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Demonstration gegen Kürzungen

Am Montag, 4. Dezember 2017, findet in Linz eine Demonstration gegen die Kürzungen bei Sozialem, Kultur & Bildung statt. Organisiert wird diese zivilgesellschaftliche und überparteiliche Demo vom einem Bündnis rund um die Solidarwerkstatt. Teil des Bündnisses sind unter anderem die KUPF, die Sozialplattform, die Grünen OÖ, die ÖH´s der Kunstuni und der Bruckner-Uni und viele andere.

Die Demonstration startet am Montag, 4. Dezember 2017,  17:00 Uhr am Martin-Luther-Platz in Linz (nicht am Schillerpark!). Ziel der Demonstration ist das Landhaus an der Linzer Promenade. Geplant sind Redebeiträge am Schillerpark und vor dem Landhaus.

Viele TeilnehmerInnen haben bereits angekündigt, ihre Instrumente mitzunehmen. Andere haben vor, mit Laternen, Grabkerzen oder anderen Leuchtobjekten an der Demonstration teilzunehmen. Aus dem Umfeld der Linzer Fahrrad-BotInnen und Bike-AktivistInnen wird zu einem Bike-Block aufgerufen, auch das demonstrationserprobte Gegen-Ton-Orchester wird mitmarschieren.

Wichtig: Seid kreativ, seid laut, seid viele! Wenn ihr Euch verkleiden wollt, wenn ihr künstlerische Protestformen einbinden wollt oder sonstige Ideen habt – herzlich willkommen! Und wenn ihr einfach nur mit der Demo mitspazieren wollt, freuen wir uns auch sehr darüber und heißen euch willkommen!

  • Zum Facebook-Event der Demo: hier
  • Zum Aufruf-Text zur Demo: hier
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Linz: Preis für Integration & Interkulturalität

Die Ausschreibung Stadt der Vielfalt, der Preis der Stadt Linz für Integration und Interkulturalität richtet sich an alle engagierten Personen, Initiativen, Institutionen, Vereine, Verbände, pädagogische Einrichtungen etc., die sich in integrativen, interkulturellen, sozialen, kulturellen oder künstlerischen Projekten engagieren, und würdigt deren Engagement in drei Preiskategorien.

Gesucht werden innovative Projekte, die den Zugang zu und die Vernetzung von verschiedenen Kulturen in Linz bei gleichzeitiger Achtung der kulturellen Unterschiede stärken.

Die Gesamtdotierung von „Stadt der Vielfalt“ beträgt € 17.500,-, wobei für die ersten beiden Kategorien, den „Preis für Integration“ sowie den „Preis für Interkulturalität“, gesamt je € 7.000,- und für die dritte Kategorie, den „Anerkennungspreis für interkulturelle Kinder- und Jugendintegrationsarbeit“ gesamt € 3.500,- zur Verfügung stehen.

Alle wichtigen Informationen (Inhaltliche Ausrichtung, Auswahlprozess, Bewerbung, Einreichstelle etc.) sind der beigefügten Ausschreibung zu entnehmen.

Bewerbungen müssen bis spätestens Donnerstag, 16. März 2017 (Datum des Poststempels) unter Verwendung des Bewerbungsbogens in sechsfacher Ausfertigung per Post oder auf elektronischem Wege an integration@linz.at  eingereicht werden.

Das Integrationsbüro der Stadt Linz und Linz Kultur Projekte freuen sich auf Ihre Einreichungen und kreativen Beiträge!

Sollten Sie weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne beratend zur Verfügung!

Nähere Informationen finden Sie auch unter: http://www.linz.at/kultur/50056.asp

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Leserbrief und Replik zur Wahlkolumne

Es erstaunt die KUPF manchmal, wie wenig Reaktionen auf die oft recht provokanten Texte der KolumnistInnen der KUPFzeitung bei uns eintreffen. Zur Kolumne von Andreas Wahl in der aktuellen KUPFzeitung #160  erreicht uns dieses Mal aber glücklicherweise ein Leserbrief von Otto Tremetzberger und die Replik von Andreas Wahl.

 

Leserbrief Otto Tremetzberger:

Wie der Schelm tickt so denkt er. Eine Replik auf diesen Text.

Der Schelm ist wieder einmal Andi Wahl. Sein „Tick“ sind zum Beispiel die „gesellschaftlichen Eliten“. Über „Kunststudierende“ ulkt er: „Seelenlose Kunstzombies“.

Wenn auch A. Wahl in der KUPF Zeitung zu Recht den latenten Widerspruch anführt, dass „Leute aus der (Anm. OT: chronisch unterfinanzierten) Freien Szene in Linz“ gegen die Schließung der städtischen Einrichtung „Salzamt“ rebellieren, so entpuppt sich die aktuelle „Wahlkolumne“ ein paar Zeilen darauf schon als „klassischer Wahl“. (KennerInnen der Szene wissen was ich meine)

Geradezu wie eine gefährliche Drohung hört es sich dann an wenn Wahl es „in der gegenwärtigen Logik des Kunstbetriebes“ generöserweise für „durchaus legitim“ befindet, dass Kunststudierende aus „Eigennutz“ gegen die Schließung des „Ausstellungs- und Atelierbetriebs“ Salzamt „auf die Barrikaden“ steigen, um so ihren „Marktwert“ zu steigern. Wohlgemerkt: „gegenwärtig“. In der klassen- und kunstlosen Gesellschaft soll später einmal auch dieser „Markt“ vermutlich Geschichte sein.

Salzamt „zuadraht“: Selber schuld, meint der Schelm Wahl. Hättens halt was gescheites lernen sollen. „No ja … da mias wida de g’schtopften in oasch greuln“ lesen wir als Antwort im zur „Wahlkolumne“ passenden (und diesmal wirklich unpassenden) Cartoon von Stephan Gassner gleich daneben. Tja, lustig ist das nicht mehr.

Es ist dieser (linke?) Antielitismus, das (linke?) Gesudere gegen „die da oben“, das Gerede von KünstlerInnen als „Arschkriechern“, die Wut auf die „Gstopften“ und das vermeintliche “Establishment”, das Geraune über Kulturschaffende, die sich „in den Annehmlichkeiten eines … organiserten Galerie- und Atelierbetriebs verlieren“ …

Kurz gesagt: Wir haben es hier mit einer linksmeinenden Kunstfeindlichkeit zu tun, die sich 1:1 in das Narrativ der Rechten einpasst. Beides, Wahls witzlose Kolumne und Gassners Cartoon könnte man genauso gut im „Wochenblick“ abdrucken. Schade. Die KUPF-Zeitung auf Stammtischniveau.

Und weil heute auch der 4.12.2016 ist. Dem zitierten Narrativ zufolge wird auch gegen das „Establishment“ abgestimmt: Freunde: Ihr gießt nicht Wasser, sondern Öl ins Feuer!

Und natürlich: Ich entschuldige mich nicht.

Otto Tremetzberger

Replik Andreas Wahl:

Aber Otto, warum wunderst du dich?
Du weisst doch, dass ich kulturpolitisch in der KUPF sozialisiert wurden. Wir haben uns in den 80ern des 20. Jh. daran gemacht die kulturelle Verkrustungen im Lande aufzubrechen. Mit viel Witz und viel Zorn haben wir den kirchlichen und weltlichen Autoritäten die kulturuelle Hegemonie aus der Hand geschlagen. Es ging immer darum – wie schon 100 Jahre davor in den Arbeiter*innen-Bildungsvereinen – die Sachen in die eigene Hand zu nehmen. Auch die Kultur, auch die Kunst.
Natürlich ist in meinem Weltbild Kunst nichts für Spezialist*innen, sondern eine ganz normale Lebensäußerung die Jede*m*r zusteht.

Aber Otto, du weisst doch…
…dass ich langsam ein Silberrücken werde. Mich als solcher noch an Zeiten erinnere (und wohl auch orientiere) in denen man sich nicht gezwungen sah jede seiner Lebensäußerung auf ihren eventuellen vermarktbaren Wert abzuklopfen. Man hat geschrieben, Skulpturen gebaut, gesungen weil man schreiben, bauen, singen wollte. Nicht um seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen. „Kunst kommt von müssen“ hat es Helmuth Gsöllpointner (muss man nicht mehr kennen – man sollte es aber) gerne auf den Punkt gebracht.

Ja Otto, du hast vollkommen recht
…in der klassenlosen Gesellschaft sollte es keine Kunstmarkt (wie wir ihn kennen) mehr geben. Für dich habe ich nochmals meine Marx-Engels-Gesamtausgabe hervor gekramt. Und da findet sich da der „Deutschen Ideologie“ eine vage Idee vom Alltagsleben in der klassenlosen Gesellschaft /“wo Jeder nicht einen ausschließlichen Kreis der Tätigkeit hat, sondern sich in jedem beliebigen Zweige ausbilden kann, die Gesellschaft die allgemeine Produktion regelt und mir eben dadurch möglich macht, heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust habe, ohne je Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden.“/ //

Otto, lass dir gesagt sein
… wie ich es als das Vorrecht der Jugend erachte radikal und überheblich zu sein, so nehme ich mir das Recht heraus mir Sorgen zu machen. Und so mache ich mir eben Sorgen um Menschen die sich von einer mir so wichtigen Sache wie Kunst ökonomisch abhängig machen. Denn – so meine Überzeugung – Kunst, Politik und Liebe sollte man ohne Rücksichtnahme auf seinen Lebensunterhalt betreiben (können). Die von mir recht unglücklich gewählte Formulierung der „seelenlosen Kunstzombies“ ist also nicht als Befund, sondern als Ausdruck meiner Sorge zu lesen.

Ansonsten, lieber Otto
…bedanke ich mich sehr für deine Gegenrede. Zum Einen schätze ich die Kunst der wohl gesetzten Beleidigung und zum Anderen hast du mir Gelegenheit gegeben mich genauer zu erklären. Die Sklaventreiber*innen der KUPF-Zeitungs-Redaktion peitschen mich immer zum kurzen Format. Deine Replik verschaffte mir die Gelegenheit mich einmal weg zu ducken, ihrem nächsten Peitschenhieb auszuweichen um mir soviel Buchstaben zu gönnen die meine Geschichte eben braucht.

Andreas Wahl, Bau- & Kulturarbeiter

Broschüre: „Kulturverein gründen & betreiben“

Infos und Praxistipps für Kulturschaffende

Der „Verein“ ist eine praktische und sehr häufige Organisationsform für Kunst- und Kulturschaffende – sowohl kleine Initiativen als auch manche große Kulturbetriebe wählen diese Rechtsform für ihre Aktivitäten. Zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen und zur Praxis von Vereinen gibt es nun eine 80-seitige Broschüre der IG Kultur Österreich & IG Kultur Wien. Die KUPF empfiehlt diese Broschüre uneingeschränkt allen PraktikerInnen der Vereinsmeierei, auch alte HäsInnen werden noch was Interessantes finden!

DOWNLOAD KUPF OÖ

TKI open 17_genug

 

 

Danke, genug! Sagen wir, wenn wir genau so viel auf dem Teller haben, wie wir essen können. Würden wir zuweilen gern sagen, wenn wir genug haben von Umständen und Zuständen, die wir kaum mehr schlucken können. Müss(t)en wir mitunter sagen, wenn es genug ist – genug der Ungerechtigkeit, genug der Experimente auf Kosten mancher, die schlicht nicht mehr genug bekommen, während andere nicht genug bekommen können. Doch an wen wenden wir uns mit unserem „Danke, genug!“ und wer beurteilt eigentlich anhand welcher Maßstäbe, wann es womit genug ist? Wie viel brauchen wir, um im besten Sinn genug zu haben?

