Die KUPF wächst weiter und begrüßt 7 neue Mitglieder

Dass die Arbeit der KUPF OÖ als Interessenvertretung und Servicestelle weiterhin großen Zuspruch und Nachfrage erhält, zeigen die weiter steigenden Mitgliedszahlen.

Mittlerweile sind 155 Kulturinitiativen Teil der Kulturplattform Oberösterreich, alleine seit Beginn des Jahres wurden sieben neue Mitglieder aufgenommen. Dabei ist erfreulich, dass neben jungen Initiativen auch bereits etablierte Vereine sich dazu entschlossen haben, Mitglied der KUPF OÖ zu werden. Im Folgenden stellen wir die jüngsten sieben Mitglieder vor, im Übrigen allesamt Linzer, und heißen sie herzlich willkommen:

afo – architekturforum oberösterreich

Das afo architekturforum oberösterreich versteht Architektur in vielfältigen Bezügen zu Interessens- und Anspruchsgruppen in unserer Gesellschaft. Die gebaute Umwelt schafft Lebens-, Wirtschafts- und Kulturräume für die Menschen. Daher steht Architektur in einer besonderen Verantwortung. In Auseinandersetzung mit den vielfältigen Ansprüchen und Interessen von Politik, Wirtschaft und Kultur sieht sich das afo als Promotor hoher architektonischer Qualität in Oberösterreich und als Imagebildner für Architekturanliegen. Ausgehend vom Haus der Architektur in Linz wirkt das afo durch Vorträge, Ausstellungen und Tagungen, Wettbewerbe und Projektentwicklungen.

https://afo.at

Kulturverein Damen&Herrenstraße, DH5

CoWorking Space, CoOperation Space, Kunstraum, Sozialer Raum. 300qm Freiheit im Herzen von Linz

Der Raum in der Herrenstraße 5 ist Ausgangspunkt der Tätigkeit des Kulturvereins Damen&Herrenstraße (kurz DH5). Er ist Arbeitsplatz, Kunstraum und sozialer Raum. Der Verein finanziert sich von Spenden, Beiträgen der hier tätigen Initiativen und durch den CoWorking Space. Das DH5 bietet Kulturinitiativen, sozialen Initiativen und den hier arbeitenden Menschen Infrastruktur und einen zentral gelegenen, atraktiven Raum, der auch öffentlich genutzt werden kann. Es schließt eine Lücke zwischen Berufsleben und Familienleben, zwischen Privatheit und Öffentlichkeit. In die durchwegs kommerziell genutzte Herrenstraße bringt das DH5 Vielfalt und Farbe, indem hier auch nichtkommerzielle Projekte und marginalisierte und unterrepräsentierte Gruppen einen Platz finden. Das DH5 wirkt somit der voranschreitenden Gentrifizierung – zum Vorteil der gesamten Zone – entgegen.

https://dh5.space

Kulturverein Raumteiler

Raumteiler ist ein Studio, Atelier und Co-working Space in der Linzer Humboldtstrasse. Neun Personen (5 Frauen/4 Männer) teilen sich den Raum, arbeiten interdisziplinär zusammen und organisieren Veranstaltungen und Kulturprojekte von Architektur, Theater, bildende Kunst bis hin zu Design – immer mit dem Fokus zeitgenössischer Kunst.

Schule des Ungehorsams

Im Bau 1 der Tabakfabrik Linz wurde nach der Idee des bekannten Linzer Karikaturisten Gerhard Haderer im Herbst 2017 die „Schule des Ungehorsams“gegründet. Diese ist eine philosophische, politische, humanistische Denkschule – ohne Pausenglocke und Regelunterricht. Ein Denklabor, um individuelle Ideen zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen zu zünden, Ungehorsam zur Abwechslung mal positiv zu besetzen und sich mit anderen Menschen zu vergnügen. Ungehorsam soll nicht glorifiziert, sondern kultiviert werden.

Die „Schule des Ungehorsams“ ist für Haderer ein Aufruf an alle Menschen, die sich einmischen wollen, um die Gesellschaft mitzugestalten und in einer spielerischen Art und Weise Ungehorsam durchzudenken. Und das vor allem jetzt, in einer Zeit, in der Spießbürgerlichkeit wieder zunehmend en vogue ist, die neue Sehnsucht nach konservativen Werten alle Bereiche des Lebens durchdringt und sich gesellschaftspolitisches Engagement nicht selten in Facebook-Postings erschöpft.

http://schuledesungehorsams.at

SK8 – Kunst & Freizeitkultur Verein

Der gemeinnützige Verein sieht sich als Plattform für die freie SkaterInnen-Szene in Linz und Oberösterreich.  Den Vereinsverantwortlichen ist es wichtig, dass potentiell geförderte Infrastruktur gemeinsam – bottom-up – mit der lokalen Skateszene entwickelt werden soll. Darüber hinaus organisiert der Verein seit 2017 sehr erfolgreich Veranstaltungen, die irgendwo zwischen Skate-Event und Musikfestival angesiedelt sind. Die OrganisatorInnen zählten bei ihrer ersten größeren Veranstaltungen – dem „Sk8 Bash“ – in der Tabakfabrik über 400 BesucherInnen. Das Aufgabenfeld des Vereins umfasst:

