismus als Marke setzt individuelle Selbstverwirklichung über kollektive Solidarität. Die Gründerin und Herausgeberin des Bitch Magazine nimmt eine Reihe von Beispielen aus Popkultur, Medien und Werbung unter die Lupe und zeigt, wie Feminismus vereinnahmt und verwässert wurde.

Andi Zeisler: Wir waren doch mal Feministinnen. Vom Riot Grrrl zum Covergirl – Der Ausverkauf einer politischen Bewegung (Rotpunktverlag 2017)


Annie Ernaux: Die Jahre
Annie Ernaux: Die Jahre

Ein feministisches Leben

Die Jahre hab ich über Weihnachten gelesen und es hat mich geplättet. Wenn man 2018 nur ein Buch liest, dann dieses. Was für eine Frauenbiografie! Wie nüchtern kann man eigentlich sein eigenes Leben erzählen – eingebettet in die Konsumkultur, in den politischen Zusammenhang und mit der Frage nach Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern, Generationen und Klassen in der jeweiligen Ära. So unprätentiös kann nur eine Frau über ihr bewegtes und engagiertes Leben schreiben, denke ich mir. Für mich ist Annie Ernaux eine Heldin!

Annie Ernaux: Die Jahre (Bibliothek Suhrkamp, 2017)


Bini Adamczak: Beziehungsweise Revolution
Bini Adamczak: Beziehungsweise Revolution

Revolution, wir kommen!

Bini Adamczak hat in der an.schlaege (1/2018) darüber geschrieben, was Widerstand heute sein kann. Wenn ihr Buch nur halb so klug ist wie ihr Aufsatz im einzigen feministischen Magazin Österreichs, dann ist es lesenswert. Auf meiner Leseliste steht es, weil ich herausfinden möchte, wie eine kommende Revolution denkbar ist. Die Überlegung, dass progressive Kräfte derzeit hauptsächlich versuchen, Errungenschaften zu bewahren – was im Grunde ein konservatives Anliegen ist – hat uns in der KUPF OÖ auch schon beim #kulturlandretten zum Nachdenken gebracht.

Bini Adamczak: Beziehungsweise Revolution. 1917, 1968 und kommende (edition suhrkamp, 2017)


Mithu M. Sanyal: Vergewaltigung
Mithu M. Sanyal: Vergewaltigung

Sexualisierte Gewalt

Nach bzw. während #metoo bemerke ich, dass ich mir zum Thema auch ein bisschen Sachwissen und Theorie anlesen muss. Opfer, Täter, Ehre, Scham, Konsens, Rape Culture, Victim Blaiming: Über unsere Vorstellungen und Begriffe von und über Sexualität und Vergewaltigung hat Mithu (insert Namenswitz) M. Sanyal ihr Buch 2016 herausgebracht. Vielleicht lässt sich die #metoo-Debatte so nachträglich in ihre kulturhistorische Analyse einordnen.

Mithu M. Sanyal: Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens (Nautilus Flugschrift, 2016)

Eine Liste der mehr als 900 Bücher in der KUPFbibliothek findet sich unter → kupf.at/service/bibliothek

Jetzt teilen

Empfehlungen

 

Handbuch Reichtum

Ein Sammelband und Nachschlagewerk für alle, die sich einen Überblick über die verschiedenen Aspekte von Reichtum verschaffen wollen.

Die Frage danach, was Reichtum eigentlich ist, ist alt und umstriten. Was bedeutet es, reich zu sein, wie wird Reichtum defniert und was bedeutet Reichtum für eine Gesellschaft? Dieses Buch möchte zu einem Verständnis von Reichtum als mehrdimensionales Phänomen und als ein Verhältniswort beitragen.

Nikolaus Dimmel / Julia Hofmann / Martin Schenk / Martin Schürz (Hrsg.): Handbuch Reichtum – Neue Erkenntnisse aus der Ungleichheitsforschung. StudienVerlag, Oktober 2017.