TKI open 17_genug will den Fragen des Genug-Habens und des genug Habens nachspüren. Wie viel braucht es wovon, damit es genug ist? Wie viel öffentlichen Raum, wie viel Diskurs, wie viel Zugehörigkeit, wie viel Freiheit, wie viel Teilhabe? Wie hängen die Frage nach dem Genug und die nach der Verteilungsgerechtigkeit zusammen? Was bewirkt es, wenn wir einfach davon ausgehen, dass genug für alle da ist? Inwiefern konstruieren wir Realitäten mit? Wie schaffen wir Zugang, wo nehmen wir Einfluss? Wie genügen wir unseren Visionen?

Text: Sonja Prieth

TKI open 17 lädt ein, experimentelle und zeitgenössische Kunst- und Kulturprojekte einzureichen, die Aspekte des Ausschreibungsthemas aufgreifen, entwickeln, auf den Kopf stellen. Wir können sicht- und hörbar werden, mutig Grenzen überschreiten, uns selbst und andere überraschen. Und uns dabei weit genug aus dem Fenster lehnen!    

 

Kriterien

    Auseinandersetzung mit dem Ausschreibungsthema
    Umsetzung des Projektes im Jahr 2017
    Sensibilität bezüglich Genderfragen und gesellschaftlichen Ausschlussmechanismen sowohl bei der Projektkonzeption als auch bei der Auswahl von Künstler_innen und Referent_innen
    Tirolbezug, regionale oder lokale Verankerung der Projekte

Einreichunterlagen
Bitte die Einreichung in deutscher Sprache und in 6-facher Ausfertigung an das Büro der TKI sowie per E-Mail an office(at)tki.at schicken. Die Einreichung muss enthalten:  

    Ausführliche Projektbeschreibung (max. 5 Seiten)
    Kurzbeschreibung des Projektes (max. 1.000 Zeichen)
    Realistisch kalkulierter Kosten- und Finanzierungsplan mit Angabe der gewünschten Fördersumme durch TKI open
    Zeitplan für die Umsetzung des Projektes
    Angaben zu den Projekteinreicher_innen (Kontakt, kurze Selbstdarstellung)

Einreichfrist
Montag, der 10.10.2016 (Poststempel)

Einreichen können:

    gemeinnützige Kulturinitiativen und Kollektive
    Künstler_innen und Einzelpersonen in Kooperation mit einer Kulturinitiative.

Dotierung
TKI open 17 ist mit 68.500,- Euro an Fördermitteln des Landes Tirol dotiert. Eine Ausfinanzierung der ausgewählten Projekte durch TKI open ist möglich.

Jury
Eine Fachjury wählt in einer öffentlichen Jurysitzung am 12.11.2016 die überzeugendsten Projekte aus schlägt diese dem Land Tirol zur Förderung vor.

Detaillierte Informationen
http://www.tki.at/tki-open/tki-open-17.html

Fellowships/Praktika von kültür gemma!

Wir vergeben Fellowships an Wiener Kulturinstitutionen und freuen uns, dafür drei renommierte Partner gefunden zu haben: die Brunnenpassage, das Burgtheater und das Tanzquartier.

Bewerben können sich Migrant_innen, unabhängig von Pass, Staatsbürgerschaft etc.

Hier findet ihr die Ausschreibung für die drei Institutionen:  http://www.kueltuergemma.at/#ausschreibung

Achtung:

Bitte beachte die Details der drei unterschiedlichen Ausschreibungen und informiere dich vor der Bewerbung über die Institution deiner Wahl.

Einreichungen und Fragen bitte an: fellowship@kueltuergemma.at

*english*

 kültüř gemma! is proud to announce a new call for applications!

We will award fellowships at three Viennese cultural institutions, and are proud to announce to have found three highly prestigious partners in this endeavour: the Brunnenpassage, the Burgtheater and the Tanzquartier Wien.

Applications can be made by migrants regardless of citizenship, nationality, etc.

Here you can find the respective announcements for the three institutions: http://www.kueltuergemma.at/index.php?l=en#ausschreibung

Important:

Pay close attention to the details of the three respective announcements and inform yourself about what is required for the application at the institution of your choosing.

Applications and questions to fellowship@kueltuergemma.at

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KUPF Radio: Puppenhäuser sprengen

Margit Greinöcker arbeitet zu gebauter und gelebter Umwelt. In der Sendung „Kultur spricht mit Johanna“ unterhält sie sich mit Johanna Klement über die Schnittstellen von Architektur, Gesellschaft und Kunst. Istanbul, Tallin, Leonding sind die Stationen dieses Gesprächs.

Links:
Ausstellung „erfahrene Landschaft“ im Architekturforum Oberösterreich, Linz
Fruchtgenuss – Verein für Leerstandsangelegenheiten
„Kultur spricht mit Johanna“ – Sendung bei dorfTV

Sendezeiten:
Radio FRO: Dienstag um 17.30 Uhr / WH: Mi. 8.00 Uhr
Freies Radio Freistadt: Mittwoch um 16.30 Uhr / WH: Do. 14.00 Uhr
Freies Radio Salzkammergut: Mittwoch um 13.00 Uhr
Freies Radio B138: Donnerstag um 18.30 Uhr

Sendungen nachhören/streamen:
KUPF Radio nachhören
„Puppenhäuser sprengen“ nachhören

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PA: Kulturplattform OÖ hat neue Geschäftsführung

Thomas Diesenreiter hat am 1. Juni die Geschäftsführung der ältesten österreichischen Dachorganisation im freien Kulturbereich übernommen. Die KUPF OÖ ist Interessenvertretung und Anlaufstelle für 145 freie Kunst- & Kulturinitiativen in Oberösterreich.

LINZ. Thomas Diesenreiter (30) hat die Geschäftsführung der KUPF-Kulturplattform OÖ von Richard Schachinger übernommen, der sich vorerst seiner Bildungskarenz zuwenden wird.

Diesenreiter wechselte vom Hotspot der Linzer Kreativwirtschaft, der Tabakfabrik Linz, wo er die Unternehmens-kommunikation aufbaute und leitete. Der gebürtige Oberösterreicher arbeitet seit zwölf Jahren im Kunst- und Kulturbereich. Er war für verschiedenste öffentliche Kulturinstitutionen tätig, darunter Linz09 oder die Ars Electronica. Im freien Kulturbereich ist er besonders im Umfeld der freien Radios und dem KünstlerInnenkollektiv Backlab aktiv. Diesenreiter gilt als Experte für Kulturpolitik, und war langjähriger Vorsitzender des Linzer Stadtkulturbeirats sowie führend bei der Ausarbeitung des Linzer Kulturentwicklungsplans tätig.

Sein Vorgänger Richard Schachinger hat die Geschäfte der KUPF für vier Jahre geleitet und insbesondere in der kulturellen Regionalentwicklung und mit der Forcierung neuer Instrumente in der Daten- und Interessensvermittlung Akzente gesetzt. Er wird der KUPF über den Mitgliedsverein OKH Vöcklabruck und seiner Tätigkeit im Landeskulturbeirat verbunden bleiben.

Die Herausforderung der kommenden Jahre sieht Diesenreiter in den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen: „So unumstritten der Wert von Kultur heute auch ist, so vielschichtig ist ihre Definition und die ihrer Aufgaben. Gerade angesichts der sich verändernden Rahmenbedingungen kommt einer starken Interessenvertretung wie der KUPF eine wichtige Rolle im kulturpolitischen Diskurs zu. Diesen Diskurs gilt es auf Augenhöhe mit Politik, Gesellschaft und Medien zu führen“, so Thomas Diesenreiter über seinen Arbeitsauftrag.

Aus Diesenreiters Feder stammt bereits der Leitartikel der neusten Ausgabe der KUPFzeitung. In dieser analysiert er die aktuellen politischen Geschehnisse und fordert einen New Deal auch in der Kulturpolitik: https://kupf.at/zeitung/stimmungsschwankungen. Die gesamte Ausgabe der quartalsweise erscheinenden KUPFzeitung wurde auf der ebenfalls gestern neu gestarteten Website der KUPF veröffentlicht: https://kupf.at/zeitung/158

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KUPF Radio: Gwalla – Geld für Kulturarbeit

„Man kann von einer langsamen, stetigen Kürzung sprechen“, beschreibt Klemens Pilsl die finanzielle Lage der freien Kunst- und Kulturszene in Oberösterreich. Warum erfolgreiche Start Ups mit Alternativ- und Subkultur zusammenhängen und wie warm sich die Freie Szene angesichts von Schwarz-Blau anziehen muss – Klemens Pilsl (KUPF) spricht mit Jörg Stöger vom Freien Radio Salzkammergut über das liebe Geld. Überhaupt nicht nebenbei verhandeln die beiden im Gespräch die Frage: Braucht es Kulturförderung überhaupt? Wozu? #gödlife

 

Sendezeiten:
Radio FRO: Dienstag um 17.30 Uhr / WH: Mi. 8.00 Uhr
Freies Radio Freistadt: Mittwoch um 16.30 Uhr / WH: Do. 14.00 Uhr
Freies Radio Salzkammergut: Mittwoch um 13.00 Uhr
Freies Radio B138: Donnerstag um 18.30 Uhr

Sendungen nachhören/streamen:
KUPF Radio: Gwalla – Geld für Kulturarbeit. Die Sendung zum Nachhören …
KUPF Radio im Player …

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KUPF Radio: Röda, Steyr & die Proletenpassion

Martina Hofmair, die Öffentlichkeitsarbeiterin des Steyrer Kulturhauses und Kulturvereins RÖDA spricht mit Redakteurin Sigi Ecker: Über die Genese des Vereins RÖDA, über Kulturarbeit in Steyr und über die anstehenden Aufführungen der „Proletenpassion“, der legendären Geschichte der Arbeiter/innenschaft, in Steyr.

Weiterführende Links:

Sendezeiten der KUPF Radio-Show:

  • Radio FRO: Dienstag um 17.30 Uhr / WH: Mi. 8.00 Uhr
  • Freies Radio Freistadt: Mittwoch um 16.30 Uhr / WH: Do. 14.00 Uhr
  • Freies Radio Salzkammergut: Mittwoch um 13.00 Uhr
  • Freies Radio B138: Donnerstag um 18.30 Uhr

Sendungen nachhören/streamen:

KUPF Radio: Johanna Klement trifft Elke Sackel (Narrenschyff)

Die Kultur- und KUPF-Aktivistin Johanna Klement trifft sich einmal im Monat mit Kunstschaffenden aus der freien Szene OÖ und spricht mit ihnen über deren Arbeit und aktuelle gesellschaftliche Dynamiken. Diese Gespräche werden sowohl auf DORF TV als auch via KUPF Radio ausgestrahlt. In dieser Sendung, der ersten ihrer Art, trifft Johanna auf Elke Sackel von der KUPF-Mitgliedsinitiative Narrenschyff (Leonding). Das Narrenschyff setzt sich aus KünstlerInnen zusammen und beschäftigt sich vorwiegend mit bildender Kunst, kooperiert aber mit allen Sparten.

 

Weiterführende Links:

Sendezeiten:

  • Radio FRO: Dienstag um 17.30 Uhr / WH: Mi. 8.00 Uhr
  • Freies Radio Freistadt: Mittwoch um 16.30 Uhr / WH: Do. 14.00 Uhr
  • Freies Radio Salzkammergut: Mittwoch um 13.00 Uhr
  • Freies Radio B138: Donnerstag um 18.30 Uhr

Sendungen nachhören/streamen:

KUPF Radio: Armes Österreich

Was ist Armut? Woran misst sie sich? Ab wann ist man armutsgefährdet? Was bedeutet es für die gesellschaftliche Teilhabe der Betroffenen? Und was wird dagegen getan? Wir haben Eva Rohrmoser von der Straßenzeitungen Augustin (Wien) und Heinz Zauner von der Kupfermuck’n (Linz) besucht und mit Perrine Schober, der Initiatorin der Wiener Obdachlosenführungen Shades Tours, gesprochen.

