Suchergebnisse für: “natürlich-gibt-es-klassen”
Der feministische Generationenkonflikt ist eine Lüge
Ausgehend vom Frauenvolksbegehren räumt Nicole Schöndorfer mit Fantasien auf
Forschungsprojekt flexible@art
Prekarisierung(stendenzen) am Beispiel der Kunstuniversität Linz und deren AbsolventInnen. Von Andre Zogholy Flexibilisierung und Prekarisierung sind beides Schlagwörter, welche seit längerer Zeit für verschiedenste gesellschaftliche Verände-rungen herangezogen werden. So kann in Anbetracht einer sog. New Economy und einer wachsenden Anzahl von Ich-AG´s von einem neuen „UnternehmerInntenum für alle„ gesprochen werden. Vor allem das Spannungs-verhältnis zwischen Flexibilität und Prekarität zeigt sich bei den Arbeitsbedingungen und –verhältnissen von KünstlerInnen und Kultur-arbeiterInnen sehr deutlich. Beschäftigungs-verhältnisse am Rande des Existenzminimums oder darunter, permanentes Job-Hopping von einem Projekt zum nächsten, Steh- und War-tezeiten ohne Anspruch auf Arbeitslosengeld, aber natürlich auch ehrenamtlich verrichtete Arbeit prägen …
Fäkalkünstler und asoziale Alimente
Thomas Rammerstorfer über den Kulturkampf.
Strategien und Allianzenbildung im Kunst- und Kulturbereich
Theoretisches zur Fiftit%-Tagung am 4. November 2005 von Juliane Alton. A. Netzwerke, Interessenvertretung, Allianzen – eine Begriffsklärung Ursprünglich aus der Kybernetik entlehnt, ist der Netzwerkbegriff mittlerweile auch in der Soziologie und der Betriebswirtschaftlehre (Soziales Netzwerk, Netzwerkorganisation) geläufig. Er bezeichnet eine Menge von mit-einander auf definierte Weise verbundenen, autonomen Objekten, die ein gesamtes System bilden. Auch in der Politikwissenschaft wird der Netzwerkbegriff verwendet, im Sinn vom Zusammenwirken privater (Unternehmen, Interessensgruppen) und öffentlicher Akteure (Regierung, Ministerien etc.) in bestimmten Politikbereichen. Das Ergebnis sind nicht-hi-erarchische, dezentrale politische Netzwerke. Ein wichtiges Element von Netzwerken ist der Austausch von Ressourcen zwischen den beteiligten Akteuren. …
Veliko Tarno wo?
Die Kommunikationsguerrilla Social Impact zu Besuch im Osten. “Creativity and Wellbeing for All: Changing the Future!” war das Thema des 1. Weltgipfels der Community Arts Center und Netzwerke, der im bulgarischen Veliko Tarnovo vom 23. bis 28. September 2014 in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Netzwerk der Kulturzentren (www.encc.org) sowie mit verschiedenen kulturellen Netzwerken und Organisationen anderer Kontinente organisiert wurde. Auf Einladung der IG Kultur fuhren wir als VertreterInnen der österreichischen Aktionskunst zu dieser Konferenz. Bulgarien war für uns wirkliches Neuland, und wären wir nicht zu dieser Konferenz eingeladen worden, so müsste Veliko Tarnovo wohl noch bis zum St. Nimmerleinstag auf …
Gemütlich war’s noch nie
Zum Festival der Regionen 2001. Was als Bericht begann und als Kommentar endete. von Ulrike Stieger und Andi Liebl Beim diesjährigen Festival der Regionen wurden in der letzten Juniwoche rund 40 Projekte präsentiert. Mit einer Beteiligung von ca. 400 KünstlerInnen und mit über 1200 Mitwirkenden fanden rund 140 Veranstaltungen statt. Das produktive künstlerische Kapital in Oberösterreich, wie die große Resonanz auf das Festival der Regionen werden durch 137 Projekteinreichungen verdeutlicht, die im Herbst letzten Jahres juriert wurden. Über 100 Projekte konnten also nicht berücksichtigt werden. Im Vorfeld des Festivals bemühte sich das Mittagsmagazin des Linzer Freien Radios, Radio FRO, …
Als könnte von vorne begonnen werden.