ISBN 978­3­7065­5590­6

 


 

Stille Machtergreifung

Für alle, die ihre Kenntnis der FPÖ auffrischen wollen.

Norbert Hofers Präsidentschafswahlkampf war ein Lehrstück einer von Burschenschafen konzipierten populistischen Kampagne. Mit eisernem Lächeln täuschte er erfolgreich über die von ihm vertretenen rechtsextremen Standpunkte hinweg. Fast unbemerkt von der österreichischen Öffentlichkeit geht eine Entwicklung vor sich: Ein kleiner, verschworener Kreis hat die FPÖ in Besitz genommen, zentrale Funktionen sind fest in den Händen von Burschenschafern.

Hans-Henning Scharsach liest und diskutiert am 13. Dezember im Posthof.

Hans-­Henning Scharsach: Stille Machtergreifung. Kremayr & Scheriau, August 2017.

ISBN 978­3­218­01084­9

 


 

Populismus für Anfänger

Für alle, die nicht in die Populismusfalle tappen wollen.

Der Kommunikationsexperte Walter Ötsch und die Journalistin Nina Horaczek zeigen in dieser «Anleitung zur Volksverführung» als fktive Coaches, wie man erfolgreiche*r Populist*in wird. So entlarven sie klug und unterhaltsam die Tricks und Täuschungsmanöver der Demagogen und entschlüsseln ihre Codes – und Sie erfahren, was Sie selbst gegen rechte Endzeitpropheten tun können.

Walter Ötsch, Nina Horaczek: Populismus für Anfänger – Anleitung zur Volksverführung. Westend, August 2017.

ISBN 978­3­86489­196­0

 


 

 

 

Mit strahlenden Augen

Für alle, die sich für die Jugend der 80er Jahre interessieren.

Zehn Autorinnen und Autoren der Jahrgänge 1965 bis 1972 erzählen von einer vom nuklearen Albtraum geplagten Epoche: Der Strahlentod war entrückt und unsichtbar, durch die mediale Abbildung von Interkontinentalraketen, Schutzbunkern und dem Super-GAU aber dennoch stets vor Augen.

Buchpräsentation am 4. Dezember im Kepler Salon.

Martin Wassermair (Hg.): Mit strahlenden Augen. Jugend der 80er Jahre und die atomare Endzeitstimmung des Kalten Krieges. Löcker Verlag, 2017.

ISBN 978­3­85409­660­3

Eine Liste der mehr als 900 Bücher in der KUPFbibliothek findet sich unter → kupf.at/service/bibliothek

Jetzt teilen

Empfehlungen

20 Years and Rolling

Für Liebhaber/innen von Coffee Table Books und alle, die gerne nostalgisch in den wilden 90er Jahren im Wehrgraben schwelgen wollen.

 

Fotos, Plakate und Zeitungsartikel aus 20 Jahren röda bebildern den Band voller Subkulturgeschichte: von den ersten politischen Forderungen Steyrer Musiker/innen, über die wilden Tage im Kraftwerk­Keller, eine Demo am Allerseelentag 1994 bis zur Herbergsuche. So schnö kaunst goa ned schaun, schon ist das röda 20 Jahre in Betrieb! Gratulation!

 

KV röda: 20 Years and Rolling. September 2017. Erhältlich in Steyr (Röda, Red Rooster, Ennsthaler), Linz (Buchhandlung Alex) und Wien (Recordbag, Substance). → roeda.at


Das Kapital sind wir

Für alle, die mitreden können wollen.

 

Was passiert, wenn sich Unternehmen Menschheitsaufgaben zum Ziel setzen? Wie sieht eine Gesellschaft aus, in der das Internet zur Meta­Struktur einer neuartigen, digitalen Ökonomie wird?

Timo Daun hat sich dem Thema bereits mit seiner Artikelreihe Understanding Digital Capitalism im Onlinemagazin Das Filter gewidmet.