Eine Sendung im Rahmen des Bewegungsmelder Kultur der IG Kultur Österreich.

 

Weiterführende Links:

Sendezeiten:

  • Radio FRO: Dienstag um 17.30 Uhr / WH: Mi. 8.00 Uhr
  • Freies Radio Freistadt: Mittwoch um 16.30 Uhr / WH: Do. 14.00 Uhr
  • Freies Radio Salzkammergut: Mittwoch um 13.00 Uhr
  • Freies Radio B138: Donnerstag um 18.30 Uhr

Sendungen nachhören/streamen:

KUPF Innovationstopf 2016

1995 hat die KUPF ein neues Förderprogramm für zeitgenössisches Kulturschaffen entwickelt: den Innovationstopf. Dieser gilt bundesweit als Erfolgsbeispiel für transparente und nachvollziehbare Subventionspolitik. Jetzt hat die KUPF das Thema für den Innovationstopf 2016 veröffentlicht: „Grenzen„.

Der Ausschreibungstext und die Einreichkriterien sind unter www.innovationstopf.at nachzulesen. Bis 17. April können Oberösterreichs zeitgenössische Kulturinitiativen Ideen zum Thema einreichen – egal, ob sie sich auf Baumgrenzen, Aĺtersgrenzen oder politische Grenzen beziehen. Dann entscheidet eine unabhängige ExpertInnen-Jury in einer öffentlichen (!) Sitzung über die Vergabe der vom Land OÖ bereitgestellten Fördergelder.

 Die themenbezogene Ausschreibung sollen sowohl die Kulturvereine als auch den Finanzier, das Land OÖ, herausfordern und inhaltliche Neuerungen anregen. Die öffentlich tagende Jury ist angehalten, alle ihre Entscheidungen nachvollziehbar und entsprechend der Förderkriterien zu begründen. Mit diesem transparenten und nachhaltigen Modell der Subventionsvergabe setzt die KUPF Standards in der Förderpolitik und bietet ein Best-Practice-Beispiel für fortschrittliche Kulturpolitik.

->Zum Ausschreibungstext
 

KUPF RADIO: Refugees Welcome at KAPU

Die Linzer KAPU hat über mehrere Monate immer wieder Flüchtlinge in ihrem Haus aufgenommen und begleitet. Unser Redakteur Christian Diabl hat mit Linda & Christoph, die die Notschlafstelle in der KAPU betreut haben, über die Situation der Flüchtlinge sowie über das Zusammenkommen von Flüchtenden und KulturaktivistInnen gesprochen.

KUPF sucht neue Geschäftsführung

Die KUPF sucht eine neue Geschäftsführung für die Bereiche:

  • Lobbyingtätigkeit und Strategieentwicklung für initiative Kulturarbeit

  • Außenvertretung und Verhandlungsführung in Kooperation mit dem Vorstand

  • Vereinsorganisation und Konzeptarbeit

  • Budgetierung und Finanzmanagement

  • Datenerhebung, Informationsaufbereitung und Beratung für Mitglieder

  • Verfassen redaktioneller Beiträge

Folgende Anforderungen sollten die BewerberInnen mitbringen:

  • großes Interesse an kultur- und gesellschaftspolitischen Entwicklungen

  • Vertrautheit mit der freien Kulturszene in Oberösterreich

  • fundierte Erfahrung im NPO-Bereich, insbesondere mit der Arbeit in und mit Vereinen

  • Erfahrung in der Kommunikation mit Politiker_innen und BeamtInnen

  • Verhandlungssicherheit und -geschick

  • selbständiges Arbeiten in enger Zusammenarbeit mit dem Team

  • kaufmännische und betriebswirtschaftliche Erfahrung

  • hohe Kommunikationsfähigkeit, Textsicherheit bzw. vertrauter Umgang mit gängigen Office-Anwendungen und Recherchekenntnisse

  • ausgeprägte Teamfähigkeit und Empathie; Bereitschaft zur kollektiven und kollaborativen Arbeit

  • Sensibilität in Gender- und Interkulturfragen

Stundenausmaß: ca. 30 Wochenstunden, Dienstort: Linz, Einstiegsgehalt (bei 30 Wh.): 2.044,- EUR brutto, Dienstantritt: 17. Mai 2016.

Die Bewerbungen müssen bis 22. Februar im Büro der KUPF (Untere Donaulände 10/1, 4020 Linz bzw. via richard.schachinger@kupf.at) eingelangt sein. Hearings finden ab 7. März im Büro der KUPF statt.

Positionspapier: Warum Kulturförderungen keine Mehrfach- sondern Komplementärförderungen sind (2015)

Angesichts der angewandten Sparpolitik stehen auch Förderungen zunehmend im Fokus der öffentlichen Debatte. Allerdings werden hierbei all zu oft unterschiedliche Förderstrukturen – teils mangels Kenntnis, teils politisch motiviert – miteinander vermengt. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn von „den Mehrfachförderungen“ die Rede ist. Für die KUPF Grund genug, diesen Sachverhalt im Folgenden klarzustellen:

Von einer Mehrfachförderung wird gemeinhin dann gesprochen, wenn für ein und dieselbe Leistung von mehreren Gebietskörperschaften oder Ressorts Förderungen gewährt werden. Wird beispielsweise in der Landwirtschaft eine Grünlandfläche X von der Europäischen Union, dem Land und der Gemeinde subventioniert und wird hierbei unisono die gleiche Fläche als Förderkriterium herangezogen, dann wird diese tatsächlich mehrfach gefördert („echte Mehrfachförderung“).

Dem gegenüber stehen Förderungen für unterschiedliche und abgrenzbare Teilbereiche oder Projekte einer bestimmten Organisation durch mehrere Ressorts oder Gebietskörperschaften. Dies ist immer dann der Fall, wenn das Tätigkeitsprofil einer Organisation nicht exakt der Ressortverteilung einer Regierung entspricht – also beispielsweise eine Sozialeinrichtung auch ein Kulturprogramm für die BewohnerInnen anbietet (Kultur) oder generationsübergreifende Weiterbildungskurse organisiert (Bildung). In diesem Fall liegen zwar mehrere Förderstellen vor („unechte Mehrfachförderung“), allerdings wird keine Ausgabe und kein Beleg doppelt oder mehrfach gefördert.

Das gilt auch die Kulturförderung, wo zudem das Subsidiaritätsprinzip in den Förderrichtlinien bzw. im Kulturfördergesetz verankert ist: Hierbei teilen sich Gemeinden, Land und Bund in Form einer ergänzenden Förderung den Auftrag, die kulturelle Vielfalt zu fördern. Es handelt sich um keine Mehrfachförderung, sondern um eine Komplementärförderung.

(R.S.)

KUPF Radio: Women of the World, take over!

Unter dem Motto „Take Over“ holt der Kulturverein waschaecht Künstler*innen nach Wels und regt zur Auseinandersetzung rund um Geschlechterungleichheiten im Kulturschaffen an. In dieser KUPFradio-Show hören wir zwei der eingeladenen Protagonist*innen, Birgit Michlmayr und Petra Schrenzer – Musiker*innen und Betreiber*innen des Musik-Labels „unrecords“, im Gespräch über Frauen*, Politik und Solidarität mit KUPFredakteurin Tamara Imlinger.

Die Musik zur Sendung kommt einerseits von Bands des Labels unrecords (Möström, MuttTricx, First Fatal Kiss, Les Reines Procheines) und andererseits von der Nummer, die namengebend für die Welser Veranstaltungsreihe ist: „Women of the World, take over“ (Ivor Cutler & Lind Hirst sowie Jim O’Rourke).

Ein Auszug des Gesprächs ist nachzulesen in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift REIZEND! sowie in der kommenden KUPFzeitung #156.

Foto: Die vier unrecords-Label-Betreiber*innen Aurora Hackl, Johanna Forster, Petra Schrenzer & Birgit Michlmayr (Credit: Michael Bodenstein).

Im Rahmen der Reihe „Take Over“ passiert bis Endes des Jahres noch:

  • 26.11.: „Experiment Literatur auswärts“ mit Lisa Spalt in Sonis Extrazimmer im MKH Wels.
  • 7.-20.12: Film „Oh Yeah, She Performs“ unter der Regie von Mirjam Unger im Programmkino Wels.
  • 11.12.: Frau Tomani & Fräulein Hona live im Alten Schl8hof Wels.
  • 20.12.: Improvisationsworkshop für Frauen*, geleitet von Cordula Bösze, im Alten Schl8hof Wels.

 

Weiterführende Links:

Sendezeiten:

Sendungen nachhören/streamen:

PA: Landtagswahl 2015: Die etwas andere Wahlempfehlung

Kulturplattform und Sozialplattform vertreten in Oberösterreich zusammen 171 eigenständige Sozial- und Kulturorganisationen. Gemeinsam stehen wir für ein wichtiges zivilgesellschaftliches Segment in unserem Land.

Gerade in der aktuellen Krise um die Aufnahme von Flüchtlingen zeigt ebendiese Zivilgesellschaft einmal mehr Rückgrat und Handlungsfähigkeit. Aber auch abseits davon wird Großes geleistet: In der Stadt- und Regionalentwicklung, in der Sozialarbeit und Pflege oder in der sozialen wie kulturellen Nahversorgung.

Gleichzeitig haben wir im freien Sozial- und Kulturbereich mit großen, oft ähnlichen Problemen zu kämpfen:

Pauschale Sparmaßnahmen treffen vor allem jene Organisationen und Initiativen, die aus der Mitte der Gesellschaft heraus operieren und nicht über institutionalisierte Lobbys in den Parteien und Ämtern verfügen. Dabei bilden genau sie den sozialen Humus, aus dem eine offene, zukunftsfähige Gesellschaft entwächst.

Politik darf sich nicht weiter aus ihrer Verantwortung für ein solidarisches Gemeinwesen zurückziehen, indem sie soziale Errungenschaften abbaut oder Mittel für die Zivilgesellschaft streicht: Weder Sparpakete noch die Gegenfinanzierung der Steuerreform dürfen auf dem Rücken gesellschaftlicher Arbeit abgeladen werden – es braucht eine angemessene Unterstützung und Perspektive!

Daher appellieren wir gemeinsam an die politischen EntscheidungsträgerInnen und an die oberösterreichischen WählerInnen: Verhindern wir eine weitere Erkaltung unserer Gesellschaft! Entscheiden wir uns für die Menschen, für die Zivilgesellschaft und die Solidarität, verwehren wir uns der grenzenlosen Wachstumslogik, der Angst vor dem Unbekannten. Wählen wir eine Politik der Menschlichkeit. Sie ist mehrheitsfähig.

Foto: ©Robert Kneschke-fotolia

LAnd OÖ: Stipendien für künstlerische Großprojekte

Das Stipendium soll KünstlerInnen ermöglichen, kontinuierlich an einem größeren, nicht kommerziell orientierten Projekt zu arbeiten. Dafür wurden zwei mit einem Betrag von 6.550 Euro dotierte, biennal ausgeschriebene Stipendien eingerichtet. Eine unabhängige, überregional besetzte Jury wird über die Vergabe der Stipendien entscheiden. Einreichfrist: 30.9.2016

Info: http://www.land-oberoesterreich.gv.at/156191.htm

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Wahl 2015: 15 kulturpolitische Fragen an die Parteien

Anlässlich der OÖ Landtagswahl im September 2015 hat die KUPF einen kulturpolitischen Fragebogen entwickelt und allen antretenden Parteien vorgelegt. Der Fragenkatalog gliedert sich in vier Blöcke (Allgemein, Finanzen, Perspektiven, Freie Medien) und zielt darauf ab, den Parteien kulturpolitische Positionierungen abzuringen. In der aktuellen KUPFzeitung #155 findet sich eine kleine, bruckstückhafte Zusammenfassung, hier sind sämtliche Antworten im Detail zu finden [auch als druckbare PDF-Version verfügbar].