  • Organisation und Abhaltung von Skateboardworkshops- bzw. kursen und Skateboardcamps
  • Organisation von Skateboardcontests und ähnlichen Veranstaltungen
  • Umgestaltung bzw. Erweiterung von bestehenden, sowie Erbauen von neuen Skateparks
  • Workshops in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen oder Institutionen die sich für das Wohl der Kinder einsetzen sowie mit diversen schulischen Einrichtungen
  • Vernetzung der regionalen Szene sowie auf nationaler und Internationaler Ebene

https://www.facebook.com/pg/sk8linz/

Südwind OÖ

Südwind setzt sich als entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisation seit über 35 Jahren für eine nachhaltige globale Entwicklung, Menschenrechte und faire Arbeitsbedingungen weltweit ein. Durch schulische und außerschulische Bildungsarbeit, die Herausgabe des Südwind-Magazins und anderer Publikationen thematisiert Südwind in Österreich globale Zusammenhänge und ihre Auswirkungen. Mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen, Kampagnen- und Informationsarbeit engagiert sich Südwind für eine gerechtere Welt. Südwind OÖ ist unter anderem einer der Initiatoren der erfolgreichen WearFair Messe und unterstützt mit dem Programm „FAIRTRADE Gemeinden“ oberösterreichische Kommunen dabei, fairen Handel auf lokaler Ebene zu verankern und die Beschaffung auf fair gehandelte Produkte umzustellen.

https://www.suedwind.at/oberoesterreich/

Time’s Up

Founded in 1996, Time’s Up has its principal locus in the Linz harbour of Austria. Its mission is to investigate the ways in which people interact with and explore their physical surroundings as a complete context, discovering, learning and communicating as they do. Thus their research is based upon constructing interactive situations not unlike the normal physical world, inviting an audience into them and encouraging their playful experience-driven exploration of the space and its behaviours, alone and in groups. In this research process they use tools from the arts and design, mathematics, science and technology as well as sociology and cultural studies.

Our goals are to collaboratively investigate the world and its options with a general public, communicating and discussing these discoveries through workshops, publications, teaching and symposia.

http://www.timesup.org

Plakatierfreiheit: KUPF legt Vorschläge auf den Tisch

38 Linzer Vereine haben in einem offenen Brief eine Abschaffung des Plakatierverbots in Linz gefordert. Die von der KUPF unterstützte Initiative wird am Donnerstag im Linzer Gemeinderat behandelt. Die KUPF OÖ fordert einen offenen Dialog der Politik mit den betroffenen Vereinen ein und macht konkrete Vorschläge.

„Wir begrüßen den Antrag der beiden Parteien KPÖ und Grüne im Linzer Gemeinderat und hoffen, dass sich eine politische Mehrheit für die Interessen der Linzer Vereine findet“, so KUPF Geschäftsführer Thomas Diesenreiter, und weiter: „Die große Resonanz des offenen Briefes zeigt, dass es hier dringenden Handlungsbedarf gibt.“ Dass die SPÖ Linz im Vorfeld bereits Ablehnung signalisiert hat, wird von der Kulturplattform OÖ bedauert. Der Verweis auf die Möglichkeit der Werbung mit A-Ständern geht an der Lebensrealität der Vereine vorbei: „Das Aufstellen von A-Ständern kostet viel Geld, sie müssen für jede Veranstaltung einzeln beantragt, aufgestellt und wieder weggeräumt werden. Daher kann diese Option in der Praxis auch von niemanden abseits der politischen Parteien und den großen Kulturhäusern wie dem Ars Electronica genutzt werden. Gerade angesichts der geringen Förderungen der Stadt und der finanziell klammen Lage der Vereine bringt uns diese Haltung nicht weiter. Das Aufstellen von Plakatwänden, die nur von gemeinnützigen Vereinen genutzt werden könnte, würde der Stadt kaum etwas kosten, den Vereinen aber viel bringen“, hofft Diesenreiter auf ein Umdenken der SPÖ Linz.

Sechs freie Plakatierflächen gefordert

Link zur Onlinekarte

Die Kulturplattform Oberösterreich hat sich umgesehen und sechs gut geeignete Standflächen identifiziert:

  • Untere Donaulände: Rotes Häuschen beim Lentos
  • Linz-Gaumberg: Westbahn-Unterführung
  • Pfarrgasse: Front Linz Kultur
  • Unionkreuzung: Bushaltestelle
  • Tabakfabrik: Innenhof
  • Urfahrmarkt: Rondell-Gebäude

An all diesen Orten ist eine gute Frequenz gegeben. Prinzipiell sind aber auch andere Standorte denkbar.

Digitale Screens freigeben

Letztes Jahr wurden durch den Werbering mehrere digitale Werbeflächen im Linzer Innenstadtbereich aufgestellt. Als Gegendeal darf die Stadt Linz ein Sechstel der Screenzeit selbst nutzen. Die KUPF schlägt daher vor, dass die Stadt Linz einen Teil dieser Werbezeit den Linzer Kulturvereinen unentgeltlich zur Verfügung stellt: „Auch hier wäre es ohne Kosten einfach möglich, die Linzer Kulturszene zu unterstützen“, so Diesenreiter. Die Stadt Linz hat sich im Kulturentwicklungsplan dazu verpflichtet, kostenlose Werbeflächen im öffentlichen Raum für die Kulturszene zu schaffen. „Gilt der Linzer Kulturentwicklungsplan etwa nicht mehr?“, wundert sich Diesenreiter.

