fiber. werkstoff für feminismus und popkultur #11

Sie ist da!   Die neue Ausgabe zum Thema „Maschine“: Gedanken-, Körper-, Kunst- und Mädchenmaschinen, Theorien und Anwendungen, analog und digital, Nähmaschinen und Akkuschrauben, Bedienungsanleitungen und Technikdebatten, die Bäckerin/Biberin und die rosa Kitchenaid, WikiChicks und Tontechnikerinnen, Cyberfeminismus und Cyborgs, Hitech-Fetish und Computerspiele.. und viele spannende Features und Rezensionen sind ab Ende Juni nachzulesen. Die neue fiber ist im Büro der KUPF erhältlich. Weitere Infos zur fiber unter: http://www.fibrig.net

Einladung zum Autostoppen

Destination_By Pass, ein Projekt im Rahmen des Festivals der Regionen, widmet die A9 Pyhrnautobahn in einen kommunikativen öffentlichen Raum um. Mehrere Autostopp-Teams aus dem Bezirk Kirchdorf an der Krems werden sich in den Transitraum involvieren und versuchen AutofahrerInnen in regionale Gebiete umzulenken, eine Reise in die Ferne zu starten oder die Fahrenden ein Stück zu begleiten, um eigene Inhalte und Anliegen zu vermitteln. An alle InteressentInnen die bei diesem Projekt teilnehmen möchten, können sich ab sofort unter: www.destination-bypass.at anmelden! Weitere Infos zu Projekten des Festival der Regionen unter: http://www.fdr.at

Einsteigerkurse

Eugenie Kain fordert Kurse für das richtige (Geh)Verhalten im öffentlichen Raum.   Unterwegs mit dem Fahrrad auf der Landstraße. Schaurausch, Kaufrausch und Straßenbahn lassen das Fahrradfahren nicht zu. Schritttempo ist angesagt und geschoben werden und angerempelt und dann geht nichts mehr, weil zwei Blinde mit Gesang und Keybord für nachhaltigen Stau und zusätzliche unerwünschte Körperkontakte sorgen. Angesichts der im Jahr 2009 zu erwartenden kulturinteressierten Massen wäre es notwendig, für die Ansässigen ab sofort Kurse für das richtige (Geh)Verhalten im öffentlichen Raum abzuhalten. Wie bewege ich mich erfolgreich und ohne andere zu behindern in einer in verschiedene Richtungen drängenden Menschenmenge im …

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Rendezvouz with anus

Keine Ahnung, was Turbonegro und Turbojugend zu bedeuten hat? Klemens Pilsl hat für Sie nachgelesen.

Sympathisch unfertig

Franz Fend über Prekarisierung und Flexibilisierung im kulturellen und künstlerischen Sektor.   Eine bemerkenswerte Publikation hat das Team des transdisziplinären Forschungsprojekts der Linzer Kunstuniversität flexible@art vorgelegt, das sich seit mehr als zwei Jahren mit der Prekarisierung und der Flexibilisierung im kulturellen und künstlerischen Sektor auseinandersetzt. Bemerkenswert ist diese Arbeit aus mehrerlei Gründen. Zum einen entspricht die kollektive Arbeitsweise mittels einer WIKI-Web-Plattform genau dem beforschten Themenfeld. Eine Art von Wissensproduktion, die keineswegs allein dem wissenschaftlichen Elfenbeinturm entspringt, sondern stets in enger Verbindung mit künstlerischer und kultureller Praxis entwickelt worden ist. Wobei hier Praxis keineswegs die Negation der Aneignung von Theoretischem zum …

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Wille zur Transparenz, Durchsicht, Offenlegung

Gedanken von Katja Haller zur Jurysitzung des KUPF-Innovationstopfs 2007.   Bei der öffentlichen Jurysitzung zum KUPF-Innovationstopf 2007 am 26. und 27. April im KunstRaum Goethestraße war ich für das Protokoll zuständig. Folglich trat die KUPF mit dem weiteren Auftrag an mich heran, eine Zusammenfassung der Jurysitzung zu schreiben. Ich verfasste also eine kurze Einleitung, in der ich darstellte, dass der KUPF-Innovationstopf bislang an ein spezifisches Thema gebunden war. Weiter schrieb ich: Heuer skizzierte die Ausschreibung erstmals mehrere Themenstränge, entlang derer sich die Projekte bewegen können. Aus dem KUPF Büro erfuhr ich, dass beim Regionaltreffen der KUPF im Jahr 2006 aus …

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Der Laden

Zum fast 10jährigen Bestehen des Welser Infoladens. Von Klemens Pilsl.