Die Fragen und Antworten sollen nicht nur die Parteien dazu bringen, sich mit Kulturpolitik auseinanderzusetzen, sondern sollen auch als Wahlorientierung für kulturinteressierte WählerInnen und als Verhandlungsposition für KulturarbeiterInnen für zukünftige PolitikerInnengespräche dienen.

Allgemein

  1. Nennen Sie die drei wichtigsten kulturpolitischen Schwerpunktsetzungen Ihrer Partei in den letzten sechs Jahren. Was haben Sie hierbei kulturpolitisch bewegt?

Antwort ÖVP | SPÖ | FPÖ | Grüne | KPÖ | Neos

  1. Nennen Sie die drei wichtigsten kulturpolitischen Schwerpunktsetzungen Ihrer Partei für die kommenden sechs Jahre.

Antwort ÖVP | SPÖ | FPÖ | Grüne | KPÖ | Neos

  1. Was waren Ihrer Einschätzung nach die größten kulturpolitischen Versäumnisse und Fehlentwicklungen in OÖ in den letzten Jahren?

Antwort ÖVP | SPÖ | FPÖ | Grüne | KPÖ | Neos

  1. Welche Bedeutung bzw. welchen Stellenwert messen Sie freier Kulturarbeit – sprich Initiativen mit privater Trägerschaft und zeitgenössischem Schwerpunkt – in/für Oberösterreich bei?

Antwort ÖVP | SPÖ | FPÖ | Grüne | KPÖ | Neos

Mehr Geld

  1. Die dezentrale, kulturelle Nahversorgung wird überwiegend durch ehrenamtliche Kulturarbeit gewährleistet. Für eine kontinuierliche Entwicklung braucht es allerdings tragfähige Strukturen, insbesondere auch bezahltes Personal. Wie steht ihre Partei zu dieser KUPF-Forderung nach Strukturfinanzierung?

Antwort ÖVP | SPÖ | FPÖ | Grüne | KPÖ | Neos

  1. Die Fairpay-Studie der österreichischen Kulturdokumentation im Auftrag der Kunstsektion des BKA hat im Jahr 2013 die finanziellen Möglichkeiten von Kulturvereinen untersucht: Sie kommt mitunter zum Ergebnis, dass österreichweit knapp 60 Prozent der Einkommen von Kulturschaffenden unter 5.000 Euro im Jahr liegen. Wie beurteilt Ihre Partei diese Situation und was leitet sie daraus ab?

Antwort ÖVP | SPÖ | FPÖ | Grüne | KPÖ | Neos

  1. Das OÖ Kulturbudget ist mit über 180 Millionen Euro gut dotiert. Gleichzeitig geht die Schere zwischen Pflicht- und Ermessensausgaben weiter auf, derzeit stehen lediglich ca. 8% als „frei verfügbare“ Förderungen zur Verfügung. Wie beurteilt Ihre Partei diese Entwicklung und wie steht sie zur KUPF-Forderung, den Ermessensspielraum mittelfristig wieder zu erhöhen?

Antwort ÖVP | SPÖ | FPÖ | Grüne | KPÖ | Neos

  1. Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Budgetansatzes für Initiativen der Zeitkultur (und regionale Kulturprojekte – 1/38120) in den letzten Jahren bzw. treten Sie für eine Erhöhung der Mittel ein?

Antwort ÖVP | SPÖ | FPÖ | Grüne | KPÖ | Neos

  1. Tritt Ihre Partei für die Schaffung mehrjähriger, verbindlicher Fördervereinbarungen ein?

Antwort ÖVP | SPÖ | FPÖ | Grüne | KPÖ | Neos

Entwicklungen

  1. Globalisierung, Digitalisierung und Migration beeinflussen mit rasanter Geschwindigkeit die kulturelle Praxis: Inwieweit gelingt es Ihrer Meinung nach der OÖ Kulturpolitik, mit diesen Entwicklungen Stand zu halten bzw. wo verorten Sie den größten Handlungsbedarf?

Antwort ÖVP | SPÖ | FPÖ | Grüne | KPÖ | Neos

  1. Welche Maßnahmen sind von Ihrer Partei geplant, um die kulturelle Teilhabe von MigrantInnen und ethnischen Minderheiten zu verbessern?

Antwort ÖVP | SPÖ | FPÖ | Grüne | KPÖ | Neos

  1. Welchen Aufgaben muss sich eine strukturelle Novelle des oberösterreichisches Kulturförderungsgesetzes aus Sicht ihrer Partei stellen? Welche Schwerpunkte müssen darin verankert sein?

Antwort ÖVP | SPÖ | FPÖ | Grüne | KPÖ | Neos

  1. Das Feld der Kulturarbeit bzw. Kreativität gilt zunehmend als zivilgesellschaftliches Labor für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaften und auch die EU-Kommission attestiert der Kulturarbeit positive Effekte auf ländliche Gebiete: Welche Maßnahmen sind von Ihrer Partei geplant, um den Stellenwert von Kulturarbeit in der Regionalentwicklung zu verbessern?

Antwort ÖVP | SPÖ | FPÖ | Grüne | KPÖ | Neos

Freie Medien

  1. Etablierte Medien – wie ORF oder OÖN – ziehen sich aus der Kulturberichterstattung zunehmend zurück, während die Vermittlung der kulturellen Vielfalt von den Freien Medien wahrgenommen wird: Ist Ihre Partei der Meinung, dass aus diesem Grund Freie Medien mehr als bisher unterstützt werden sollten?

Antwort ÖVP | SPÖ | FPÖ | Grüne | KPÖ | Neos

  1. Im Jahr 2007 hat die Presseabteilung des Landes für drei Freie Radios eine jährliche Förderung von 180.000 dotiert. Unterstützen Sie die Forderung der mittlerweile fünf Freien Medien nach einer aliquoten Erhöhung bzw. einer Inflationsanpassung dieser Förderung ab 2016 auf 350.000 €?

Antwort ÖVP | SPÖ | FPÖ | Grüne | KPÖ | Neos

En Détail: Die Antworten

1. Nennen Sie die drei wichtigsten kulturpolitischen Schwerpunktsetzungen Ihrer Partei in den letzten sechs Jahren. Was haben Sie hierbei kulturpolitisch bewegt?

ÖVP: Oberösterreichs Kulturpolitik hat in der vergangenen Legislaturperiode eine ganze Fülle bedeutender Akzente gesetzt: Die Eröffnung wichtiger Kulturbauten wie des Musiktheaters oder die bauliche Fertigstellung der Anton-Bruckner-Universität stand dabei genauso im Mittelpunkt wie die Förderung der Kultur auf Ebene der Gemeinden und in den Regionen. Zudem wurden durch Deregulierung bessere Bedingungen für Kulturschaffende hergestellt, in dem die Lustbarkeitsabgabe neu geregelt und das Veranstaltungssicherheitsgesetz novelliert wurde.

SPÖ: Wir verbürgen uns für die Vielfalt in der Kultur. Auch wenn traditionelle und klassische Zugänge hier klarer Weise dazugehören, sind für unsere Partei besonders die progressiven und neuen Zugänge, die oftmals von den vielen kleinen regionalen Kulturinitiativen ausgehen, von herausragender Bedeutung. Kulturpolitisch hat die SPÖ, dort wo sie es bereits in den vergangenen Jahren tun konnte, vieles bewegt und vorangetrieben. Im eigenen Haus mit dem Aufbau der Gesellschaft für Kulturpolitik, in der Stadt- und Landespolitik mit der Durchsetzung von Projekten wie der Tabakfabrik oder dem Einsatz zur Förderung der regionalen Kulturarbeit. Mit dem EU-Parlamentarier Josef Weidenholzer war und ist die SPÖ Oberösterreich auch auf europäischer Ebene mit dem Einsatz für eine progressive Netzpolitik und ein modernes UrheberInnenrecht aktiv.

FPÖ: Die Verantwortung für das Kulturressort des Landes Oberösterreich und damit die gesamte finanzielle Ausstattung liegt bei Landeshauptmann Dr. Pühringer, also bei der ÖVP. Die FPÖ Oberösterreich hat diesbezüglich eine Kontrollfunktion wahrgenommen und Fehlentwicklungen – insbesondere beim Musiktheater Linz – entsprechend aufgezeigt.

GRÜNE: (1) In den vergangen 20 Jahren hat sich das Kulturfeld weiter ausdifferenziert. Kulturelle Bezugspunkte haben sich verschoben, starre Grenzen einer Kulturlandschaft sind durchlässiger geworden. Bereiche wie Medienarbeit, Kulturarbeit von MigrantInnen, Interkultur und Interdisziplinarität wurden als Teile eines umfassenden Kulturbegriffs in die Kulturarbeit aufgenommen. Mit der Novelle des OÖ. Kulturförderungsgesetzes 2011 wurde auf Forderung der Grünen eine weitreichende Präambel vorangestellt. Mit der Präambel wurde ein erster Schritt hin zu einem besseren OÖ. Kulturförderungsgesetz gesetzt, auch wenn für wichtige Forderungen (z.B. mehrjährige Förderprogramme etc.) noch keine Mehrheit im OÖ. Landtag gefunden werden konnte (2) In den jährlichen Budget-Gesprächen mit dem Finanz- und Kulturreferenten haben die Grünen immer einen Schwerpunkt auf einen möglichst gut dotierten Budgetposten für die Initiativen der Zeitkultur gelegt. So haben wir mitgeholfen, dass trotz Sparbudgets die Einschnitte nicht derart gravierend ausgefallen sind, wir ursprünglich befürchtet. Klar ist aber auch, dass es nunmehr dringend eine Trendwende braucht um nicht nur den Fortbestand vieler Initiativen zu sichern, sondern auch Neues zu ermöglichen. (3) Mit dem Bau der Bruckneruni konnte eine wichtige Bildungseinrichtung für die kulturelle Vielfalt Oberösterreichs verwirklicht werden. Wir haben uns, auch im Interesse der Studierenden und Lehrenden, immer zum Neubau bekannt.

KPÖ: Vorweg zu Verortung der KPÖ in der politischen Landschaft: Die KPÖ ist Oppositionspartei, sie ist nicht im oberösterreichischen Landtag vertreten. Viele dieser Fragen sind so formuliert, dass sich in erster Linie Regierungsparteien angesprochen fühlen müssen. Ohne Vertretung im Landtag ist es schwierig kulturpolitisch etwas zu verändern. Unsere Arbeit beschränkt sich vor Ort in den Kulturinitiativen wo manche von uns arbeiten. Als Partei der Opposition kann sich die KPÖ den Luxus leisten, radikale Kritik an herrschenden Zuständen und den Zumutungen, welche die Politik für uns bereithält zu entwickeln. Unsere Forderungen sind nicht als Politikberatung der Regierenden zu verstehen, sie sind immer im Kontext einer grundsätzlichen Veränderung der Gesellschaft zu lesen. Für die KPÖ ist der Kampf gegen die wachsende Prekarisierung insbesondere auch im Kulturbereich ein wichtiger Punkt. Wir unterstützen die Forderung nach mehr Mittel für die freie Szene. Es gilt, Kultur als Sensorium für Gesellschaftskritik und kritische Auseinandersetzung mit Missständen und Fehlentwicklungen zu entwickeln.