Vermisst: Plakatierverordnung Polizei OÖ

Ein kurioses Detail am Rande betrifft die Plakatierverordnung der Polizei: Diese wurde 1983 beschlossen und im Linzer Amtsblatt veröffentlicht. Sie ist immer noch gültig, allerdings findet sich weder auf der Website der Polizei, noch auf der Website der Stadt Linz, noch im Rechtsinformationssystems des Bundes ein Hinweis auf ihre Existenz. „Wie sollen sich Vereine an eine Verordnung halten, die öffentlich nicht einsehbar ist? Es hat ja nicht jeder das Amtsblatt von 1983 zuhause liegen“, so Diesenreiter abschließend.

Initiative „Meinungsfreiheit braucht Plakatierfreiheit – auch in Linz!“

36 NGOs fordern von der Stadt, für zivilgesellschaftliche Organisationen freie Plakatflächen zur Verfügung zu stellen

In Linz gibt es nur noch vier Plakatflächen für kostenloses, nicht-kommerzielles Plakatieren. Das ist eine Plakatfläche auf 50.000 EinwohnerInnen, die sich Dutzende NGOs teilen müssen! Diese Situation ist demokratiepolitisch unerträglich. Das widerspricht dem Verfassungsrecht auf Meinungsfreiheit bzw. dem Recht auf Plakatierfreiheit, wie es das Mediengesetz im § 48 garantiert. Die freie Nutzung des öffentlichen Raums ist unerlässlich für eine demokratische Kultur.

Deshalb haben sich mittlerweile 36 NGOs in der Initiative „Medien- und Plakatierfreiheit für Linz“ zusammengeschlossen. In einem Offenen Brief fordern sie

  • von der Stadt Linz: Zur Verfügungstellung von Flächen, auf denen zivilgesellschaftliche, nicht-gewinnorientierte Organisationen frei plakatieren können (auf ca. 5.000 EinwohnerInnen sollte eine solche freie Plakatfläche kommen).
  • Von Stadt und Land: die Abschaffung der horrenden Gebühren für zivilgesellschaftliche, nicht-gewinnorientierte Organisationen für das Aufstellen von Plakatständern.
  • Von der Landespolizeidirektion: Novellierung der Plakatierverordnung, sodass sie dem Auftrag des Mediengesetzes und dem Grundrecht auf Meinungsfreiheit entspricht.

Stellungnahmen:

Thomas Diesenreiter (Kulturplattform OÖ, KUPF): „Gerade für die Kulturinitiativen ist der öffentliche Raum eine gute und günstige Gelegenheit, Menschen auf ihre Angebote aufmerksam zu machen. Teure Bezahl-Plakatflächen sind gerade angesichts der klammen Budgets für Kulturinitiativen nicht leistbar. Die Stadt Linz hat sich im Kulturentwicklungsplan verpflichtet, «kostenlose Werbeflächen im öffentlichen Raum und in städtischen Kultureinrichtungen», also «Plakatflächen, Aushangtafeln und Litfasssäulen» für die Kulturvereine anzubieten. Diese Maßnahme wurde noch immer nicht umgesetzt, würde der Stadt aber kaum etwas kosten und dabei große Wirkung erzielen.“

Eveline Steinbacher (Initiative Verkehrswende jetzt!): „Auch Bürgerinitiativen müssen die Möglichkeit haben, in Linz ihre Anliegen öffentlich zu plakatieren. Es ist demokratiepolitisch unhaltbar, dass die Stadt Linz diese wichtige Form der Meinungsfreiheit im öffentlichen Raum unterbindet und kritische Initiativen, die sich dieses Recht nicht nehmen lassen wollen, drangsaliert.“

Erwin Leitner (Initiative Mehr Demokratie): „Zur Meinungsfreiheit gehört die Sichtbarkeit der Meinung im öffentlichen Raum untrennbar dazu. Unsere Stadtregierungen haben in den letzten Jahren kostenloses Plakatieren der Zivilgesellschaft aus unseren Innenstädten verbannt. Dies ist nicht akzeptabel. Eine Demokratie braucht gerade in den pulsierenden Innenstädten die sichtbare Meinungsvielfalt der Zivilgesellschaft. 1848 haben in der Märzrevolution Menschen unter Einsatz ihres Lebens für Meinungsfreiheit und Demokratie gekämpft. Heute, 170 Jahre später, können wir nicht hinnehmen, dass Stadtregierungen klammheimlich einen wichtigen Teil unserer Meinungsfreiheit auf der Müllhalde der Geschichte entsorgen. Denn Meinungsfreiheit ohne kostenfreie Plakatierfreiheit ist keine Meinungsfreiheit sondern Zensur.“

Boris Lechthaler (Solidarwerkstatt): „Der öffentliche Raum ist seit Jahrtausenden jener Raum, in dem Meinungsaustausch und demokratische Willensbildung stattfindet. Hätte Martin Luther seine Thesen in Linz angeschlagen, wäre er vom Magistrat unter Bürgermeister Luger wegen Schwarzplakatieren vor den Kadi gezerrt worden. Der öffentliche Raum ist kein Raum zur Geschäftemacherei mit Bezahlwerbeflächen. Plakatieren ist ein demokratisches Grundrecht.“

Weitere Informationen: www.plakatierfreiheit.at

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Spotsz is gone!