Nun beantwortet er die Frage: Was würde Karl Marx zu Facebook und Twitter sagen? Auch der Kreativ-­Arbeit 2.0 widmet er ein eigenes Kapitel.

 

Timo Daum: Das Kapital sind wir. Zur Kritik der digitalen Ökonomie. Edition Nautilus, September 2017. ISBN 978-3-96054-058-8


Kapitalistische Geister

Für alle, die sich selbst ausbeuten und mit dem Gedanken spielen, eine Gewerkschaft zu gründen.

 

Ist künstlerisch­kreative Arbeit eine moderne und zeitgemäße Arbeits­ und Wirtschaftsform oder ist sie beispielhaft für den neuen Kapitalismus?

Die Studie über die Arbeitsverhältnisse in der Kulturund Kreativwirtschaft geht der Frage nach, ob sich die kapitalistischen Geister nicht eher in den sozialen Kämpfen der Akteur/innen zeigen: im Spannungsfeld von künstlerischem Drang und wirtschaftlichem Zwang.

 

Alexandra Manske: Kapitalistische Geister in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Transcript, November 2015. ISBN 978-3-8376-2088-7


Arbeitsbedingungen in der Freien Szene OÖ

 

Für alle, die einen Blick von außen auf die Arbeitsbedingungen im freien Kulturbereich werfen wollen.

Anna Rieder, angehende Sozialwirtin aus Wels, hat die Mitgliedsinitiativen der KUPF durchleuchtet und nachgefragt. Mit ihrer Masterarbeit liefert sie eine Informationsgrundlage und gibt Handlungsempfehlungen. Im Bestand der KUPFbibliothek! Mehr dazu bald auf dem KUPFblog.

 

Anna Rieder: Arbeitsbedingungen der freien Kulturarbeit in den Mitgliedsinitiativen der KUPF. Masterarbeit, August 2017.

 

Jetzt teilen

Empfehlungen

Kulturhauptstadt 2024

Die Plattform Kulturhauptstadt2024.at ist mit Diskussionsrunden und einer Wanderausstellung durch Österreich gezogen. In der zweiten Ausgabe ihres Magazins begleiten sie das Thema weiter, es findet sich eine Vielzahl an Statements darin: Pros, Kontras, Rückblicke, Prozesse, Einblicke, Ausblicke, Visionen. Auch die KUPF ist vertreten: Mit Klemens Pilsls Plädoyer, sich auf den Bewerbungsprozess einzulassen – zu finden auch in dieser KUPFzeitung (S.10).
 
Kulturhauptstadt2024. Ausgabe 2, Horn 2017.
kulturhauptstadt2024.at
 

cover

Kulturhauptstädte & Prozesse

In der ersten Ausgabe von Culturelab sind Rückblicke auf Linz09 und Graz 2003 mit dabei und die Frage, was Austragende gelernt haben. Nach vorn geblickt wird mit dem Rheintal (2024), mit Chemnitz und Nürnberg (2025). Veranschaulicht wird, mit welchen Themen sich bewerbende Städte beschäftigen, welche Zukunftsvisionen auftauchen und inwiefern etwa das griechische Kalamata den Bewerbungsprozess nicht genutzt hat. Empfehlungen für den Evaluierungsprozess hält Elisabeth Leitner (kulturhauptstadt2024.at) bereit.
 
Culturelab #1 – Fachmagazin für kulturelle Strategie, Konzeption und Projektmanagement. Im Fokus: Europäische Kulturhauptstadt. Bludenz 2017.
culturelab.at

 

cover

Kulturhauptstadt werden

Auf zwanzig Seiten bietet diese Online-Publikation einen übersichtlichen Leitfaden für jene Städte und Regionen, die eine Bewerbung als Kulturhauptstadt im Zeitraum 2020-2033 ins Auge fassen. Das Heft beschreibt sämtliche Schritte des Bewerbungsprozesses von der Zeitplanung über die inhaltlichen Antragskriterien bis zur Auswahl durch die Entscheidungskommission. Weiterführende Links und Kontaktmöglichkeiten machen den Leitfaden zu einem kompakten und praxisnahen Werkzeug vor allem für KulturpolitikerInnen und KulturbeamtInnen.
 