Neos: Unsere Partei existiert erst seit 2012. Sie ist 2013 in den Nationalrat eingezogen. Kulturpolitisch haben wir Aufklärung in der Bundestheater-Causa erzwungen. Wir haben die Ablösung des Sektionschef der Kultursektion gefordert und durchgesetzt. Wir haben die steuerliche Absetzbarkeit von Zuwendungen an Kunst- und Kulturinstitutionen gefordert und sind derzeit zuversichtlich, dass BM Ostermayer im kommenden Jahr einen entsprechenden Vorschlag machen wird.

2. Nennen Sie die drei wichtigsten kulturpolitischen Schwerpunktsetzungen Ihrer Partei für die kommenden sechs Jahre.

ÖVP: Ein besonderer Fokus der Kulturpolitik in Oberösterreich wird sein, Rahmenbedingungen zu schaffen, dass die programmatische und organisatorische Zusammenarbeit zwischen den Kultureinnrichtungen im ganzen Land und in der Stadt Linz noch besser funktioniert. Mit den dabei erzielten finanziellen und organisatorischen Synergien soll sichergestellt werden, dass trotz budgetär schwieriger Jahre, die auf uns zukommen werden, die Förderung der Kultur in Oberösterreich auf hohem Niveau, wie bisher, möglich ist. Maßnahmen der Integration, die weitere Umsetzung der Barrierefreiheit, Rücksichtnahme auf demografische Entwicklungen sowie ein intensiver Dialog mit Kulturschaffenden und Künstlern und die Aufrechterhaltung der kulturellen Vielfalt werden auch künftig wichtige Leitlinien sein.

SPÖ: Im Mittelpunkt des kulturpolitischen Programms der SPÖ Oberösterreich steht eine gerechtere Verteilung des Kulturbudgets, eine Offensive im Bereich der Kinder- und Jugendkultur und die soziale Absicherung von Künstlerinnen und Künstlern, sowie der Kampf gegen prekäre Arbeitsverhältnisse und der Selbstausbeutung im Kulturbetrieb.

FPÖ: Für die FPÖ sind der Erhalt der Volkskultur sowie die Förderung von Brauchtumsveranstaltungen und Heimatvereinen die Hauptaufgabe der Oö. Kulturpolitik. Dafür wird sich die FPÖ Oberösterreich weiterhin mit allen Kräften einsetzen.

Grüne: Transparente und nachvollziehbare Förderkriterien und Vergabeentscheidungen.

Finanzielle Sicherheit durch mehrjährige Fördervereinbarungen und KünstlerInnen-Versicherungen. Sicherstellung von Vielfalt durch die Förderung von Minderheiten(positionen).

KPÖ: Friede den Hütten, Krieg den Palästen! Konkret treten wir für nachhaltige Kulturförderung mit mehrjährigen Perioden, Erhöhung des Anteils der freien Kulturarbeit am Kulturbudget und Gewährleistung sicherer und würdiger Arbeitsbedingungen in Kulturbetrieben ein.

Neos: Die steuerliche Absetzbarkeit von privatem Engagement in Kunst- und Kultur. Echte Transparenz bei der Vergaben von Fördermitteln. Neudefinition der Rolle des BKA bei der Kunst- und Kulturförderung: Keine Einzelförderentscheidungen mehr (diese sind an Expertengremien auzulagern), sondern stärkere Controlling- und Evaluierungrolle bei der Mittelvergabe.

3. Was waren Ihrer Einschätzung nach die größten kulturpolitischen Versäumnisse und Fehlentwicklungen in OÖ in den letzten Jahren?

ÖVP: Kulturpolitik ist ein dynamischer Prozess und muss – trotz strategischer Planungen – immer wieder auch auf gesellschaftliche Entwicklungen Rücksicht nehmen. Demnach gibt es keine Versäumnisse und Fehlentwicklungen, sondern lediglich Ziele, die erreicht wurden und Ziele und Visionen an deren Erreichung weiterhin gearbeitet wird.

SPÖ: Die Kulturpolitik der ÖVP endet an den Türen der großen Bühnen im Land und übersieht dabei die tausenden KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen, die Tag für Tag hart daran arbeiten, Oberösterreich zu einem Bundesland mit hoher Lebensqualität zu machen. Eine fortschrittliche Kulturpolitik kann man nur dann machen, wenn man versteht, dass Kultur kritisch sein muss. Ein Stachel im Fleisch – auch und vor allem der Politik. Wer darauf beleidigt reagiert und Mittel entzieht, sollte seine Finger von der Kulturpolitik lassen.

FPÖ: Es fehlt eine gemeinsame Kulturstrategie für Oberösterreich. Eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Land, den Städten und den Gemeinden würde ein abgestimmtes, attraktives und vor allem kundenfreundliches (touristenfreundliches) Kulturangebot ermöglichen. Vor allem die Stadt Linz und Land OÖ stehen in Konkurrenz. Ein gemeinsamer ‚Ticketing-Verbund‘ sollte umgesetzt werden.

Grüne: Die Anpassung der Budgets für die Freien konnten nicht im gewünschten Ausmaß erreicht werden. Darüber hinaus ist der Standort der Bruckneruni aus stadtplanerischer Sicht nicht der idealste.

KPÖ: Der Missbrauch der Kultur zur Beschönigung politischer Grauslichkeiten, etwa wenn bestimmte Parteien offen oder versteckt Stimmung gegen Flüchtlinge machen und sich gleichzeitig in punkto Kultur weltoffen zu geben versuchen. Davon abgesehen ist auch die Kultur zunehmend der kapitalistischen Verwertungslogik und einer absoluten Marktorientierung unterworfen. Die Kulturpolitik der Regierenden nimmt dies zu Kenntnis und fördert diesen Prozess nach Kräften. Sei es durch ihre Förderpolitik, die rein auf Erhöhung des Outputs ausgerichtet ist, sei es durch ihre inhaltliche Einflussnahme wie etwa die Fokussierung auf das was sich Kreativwirtschaft nennt, letztlich aber Markt meint. Aber das ist keine Frage, die nur die Kulturpolitik betrifft.

Neos: Primär die zu starke Fokussierung auf große institutionelle Einrichtungen. Weiters die – unserer Überzeugung nach – zu intransparente Fördermittelvergabe ohne genaue Evaluierung der jeweiligen Zweckerreichung.

4. Welche Bedeutung bzw. welchen Stellenwert messen Sie freier Kulturarbeit – sprich Initiativen mit privater Trägerschaft und zeitgenössischem Schwerpunkt – in/für Oberösterreich bei?

ÖVP: Oberösterreichs Kultur ist geprägt von außerordentlicher Vielfalt. Die freie Kulturarbeit ist ein wichtiger Bestandteil und genißt daher in unserem Land dieselbe Wertschätzung wie alle anderen Formen des küsntlerischen und kulturellen Schaffens in unserem Land.

SPÖ: Ich bin seit dem Jahr 2014 neben dem öffentlichen Verkehr auch für Gemeinde-Agenden zuständig. Seitdem konnte ich zahlreiche Kulturinitiativen kennenlernen und bin oftmals mit offenem Mund von Veranstaltungen nach Hause gegangen, weil ich kaum glauben konnte, welche Qualität abgeliefert wird. Wenn man näher in die Materie eintaucht, dann sieht man natürlich auch welche persönlichen Entbehrungen und Risiken hier auf sich genommen werden. Illustrative Beispiele dafür gibt es auch innerhalb der KUPF zur Genüge – und zwar für beide Seiten der Medaille: Die hohe Qualität und Professionalität des Angebotes und die Prekarisierung der KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen.

FPÖ: Freie Kulturarbeit muss jedem ermöglicht werden, der sich dazu berufen fühlt. Diese Kulturarbeit soll auch mit Augenmaß im Rahmen der budgetären Möglichkeiten gefördert werden. Ein gefördertes Denunzieren von Vereinen, Institutionen oder einzelnen Personen aufgrund deren Weltanschauung unter dem „Deckmantel“ Kultur lehnt die FPÖ allerdings ab.

Grüne: Bedeutung und Stellenwert können nicht hoch genug eingeschätzt werden. Freie Kulturarbeit ist nicht nur ein gesamtgesellschaftlich wichtiger Faktor, der auch die Entwicklung der Regionen maßgeblich prägt, sondern auch grundlegende Voraussetzung für vielfältige demokratische Prozesse und Strukturen.

KPÖ: Versteht sich freie Kulturarbeit als Tätigkeit, die abseits von Dorfverschönerung, Operette und Kabarettismus einen kritischen Blick auf die gesellschaftliche Realität und künstlerische Entwicklungen wirft, die einlädt zu gesellschaftlicher Partizipation und Aktivismus, die jene sprachmächtig macht, die sonst nichts zu sagen haben, Räume erkämpft mit jenen, die sonst keinen Zutritt haben, dann kann die Bedeutung der freien Kulturarbeit gar nicht hoch genug angesetzt werden. Das ist eine Herausforderung, der sich die freie Kulturszene stellen muss. Es ist wichtig ein breites kulturelles Angebot zu schaffen und zu sichern. Durch kulturelle Diskurse entstehen oft neue Ideen und Konzepte für ein besseres Zusammenleben und ein lebenswerteres Umfeld. Sie ist als korrektiv zur Politik unumgänglich für eine lebendige Demokratie.

Neos: Grundsätzlich messen wir sowohl der freien Kulturarbeit als auch sonstigen privaten Engagements im Kunst- und Kulturbereich größte Bedeutung zu. Wir sind überzeugt damit eine möglichst große Vielfalt im Angebot, auch der zeitgenössischen Kultur, erreichen zu können.

5. Die dezentrale, kulturelle Nahversorgung wird überwiegend durch ehrenamtliche Kulturarbeit gewährleistet. Für eine kontinuierliche Entwicklung braucht es allerdings tragfähige Strukturen, insbesondere auch bezahltes Personal. Wie steht ihre Partei zu dieser KUPF-Forderung nach Strukturfinanzierung?

ÖVP: Grundsätzlich einmal kann die ehrenamtliche Tätigkeit von Kulturschaffenden in Oberösterreich nicht hoch genug Wert geschätzt werden. Die Kulturförderung der Länder ist im Wesentlichen darauf ausgerichtet, dass sie projektbezogen gewährt wird. In Oberösterreich werden bei der Abrechnung der Förderung aber sehr wohl auch Strukturkosten in entsprechendem Ausmaß berücksichtigt, wenn diese bei der Projektabwicklung angefallen sind.

SPÖ: Es muss jedenfalls eine Grundfinanzierung geben, die langfristiges Arbeiten durch Planungssicherheit ermöglicht. Sich von Projekt zu Projekt hangeln zu müssen, mindert die mögliche Qualität des Kulturangebotes und führt zu prekären Arbeitsverhältnissen. Beides kann nicht im Sinne der Kulturförderung sein. Die SPÖ Oberösterreich will sich daher zukünftig verstärkt dafür einsetzen, dass die Selbstausbeutung im Kulturbetrieb ein Ende hat. Gute Arbeitsbedingungen und gerechte Entlohnung sind die Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes und stabiles Miteinander in unserer Gesellschaft.

FPÖ: Eine „Strukturfinanzierung“ wird aufgrund der angespannten Budgetsituation der öffentlichen Haushalte nicht möglich sein. Die FPÖ lehnt diese Forderung daher ab.

Grüne: Die Grünen unterstützen die Forderung der KUPF nach Strukturfinanzierung vollinhaltlich und werden sich im Zuge von allfälligen Koalitionsgesprächen nach der Wahl dafür einsetzten, hier einen weiteren Schritt nach vorne zu machen.

KPÖ: Kultur muss uns etwas wert sein, darum unterstützt die KPÖ die Forderung der KUPF nach einer Strukturfinanzierung, vor allem deswegen, weil die Unsitte der Projektförderung Kulturinitiativen erpressbar macht. Das Paradoxon der vorherrschenden Kulturpolitik ist, dass ständig von Professionalisierung und Wirtschaftlichkeit die Rede ist, andererseits wiederkehrend ein Hochamt auf die ehrenamtliche Arbeit gefeiert wird. Kulturarbeit, wenn sie abseits von Festspielen, Opernhäusern, Musikschulen und Agrikultur passiert, soll gratis geleistet werden. Eine Entwicklung, wie sie im Sozialbereich und in der Pflege ebenfalls zu beobachten ist.