Eine längst überfällige Würdigung als ziemlich verspäteter Nachruf!

Spotsz! Was für ein Name! Die Aussprache betreffend ja noch – relativ – simpel, aber die Schreibweise verlangt jedem Lektorat einige graue Zellen ab.
Dabei hieß Spotsz nicht immer Spotsz. Entstanden ist das Magazin für Kunst.Kultur.Szene.Linz 2005 als „Heller – Beiträge gegen monokulturelle Alltagserscheinungen„und – es sei der Vollständigkeit halber angemerkt – der Name war da, bevor ein Schweizer Intendant gleichen Namens Linz für ein Jahr in eine Kulturhauptstadt verzaubern sollte, von der es Ende 2010 heißt, dass nicht viel geblieben ist.

Spotsz hat 2009 überlebt. Zumindest ein Jahr. Und dies – und hier muss die Fama bemüßigt werden – obwohl besagter Schweizer Intendant dem Redaktionskollektiv schon bald ausrichten ließ, dass die Zeitung die seinen (sic!) Namen trägt, ihm nicht gefiele.

Spotsz war Anfangs nicht fassbar und dadurch auch angreifbar. Den geübten LeserInnen fehlte die Blattlinie, den hippen Teilzeit-AktivistInnen der Livestyle-Aspekt, der Politik die Zuordenbarkeit. „Anything goes“ als Vorwurf wurde wohl laut, dabei wurde übersehen was hier ermöglicht wurde. Ein Experimentierfeld für Menschen die mit Sprache Meinung verbreiten wollten, ohne sich an stilistische und thematische Spielregeln zu halten. Die Möglichkeit auch über einen längeren Zeitraum Themen zu behandeln, auch wenn im langzeitgedächtnislosen Medienmainstream derartiges als „no go“ gilt.

Spotsz wagte Kooperationen und wurde dafür – auch innerhalb der Szene – schief beäugt. Ausverkauf brüllten jene, für die Engagement auch gleich Selbstausbeutung bedeuten muss. Dabei waren es gerade jene Kooperationen, die – unter anderem – schon vor einem halben Jahr zum beinahe Ende von Spotsz geführt hatten.
Denn klug wie die Politik ist, rechnete sie dem Kollektiv vor, dass die laufenden Förderungen um jenen Betrag gekürzt werden, um welchen Inserate in Spotsz geschaltet wurden. Grundsätzlich ein interessanter Ansatz, wenn er auch für das – ohnehin – enge Feld der Medienförderung gelten würde. Dann würden die Mainstream-Mogule wohl beträchtlich weniger öffentliche Förderung lukrieren können. Aber solche Systeme funktionieren eben bei kleinen Medien viel besser.
Denn die Politik fördert doch lieber die Meinung, der sie sich – halbwegs – sicher sein kann.

Spotsz wurde über die Jahr – nicht nur in Linz – zu einem Bild. In jedem Lokal waren die unterschiedlichen und doch stets sofort erkennbaren Cover sichtbar. Und Spotsz thematisierte Monat für Monat Inhalte die ansonsten unbehandelt blieben, war Plattform für Kommentare und Analysen, die – vor allem auf lokal- bzw. regionalpolitischer Ebene – keinen medialen Platz gefunden hätten.

Und Spotsz war bis zuletzt wunderbar old shool. Kein begleitendes Weblog, keine flash-animierte Onlineausgabe. Schödes „pdf“ zum herunterladen, das war’s auch schon. Und das ist herausragend. Denn Spotsz war für „länger“ angelegt.
Damit wurde es jetzt nichts. Spotsz selbst machte kein großes Aufheben um die Tatsache. Eine kurze Verabschiedung im letzten Editorial. Und Tschüss!

Mit Spotsz verlässt einmal mehr ein Hort für andere Sichtweisen und Lebensrealitäten die triste Medienlandschaft (Ober-)Österreichs.
Die MacherInnen bleiben und schärfen (so ist zu hoffen) ihre Federkiele für weitere Angriffe auf die Tristesse!

Spotsz (nach wie vor) online
Dieser Text erscheint auch i.d. Jänner Ausgabe des druckaecht

Stadtwache – Der Film

Die neue Linzer Stadtwache kämpft mit ihrem schlechten Image. Nach Monaten des Abwartens reagiert die Stadt nun endlich und hat eine Werbekampagne in Auftrag gegeben. Auf City-Lights wird um Verständnis für den Ordnungsdienst geworben und heute ist auch ein Werbespot präsentiert worden.

Seht selbst, wie unverzichtbar unsere Stadtwache ist. Etwaige Ähnlichkeiten mit stadtbekannten Querolanten sind natürlich reiner Zufall.