Fluchtwege und Sackgassen

Über fünf Mitgliedsvereine beim Festival der Regionen berichtet Thomas Kreiseder.   Mit Fluchtwege und Sackgassen thematisiert das Festival der Regionen Wege der Gegenwart im Bezirk Kirchdorf an der Krems. Die Projekte von über 30 KünstlerInnen und Kulturvereinen spüren den drängenden Fragen der Zeit zu den Schwerpunktthemen Zeitgeschichte, Migration, Mobilität, Fortschritt und Rückzug abseits der städtischen Zentren nach. Einen maßgeblichen Impuls neben den weiteren lokal verankerten Künstlern leisten dabei auch die KUPF-Mitgliederorganisationen Freies Radio Salzkammergut, INOK, Klärwerk, maiz und Radio FRO. In Kirchdorf an der Krems spüren Christian Loikits und Gerhard Stiftinger vom Kulturverein Klärwerk der Identität von Subkulturen nach. Selbst …

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sicht:wechsel

Martin Böhm über das erste Integrative Kulturfestival sicht:wechsel in Linz. Nun ist es wieder einmal soweit! Der Festivalsommer zieht ins Land und rechtzeitig vor der Kulturhauptstadt Linz 2009 wird das 1. Integrative Kulturfestival sicht:wechsel vom 22. – 30. Juni 2007 mit einem fulminanten Programm an verschiedenen Spielstätten über die Bühne gehen. Ein weiterer wichtiger Impuls zur Ästhetisierung der Stadt, für die die weichen Standortfaktoren (z.B.: breites Kulturangebot) gegenüber den harten (z.B.: Verkehrsinfrastruktur) zunehmend wichtiger werden, scheint gelungen zu sein. Als eine der InitiatorInnen kann Iris Hanousek-Mader von der Theatergruppe Malaria genannt werden. Die Notwendigkeit und die Beweggründe für die Initiierung …

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14 Tage MigrantInnen verstehen!

Konfliktscheue Rehe, LandespolitikerInnen, und eine Gnackwatsch’n von hinten. Was macht man nicht alles in zwei Wochen? Einiges, das ist fix. Bedenken Sie nur einmal. 14 Tage, 336 Stunden, 20160 Minuten. Stolze Summen. Da muss es sich doch ausgehen, mal kurz auf der Homepage des Landes OÖ nachzuschauen, ob nicht gerade ein Kulturpreis ausgeschrieben wurde, sich zu vergegenwärtigen, ob die Einreichkritierien passen, und die Bewerbung hinzuschicken, wo es sich doch ohnehin um ein realisiertes Projekt handeln muss. In 336 Stunden wird sich das doch ermöglichen lassen. So werden Sie sich beim Land das gedacht haben, als sie eine 14 tägige Einreichfrist …

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Mageres Brot

Über Arbeitswelten, die bei Crossing Europe nicht nur filmisch behandelt wurden, weiß Franz Fend zu berichten.   Markus Binder sagte es bei der Eröffnung des Filmfestivals Crossing Europe bei der Eröffnungsgala in kurzen Worten, aber nichtsdestotrotz eindringlich: Wer über Geld verfüge, sollte dies dem Filmemacher Markus Kaiser-Mühlecker zukommen lassen. Anlass für diese Aufforderung war, dass die Postproduktion des Filmes „Attwenger Adventure“ noch nicht finanziert war. Schon bei der Festivaleröffnung wurde manifest, was während der gesamten Dauer der Veranstaltung stets Thema war. Das Filmemachen hierzulande ist, vor allem wenn man sich nicht im Sog des cineastischen Mainstreams befindet, kein leicht verdientes …

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Audioweg Gusen

Gehen, zuhören, nachdenken und eintauchen in fremde Welten – rät Andi Wahl.   Der Kulturverein TRIBÜNE in St. Georgen an der Gusen bemüht sich seit Jahren um zeitgeschichtliche Themen. Am 5. Mai wurde nun ein beispielgebender Audioweg eröffnet. Andi Wahl hat ihn besucht. Man stellt sich nicht einfach vor ein Haus und starrt in dessen Garten. Das ist eine Frage der Kinderstube. Mit einem Gefühl der Beklemmung stehe ich vor dem Haus Untere Gartenstraße 14, in der Mühlviertler Gemeinde Langenstein, und betrachte die beiden Granitsäulen, die den Eingang umrahmen. Eine Frauenstimme, deren Anweisungen ich seit gut 13 Minuten folge, hat …

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Nachklang! Widerhall!

Anita Eyth und Thomas Hinterberger über ein Leondinger NS-Denkmalprojekt.   „Seit Ende des Kalten Krieges“, schrieb der Zeithistoriker Oliver Rathkolb Ende März 2007 in einem Zeitungskommentar, „ist die Welt komplexer geworden“. Nicht zuletzt deshalb „drängen Politik und Wissenschaft in Richtung Rückversicherung und Stabilisierung durch Suche nach festen Geschichtsbildern zur Absicherung Identität stiftender, aber derzeit erodierender nationaler und europäischer Mythen und Meistererzählungen.“ Das rückt auch in Österreich erneut die Frage in den Vordergrund, welche Schlüsse daraus zu ziehen sind. Eine probate Möglichkeit sieht Rathkolb in einer Erneuerung der „Visualisierungs- und Interpretationskonzepte von historischen Spuren in Österreichs Vergangenheit“, bei der – Disziplinen …

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…Celebrity Migrantinnen oder Praise Song an meine Schwestern

