Wettbewerb für bildende Künstlerinnen

zur Schaffung einer künstlerischen Arbeit in Erinnerung an Frauen im Widerstand gegen das NS-Regime

Die OÖ Landes-Kultur GmbH (OÖLKG) schreibt im Auftrag des Landes Oberösterreich gemeinsam mit der Kunstuniversität Linz einen international ausgerichteten Wettbewerb zur Gestaltung einer künstlerischen Arbeit aus: Sie „erinnert“ an den Widerstand von Frauen in der NS-Zeit und wird auch den aktuellen Denkmaldebatten gerecht.

Die Rolle von Frauen im Widerstand wird bisher von der Gesellschaft kaum beachtet und auch in der Gedenkkultur fehlt ein Ort, der ausschließlich diesem Zweck gewidmet ist. Dafür soll nun in Oberösterreich ein Ort geschaffen werden.

„Mit der Ausschreibung des künstlerischen Wettbewerbs und der wissenschaftlichen Aufarbeitung soll die Bedeutung von Frauen im Widerstand gegen das nationalsozialistische Terrorregime in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Der Mut, die Opferbereitschaft und die Leistungen der Frauen im Widerstand sollen umfassend gewürdigt werden und niemals in Vergessenheit geraten“, unterstreicht Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Die Ausschreibung richtet sich explizit an nationale und internationale bildende Künstlerinnen. Die künstlerische Arbeit soll die widerständigen Taten, Haltungen, Aktionen und Ideen von Frauen in Oberösterreich während der NS-Zeit würdigen und in der Gegenwart als relevant anerkennen.

Eine hochkarätige, aus Frauen bestehende Jury wählt die Arbeit aus. Eine Präsentation der Einreichungen sowie eine Diskussionsveranstaltung finden von 16.9.-1.10.2021 an der Kunstuniversität Linz statt.

„Menschlichkeit, Rückgrat und Courage – dafür standen die Widerstandskämpferinnen in Oberösterreich. Es ist daher hoch an der Zeit, dass die unzähligen mutigen Frauen gegen das Vergessen vor den Vorhang geholt und damit umfassend gewürdigt werden. Bildung, Vermittlung und die Auseinandersetzung mit zeitgeschichtlichen Themen gehören zu den Kernaufgaben der Kunstuniversität Linz. Wir freuen uns sehr, Teil dieses Wettbewerbs zu sein“, erklärt Rektorin Brigitte Hütter.

Als Standort für ein oder mehrere künstlerische Projekte wurde mit dem OÖ Kulturquartier ein prominenter und würdiger Platz mitten in der Stadt festgelegt. Das Areal des ehemaligen Ursulinenklosters bzw. der Ursulinenschule ist in zweierlei Hinsicht passend: zum einen als ein früher Ort für Mädchen- und Frauenbildung, zum anderen als ehemaliges Wehrmachtsgefängnis.

Die OÖ Landeskultur GmbH nimmt sich des wichtigen Themas an und begleitet und betreut das Projekt von der Ausschreibung bis zur Realisierung 2022.

Alle Details zur Einreichung finden sich unter: http://www.ooelkg.at

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