Stadtwache – Der Film

Die neue Linzer Stadtwache kämpft mit ihrem schlechten Image. Nach Monaten des Abwartens reagiert die Stadt nun endlich und hat eine Werbekampagne in Auftrag gegeben. Auf City-Lights wird um Verständnis für den Ordnungsdienst geworben und heute ist auch ein Werbespot präsentiert worden.

Seht selbst, wie unverzichtbar unsere Stadtwache ist. Etwaige Ähnlichkeiten mit stadtbekannten Querolanten sind natürlich reiner Zufall.

Regie: Ünal Uzunkaya
Produktion: flimmerfrei media

„Die Zahl ist das Wesen der Dinge“

Andre Zogholy über Evaluation im Kunst- und Kulturbereich.   … meinte bereits der griechische Philosoph und Mathematiker Pythagoras. Dieser vermutete eine höhere Sphäre durch eine umfassende mathematische Ordnung. Alle Dinge des Lebens seien demnach Nachbildungen von Zahlen. Heute, also etwa 1400 Jahre nach Pythagoras und ein halbes Jahrhundert nach Theodor W. Adornos und Max Horkheimers kritischer Feststellung „Die Ideologie versteckt sich in der Wahrscheinlichkeitsrechnung“ erleben wir einen wahren Quantifizierungsboom. Pythagoras hätte in der Gegenwart wohl seine Freude – 100-prozentig. only what you can measure you can manage Im neoliberalen New-Public-Management-getränkten Wunsch, das Bessere vom Schlechteren zu unterscheiden, knappe Ressourcen effizienter …

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Mitgegeben

Was bedeutet Wachstum für dich? Karin Fischer, Elisabeth Manhal, Robert Weinhandl und Severin Zugmayer in der Streetview.

FM5 – Freies Magazin Plattform für Kunst und Jugendkultur

Katja Haller bat den KUPF-Mitgliedsverein FM5 zum Interview.   Smart und engagiert hat eine Gruppe junger Leute aus dem Mühlviertel 2003 das Netzmagazin FM5 auf die Beine gestellt. Seit Anfang des Jahres 2005 ist FM5 Mitgliedsverein der KUPF. Fünf Rubriken „Sich die Seele aus dem Leib kotzen“, eine Ich-Reportage einer jungen Frau, die ihren Weg in die Bulimie beschreibt, mutig und offen. Ihr Artikel in der Rubrik Reportagen evoziert viele LeserInnen-Reaktionen. Fünf Rubriken – Reportagen, Musik, Kreatives, Lifestyle, Plattform – erwarten die LeserInnen auf www.fm5.at. Von Attwenger bis Depeche Mode, vom FM 5 Fest für Ute Bock zur britischen Newcomberband …

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Im Gespräch mit Iris Kästel (Frauenform Salzkammergut)

Die aktuelle KUPF RADIO SHOW hat sich mit Iris Kästel getroffen und unterhalten. Iris Kästel ist Wahl-Ebenseerin und zentrale Protagonistin des Frauenform Salzkammergut, einer feministischen Kulturinitiative und Frauenberatungsstelle am Traunsee. Das Frauenforum ist auch Mitglied im KUPF-Netzwerk.

Im Interview mit dem FRS-Journalisten Jörg Stöger spricht sie über die Eigenheiten von Ebensee, Feminismen, Geschlechterverhältnisse, österreichischen Schmäh sowie mangelnde Vorbereitung – und auch das geschichtsträchtige Aufreger-Thema “Glöcklerlauf” kommt natürlich nicht zu kurz.

 

Frauenform Salzkammergut

 

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Neue Ideen für eine neue Welt

Da ich es diesmal nicht geschafft habe meinen Weihnachtsbuchtipp für die KUPF-Zeitung rechtzeitig (also 3 Wochen nach Redaktionsschluss) abzugeben, beglücke ich jetzt den KUPF-Blog damit. Das Buch war schon damals nicht mehr brandneu und Weihnachten ist längst verdrängt, aber der Inhalt ist natürlich nicht passé.