Regie: Ünal Uzunkaya
Produktion: flimmerfrei media

Grüne Stadt

Westring: Provinz und Vision pt.II

Liebe SPÖVP!

Die Politiker der oö Landhauptstadt Linz haben sich schon seit Jahren auf eine Möglichkeit aus dem ersten Strang der Möglichkeiten eingeschworen. Ich bedauere das sehr, denn ich halte das für den größten denkbaren Verkehrs- und stadtpolitischen Fehler. Fast 1 Milliarde Euro Steuergelder wollen Sie, liebe SPÖVP, in Brücken, Tunnels und Autobahnen investieren, um dem Individualverkehr und Gütertransport ein beschleunigtes Durchkommen durch Linz zu ermöglichen. Projektname Westring. Man möchte dem Verkehr, der Transportlobby, der Automobilindustrie und den Autofahrern ein wenig den roten Teppich ausrollen, den Staus beikommen und die tatsächlich nicht beneidenswerten Pendler entlasten.

Doch nun ist passiert, man möchte fast von einem kleinen Wunder sprechen, womit niemand gerechnet hat: die andere SPÖVP, nämlich die Bundesregierung in Wien, hat das Projekt der hiesigen SPÖVP zumindest vorerst auf Eis gelegt. Nicht aus moralischen oder ökologischen Gründen, sondern wegen banalem Geldmangel. Aber immerhin. Ein Augenblick des Innehaltens.

Die lokale und regionale SPÖVP rückt reflexartig zuammen. Ein provinzieller Schulterschluss gegen die da in Wien. Der Westring müsse sein, da sind sich rote und schwarze Landes- wie Stadtparteichefs einig, die Bünde, Kammern, Gremien, Funktionäre nicken eifrig und erbost. Ich möchte Sie, liebe SPÖVP, jedoch bitten, diesen kurzen Moment des Stillstands zu nutzen, um ihre Grundsatzentscheidung noch einmal zu überdenken. Es könnte sich für Sie auszahlen.

1000 Millionen Euro wären Sie bereit für den Westring auszugeben. Ich bin kein Verkehrs- oder Umweltplaner, aber ich bin sicher, mit dieser Summe (oder einem Bruchteil davon) könnte man auch Alternativen zum Westring finanzieren. Zumindest sollte es möglich sein, eine Studie durchzuführen, wie man mit dieser gewaltigen Summe eine ökologische Lösung für das Verkehrsproblem des Linzer Zentralraumes ermöglicht.
Wer weiß schon wirklich, was man mit soviel Geld möglich machen könnte: kostenlose Öffis für alle Pendler für die nächsten paar Jahrzehnte? Ein dichtes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln auch im Umland? Gratisfahrräder für alle Arbeitnehmer? Zuschüsse zu Elektroautos, Minibuslinien, Heimarbeitsverträgen? Alles scheint denkbar, sogar eine autofreie Innenstadt, eine begrünte Nibelungenbrücke und die sauberste Luft der Republik. Und, liebe SPÖVP, was Sie ganz besonders interessieren dürfte: ein öffentliches, globales Bild von einer visionären Stadt, die es sich zum Ziel gemacht hat, ein wenig Individualverkehr gegen nachhaltige Lebensqualität einzutauschen und dafür auch einige Opfer auf sich nimmt. Das Bild einer Stadt, die es sich getraut hat und es allen anderen vormacht, wie eine bessere, grünere und nachhaltigere Urbanität funktionieren kann.

65 Millionen haben Sie, liebe SPÖVP, in das Projekt Linz09, das Europäische Kulturhauptstadtjahr 2009, investiert. Um zu zeigen, dass sie in die Zukunft sehen, sich umorientieren, Visionen haben. Die Idee war nett, der Erfolg bescheiden, aber sichtbar. Stellen Sie sich jetzt bitte nur einmal kurz vor, was Sie ermöglichen könnten, wenn Sie das für den Westring vorgesehene Geld in eine weitere, noch viel größere Vision investieren! Ich verspreche Ihnen, Sie werden es nicht bereuen.

Die parteiliche Initiative gegen den Westring
Die unparteiliche Initiative gegen den Westring
Die Landes-Initiative für den Westring
Die städtische Initiative für den Westring

Linzer Stau-Alltag

Westring: Provinz und Vision pt.I

Liebe SPÖVP!

Es gibt in der Politik spannende und langweilige Themen. Verkehrspolitik ist sicherlich nicht sonderlich spannend, aber sie ist eine Schlüsselpolitik in der mobilisierten Gesellschaft. Zudem kulminieren in der Verkehrspolitik die großen Themen unserer Gegenwart: Sozialpolitik, Umweltpolitik, Migrationspolitik.