European Commission – Culture, European Capitals of Culture. 2020 – 2033. Guide for cities preparing to bid, Brüssel 2014.
ec.europa.eu

cover

 

Der europäische Landbote

Neu ist das Essay nicht, aber brandaktuell. Ausgezogen, um einen kritischen Roman über Brüsseler BürokratInnen zu schreiben, hat das hautnahe Erleben der supranationalen Institutionen und der vielgescholtenen EU-BeamtInnen aus dem linken EU-Skeptiker Menasse einen glühenden Verfechter der Europäischen Integration gemacht. Seitdem wirbt er unermüdlich für eine Überwindung des Nationalstaats und den Aufbau einer postnationalen Demokratie.
 
Robert Menasse: Der Europäische Landbote. Die Wut der Bürger und der Friede Europas, Zsolnay, 2012.

Jetzt teilen

Empfehlungen

Klassenerhalt

Die „Abstiegsgesellschaft“ ist nicht länger sozialer Mobilität und Integration, sondern von Prekarität und Polarisierung geprägt. In seinem Buch analysiert Nachtwey nach bester soziologischer Tradition auf gut strukturierten 230 Seiten die Rolle von Finanzkapitalismus und Politikversagen als Ursache für wachsende gesellschaftliche Spaltungen und verweist auf unterschiedliche Formen des Aufbegehrens – von AfD und Pegida bis zu Occupy und neuen gewerkschaftlichen Streikbewegungen.

 

Oliver Nachtwey: Die Abstiegsgesellschaft. Über das Aufbegehren in der regressiven Moderne, 978-3-518-12682-0, Suhrkamp, 2016.

cover

 

Der Sozialbericht

Erstmals erscheint der vom Sozialministerium jährlich herausgegebene Sozialbericht auch in einer komprimierten und kommentierten Form im Falter Verlag. Die Broschüre legt den Schwerpunkt auf Verteilungsfragen und liefert neben Zahlenmaterial und Tabellen auch gute und niederschwellige Analysen und Kommentare sowie kurze Interviews mit den verantwortlichen WissenschafterInnen.

Der Sozialbericht, entgeltliche Verlagsbeilage zu Falter 5/17, Falter Verlag 2017.

Punk

cover

Do It Yourself, Kunst, Feminismus, Haltung, Ausdruck, Kultur, Gesprächsverhalten – all das und mehr wurde von Punk beeinflusst und wird von der IG Bildende Kunst in ihrer Zeitschrift Bildpunkt behandelt. Viermal im Jahr erscheint sie, das nächste Mal in etwa zeitgleich mit dieser KUPFzeitung. Unter dem Schwerpunkt „Arbeitstitel Antifa“ widmet sie sich ebenso den Herausforderungen unserer Zeit.

IG Bildende Kunst, Bildpunkt, Punk, Winter 2016/17 Nr. 41, 2074-9783, Wien 2016.

cover

 

Vom Workshop bis zur Party

Auf 140 Seiten bietet JUMP ein kompaktes Handbuch zur Planung, Durchführung und Nachbereitung von (umweltbewussten) Veranstaltungen. Dabei wird auf unterschiedliche Veranstaltungsformate – vom Workshop bis zur Party – eingegangen. Übersichtliche Anleitungen und detaillierte Checklisten machen den Wegweiser zu einem praxisnahen Tool für alle, die ihre Events künftig noch organisierter angehen wollen.

Jugend-Umwelt-Plattform JUMP, Wegweiser Eventmanagement. Gelungene Veranstaltungen Schritt für Schritt, Wien 2015.