Robert Misik – Anleitung zur Weltverbesserung

„…’s is noch immer derselbe!“

 Wir wissen: Andi Wahl liebt Heinz Conrads und die KUPF  Heinz Conrads, der große österreichische Schauspieler, Unterhalter, Conferencier und Wienerliedinterpret hatte ein Lied im Repertoire, das ich schon als Kind gerne hörte. Es handelt von einem Maurer, der den ganzen Tag versucht, einen einzigen Ziegelstein über eine Leiter zu tragen und es nicht schafft . Zuerst kommt ihm die Pause dazwischen, dann das Mittagessen, danach muss er auf ’s Klo und als er es fast geschafft hat (nur noch zwei Leitersprossen trennen ihn vom Ziel) ist Feierabend und er lässt den Stein fallen. Conrads verstand es dieses Sisyphos-Th ema ganz …

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Gnackwatsch’n

Anlass, aber nicht Thema dieser Gnackwatsch´n ist der Papstbesuch. Der angebliche im Juli und der tatsächliche, jetzt im September. Thema ist aber der gemeine Katholerer. An und für sich, sozusagen. Und natürlich ist die Gnackwatsch´n in diesem schweren Falle von kontinuierlichem Verbrechen eine unangemessene Vorgehensweise. Denn sind wir uns ehrlich: gibt es eine größere Verbrecherbande als die Christenheit, speziell die Katholerer? Ich erinnere kurz: Inquisition, Kreuzzüge, Missionierungen, Steigbügelhalten für die diversen Wirtschaftsphasen der letzten 2000 Jahre, von der Sklavenhaltergesellschaft über den Feudalismus zum modernen Kapitalismus. Grundlegende Verantwortung und Mittäterschaft an allen großen Genoziden der europäischen Geschichte, Stiftung und sorgfältige Kultivierung …

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Heißes Eisen Gender Mainstreaming

Andi Liebl im Gespräch mit Wolfgang Steiner, Leiter der Arbeitsgruppe Gender Mainstreaming des Landes Oö.   Die Verankerung von Gender Mainstreaming in den Amsterdamer Verträgen der Europaischen Union verhalf der Auseinandersetzung mit Gleichbehandlungsfragen zum Einzug in Gemeinden und Länder der Mitgliedsstaaten. So zum Beispiel auch in Oberösterreich. Die KUPF bat den verantwortlichen Leiter des Landes OÖ zum Gespräch. Mag. Dr. jur. Wolfgang Steiner leitet seit gut einem Jahr die 14-köpfige Arbeitsgruppe „Gender Mainstreaming“ des Landes Oberösterreich. Die Mitglieder kommen aus verschiedenen Abteilungen der Landesverwaltung und bilden eine Plattform zentraler AnsprechpartnerInnen in Sachen Gender. Dadurch sollen BeamtInnen und PolitikerInnen des Landes …

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(Bluts-)Verwandt

Zwischen Herkunftsfamilie am Land und eigener Bubble in der Stadt bewegen sich.

Hauptsache Hauptwohnsitz?

Jüngst hat der Linzer Stadtsenat durch die Vergabe der Linz-Kultur-Auslandsstipendien (LKA) aufhorchen lassen. Udo Danielczyk kommentiert kulturpolitische Tendenzen der Stadt Linz.   Jüngst hat der Linzer Stadtsenat durch die Vergabe der Linz-Kultur-Auslandsstipendien (LKA) aufhorchen lassen: Allerdings nicht durch die durchaus positive Tatsache, im Kulturbudget des Jahres 2001 1 Mio ATS (Verzeihung: knapp 73.000 EUR) zusätzliche Fördermittel vorgesehen zu haben. Auch nicht damit, dass die Stadt Linz (Kulturamt) die Verwendung der Mittel in Abstimmung mit der “Freien Szene Linz” festgelegt hatte. Diese zusätzlichen Mittel sollten, entsprechend einem Schwerpunkt des von der Freien Szene seit 1999 geforderten Impulstopfes, der Internationalisierung und Qualifizierung …

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Kulturpessimismus für Fortgeschrittene

Der 25. Geburtstag der KUPF ist eine schöne Sache. Aber zwischen Schulterklopfen, Longdrinks und Zufriedenheit nimmt sich die KUPF auch etwas Zeit zur Reflexion. Klemens Pilsl hat zu diesem Zwecke den KUPF-Vorstand, Kulturund Medienaktivisten Richard Schachinger zum Gespräch gebeten: It’s a dirty job but someone’s got to do it. KUPF: 25 Jahre KUPF – eine Erfolgsgeschichte? Richard Schachinger: Ja. Gerade die ersten Jahre lassen sich als Erfolgsstory bezeichnen, große Brocken an Rahmenbedingen für die KIs (Kulturinitiativen) und die freie Kulturarbeit wurden erreicht. Um 1990 wurden die Subventionskriterien der KUPF weitestgehend vom Land OÖ im Zeitkulturbereich übernommen. Anders schaut es aber …

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Körper, Schreiben, Blut

Stefanie Jaksch und Magdalena Stammler geben den literarischen Sammelband “Bluten” heraus. Im Gespräch mit Marlies Auer.