Der Großraum Linz steht verkehrspolitisch vor einer großen Entscheidung. Angesichts der gestauten Realität und den verheerenden Prognosen ist allen Beteiligten klar, dass es so nicht weiter gehen kann. Der derzeitige Zustand ist bereits furchtbar, die Zukunft wird ohne politische Eingriffe zur Katastrophe.
Einer Stadt oder Region stehen zu Beginn des 21. Jahrhunderts mehrere Lösungsansätze offen, alle sind schmerzhaft und teuer. Grob gesagt gibt es zwei Stränge von verschiedenen Möglichkeiten:

Entweder akzeptiert man das grenzenlose Wachstum des Verkehrs, des privaten Personen- und Güterverkehrs, und bietet diesem Wachstum durch immer schnellere und größere Strassen eine öffentlich bezahlte Infrastruktur. Dies bringt Standortvorteile, Anschluss an internationale Verkehrsrouten und Wählerstimmen, leider aber auch Umweltzerstörung, Lärm, noch mehr Verkehr und keine langfristige Lösung – schliesslich unterstellt diese Vorgehensweise auch ein nachhaltiges Verkehrswachstum, das irgendwann wieder neue Kapazitäten braucht.

Andererseits gibt es den anderen Strang an Möglichkeiten. Es ist nicht der Hauptstrang, nicht der Mainstream. Aber er ist es wert, betrachtet zu werden: angesichts drohender Klima- und Umweltkatastrophen, Ressourcenknappheit und sozialer Erosion empfiehlt ein signifikanter Teil von Wissenschaftlern, Philosophen, Medienmachern und anderer Menschen, einen der Hauptverursacher des Klima- und Ressourcenproblems, nämlich den privaten Verkehr, sanft und schonend zu regulieren. Sanft ginge es jetzt noch, in 20 oder 30 Jahren vielleicht schon nicht mehr. Dieser Strang setzt auf regionale Visionäre, die mit Weitsicht und Bedacht statt in Strassenausbau in Renaturisierung, in öffentlichen Verkehr und in urbane, soziale und ökologische Nachhaltigkeit investieren. Das ist kurzfristig keinesfalls populär und birgt das reale Risiko eines Wählerstimmenverlustes. Wenn aber an den Bedrohungsszenarien der Wissenschaft bezüglich unserer Zukunft etwas Wahres dran ist (und davon gehen wir aus), dann sind nur Regulierungen der Versacher zukunftsträchtige Perspektiven. Und mit etwas Glück sind diese Visionäre langfristig gesehen nicht nur die moralischen Gewinner, sondern auch Wahlgewinner.

Weiter zur Fortsetzung:
Westring: Provinz und Vision pt.II

Spontane Protestaktion gegen Maria Fekter in Linz

Am Mittwoch den 13.10.2010 sprach Innenministerin Maria Fekter vor 1500 PolizistInnen im Linzer Design Center. Die Jusos (SJ, AKS, IKS, VSSTÖ) organisierten eine spontane Protestaktion vor dem Eingang. Warum brauch ich angesichts der immer dramatischer werdenden Abschiebepraxis in Österreich nicht genauer zu erklären. Hier das Video zu der Aktion:

Der Widerstand wächst. Wir dürfen nicht locker lassen! Engagiert euch gegen die Barbarei der Bürokratie!

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Linz braucht noch immer keine Stadtwache

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Presseaussendung vom 30. August 2010 der BürgerInneninitiative „Linz braucht keine Stadtwache“

Zum Start der „Stadtwache“ (offiziell unter dem Titel „Ordnungsdienst der Stadt Linz GmbH” geführt) am 1. September wiederholt die BürgerInneninitiative „Linz braucht keine Stadtwache“ ihre Ablehnung an einem solchen Organ und kündigt eine Meldestelle für Vorfälle im Zusammenhang mit der „Stadtwache“ an.

Wie problematisch und gefährlich eine „Stadtwache“ ist, wurde bereits noch vor ihrem Start an den Wortmeldungen einiger StadtpolitikerInnen deutlich. Nicht nur – wenig überraschend – „Sicherheitsstadtrat“ Detlef Wimmer (FPÖ) hat bereits ein Aktionsfeld ausgemacht, indem ein Belagerungszustand von obdachlosen Menschen am OK-Platz mit medialer Unterstützung erfunden wurde. Auch Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ) spricht in einem Zeitungsinterview vom Kampf gegen „illegale, organisierte Bettelei“ als eine Aufgabe für die „Stadtwache“.
Unsere grundsätzliche Kritik an einer autoritären „Law & Order“-Politik für die stellvertretend die „Stadtwache“ steht, hat sich damit schon im Vorfeld bestätigt. Es wird eine Spirale in Gang gesetzt in der ein bestimmtes „Schicklichkeitsempfinden“ bzw. äußeres Erscheinungsbild von Personen zur Norm in der Stadt erhoben wird. Alles was dieser Norm nicht entspricht, muss im öffentlichen Raum mit Überwachung, Vertreibung und Schikane rechnen. Randgruppen, wie BettlerInnen, Obdachlose, alternative Jugendliche, etc. sind die Hauptbetroffenen einer solchen Politik, welche in Wirklichkeit Arme statt Armut bekämpft.

Die BürgerInneninitiative „Linz braucht keine Stadtwache“ hat angekündigt die Arbeit der „Stadtwache“ kritisch zu beobachten und zu begleiten. Wir haben deshalb eine Online-Meldestelle ins Leben gerufen mit der Vor- und Zwischenfälle, sonderbare oder nicht berechtigte Handlungen bzw. Übergriffe von AugenzeugInnen und Betroffenen gemeldet werden können. Wir werden diese Fälle dokumentieren und damit einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Diese Meldestelle ist auch als ein Beitrag zu verstehen, die negativen Auswirkungen einer „Politik der Ordnung und Sicherheit“ in dieser Stadt so gering wie möglich zu halten.