Jetzt teilen

Empfehlungen

Neue Broschüre: Kunst und Kultur finanzieren

Unsere Wiener Schwesterorganisation, die IG Kultur Wien, hat in Zusammenarbeit mit unserer Bundesorganisation, der IG Kultur Österreich, eine Broschüre zu Kulturförderungen veröffentlicht. Darin wird praktisch und niederschwellig auf Theorie & Praxis von Förderungen, Förderanträgen und Förderabrechnungen eingegangen. Neben einem Schwerpunkt auf Förderstrukturen in Wien gibt es auch Kapitel zu Bundes- & EU-Förderungen.

Ig Kultur Wien (Hg.in), Kunst und Kultur finanzieren, Wien 2016.
igkulturwien.net

c

Österreichisches Gedächtnis

1993 erstmals erschienen, wird das Buch über “Erinnern und Vergessen der NS-Vergangenheit” in Österreich nun neu aufgelegt. Die Studie stützt sich auf Interviews mit ZeitzeugInnen. Die überarbeitete Neuauflage ist um zwei Beiträge erweitert: Ruth Wodak behandelt die Waldheim-Affäre und die beiden AutorInnen gehen im Nachwort auf einen Konnex zwischen Erinnerungsarbeit und politischem Geschehen ein.

Meinrad Ziegler, Waltraud Kannonier-Finster, Österreichisches Gedächtnis. Über Erinnern und Vergessen der NS-Vergangenheit, Studienverlag 2016, 978-3-7065-5566-1.

coverComic von Thomas Fatzinek: Lili Grün

In seinem zweiten Graphic Novel widmet sich Thomas Fatzinek der Schauspielerin und Schriftstellerin Elisabeth «Lili» Grün: Sie ist in der k.u.k. Monarchie aufgewachsen, wurde in den Jugendorganisationen der Sozialdemokratie politisiert und lebte und arbeitete ab den 1920er Jahren in Wien und Berlin. Im Mai 1942 wurde sie aus Wien deportiert und in Maly Trostinec ermordet.
Grün zeichnete emanzipierte Frauenfiguren und beschäftigte sich z.B. mit Erotik und Liebe. Auszüge ihrer Gedichte finden sich in Fatzineks Comic wieder.

Thomas Fatzinek, Schwere Zeiten. Das Leben der Lili Grün, Bahoe Books 2016, 978-3-903022-41-6.
tomfatz.net

 

c

Anna Weidenholzers neuer Roman

Nach “Der Platz des Hundes” und “Der Winter tut den Fischen gut” hat unsere Literaturkolumnistin im August dieses Jahres ihren dritten Roman veröffentlicht: “Weshalb die Herren Seesterne tragen”. Darin begibt sich ein pensionierter Lehrer auf die Suche nach dem Glück – einen Fragebogen im Gepäck, mit dem das “Bruttonationalglück” in Bhutan ermittelt wird.

Anna Weidenholzer, Weshalb die Herren Seesterne tragen, Matthes & Seitz 2016, 978-3-95757-323-0.

Jetzt teilen

Empfehlungen #157

Graphic Novel Februar 1934, Handbuch Online-Fundraising sowie Feminismus und experimentelle Kunst im Sammelband.

Fiber

Die queer-feministische Zeitschrift «fiber» erscheint seit 2002 halbjährlich. Nun wurde das erste Buch veröffentlicht: Ein Sammelband rund um die Kernthemen des Magazins (fiber, werkstoff, feminismus, popkultur) bietet Einblick in die queer-feministische Entwicklung der letzten Jahre. Gespickt mit vielen Abbildungen und Fotos werden in den vielen Ausgaben der Zeitschrift erschienene Beiträge erneut gedruckt und aus heutiger Sicht kommentiert sowie brandneue Artikel publiziert.

fiber-Kollektiv (Hg_innen), fiber_feminismus, Wien 2015, ISBN 978-3-902902-38-2
fibrig.net

Graphic Novel Februar 1934

Thomas Fatzinek widmet sich mittels Holzschnitten dem Aufstand im Februar 1934 in Wien. Mit aufwendiger Grafik- und Drucktechnik werden die bekannten und weniger bekannten historisch belegten Ereignisse des ersten bewaffneten ArbeiterInnen-Aufstands gegen ein faschistisches Europa detailreich verarbeitet. Es entsteht eine stimmige, prägnante und betroffen machende Erzählung aus Worten und Bildern.