Neos: Das Kupf-Modell in OÖ entspricht zahlreichen unserer Forderungen auf Bundesebene. Es ist nicht einzusehen, dass für große Kulturinstitutionen andere Regeln gelten als für kleine, freie Träger und Vereine. Ganz im Gegenteil, je mehr Geld eine Institution erhält, desto öfter sollte ihre Leistung evaluiert werden. Derzeit ist das Gegenteil der Fall. Wir fordern eine Angleichung der Regeln großer und kleiner Institutionen. D.h.: Mehr Freiheit und längerfristige Zielvereinbarungen für kleine Initiativen und strengere, kurzfristigere Zielvereinbarungen für große Kulturinstitutionen.

6. Die Fairpay-Studie der österreichischen Kulturdokumentation im Auftrag der Kunstsektion des BKA hat im Jahr 2013 die finanziellen Möglichkeiten von Kulturvereinen untersucht: Sie kommt mitunter zum Ergebnis, dass österreichweit knapp 60 Prozent der Einkommen von Kulturschaffenden unter 5.000 Euro im Jahr liegen. Wie beurteilt Ihre Partei diese Situation und was leitet sie daraus ab?

ÖVP: Wenn der Bund in seinen Studien zum Schluss kommt, dass die Einkommen der Kulturschaffenden derartig niedrig sind, ist er gerne eingeladen, seine anteiligen Förderungen bei Kulturprojekten in den Ländern nicht weiter zu kürzen, sondern – im Gegenteil – diese zu erhöhen. Oberösterreich wird durch das Herstellen von Synergien zwischen de Kultureinrichtungen und durch die Berücksichtigung von Strukturkosten im Förderbereich versuchen, auch in budgetär schwierigen Jahren finanzielle Spielräume zu schaffen.

SPÖ: Ich kenne die bmukk-Studie zur sozialen Lage der KünstlerInnen in Österreich aus dem Jahr 2008, die aufzeigt, dass KünstlerInnen besonders armutsgefährdet sind. Während in Österreich rund 13 % der Bevölkerung von Armut betroffen ist, sind es bei den KünstlerInnen 37 %. Diese Relation hat sich seitdem bestimmt nicht verbessert. Die Ableitungen daraus müssen auf gesetzlicher Ebene getroffen werden. Modelle für eine verbesserte soziale Absicherung von KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen sind notwendig, die über bestehende Maßnahmen wie das Künstlersozialversicherungsgesetz hinausgehen.

FPÖ: Kulturschaffende, welche mit dem damit Erwirtschafteten nicht das Auslangen finden, können diese Tätigkeit eben nicht hauptberuflich ausüben und müssen daher auch einer anderen Beschäftigung nachgehen.

Grüne: Die Situation der Kulturschaffenden wurde auch schon in der Studie „Zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich“ in einer ähnlichen Dramatik dargestellt und zeigt eine der großen kulturpolitischen Baustellen der kommenden Jahre. Kulturarbeit muss als Arbeit begriffen werden daher sind faire Bezahlung für KulturarbeiterInnen und soziale Mindeststandards unerlässlich!

KPÖ: Die KPÖ thematisiert die Brisanz der Prekarisierung seit Jahren. Das trifft insbesondere den Kulturbereich, wo auf Grund des künstlerischen Anspruchs der dort tätigen Menschen die Tendenz zur Selbstausbeutung besonders stark ist. Die Kulturarbeit hat immer noch nicht den Stellenwert in der Politik erreicht welcher ihr zusteht. Als Motor für gesellschaftliche Entwicklung ist die Kultur von unschätzbaren Wert und darum muss die finanzielle Situation für Kulturschaffende verbessert bzw. angeglichen werden.

Neos: Einerseits war die Fairpay-Studie statistisch und sozialwissenschaftlich höchst unsauber erarbeitet. Andererseits sind ihre Ergebnisse leider trotzdem offensichtlich zutreffend. Das es aussichtlos ist, dass Bund und Länder in der derzeitigen Krisensituation mehr Geld für Kunst- und Kultur aufwenden werden, wollen wir die Unterfinanzierung anderweitig kompensieren. Dafür braucht es: Steuerliche Absetzbarkeit privater Zuwendungen, neue und transparente Förderkriterien, die Leistung und Erfolg belohnen und nicht nur Tradition fortschreiben.

7. Das OÖ Kulturbudget ist mit über 180 Millionen Euro gut dotiert. Gleichzeitig geht die Schere zwischen Pflicht- und Ermessensausgaben weiter auf, derzeit stehen lediglich ca. 8% als „frei verfügbare“ Förderungen zur Verfügung. Wie beurteilt Ihre Partei diese Entwicklung und wie steht sie zur KUPF-Forderung, den Ermessensspielraum mittelfristig wieder zu erhöhen?

ÖVP: Die Etnwicklung der sogenannten „frei verfügbaren“ Ermessensausgaben ist natürlich, wie die des gesamten Kulturbudgets, wesentlich davon abhängig, wie sich die Konjunktur und andere volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen entwickeln.

Es kann daher nur das Ziel unserer Kulturpolitik sein, auch in wirtschaftlich schwierigen Jahren durch die Schaffung von Synergien und einen effizienten Mitteleinsatz einen möglichst hohen Anteil an frei verfügbaren Ermessensausgaben zu schaffen.

SPÖ: Im Vordergrund müssen die Transparenz bei der Mittelvergabe und die Planungssicherheit für die KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen stehen. In diesem Sinne halte ich es für angebracht, institutionalisierte Kulturangebote nicht über Ermessensausgaben zu finanzieren, aber natürlich braucht es Raum für die Realisierung neuer Projekte.

FPÖ: Das Oö. Kulturbudget beträgt 3,4 Prozent des gesamten Landesbudgets. Oberösterreich ist damit Spitzenreiter im Bundesländervergleich. Die Bundesländer Salzburg (1,5 Prozent) und Niederösterreich (1,4 Prozent) stellen für die Kultur deutlich weniger Mittel zur Verfügung. Sogar Wien liegt mit 2,2 Prozent hinter Oberösterreich. Die FPÖ ist daher der Ansicht, dass das Kulturbudget in Oberösterreich ausreichend dotiert ist.

Grüne: Wie die KUPF in ihrer Zeitung analysiert hat, bildet das OÖ. Kulturbudget im Vergleich der Bundesländer einen Schwerpunkt im Landesbudget. Völlig richtig ist auch, dass ein Großteil dieser Mittel zweckgebunden ist, dass führt zu Finanzierungsproblemen von spannenden Projekten gerade im Bereich der Freien Kulturinitiativen. Die Grünen unterstützen daher die KUPF Forderung den Ermessensspielraum in diesem Bereich mittelfristig wieder zu erhöhen.

KPÖ: Auch die Kultur lebt wie alles andere von ihrer Weiterentwicklung, neue Konzepte und Ideen gehören erprobt und dabei unterstützt. Darum wird auch diese Forderung von der KPÖ befürwortet.

Neos: Der Ermessenspielraum ist zwingend zu erhöhen. Das würde leicht gelingen, wenn auch die bisher bedingungslos geförderten großen Institutionen konkrete Ziel- und Leistungsvereinbarungen treffen müssten.

8. Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Budgetansatzes für Initiativen der Zeitkultur (und regionale Kulturprojekte – 1/38120) in den letzten Jahren bzw. treten Sie für eine Erhöhung der Mittel ein?

ÖVP: In Abhängigkeit der verfügbaren budgetären Mittel von der wirtschaftlichen Etnwicklung werden in den Jahren einer anziehenden Konjunktur vermutlich höhere Ermessensausgaben zur Verfügung stehen, die den Kulturschaffenden und kulturellen Einrichtungen im ganzen Lande zur Verfügung stehen sollen.

SPÖ: Die Entwicklung hat mit dem Aktivitäten- und Leistungsniveau der zeitgenössischen regionalen Kulturprojekte nicht Schritt gehalten und muss entsprechend erhöht werden.

FPÖ: Nein, unter Hinweis auf die Beantwortung zur Frage 7.

Grüne: Die Grünen haben sich immer für eine Erhöhung des Budgets für Initiativen der Zeitkultur eingesetzt, klar ist aber auch, dass man mit der Entwicklung des Budgets nicht zufrieden sein kann. Wir treten natürlich für eine Erhöhung der Mittel ein!

KPÖ: Diese Forderung wird von der KPÖ unterstützt.

Neos: Eine Erhöhung wäre sicher nötig. Allerdings sollte zuerst die Vergabe der Fördermittel optimiert werden.

9. Tritt Ihre Partei für die Schaffung mehrjähriger, verbindlicher Fördervereinbarungen ein?

ÖVP: Das Abschließen einer mehrjährigen verbindlichen Fördervereinbarung ist an besondere gesetzliche Rahmenbedingungen gebunden und muss daher in jedem Einzelfall geprüft werden.

SPÖ: Ja.

FPÖ: Aufgrund der angespannten Budgetsituation wäre es insbesondere im Hinblick auf die nachfolgenden Generationen unverantwortlich, sich durch mehrjährige, verbindliche Fördervereinbarungen zu binden.

Grüne: Ja.

KPÖ: Ja, aus zweierlei Gründen: Erstens ist es notwendig dass die in der Kultur arbeitenden über eine gewisse Planungssicherheit verfügen, zum anderen bedeuten längerfristige Fördervereinbarungen, dass sich die Geldgeber_innen weniger in inhaltliche Belange der Kulturarbeit einmischen können.

Neos: Ja. Unbedingt.

10. Globalisierung, Digitalisierung und Migration beeinflussen mit rasanter Geschwindigkeit die kulturelle Praxis: Inwieweit gelingt es Ihrer Meinung nach der OÖ Kulturpolitik, mit diesen Entwicklungen Stand zu halten bzw. wo verorten Sie den größten Handlungsbedarf?

ÖVP: Die Themen Globalisierung, Digitalisierung und Migration werden in der kommenden Periode wichtige Aspekte sein, die das kulturelle Schaffen im Lande prägen. Bei der Zusammensetzung des neuen Landeskulturbeirats wurde strickt darauf geachtet, dass in diesem wichtigen Gremium Personen vertreten sind, die auf diesen Gebieten Akzente setzen können.

Bei der Berücksichtigung der Förderwürdigkeit von Projekten werden diese Aspekte künftig eine noch größere Rolle spielen.

SPÖ: Besonders im Bereich der interkulturellen Arbeit gibt es großen Aufholbedarf. Gemeinsame Initiativen von Menschen unterschiedlicher Herkunft, die Respekt, Toleranz und den friedvollen Umgang mit allen Menschen in unserer Gesellschaft unterstützen, sind entsprechend stärker zu fördern.

FPÖ: Die Kultur hat sich im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung immer weiterentwickelt und verändert, und so wird es auch weiterhin sein. Die in der Frage geschilderte Dramatik ist für die FPÖ nicht erkennbar und sieht hier daher keinen gesteigerten Handlungsbedarf.

Grüne: Diese Fragen sollten unserer Ansicht nach – uU. im Zuge einer Novelle des OÖ. Kulturförderungsgesetzes – unbedingt in einem breiten Prozess diskutiert werden, um dem kulturellen Wandel Rechnung zu tragen und auf kommende Entwicklungen vorbereitet zu sein. Gleichzeitig wird es auch die Kultur für einen qualitativen Umgang mit den genannten Themenbereichen brauchen!