Begegnung der dritten Art

Die Künstlergruppe „wunderkinder KG“ war bei Andi Wahl zu Gast.   Bei mir in der Küche sind kürzlich zwei zeitgenössische Künstler gesessen, ganz echte, und haben Unmengen an Kokosstangerl verdrückt und schwarzen Tee getrunken. Das ganze auch noch am helllichten Vormittag, wo ich doch immer gedacht habe, dass der Vormittag für Bohemiens strikte Schlafenszeit wäre. Aber nicht nur dieses Vorurteil musste ich an diesem Vormittag ablegen. Das ganze kam so: Wir hatten in letzter Zeit einige Germteiggerichte. Einmal gab es Mohnstrudel, ein andermal Germknödel und dann wieder Buchteln. Meine liebste Doris ist nämlich, müssen Sie wissen, ein ähnlich begnadetes Leckermaul …

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10 Jahre röda – laut seit 1997

Das röda im Steyrer Wehrgraben ist seit zehn Jahren ein subventioniertes Kulturhaus, das eine damals aufblühende subkulturelle Landschaft in sich vereint. Eine Geschichte über den Steyrer Kulturverein von Peter Königsgruber   Eine Geschichte über den Kulturverein röda könnte man ganz pathetisch beginnen. Mit Tocotronic z.B., die in „let there be rock“ die Jugendlichen besingen, die sich in der langweiligsten Landschaft der Welt etwas selbst aufgebaut haben oder mit Rio Reiser, der lauthals verkündet, dass das jetzt unser Haus sei. Doch – weder betreibt der Kulturverein röda ein besetztes Haus noch steht es in der langweiligsten Landschaft der Welt. Ganz im …

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Kulturhauptstadt Anderswo

Wenn man von Finnland kommend in Tallinn die Fähre verlässt, fallen einem vor allem die bis zur Entmenschung besoffenen skandinavischen Touris auf: Prohibition schult eben nicht gerade die Fähigkeit zur eigenverantwortlichen Intoxikation, wie’s scheint. Andererseits sind auch die Baltinnen dem Rauschigen nicht abgeneigt, wie wir noch feststellen werden. Klemens Pilsl besucht die aktuelle Europäische Kulturhauptstadt Tallinn2011 in Estland. Der Hafen liegt fast direkt an der historischen Altstadt, die auch das Zentrum der kulturhauptstädtischen Aktivitäten darstellt. Und es ist nur ein halber Zufall: Schon wenige Stunden nach unserer Ankunft laufen wir Oberösterreichern über den Weg. Zwei Freunde haben die Hörstadt nach …

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In Sachen Transparenz

Über Offenlegungen von Zahlenmaterial und die österreichische Neidgesellschaft. Von Stefan Haslinger.   Österreich erlebt zur Zeit eine Debatte über transparentes Verhalten. Die Debatte kreist um Themen, wie und ob Zusatzverdienste von PolitikerInnen offen gelegt werden sollen, und auch wie die Transparentmachung von Parteispenden zu funktionieren hat. In dieser Debatte passiert eine ständige Vermischung von öffentlichen Geldern, also Subventionen, und den Privateinkommen von gewählten Mandataren, bzw. den privaten Zuwendungen an politische Parteien. Vizekanzler Molterer (ÖVP) versuchte diese Vermischung aufzuklären, indem er in der Pressestunde vom 18.11.07 sagte, dass öffentliche Gelder öffentlich zu machen sind, private Einkünfte auch bei PolitikerInnen private Einkünfte …

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„Alles so schön bunt hier …“

Zum Verhältnis zwischen Kulturinitiativen und Demokratie anhand persönlicher Erinnerungen von Andi Wahl.   Welchen Einfluss haben Kulturinitiativen auf ihre Umwelt, respektive die Gesellschaft? Und befördert dieser Einfluss – wie lange Zeit von Kulturinitiativen und der KUPF behauptet wurde – die Demokratie? Versuch einer Annäherung zum Verhältnis zwischen Kulturinitiativen und Demokratie anhand persönlicher Erinnerungen. Zwei Dinge kommen mir, befragt ob Kulturinitiativen zur Demokratisierung der Gesellschaft beitragen, in den Sinn. Dies ist einmal die Behauptung, dass Kulturinitiativen eine »Schule der Demokratie« seien, mit der auch ich jahrelang bei Medien und SubventionsgeberInnen hausieren ging. Was mir aber weiters noch in den Sinn kommt, …

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