Belinda Kazeem weiß mehrere gute Gründe, sich eine Sonnenbrille zu kaufen. Es gibt mehrere gute Gründe, um sich eine Sonnenbrille zu kaufen: erstens sind sie praktisch, beim Radfahren fliegen keine Fliegen in die Augen, oder frau kann schnell die Mehrheitsbevölkerung „umfärben“. …bin seit einem halben Tag wieder in der Stadt. Muss heute viel besorgen und einkaufen gehen, fahr lieber nicht mit dem Fahrrad, und nehme einfach die Öffis. Hab nicht gewusst, dass ich heute nicht besonders dickhäutig bin, sonst hätte ich mir den Kontakt mit der Mehrheitswelt vielleicht erspart… U6 Nussdorferstraße, eine voll besetze U-Bahn, zwei Fragen nach meiner Herkunft …

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Ich rede von Sexarbeit.

(Hinter-)Gründe zur Kampagne SexarbeiterInnen haben Lust auf … ihre Rechte!   von Ulrike Stieger. Sexarbeit und SexarbeiterInnen sind nicht gerade weit verbreitete Begriffe. Als Prostitution oder Pornografie werden sie vielleicht in der (negativ verwendeten) Konnotation verstanden. Oder eben, Sie/Du gehören/st zu jenen, die sich, angeregt von Diskursen oder Arbeit von Organisationen wie maiz, bereits mit Sexarbeit familiär gemacht haben. Mir scheint es als wesentlicher Punkt, an dieser Stelle auf die Bedeutung des Begriffs hinzuweisen, denn durch ihn kommen wir zu weiteren Aspekten, die „dank” Tabuisierung und Stigmatisierung nicht wirklich in den Köpfen von uns allen verankert sind. Ein wesentlicher Aspekt …

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Lieber Martin!

Doppelagentin Mata Hari über Content, Sauce Hollandaise und fehlende Eier.   Was ist los? Winterschlaf oder Frühjahrmüdigkeit? Es heißt doch immer In Linz beginnt’s, aber es schaut aus, als würde es in Linz stocken. Der Frühling ist schon so gut wie vorbei und die Spargelsaison neigt sich dem Ende zu und in Linz will sich niemand die Sauce Hollandaise anrühren, weil alle schaumgebremst sind. Was ist los? Fehlen dir die Eier? Also, an der Kohle kann es nicht liegen, da schaut sogar mein gelber Lamborghini blass aus, eher Eierschale, 20 Mille allein vom Bund. Da hast du ja richtig was …

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Aufbruch in den Äther

Sandra Hochholzer über das Festival der Regionen im Land der freien Medien.   2006 wurde in Oberösterreich einmal mehr viel über Geld gesprochen. Über mehr Geld für die Freien Radios, wenn auch nicht über wirklich viel Geld. Impuls dafür war ein Entwurf für eine Medienförderung in Oberösterreich, den die drei Freien Radios vorlegten. Ebenfalls enthalten war in diesem Entwurf eine flächendeckende Versorgung des Bundeslandes mit Freien Sendern. Was wäre, wenn es in Kirchdorf ein Freies Radio gäbe? Das Freie Radio Salzkammergut, das Freie Radio Freistadt und Radio FRO in Linz sind im Rahmen des Festivals der Regionen 2007 unter dem …

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Melkt die EU!

rät Doris Rögner, aber stellt euch nicht hinter sie! Hauptstadt. Ein Begriff und eine Einrichtung mit langer Tradition. Nicht gerade ein Reizwort, um auf der Stelle eine kontroversielle Diskussion auszulösen. Im Sinne der Regierenden sicher eine nützliche Einrichtung, von den Regierten im allgemeinen ebenfalls als solche wahrgenommen und akzeptiert, bietet eine Hauptstadt darüber hinaus Möglichkeiten der Repräsentation und der Identifikation. Dies gelingt nicht allen Hauptstädten gleich gut. Manche kämpfen mit mangelndem Profil oder stehen im Schatten einer anderen Stadt. Im ersten Fall haben SchülerInnen Schwierigkeiten, sich ihre Namen zu merken, die entsprechenden Fragen beim Geographietest bleiben unbeantwortet. Im zweiten Fall …

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Ich bin kein Hellseher!

Stefan Haslinger bat Julius Stieber, Projektleiter für das Kulturleitbild OÖ, zum Interview.   KUPF: LH Pühringer hat in der ersten Pressekonferenz zum Kulturleitbild gemeint, dass das Spannende der Prozess hin zum Leitbild sein wird. Ist der Prozess spannend? Julius Stieber: Für mich ist er spannend, weil ich auf allen Ebenen beteiligt bin. Nachdem wir nicht nur die Großveranstaltungen machen, sondern auch auf Gemeindeebene Diskussionen führen, wir im Landeskulturbeirat die Diskussion in Gang gesetzt haben, wir über die Fragebogenaktion immer wieder Rückmeldungen kriegen – und auch über die Homepage, wenn auch nicht in dem Ausmass wie wir erhofft haben – und …

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