KPÖ: Das kommt immer auf den Standpunkt an: Die herrschende Politik ist gewiss up to date, wenn es um die Verteidigung der Interessen der Eliten geht: Beispiele gibt es zuhauf: TTIP und CETA, die Migrationsregimes der reichen Länder (zu denen Österreich ja gehört), die Entwicklungen beim Urheberrecht, das die Medienkonzerne und die Kulturindustrie bevorzugt um nur drei zu nennen. Wenn man die Frage von Standpunkt der in der Kultur arbeitenden betrachten, ergibt sich jedoch ein ganz anderes Bild. Jedenfalls gibt es hier viel zu tun, da insbesondere Globalisierung und Migration durch den Umgang der etablierten Politik damit einem Großteil der Bevölkerung als Bedrohung statt als Chance erscheinen.

Neos: Wie schon oben geschrieben, sehen wir hier noch Verbesserungsbedarf. Speziell die Optimierung der Fördervergabe birgt hier noch großes Potential.

11. Welche Maßnahmen sind von Ihrer Partei geplant, um die kulturelle Teilhabe von MigrantInnen und ethnischen Minderheiten zu verbessern?

ÖVP: Durch eine erweiterte Unterstützung der Gemeindekulturreferenten bei Maßnahmen im Bereich der Gemeindekultur und durch die nunmehr erreichte Mitwirkung von Mitgliedern mit Migrationshintergrund im Landeskulturbeirat soll die kulturelle Teilhabe von Migrantinnen und Migranten bzw. ethnischen Minderheiten im Wege von gemeinsamen Kulturprojekten verbessert werden.

SPÖ: Interkulturelle Arbeit muss in den Schulen beginnen und darf nicht vom Engagement einzelner Lehrkräfte abhängen. Ich konnte vergangenes Jahr ein interkulturelles Tanzprojekt kennenlernen. Die Organisatorinnen – junge Frauen zwischen 18 und 25 Jahren – haben das gemeinsam mit jüngeren Mädchen aus unterschiedlichsten Kulturkreisen auf die Beine gestellt. Ich habe dort gesehen, wie das Selbstbewusstsein dieser jungen Frauen geradezu durch die Decke geht. Solche und ähnliche Projekte brauchen wir viel mehr und es muss einen institutionellen Rahmen geben, der das ermöglicht und fördert. Vor allem die Förderung von selbstorganisierten migrantischen Initiativen, die auch interkulturell arbeiten, muss uns in Zukunft ein größeres Anliegen sein.

FPÖ: Es gibt nach Ansicht der FPÖ in ausreichendem Maße Kulturvereine von Zuwanderern verschiedenster Herkunft, die auch entsprechend gefördert werden. Zu verbessern wäre allenfalls die Integration von Zuwanderern in die oberösterreichische Kulturlandschaft, wie Heimat- und Brauchtumsvereine, Musikkapellen und dergleichen.

Grüne: Die kulturelle Teilhabe von MigrantInnen und ethischen Minderheiten ist durch verschiedene Maßnahmen zu garantieren, wobei Konzepte und Zielformulierungen etwa in Form des Kulturentwicklungsplans der Stadt Linz bereits vorliegen. Neben einem besonderen Förderschwerpunkt auf interkulturelle Projekte sollen, um die Gesellschaft abzubilden, bei allen Nominierungen, Auszeichnungen, Besetzungen, Vergaben oder ähnlichem Personen mit Migrationshintergrund besonders berücksichtigt werden.

KPÖ: Die KPÖ knüpft in dieser Frage an die Konzepte des politischen Antirassismus an. Wir grenzen uns hier vom Toleranz-Diskurs der herrschenden Kulturpolitik ab, der, bezogen auf das kulturelle Leben, letztlich eine Folkloreveranstaltung ist. Es geht letztlich darum, den Kampf um die gleichen Rechte für alle in die sozialen Kämpfe die wir hierzulande führen integrieren.

Neos: Wir wollen ein gemeinsames Zusammenleben (nicht nebeneinander) von möglichst allen Bürgern und Bürgerinnen unseres Landes erreichen. Davon werden alle profitieren können. Wir alle müssen lernen, dass die Mainstream-Kultur nicht das Maß aller Dinge ist. Integration bedeutet für NEOS ein Anpassen aneinander, die verschiedenen Gruppen müssen sich gegenseitigen Respekt zeigen. Das Ziel des Zusammenlebens kann nicht sein, dass sich nur eine Gruppe verändert , der Majorität anpasst und die eigene Kultur aufgibt. Beispielhafte Lösungsansätze: – aktives Fordern/Fördern gemeinsamer Veranstaltungen – Fest der Kulturen unter Einbindung der verschiedenen Vereine – Patenschaften von Älteren für junge Zugezogene und laufende Unterstützung – sollte für beide Teile bereichernd sein

12. Welchen Aufgaben muss sich eine strukturelle Novelle des oberösterreichisches Kulturförderungsgesetzes aus Sicht ihrer Partei stellen? Welche Schwerpunkte müssen darin verankert sein?

ÖVP: Das OÖ. Kulturförderungsgesetz in seiner derzeitigen Fassung bietet einen weit gesteckten Rahmen, innerhalb dessen das Kulturschaffen in usnerem Lande in einer bunten, vielfältigen und inhaltlich breit angelegten Form möglich ist. Da es wie gesagt nur einen Rahmen abstecken soll und umgekehrt die Deregulierung derzeit eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung darstellt, ist eine STRUKTURELLE Novellierung des Gesetzes aus unserer Sicht vorerst nicht notwendig. Neue Impulse in der Kulturarbeit, neue Akzente bei der Berücksichtigung der Förderwürdigkeit von Projekten und ein Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen von Kulturschaffenden sind auch innerhalb des derzeitigen gesetzlichen Rahmens möglich.

SPÖ: Die Kulturarbeit in Schulen, sowie die Förderung von Zeitkultur und regionalen Kulturprojekten ist auszubauen. Gleichzeitig muss das Missverhältnis zwischen den Kulturbereichen angepasst werden. Wenn „Musik und Darstellende Kunst“ 69,4 % der Kulturausgaben ausmachen, „Presse und Film“ allerdings nur 0,36 % dann ist das Kulturbudget in vielen Bereichen nicht in unserer Zeit angekommen.

FPÖ: Notwendig wäre hier die Festsetzung einer gemeinsamen, zwischen allen Gebietskörperschaften abgestimmten Kulturstrategie für das Land Oberösterreich.

Grüne: In einer Novelle des OÖ. Kulturförderungsgesetzes wären aus unserer Sicht unter unter anderem folgende Punkte zu berücksichtigen: Transparente Förderentscheidungen, klarere -kriterien, Absicherung von kulturpolitischen Aktivitäten bei gleichzeitigem Raum für Flexibilität. Einbeziehung der freien Medien.

KPÖ: Das oberösterreichische Kulturförderungsgesetz heuchelt in seine Präambel Wertschätzung für die Kultur im Allgemeinen und durchaus auch für die initiative Kulturarbeit. Doch der Inhalt des Gesetzes trägt josephinistische Züge des aufgeklärten Absolutismus. Das zeigt sich darin, dass es keinerlei Rechtsanspruch auf Kulturförderungen gibt, mehrjährigen Fördervereinbarungen nicht vorgesehen sind (außer für das Linzer Musiktheater). Oberösterreich behauptet, eine eigenständige Kulturförderung zu praktizieren, in der Praxis werden die Förderungen immer wieder abhängig gemacht von der Förderung anderer Gebietskörperschaften. Einige Schlagwörter, die ein fortschrittliches Kulturförderungsgesetz beinhalten müsste: Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Kriterien und der Förderhöhen, Rechtssicherheit, mehrjährige Fördervereinbarungen, Gleichstellung der Initiativen Kulturarbeit, Geschlechtergerechtigkeit. Die freie Kulturarbeit muss denselben Stellenwert erlangen wie jede andere Arbeit auch. Es ist sicherzustellen, dass Kulturbetriebe ergebnisoffen und unabhängig arbeiten können und gerecht entlohnt werden.

Neos: (1) Die steuerliche Absetzbarkeit von privatem Engagement in Kunst- und Kultur. (2) Transparenz bei der Vergaben von Fördermitteln. (3) Neudefinition der Rolle des BKA bei der Kunst- und Kulturförderung: Keine Einzelförderentscheidungen mehr (diese sind an Expertengremien auzulagern), sondern stärkere Controlling- und Evaluierungrolle bei der Mittelvergabe.

13. Das Feld der Kulturarbeit bzw. Kreativität gilt zunehmend als zivilgesellschaftliches Labor für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaften und auch die EU-Kommission attestiert der Kulturarbeit positive Effekte auf ländliche Gebiete: Welche Maßnahmen sind von Ihrer Partei geplant, um den Stellenwert von Kulturarbeit in der Regionalentwicklung zu verbessern?

ÖVP: Kulturarbeit in ländlichen bzw. dezentralen Regionen stellt tatsächlich ein wichtiges Rückgrat des Kulturschaffens in Oberösterreich dar. Wichtige Einheiten der kulturellen Betätigung sind – als unmittelbarer Lebensraum der Menschen – die Gemeinden, wo auch viel Kulturvereine und kulturelle Einrichtungen ihren Sitz haben. Es ist daher wichtig, die Position der Gemeindekulturreferenten in den Gemeinden zu stärken, die Beratung der Kulturschaffenden in den Regionen zu forcieren und Anregungen zu geben, wie Projekte entwickelt werden können, die – gerade vor dem Hintergrund demografischer und ethnischer Entwicklungen – Migration, Integration und die kulturelle Iden

Podiumsdebatte: Freie Medien in OÖ

Am Dienstag, 08.September 2015, laden die Freien Medien unseres Landes zur Podiumsdiskussion mit ParteienvertreterInnen. In der Debatte soll die Rolle und (finanzielle) Zukunft der freien Radio- und TV-Stationen im Lande besprochen werden.

Seit mehr als 15 Jahren bereichern die Freien Radios die oberösterreichische Medienlandschaft. Vier von zehn in OÖ zugelassene Privatradios sind „Freie Radios“. Seit 2010 hat OÖ mit DORF TV auch Freies Fernsehen. Musik, Infos, regionale Themen, Meinungen und Sichtweisen abseits des Mainstreams. Unzensiert und werbefrei. Nirgendwo sonst wird eine derartige Vielfalt und Breite des kulturellen und zivilgesellschaftlichen Angebots in OÖ hörbar und sichtbar, von den zahlreichen Einrichtungen der Freien Szene bis hin zu den etablierten Institutionen.

Der kultur- und demokratiepolitische Stellenwert der Freien Medien ist unbestritten. Auch das Land OÖ fördert. Im Herbst wird der Oö. Landtag neu gewählt. Die bestehenden Förderungen laufen dann aus und müssen neu verhandelt und dotiert werden.

Wie und in welcher Höhe fördert das Land OÖ künftig die Freien Medien? Was bedeutet der Landespolitik die Medienvielfalt insgesamt? Welche Aufgaben haben Freie Medien in Oberösterreich und wie werden diese wahrgenommen?

Die Freien Medien laden zum öffentlichen Gespräch mit Vertreter*innen der in der Oö. Landesregierung vertretenen Parteien.

Dienstag, 8. September, 18:00 Uhr
OÖ Presseclub im OÖ Kulturquartier, Landstraße 31, 1. Stock, 4020 Linz -> Infolink

Am Podium:

  • Maria Buchmayr, Landtagsabgeordnete (Grüne)
  • Fiona Kaiser, stv. SPOÖ-Parteivorsitzende, Landesvorsitzende SJ OÖ
  • Wolfgang Stanek, Landtagsabgeordneter (ÖVP)
  • Otto Tremetzberger, Land der Freien Medien

Moderation:

  • Martin Wassermair

Statement:

  • Helga Schwarzwald, Verband Freier Radios Österreich

Die Freien Radios und DORF TV übertragen die Diskussion live on air und im Internet.