Thomas Fatzinek, Als die Nacht begann, Wien 2016, ISBN 978-3-903022-22-5
tomfatz.net

Experimentelle Kunst im Sammelband

bb15 – Raum für Gegenwartskunst liefert mit dem Katalog «20112014» einen Überblick übersämtliche Einzel- und Gruppenausstellungen sowie Artists in Residency der letzten Jahre. Skulpturen, Musik, Illusion, Architektur sind nur einige der Schlagworte, die sich im bb15- rogramm finden und auf Vielschichtigkeit deuten. Neben Hintergrundinfos zu den KünstlerInnen und den jeweiligen Projekten runden zahlreiche Fotos den Sammelband ab.

bb15, 20112014, an exhibition overview, Linz 2016
bb15.at

Handbuch Online-Fundraising

Das Handbuch gibt Schritt für Schritt Tipps zu verschiedenen Möglichkeiten, im Internet Spenden zu sammeln und schlüsselt darüber hinaus auf, was generell mit welchen Social Media Kanälen potentiell erreicht werden kann. Auch der Funktion einer Webseite wird nachgegangen. Ebenso der Frage, wie sich eine Geschichte am besten erzählen lässt – ob zur Organisationsbeschreibung oder zum Keilen von Spenden.

B. Lampe / K. Ziemann / A. Ullrich (Hg.), Praxishandbuch Online-Fundraising. Wie man im Internet und mit Social Media erfolgreich Spenden sammelt, Bielefeld 2015. Open Access .pdf und .epub unter:

transcript-verlag.de

Jetzt teilen

Empfehlungen

Zeitschrift für Stadtforschung
dérive erscheint viermal im Jahr und behandelt Felder wie Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung, Geographie, Soziologie oder bildende Kunst. Jede Ausgabe erscheint mit einem Schwerpunkt, der aktuelle lautet „Urbane Lebenswelten von Roma“. Außerdem findet man in jeder Ausgabe ein „Kunstinsert“ sowie Rezensionen. Darüber hinaus macht dérive Radio für Stadtforschung und organisiert das internationale Festival „urbanize“ für urbane Erkundung – heuer im Oktober in Hamburg und Wien.

dérive – Zeitschrift für Stadtforschung, N°64, Ausgrenzung, Stigmatisierung, Exotisierung – Urbane Lebenswelten von Roma, Juli 2016
derive.at

buchcover architektur in welsArchitektur in Wels. 1900-2015
113 Bauobjekte werden vorgestellt – mit Foto (neu aufgenommen vom Künstler Gregor Graf), Baugeschichte und Besonderheiten. Aufgelockert wird der Architekturführer durch Essays – etwa über Identität, Kulturzentren, Stadt und Land und Zwischenräume. Geschrieben von AutorInnen, die der KUPF und der KUPFzeitung nicht unbekannt sind: Günter Mayer, Dominika Meindl, Thomas Rammerstorfer und Norbert Trawöger finden sich darunter.

Stefan Groh, Lorenz Potocnik (Hg.), Architektur in Wels, 1900–2015, Anton Pustet 2016, 978-3-7025-0849-4

buchcoverKunst am Bau in OÖ
Wie es aussehen kann, wenn KünstlerInnen und ArchitektInnen zusammenarbeiten, wenn ArchitektInnen zu KünstlerInnen werden oder KünstlerInnen Architektur prägen, beleuchtet der Katalog „Unscharfe Grenzen“. Er ist 2011 zur gleichnamigen Ausstellung von Vitus Weh erschienen und gibt praktische Einblicke in das Fördermodell „Kunst am Bau“: Projekte die in OÖ von 1982 – 2011 realisiert wurden, werden darin skizziert.

