Liebe Partizipierende!

Überall ist die Rede von Partizipation. In nahezu allen Ausschreibungen steht sie als Kriterium dabei, ob Stipendium, Projektförderung oder Jahressubvention. Doch was bedeutet Partizipation in Kunst und Kulturarbeit? Und jenseits davon? Was genau hat sie mit Demokratie, Gruppendynamiken und Miteinander zu tun? Und wie kommen wir von dort wieder zurück zu initiativer Kulturarbeit, bildender und darstellender Kunst oder Vermittlungstätigkeit?

Wie Partizipation von einer scheinbaren zu einer echten Selbstverständlichkeit werden kann, das beantwortet Aliette Dörflinger (S. 19). Einen Einblick in die Bedeutung von Partizipation sowie Empfehlungen und ein konkretes Stufenmodell zur Umsetzung in Kunst- und Kulturprojekten gibt Siglinde Lang (S. 12). Wie Community Medien als Orte der Teilhabe wirken und diese Wirkung auch angesichts interner und externer Veränderungen erhalten können, beschreiben Katharina Biringer (S. 14) und Sigrid Ecker (S. 15). Julia Engelmayer untersucht den Zusammenhang zwischen kollektiven Führungsstrukturen und Möglichkeiten der Mitbestimmung im Theater (S. 18). Was Partizipation in ihrer Arbeit bedeutet, erklären Protagonist*innen aus Kulturarbeit, Vermittlung und Forschung in einer Streetview Deluxe (S. 16). Als Nachfolgerin der Gnackwatsch’n wirft die neue Kritikkolumne schließlich einen skeptischen Blick auf den ‹Fetisch Partizipation› (S. 18).

Im Salzburg-Teil erörtert Thomas Philipp mit Anita Moser und Stefan Wally den Zusammenhang zwischen Partizipation und Macht (S. 24). Über partizipative Performances im Tanz und deren Bezug zu klassischen indischen Tanzformen berichtet Nayana Keshava Bhat (S. 22). Magdalena Stieb beschäftigt sich mit Teilhabe in der Kulturvermittlung (S. 23).

Ebenfalls in dieser Ausgabe: Interviews mit Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (S. 36), sowie der neuen Intendantin der Kulturhauptstadt Bad Ischl-Salzkammergut 2024 Elisabeth Schweeger (S. 26).

Am 26. September wird in Oberösterreich gewählt. Um darauf einzustimmen, setzen wir den in der letzten Ausgabe begonnenen Schwerpunkt fort. Auch hier geht es um Partizipation. Wir führen die Gesprächsreihe mit Kultur- und Mediensprecher*innen der Landtagsfraktionen (S. 28–32) weiter und fragen kulturpolitische Positionen bei sechs zu den Landtagswahlen antretenden Parteien nach (S. 10). Auch wieder mit dabei sind die Bewertungen und Forderungen von Kulturinitiativen (S. 6). Die drei zentralen Forderungen der KUPF OÖ könnt ihr unterstützen, indem ihr unsere Bastelvorlage ausschneidet und sichtbar bei Veranstaltungen positioniert (S. 8). Bis 17. September besteht außerdem noch die Möglichkeit, an der Pass-Egal-Wahl teilzunehmen oder andere zur Teilnahme zu animieren. Worum es dabei geht, könnt ihr in der Sozialkolumne nachlesen (S. 9).

In diesem Sinne: Mischt euch ein,
die Redaktion

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“Was mich immer wieder verwundert: Mit welcher Verständlichkeit nach Partizipation gerufen wird, wenn es um strategische Prozesse in Kultur, Bildung oder Soziales geht. Wenn es hingegen um „die Wirtschaft“ geht, herrscht Schweigen im Walde.” Thomas Philipp

KUPFtalk: Best of Wahlgespräche

Di, 21.9., 17:30 Uhr

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