Beim Gehen durch Wien. von Marlene Streeruwitz …Wir gehen. Und die Polizei riegelt den Verkehr ab. Leitet um. Hält auf. Marschiert mit oder voraus. Damit die melancholischen Kinder kein Verkehrschaos anrichten. Oder gar vor die Botschaft der USA wandern. Oder vor die türkische, wie vorige Woche. Und wie in der netten Kernfamilie wird das widerspenstige Kind an der lange Leine gehalten. Immer in der Hoffnung, das Kind fände von allein in die Ordnung zurück. Darum geht es. Es geht um Ordnung. Es geht um die Ordnung außen. Um die öffentliche Ordnung. Diese Regierung ist auf demokratischem Wege zustande gekommen, …
Wie die (Un)Kultur in die Medien kommt
Ein Bericht von Otto Tremetzberger. Als mich irgendwann Mitte November die KUPF ein wenig besorgt, der Dringlichkeit wegen, anrief und bat, sehr, sehr kurzfristig und ebenso ungeplant einen Beitrag zum Thema «Kulturjournalismus in Oberösterreich» zu schreiben, habe ich natürlich, wie es meine Art ist, sofort zugesagt. Ich habe mir dann zunächst die wesentlichen und zentralen Thesen zurechtgelegt, zum Beispiel dass der Kulturjournalismus – im Unterschied zum Journalismus generell – nicht mehr nur in der Krise, sondern beinahe fast schon am Ende sei. Ich habe mir überlegt, dass zwar in den letzten 25 Jahren das Kulturangebot insgesamt erstaunlich zugenommen habe, auch …
Kultur statt Krise
Thomas Diesenreiter über die Bedeutung der Freien Szene
Internet & Co
Die sogenannten „Neuen Medien“ sind schon gar nicht mehr wirklich so neu, doch Ansätze für (Kunst&Kultur)Förderung in diesem Bereich scheinen noch in irgendeinem Cyberspace zu irren. Eine fragmentarische Bestandsaufnahme. von Udo Danielczyk „… einmal eine Computermaus bewegen, ein einfaches Programm starten und unter fachlicher Anleitung erste Schritte auf dem Bildschirm tun, eine eigene Visitenkarte erstellen und ausdrucken lassen, in einem elektronischen Lexikon nachschlagen, im Internet surfen …“So die Presseankündigung zur Veranstaltungsreihe „Internet & Co: Neue Technologien zum Anfassen“, veranstaltet vom Land OÖ (Bildungsreferent LH Pühringer ) und dem Erwachsenenbildungs-Forum. Bei Schnupperaktionen in allen Bezirkshauptstädten sollen bei Erwachsenen Schwellen- und …
Alles ist vorläufig. Alles ist käuflich.
Der Roman „39,90“ von Frédéric Beigbeder über die Werbemaschine. von Stefan Haslinger „Ihr seid Produkte einer Epoche. Nein. Der Epoche den Vorwurf zu machen ist zu einfach. Ihr seid Produkte. Da Menschen für die Globalisierung uninteressant sind, musstet ihr Produkte werden, damit die Gesellschaft sich wieder für euch interessiert. Der Kapitalismus verwandelt Menschen in verderbliche Joghurts und dopt sie mit Spaß, das heißt, drillt sie auf die Vernichtung ihres Nächsten.“1 Jene Personen, die, wenn wir obigen Gedanken weiterspinnen, als einzige schließlich ein nutzbringendes Instrument in den Händen der Global Players darstellen, sind „die Philosophen der Kommerzkultur“2 – die WerbetexterInnen …
Eine altbackene Reportage
Mit Naomi Klein’s „No Logo“ hat sich Günther Hopfgartner beschäftigt. Vor wenigen Wochen wurden der „Antiglobalisierungs“ – Aktivistin und Publizistin Naomi Klein höhere Weihen zuteil.Nachdem ihr Buch „No Logo“ bereits seit geraumer Zeit zum Standardwerk der sogenannten „Seattle-Bewegung“ und in der Folge auch zu einem wichtigen Bezugspunkt für die mediale Aufbereitung der Bewegung avanciert war, sah sich die neoliberale Bibel, die Londoner Wochenzeitung „Economist“, bemüßigt ihre Argumente in einer Coverstory zu widerlegen. Aufgemacht war dieses Heft mit einer „Bearbeitung“ von Kleins berühmtem Buch-Cover in der Art der in No Logo abgefeierten ‚Culture Jammer‘. Auf dem Economist-Titelbild prangte nun die Feststellung …
Oberösterreich wählt: Die kulturpolitischen Positionen der Parteien
Am 26. September 2021 ist in Oberösterreich Wahltag. Die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher sind aufgerufen, den Landtag, ihre Gemeinderäte und die Bürgermeister*innen neu zu wählen. Kulturpolitik wird absehbarerweise eher keine große Rolle im Wahlkampf spielen und ein Nischenthema bleiben. Damit sich aber alle BürgerInnen darüber informieren können, wofür die Parteien kulturpolitisch stehen und welche Pläne und Absichten sie haben, hat die KUPF OÖ in mehreren Gesprächen und Beiträgen die Positionen der zur Wahl antretenden Parteien abgefragt und natürlich auch selbst Vorschläge gebracht. Diese Seite wird schrittweise erweitert werden, wenn neue Beiträge hinzukommen. Was es braucht In der Sommerausgabe der KUPFzeitung (#178) …
Liebe Kulturinteressierte!