Unscharfe Grenzen, Annäherungen zwischen Kunst und Bau Beispiel: Oberösterreich, afo architekturforum oberösterreich, Anton Pustet, 2011

Erhältlich einzeln sowie in einem Schuber mit den beiden Publikationen „Kunst und Kirche auf Augenhöhe, Künstlerische Gestaltungen in der Diözese Linz 2000 – 2010“ und „AnsichtsSache, Kunst am Bau – Baukunst in Oberösterreich“

buchcover„Die Bibel“ der KUPF
792 Seiten Lektüre zu Vereinsfragen – das Nachschlagwerk der KUPF in Sachen Beratung: Steuerrecht, Vereinsgründung, Unternehmensführung, Rechnungswesen, Gemeinnützigkeitspaket 2015 oder, neu in der 5. Auflage enthalten, Crowdfunding und -financing.
Co-Autor Andreas Lummerstorfer ist im März 2017 mit einem Steuerrechts-Workshop an Bord der KUPFakademie – mehr Infos dazu in der beiliegenden Broschüre.

Thomas Höhne, Gerhard Jöchl, Andreas Lummerstorfer, Das Recht der Vereine, Privatrecht – Öffentliches Recht – Steuerrecht, 5. Auflage, LexisNexis 2016, 978-3-7007-6191-4

Jetzt teilen

Empfehlungen

Plakate wirkungsvoll gestalten

Dieses Handbuch beinhaltet Tipps, Anregungen und Infos zur Plakatgestaltung. Es gibt Hilfestellungen für das Erstellen von Plakaten und greift im Zuge dessen und anhand vieler Beispiele auch Fragen auf, wie: Was kann noch wirken in unserer heutigen reizüberfluteten Medienwelt? Wie gewinnt man mit Plakaten Aufmerksamkeit? Wie kann man Ideen oder auch Kampagnen umsetzen, um wahrgenommen zu werden?

Andreas H. Hohmann, Plakate für NGOs und Initiativen. Ein Handbuch, AG SPAK Bücher 2016,  ISBN 978-3-945959-10-7

 

Frauen* in Politik und Gesellschaft

cover Gloss MagazinDie dritte Ausgabe des GLOSS-Magazins trägt den Titel „Wemeanpolitics! Frauen* in Politik und Gesellschaft“. Darin bereiten Frauen* und Mädchen* aus unterschiedlichen Herkunftsländern und verschiedenen Altersgruppen Themen auf, die in den Mainstream-Medien unterrepräsentiert sind. Schlagworte der aktuellen Ausgabe: Empowerment durch Musik, Feminismus & Krawall, Flucht und Gewalt ist überall, 50% der Macht für Frauen, Rechte von Sexarbeiterinnen.

PANGEA – Werkstatt der Kulturen der Welt, GLOSS Vol. 3,  Frauen* in Politik und Gesellschaft, Linz 2016

pangea.at

 

Medien & Verschwörungstheorien

Buchcover "Die Verschwörung der Massenmedien"Im Rahmen der „Edition Medienwissenschaft“ veröffentlicht John David Seidler eine Studie, in der er auf die Entwicklung der Medien und auf die Geschichte von Verschwörungstheorien seit dem 18. Jahrhundert eingeht. Anhand von einigen Fallbeispielen, etwa der „antisemitischen Verschöwerungstheorie im langen 19. Jahrhundert“, werden Geschichte, Funktion und Wirkung der verschöwerungstheoretischen Rede analysiert – untermauert mit einer Vielzahl an (Text-)Quellen.

