Körper(los) im virtuellen Raum

Eva Immervoll über das Thema „Geschlecht und Körper“ im Internet.

 

Valeska Lübkes Dissertation “CyberGender-Geschlecht und Körper im Internet” bezieht sich auf den derzeitigen wissenschaftlichen Stand der Diskussion hinsichtlich des Potentials des Internet auf die Geschlechterkategorien. Lübkes Arbeit gliedert sich in einen theoretischen und einen empirischen Teil und verknüpft so Geschlechter-, Körper- und Raumsoziologie mit dem “Phänomen Internet”. Die Autorin untersucht, ob und wie sich die Teilnahme von Frauen und Männern bei der Nutzung des Internet unterscheidet und diskutiert die Frage, “ob das Internet die Kategorie Geschlecht und die damit verbundenen Grenzziehungen revolutionieren kann”.

Das Buch beginnt mit den drei theoretischen Kapiteln “Kategorie Geschlecht”, “Reale und virtuelle Körper” sowie “Das Netz als sozialer Raum”. Lübke schlussfolgert, dass Leiblichkeit im Cyberspace nicht an Wert verlieren wird. Die anschließenden beiden Abschnitte “Bundesdeutsche Internetpopulation” und “Netz als Gender-Werkstatt” stellen empirische Forschungen anderer Forscherinnen dar. Das letzte Kapitel “Wie Chatterbots Menschen werden” thematisiert eine von der Autorin durchgeführte Studie zum Genderdreier konservationsfähiger Software-Agenten (Software-Agenten sind bspw. Online-AssistentInnen).

“Sind nun die flimmernden und schillernden CyberGender die Geschlechter der Postmoderne?”; “Kann der Cyberspace als geschlechtsloser Raum bezeichnet werden, da dieser von der Abwesenheit leiblicher Körper gekennzeichnet ist?”

Zur Beantwortung dieser Fragen, wenden Sie sich an die Buchhändlerin oder Buchhändler Ihres Vertrauens oder einfach Ihren Internetagenten oder etwa -agentin oder beides oder etwa nichts von beidem?

Eva Immervoll

Valeska Lübke: CyberGender. Geschlecht und Körper im Internet. Ulrike Helmer Verlag, Königstein/Taunus 2005. 269 Seiten, 26,95 EUR ISBN 389741175X

 

 

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