Erstmals ein Edithorial
Brigitte Rosée
Rockkolumne von Ana Threat
Das „Ende der Gemütlichkeit“
Eine Spurensuche von Harald Schmutzhard Februar 2000 ging in Österreich eine politische Erschütterung durchs Land. Eine Phase der bemüht-konsensualen Regierungspolitik ging zu Ende. Erstmals gibt es mit den Freiheitlichen einen Regierungspartner, der immer wieder durch nationalistische, kunstfeindliche und fremdenfeindliche Aussagen sein eigenartiges Demokratieverständnis bewiesen hatte. Der Widerstand gegen den gesellschaftlichen Paradigmenwechsel wurde durch eine breite Protestbewegung der KünstlerInnen geprägt. Eine Repolitisierung breiter Gesellschaftsschichten fand statt. In diesem Umfeld wurde die Ausschreibung des Festivals der Regionen 2001 präsentiert. „Das Ende der Gemütlichkeit“ als Thema ließ ein kritisches und kontroversielles Festivalprogramm erwarten. Der Mut des Festivalvorstandes, das FdR 2001 in diesem …
4takt Gemisch!
Tick, Trick und Track widmen sich der Zahlenmystik und begrüssen die neuen Mitgliedsvereine der KUPF! Homosexuelle Tänzerinnen machen Papier im Tempel! Oder: Tempelmusen tanzen papierene Homosexuelle! Oder: Tanzendes Papier trifft auf Homosexuelle im Museumstempel! Oder: Was ganz anderes! Praktisch für dieses (doch etwas witzlose) Witzchen gestaltet es sich, dass die KUPF bei ihrem jährlichen Aufnahmespiel nur vier Vereine aufgenommen hat. Denn somit sind die Kombinationsmöglichkeiten für das Eingangswitzchen (das wirklich ziemlich witzlos ist) enden wollend. Biologische, astronomische Erklärungen standen schon als Einleitung für die Vorstellung der neuen Mitglieder. Heute wollen wir uns der Zahl(enmystik) die Zahl vier betreffend widmen …
Bitte keine Kanten
Europäischer Kulturmonat Linz – Bitte keine Kanten von Martin Lengauer Einen September lang durfte sich Linz mit dem EU-Prädikat „Europäische Kulturmonatsstadt“ schmücken. Die heimische Kunst- und Kulturszene war von den Stadtvätern eingeladen, das Thema „Job, Net, Gen, Fun“ in Projekten zu bearbeiten. Ein glatter Erfolg, meinen die Linzer Kulturpolitiker. „Themenverfehlung“, höhnen die Kritiker. Die KUPF wollte es genauer wissen und lud zu einem Streitgespräch ins Studio von Radio FRO. Mit Martin Lengauer und Martin Wassermair diskutierten Christian Denkmair, Organisationsverantwortlicher im Linzer Kulturamt, und Gunther Trübswasser, Kultursprecher und Landtagsabgeordneter der Grünen Oberösterreichs. KUPF: Gunther Trübswasser, du hast im Vorfeld des …