Positionspapier der Freien Medien Oberösterreichs

KUPF Radio Show: Alternativen zum Verlust der Kulturpolitik

Was bedeutet es für eine Kulturpolitik, wenn die selben Fragen und Probleme noch immer aktuell sind, die sich bereits vor Jahren dringend gestellt haben? Über ökonomische Zwänge, prekarisierte Arbeitsverhältnisse, das Desinteresse der Politik und alte neue Forderungen.
Die Beiträge der Radio Show beruhen auf einer Artikelserie der IG Kultur Österreich vom Sommer 2011 bis zum Sommer 2012. Sie wollte damit der kulturpolitischen Agonie entgegengetreten. Kulturpolitik kann auch anders aussehen.
 
Die Sendung wird euch präsentiert von Patrick Kwaśniewski (IG Kultur Österreich).

Weiterführende Links:

Sendezeiten:

Sendungen nachhören/streamen:

ENCC Kongress für KulturaktivistInnen

Das Europäische Netzwerk für Kulturzentren (ENCC) lädt europäische KulturarbeiterInnen zur Teilnahme am „ENCC Travelling Congress“ im Krakau/P vom 14. bis 16. Oktober 2015.
 
 Einladungstext:
The enhancement of citizen’s active participation in cultural and democratic life is at the core of the Cultural centers missions and ambition. In a context in which digitalization deeply impacts our societies and cultures, a variety of experimentations linked with civic participation, artistic practices and audience development, are emerging in Europe.
Digitalization implies new ways of connecting, collaborating and sharing with each other. It offers new possibilities for instance for citizens to organize and tackle shared challenges, to invent new forms of resilience, solidarities and powers in urban and rural neighborhood. It also opens new fields in amateur practices and education: new forms of education, do it yourself practices, etc.
What is the role of Cultural centers in these emerging ecosystems of dynamic civic and cultural participation? How can we imagine new ways of engaging with audiences and with transformation in our societies? Which cooperation can we build on these subjects?
This meeting will provide a field to exchange ideas and practices in the subject of civic participation and audience development at the age of digitalization between European cultural centers, local stakeholders in Krakow and in Poland and innovators working in this field. We are building a 3 days programme with workshopscity study tours and Forum to work actively on this subject.
Come, meet, connect, imagine! Save the dates: 14-16 October 2015!

Registration will open on 25th August
Place: International Cultural Centre, Rynek Główny 25, 31-008 Kraków

 
 Programmdetails:
14th October

Day 1 – Introduction & City study walks
UNDERSTAND WHAT IS AT STAKE, GETTING SOME INSPIRATION AND A GLANCE AT KRAKOW IN CHANGE.

International Cultural Centre, Rynek Główny 25, 31-008 Kraków

12 am – 1 pm: Welcome and registration

1 pm – 2 pm: Introduction of the Travelling academy

Opening by prof. Jacek Purchla, Director of the International Culture Centre, Anna Gawron, Deputy Director of International Culture Centre and ENCC president Ivo Peeters and coordinator Sylvine Bois Choussy. Introduction of the topic.

2 pm – 5.30 pm City walks: Civic participation, digitalisation and audience development in Krakow: meet the locals!

Each walk will allow participants to travel through several aspects of the topic of the Travelling academy, through meetings with a diversity of local stakeholders: How does digitalisation impacts aspects of civic participation and culture in their dimensions of education, audience developments, public space, social and economic inclusion?

We will propose you 3 paths through the city to meet brilliant people and organisations, and in order to make your experience more dynamic and playful, we will give you some challenges on the way!

On the side of the Travelling academy programme…

7 pm – 9 am Social evening and ENCC anniversary (Place to be confirmed)

15th October

Day 2 – Civic participation & audience development: innovation challenges for Cultural centres?
EXPLORE CHALLENGES AND INNOVATION POTENTIALS FOR THE CULTURAL CENTERS.

International Cultural Centre, Rynek Główny 25, 31-008 Kraków

9 am – 11 am: Introduction

  • City tour groups feedback on the previous day, projection
  • Opening of the day and introduction of the topic (speaker to be confirmed)

11 am – 1 pm: Meet an innovator and… explore audience development, education, city dynamics challenges.

3 topical workshops will be proposed with 3 forward thinking stakeholder and experts in each. Each will start with the presentation of her/his practice who will share his projects, but also his innovation process, questions, etc. and enter in a discussion with the group around the topic and the participants experience.

  • Re-inventing audience development and cultural participation

ORIOL FONTDEVILA – SDEVENIR PÚBLIC („Becoming Public“) is conceived as an experiment that revolves around publics, but above all around the public mission of the museum. A museum becomes public when the audience or general public starts to produce it, becoming one of its mediators and helping to shape its policies.

  • Education and learning for young people in a digital world

How are young people using Internet, what is the digital culture to them? How does it impact their ways of learning, sharing knowledge, relating to others? What new competencies will need to be developed in the future? What could be the role of cultural centres regarding these challenges? Which cooperation and projects can we invent?

  • Re-inventing cities: towards new forms of participation?
Citizens are more and more ready and willing to get involved in the making of their territories, in contributing to decision making, in inventing new forms of getting together, of solidarity, of cultural practices. What is the role of cultural centres regarding these dynamics?

2.30 am-4.30 pm: Workshops in groups: Building cooperation, implementing innovation in our models.
Building on the exchange of the previous workshop, this session will invite participants to come back to their practice, identify what are their own challenges, which cooperation to build regarding this.


On the side of the Travelling academy programme…

5 pm – 7 pm Workshops (on the suggestions of the participants)  
In addition to the main topical programme, we would like to to open space to share and develop our member’s initiatives and ideas. Each end of the day will be dedicated to their ideas and propositions of workshops, to be shared with us by September 20. Do you have a project you would like to work on or present to other ENCC members? Is there a specific topic you wish to work with? Something you’d like to learn? Tell us!

5 pm -7 pm Learning sessions: Leadership, leading participative groups and design thinking methods, EU programmes and projects – To be confirmed depending on the participants interests.

7 pm – 9 am Social evening


16th October

Day 3 – Forum
BUILD PROJECTS, DEBATE


International Cultural Centre, Rynek Główny 25, 31-008 Kraków


9 am – 11 am: Project building workshops.

11.30 am – 2 pm: Public Forum, buffet and closing of the travelling academy.

Presentation between the groups of the work and projects done during the 3 days, round table discussions with the local and European contributors of the Travelling academy. This session will be open to local cultural stakeholders.

On the side of the Travelling academy programme…

– Workshops (on the suggestions of the participants) – 3 pm – 5 pm
In addition to the main topical programme, we would like to to open space to share and develop our member’s initiatives and ideas. Each end of the day will be dedicated to their ideas and propositions of workshops, to be shared with us by September 20. Do you have a project you would like to work on or present to other ENCC members? Is there a specific topic you wish to work with? Something you’d like to learn? Tell us!

 
 

REGISTRATION

Participation costs:
Registration fee for ENCC members: € 140
Registration fee for non- members: € 180
Registration fee for non- members from PL: € 50

*The conference costs and registration fee includes:
– participation in the meeting
– lunch, dinner – from dinner 14.09 until lunch 16.09
– Coffee breaks

Registration is open until 30th September 2015.

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Gegendarstellung von maiz zur Berichterstattung in den OÖ Nachrichten

„800.000 Euro für maiz? – Ja! Wir bräuchten sie dringend!

Die OÖ Nachrichten haben in den letzten drei Monaten im Zusammenhang mit einer Kritik an der Förderpolitik des Landes mehrfach nachweislich falsch und diskreditierend über den Verein maiz berichtet. maiz weist die Vorwürfe aufs Schärfste zurück.

 

Wir stellen richtig: 

Der Verein maiz hat im Jahr 2014 nicht „mehr als 800.000 Euro“ an Landesförderungen erhalten. Tatsächlich betragen die Landesförderungen für diesen Zeitraum 519.557,58 Euro, weitere 297.550,69 Euro an Förderungen durch das BMBF wurden vom Land an maiz weitergeleitet. 

Die Behauptung, maiz wäre „Spitzenreiter“ bei der Zahl der Landesförderungen ist falsch.
Tatsächlich beziehen andere (im Gegensatz zu maiz parteinahe) Einrichtungen in Oberösterreich für ihre ebenfalls gesellschaftlich wichtige Arbeit aus deutlich mehr (unseren Recherchen zufolge aus bis zu 48) Fachabteilungen des Landes – in Summe um ein Vielfaches mehr und höhere Projektförderungen.
 
Die OÖN schreiben im Zusammenhang mit maiz wiederholt von „Mehrfachförderungen“. Dabei handelt es sich bekanntlich um Förderungen für unterschiedliche, abgegrenzte oder fachübergreifende Projekte aus den dafür jeweils zuständigen Ressorts und Fachabteilungen des Landes.
Mehrere gleichzeitige Förderungen in diesem Sinne sind völlig in Ordnung und – juristisch und sachlich – korrekte Praxis!
Diese Förderungen müssen für voneinander klar abgegrenzte Vorhaben (Projekte) bei den zuständigen Ressorts (Soziales, Bildung, Frauen, Jugend, Forschung, Kultur) auch einzeln beantragt, dokumentiert, nachgewiesen und auch abgerechnet werden.
Die veröffentlichten Berichte erwecken den Eindruck, der Verein maiz beziehe für ein und dieselbe Leistung aus unterschiedlichen Ressorts Förderungen des Landes OÖ.
maiz weist dies aufs Schärfste zurück!
 
Diese Art der Berichterstattung schürt zudem den Verdacht, dass öffentliche Gelder durch Fördernehmer_innen missbräuchlich verwendet würden.

Die OÖN setzen mit ihrer Berichterstattung den Verein maiz in ein völlig falsches Licht.

Dabei entsteht in der Öffentlichkeit der Eindruck, maiz werde geradezu mit finanziellen Mitteln vom Land OÖ überschüttet. Doch das Gegenteil ist der Fall: Ja! Wir würden die kolportieren 800.000 Euro für unsere Arbeit dringend benötigen. Seit Jahren aber ist maiz mit gravierenden Subventionskürzungen konfrontiert. Unsere Leistungen werden massiv durch ehrenamtliche Arbeit mitgetragen. Auch 800.000 Euro wären nicht genug!
 

Trotzdem leistet maiz unablässig, wegweisend, kritisch, hochqualifiziert und engagiert wertvolle Arbeit für Menschen verschiedenster ethnischer und geographischer Herkunft, die in OÖ leben.
Dazu zählen: Basisbildung, Deutsch als Zweitsprache, Alphabetisierung, Nachholen des Pflichtschulabschlusses, Familien- und Gesundheitsberatung, Politische Bildung, Kulturarbeit, Forschungsarbeit …

 
Wir halten fest:

maiz hat nichts zu verbergen. Wir sind für Transparenz. Wir sind auch gerne bereit, auf Anfrage Einsicht in die Finanzbücher und die Dokumentation unserer Arbeit zu gewähren.

Wir stellen uns der Diskussion.

Die OÖN suchten bisher keinen Kontakt mit maiz.

Die Fixierung auf maiz – und somit auf Migrant_innen und Frauen – ist angesichts neoliberaler Politik und den bevorstehenden Wahlen wohl kein Zufall!

 
           –> Die gesamte Stellungnahme mit Ausgangslage und Sachverhalt siehe: Gegendarstellung-PDF

Über eure Kommentare würden wir uns auch auf facebook freuen! https://www.facebook.com/vereinmaiz

Kontakt für Rückfragen: maiz@servus.at, Dr.in Luzenir Caixeta“