 

John David Seidler, Die Verschwörung der Massenmedien. Eine Kulturgeschichte vom Buchhändler-Komplott bis zur Lügenpresse, transcript 2016, 978-3-8376-3406-8

 

Waschaechte Zeitung

 

Zeitungscover Druckaecht Nummer 200Im Kulturland Oö gibt es viele lokale Initiativen, deren Produktionen über die Vereinsgrenzen hinaus einfach spannend sind: für alle! Etwa das druckaecht, dessen 200. Ausgabe nun erschienen ist. Neben dem anstehenden Programm kommentiert das druckaecht nämlich gesellschaftliche, politische und andere Entwicklungen – immer eine Portion Schmäh, niemals heiße Luft. Sehr gut, dass man die analoge Vereinspost mit DIY-Charakter nun auch im Internet findet. Kulturelle Nahversorgung FTW!

 

KV waschaecht, druckaecht. Zeitung des Kulturvereins waschaecht Wels. Heft 200, Wels 2016.

waschaecht.at

 

 

Jetzt teilen

Empfehlungen

Kultur schafft sich ab (Zeitschrift), Die Referentin (Zeitschrift), rubia salgado / maiz (Sammelband) und freiräumen (DVD).

 

„Kultur schafft sich ab“

Die neue Zeitschrift der IG Kultur Österreich ist da! Zwei mal jährlich widmet sich eine Ausgabe einem Schwerpunkt – dieses Mal der «Ökonomisierung der Kultur» – mit den Rubriken Politik, Praxis, International, Theorie, IG Arbeit, Literatur und Kunst. Kolumnen der Gebrüder Moped, von «Baronessa von Kleingeld» und Andi Wahl runden das Gesamtpaket ebenso ab wie zahlreiche Abbildungen des Kunstkollektivs Rhizom.

IG Kultur Österreich (Hg.), Zentralorgan für Kulturpolitik und Propaganda, 1.15, Wien 2015.

igkultur.at

Die Referentin

Die Referentin ist das neue, veranstaltungsbezogene Printmedium, das im Geiste von good old
spotsZ die zeitgenössische Linzer Kunst und Kultur fokussiert. Rundum neu und als Kooperation mit der Versorgerin erscheint die Referentin vierteljährlich und bietet: Zeitgenössische Bezugsrahmen, beste Referenzen – in, aus der Stadt und darüberhinaus. Die Referentin liegt ab 4. September auf und kommt gratis mit der Versorgerin ins Haus.

Die Referentin. Kunst und kulturelle Nahversorgung, #1, September / Oktober / November 2015.
diereferentin.atdiereferentin.servus.at

Rubia Salgado / maiz

Eine Sammlung von Texten, die in den letzten 20 Jahren von Rubia Salgado im Rahmen ihres Mitwirkens bei der Migrantinnen-Selbstorganisation maiz verfasst wurden. Neben Positionen zu Migrations-, Kultur-, Bildungs- und Sprachpolitiken sind noch nicht veröffentlichte literarische Texte der Autorin zu finden – das Private, das politisch bleibt, und die öffentlichen politischen Positionierungen durchgehend verschränkt.

Andrea Hummer, eipcp (Hg.), Rubia Salgado / maiz.
Aus der Praxis im Dissens, transversal texts 2015, ISBN 978-3-903046-02-3

eipcp.net

freiräumen

Die Doku zeigt am Beispiel Vöcklabruck, wie Jugendliche Eigeninitiative ergreifen und kulturelle Freiräume schaffen – vom Bock Ma’s Benefizfestival bis hin zum Offenen Kulturhaus. Der Film tourte schon durch die Kinos, wurde in KUPFzeitung Nr. 143 rezensiert und ist nun als DVD zu haben – inklusive einem 8-minütigen Kurzfilm über die erfreulichen Entwicklungen in der Zwischenzeit.

Andreas Kurz und Mario Hengster, freiräumen. die politik des do-it-yourself.
Dokumentarfilm. 84 min. Falter Verlag 2015. EAN 9783854399360

shop.falter.at/freiraeumen.html
 

Jetzt teilen