Wir halten nochmal fest: Wem zur Steigerung des subjektiven Sicherheitsempfindens und Lösung von gesellschaftlichen Problemlagen nur das Spiel mit Ängsten und Vorurteilen einfällt und mit Ordnung und Überwachung antwortet, handelt nicht lösungsorientiert, sondern vielmehr einfalls- und verantwortungslos! Es wird daher zum Start am 1. September im Zentrum der Stadt deutliche Signale geben, dass Linz keine wie auch immer genannte „Stadtwache“ braucht!

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Ke Nako – Protestaktion auf dem Linzfest

Am 24. Mai 2010 protestierten AktivistInnen auf dem Linzfest, das heuer unter dem Motte „Afrika jetzt!“ stand, gegen die restriktive Migrationspolitik in Österreich. Auslöser war die Abschiebung eines Linzers nach Nigeria wenige Tage zuvor. Die Aktion versuchte die allgemeine Wohlfühlatmosphäre zwischen den Festbühnen mit der traurigen Realität österreichisch-afrikanischer Beziehungen zu konterkarieren.

Der Videobericht ist der erste Beitrag des neuen VideojournalistInnen-Kollektivs KanalCentral, das den KUPF-Blog künftig mit subversiven Nachrichten aus Linz, Wien und anderswo versorgen wird.

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Die Rod Steigers der Donaulände

Es gibt Kifferregeln (niemand kifft hier, soviel vorab) und es gibt Regeln zum Bloggen. Bloggerregel # 1 lautet wohl: Schreibe nicht über deine eigenen Befindlichkeiten. Und ich tu es trotzdem. Hier, jetzt, sofort. Ich rede davon, dass ich mich durch Polizeiautos, die im Schritttempo vorbeirollen, extrem provoziert fühle. Ich nenne diese unangenehme Auswirkung den Rod-Steiger-Effekt. Rod Steiger verkörpert im Film In the Heat of the Night einen rassistischen Cop, dessen Weltbild erschüttert wird; und zwar von einem Schwarzen, von einem schwarzen Cop. Und es gibt da eine Szene, da sieht Steiger durch gelbe Sonnenbrillen aus dem Auto, das er im Schritttempo über eine Brücke fährt. Und da sein Weltbild bröckelt, macht ihn das noch bedrohlicher; eine tickende Zeitbombe. Eine der besten Filmszenen überhaupt.

„In Linz … viel Polizei“

Nunja, ganz so dramatisch war es heute auf der Donaulände nicht, aber doch absurd genug. In dieser einen Stunde fuhren zwei Polizeiautos im Kreis, dann kam noch der Polizeibus. Es wäre denen vermutlich niemand böse, wenn sie sich auch mal in die Sonne legten. Aber dieses herumkurven und kontrollieren? Doch Polizisten machen auf der Donaulände mehr als nur Autofahren. Das weiss ich wegen dem Hund; der folgt nämlich üblicherweise meinen Anweisungen nicht, bleibt ohne erkennbaren Grund – völlig unmotiviert – mitten am Weg sitzen. Dann nähert sich ein Polizeiauto im Schritttempo (Rod Steiger taucht in Gedanken auf). Man steht im Weg. Hund hört nicht auf die wortreichen Kommandos, es wird ein wenig umständlich bevor der Weg frei wird. Hundebesitzerin ist genervt. Aber die Polizisten fahren nicht weiter, sondern „steigern“ auch noch aus dem Auto.

Dann kommt es zu einem seltsamen Dialog.

Polizist: Sie wissn oba eh, dass do ka Hundefreilaufzone is.
spam: Na.
Polizist (deutet in eine Richtung): Die is do hintn.
spam (schaut dem Polizei-Finger zum Klohaus beim Spielplatz nach): Aha. Seit wann denn?
Polizist: Schon seit i nu gor ned Polizist war.
spam (denkt: coole Antwort): Aso.
Polizist: Sie miassn den Hund anleinen. Aber des is nur zur Information.
spam (grosses Fragezeichen im Kopf): Na dann. Danke!
(Der im übrigen echt sehr freundliche Polizist geht zu anderen Hundebesitzern und wird von einem Dobermannweibchen kräftig angebellt. spam + Hund ziehen ohne Leine weiter)

Ich dachte dann an die Stadtwache und wie das sein wird, wenn diese mit Pfefferspray gegen ungehorsame HundebesitzerInnen vorgehen werden. Ich dachte darüber nach, wie schwierig es ist, einen Beruf auszuüben, der ein noch schlechteres Prestige hat, als das von Rechtsanwälten, Politikern oder Journalisten. Und darüber, dass vermutlich der eine oder andere Polizist deshalb irgendwann ein Coaching in Anspruch wird nehmen müssen; weil leicht ist das nicht. Ich dachte auch darüber nach, wie sich im 19. Jahrhundert die sittenpolizeilichen Agenden entwickelt haben und bis heute angewendet werden. Und nun, im 21. Jahrhundert, sollen sittenpolizeiliche Agenden privatisiert werden. Das kann nicht gutgehen. Ich male das Schwarz an die Wand.

FROntal

Morgen, am späten Nachmittag, wird von Radio FRO in der FROntal-Aktion am Taubenmarkt nach Superstadtwachenordnungsdienst-PraktikantInnen-AnwärterInnen gesucht. Ich werde dort sein und alles genau beobachten und in Lokalaugenschein nehmen. Vielleicht bewerbe auch ich mich – mit dem Watchdog, der meinen Anweisungen nicht folgt.

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Dichten gegen Blödsinn

Folgendes Gedicht hat Harald „Huckey“ Renner bei der Anti_Stadtwache-Kundgebung am 22.April vorgetragen und dankenswerterweise für den KUPF-Blog zur Verfügung gestellt. Bis 6. Mai kan man noch unterschreiben!

Eines Tages saß ich einfach da und fand
einen Sack voll Scheiße nah am Sraßenrand.
So unaushaltbar der Gestank in die Nase drang,
die Frage ist, was man aus sowas machen kann.
Und als ich da so mit dem Sacke stand,
kam ein großer, grüner Mann die Straße entlang.
In der Ferne sah ich ihn am Horizont,
und ich fragte mich woher der wohl kommt.
Wenn er da ist frag ich ihn, denn den Scheißehaufen
Könnt ich ihm gleich samt dem Sack verkaufen.

„Hallo!“, sag´ich: „großer grüner Mann,
sieh dir doch bitte mal das Ding hier an,
denn was immer es ist: ich brauch es nicht.
Ich kann nichts damit machen also verkaufe ich´s.“
„Ja, ich bin interessiert“, sagt der grüne Mann,
und sieht den Sack erstmal prüfend an.
Er schnuppert daran und rümpft die Nase empört,
er sagt: „in diesem Sack ist nur Scheiße, die dir nichtmal gehört!“
„Tschuldigung!“, sage ich, „das ist doch nur legitim,
ich hab einen Sack voll Scheiße, wenn du willst kriegst du ihn!“
Da muss er lachen und sagt: „Das kannst du gleich vergessen,
denn wer Scheiße verkauft wird irgendwann auch Scheiße fressen!
Genau was du tun willst, hab´ ich früher getan,
seitdem bin ich bekannt als der grüne Mann.
Ich wollte Scheiße verkaufen doch das klappte nie
Und als Sklave der Industrie aß ich sie.
Denn mein Boss hat gesagt: „Dieser Scheiß muss weg“,
so hab´ ich Unmengen davon in diesen Sack gesteckt.
Was da drinnen ist, fress´ ich seit Jahren schon.
Du siehst was los ist mit mir, das hab´ ich jetzt davon!“
Plötzlich stürzt er sich auf den Sack wie wild,
und frisst alles in sich rein, dass mir ganz anders wird!
Und während er gar nicht mehr aufhört alles in sich reinzuchaufeln,
weiss ich, dass ich noch vieles machen wird´ nur keine Scheiße verkaufen…“

Ideengenerator anwerfen

170.000 Euro umfassen vier Kultur-Förderprogramme der Stadt Linz. Die
vier Kategorien umfassen Leerstand, Ausland, Im Ort und Stadtteil.

LINZimPULS — Die Stadt Linz schreibt das Förderprogramm LINZimPULS 2010 in der Höhe von Euro 90.000,– aus. Der LINZimPULS unterstützt freie KünstlerInnen, Kulturschaffende und die Freie Szene in Linz.
Projektinhalt: Leerstand in Linz
Bewerbungsfrist: 27. April 2010

LinzEXPOrt 2010 — Die Stadt Linz schreibt auf Empfehlung des Stadtkulturbeirates und mit Unterstützung des Landes Oberösterreich ein Förderprogramm unter dem Titel „LinzEXPOrt“ aus, das mit einer Gesamtfördersumme in der Höhe von Euro 50.000,– ausgestattet ist.
Projektinhalt: Das Förderprogramm „LinzEXPOrt” soll im Besonderen KünstlerInnen experimentelles und prozesshaftes künstlerisches Arbeiten ermöglichen.
Bewerbungsfrist: 28. Mai 2010

LinzIMpORT 2010 — Das Förderprogramm „LinzIMpORT“ soll KünstlerInnen bzw. freie Kunst- und Kulturinitiativen mit Linz-Bezug experimentelles und prozess- bzw. projekthaftes künstlerisches Arbeiten in Linz mit Kunstschaffenden, die außerhalb von Österreich tätig sind, ermöglichen.
Bewerbungsfrist: 28. Mai 2010

LinzKultur/4 — Die Stadt Linz schreibt den Förderpreis LinzKultur/4 – Förderpreis der Stadt Linz für innovative Stadtteilkulturarbeit aus, welcher mit einer Gesamtsumme von Euro 10.000,– ausgestattet ist. Der Förderpreis LinzKultur/4 sollte einen Anreiz zum kulturellen Austausch oder zur künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Stadtteil/Viertel schaffen.
Bewerbungsfrist: 15. September 2010

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