UrheberInnenvertragsrecht – Theorie und Praxis

Oder: Wie kann ein rechtlicher Rahmen aussehen, der zumindest ein Verhandeln auf Augenhöhe erlaubt?

Regie: Kulturrat Österreich

Zeit: Dienstag 14.12.2010, 19h
Ort: Filmhaus am Spittelberg, Stiftgasse 6, Stiege 2, 1. Stock, Konferenzraum

Die Forderung nach einem UrheberInnenvertragsrecht ist fast so alt wie die Entwicklung des UrheberInnenrechts. Letzteres gibt zwar einen Rahmen vor, überlässt es aber den UrheberInnen und ProduzentInnen, sich auf die konkreten Vertragsbedingungen zu einigen. Insbesondere die Frage der Honorierung, aber auch andere Nutzungsbedingungen unterliegen folglich dem freien Spiel der wirtschaftlichen Kräfte, bei dem UrheberInnen in der Regel die schlechteren Karten haben.
In Deutschland gilt ein derartiges Vertragsrecht seit 2002, in Österreich herrscht nach wie vor völlige Vertragsfreiheit.

Ankunft in Linz

Urlaub in Linz schildert Eugenie Kain   Stadtfest in St. Malo, Bretagne. Moules, Miesmuscheln in Weißwein-Knoblauchsud werden aus einem schwarzen Kochtopf mit 2 Meter Durchmesser geschöpft und mit Weißbrot auf einem Pappteller serviert. Über den atlantischen Himmel rasen Wolkenherden. Das Meer ist wieder im Anrücken. Noch gibt es breite Sandstrände frei, aber bald wird es wieder an die Befestigungsmauern der grauen, granitenen Stadt klatschen. Das Gedränge an den aufgestellten Biertischen ist ziemlich groß. Heinecken und Wein gibt es zu den Muscheln und das Französisch reicht aus, um mit den Malouins ins Gespräch zu kommen. Woher wir kommen? Die Antwort löst …

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Wiltrud Hackl verkleidet sich als Martin Heller und schreibt einen Text.

In dieser Ausgabe wurde Wiltrud Hackl eingeladen, die Kolumne „Odyssee 2009“ zu schreiben.   Bin ich froh. Ich freu mich ja so, wenn das endlich losgeht und dann wieder vorbei sein wird. Länger hält die Spannung ja keiner aus. Unerträglich ist das. Eigentlich mag ich mir gar keine Gedanken mehr machen zum Thema. Schlafen will ich und träumen. Ein wenig herumsitzen da an dieser Donaulände, wenn es da nicht soviel von diesem Metallzeug hätte. Oder auch mal in den Winterhafen spazieren gehen. Wenn der nicht soweit weg wäre. Und dann will ich essen gehen. In eins der Restaurants. Wenn die …

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Zurecht rücken

Durch frühere und top-aktuelle Verfehlungen erarbeitete sich Helmut Kukacka die gerechte Strafe der KUPF. Diesmal hat diese Kolumne ein ganz besonderes Exemplar von Politiker zu ehren. Und die KUPF hat niemals mit Ehrbezeugungen gegeizt, wenn sie sich Leute auch wirklich verdient haben. Der nun zu Ehrende hat sich eine schallende G´nackwatschn der KUPF schon mehrmals mehr als verdient. Eigentlich sollte man eine ganze Watschenorgie auf ihn niederprasseln lassen. Aber ein Schelm ist, wer mehr verspricht als er hat. Helmut Kukacka, Mediensprecher der ÖVP und Feind aller Freien Radios, betreibt sein politisches Geschäft mit einer beinahe schon rar gewordenen Präpotenz. Immer …

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Ungarn wird umgebaut

Kulturpolitik aus einem der meistdiskutierten Länder betrachtet Andreas Kurz. Wer zum ersten Mal mit der Bahn von Wien nach Budapest fährt, wird sich fragen, warum man die Stadt am Keleti Pályarudvar erreicht, am Ostbahnhof, wo man doch eigentlich von Westen kommt. Dass der Nyugati Pályarudvar, der Westbahnhof, im Nordosten der Stadt liegt und keine Anbindung Richtung Westen hat, ist ebenso verwunderlich wie der Umstand, dass der westlichste Bahnhof Budapests, Kelenföld, eine heruntergekommene Durchgangsstation ist. Als ich im Juni 2011 zum Vorstellungsgespräch hierher fuhr, sprang ich an eben dieser Station Kelenföld auf – Kelet und Kelen klingt halt sehr ähnlich – …

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Kulturpolitische Massezunahme

Tick, Trick und Track über die im Jänner 2009 neu aufgenommenen KUPF Mitgliedsinitiativen.   Schwarze Löcher sind für Laienastronomen diskursive Fetische: erzähl- und vorstellbar sind sie gegenständlich genug, um sich eine Meinung dazu zu bilden. Wobei das klischeeierte Bild vom allesfressenden Schwarzen Loch auch in der populärwissenschaftlichen Rezeption ausgedient hat – immerhin sind die vermeintlichen Löcher ganz schön handfest, wirken auch erstaunlich konstruktiv auf ihre relative Umwelt und schleudern alle möglichen Dinge (wie z.B. Elektronen und so) durch die Gegend. Was der Schmafu jetzt soll? Nun, die KUPF ist auch ein Schwarzes Loch. Natürlich eines von den guten: sie zieht …

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Lieb* Les*, * du das liest …

Zum Weltfrauentag denk Tanja Brandmayr über Sprache und dernen Wirkung nach. … hier geht’s um „geschlechtergerechte Sprache“, um KUPF-Praxis und darum, dass Sprache Wirklichkeit konstruiert. Achtung, vielleicht nur eine Kleinigkeit! Warum die aber mit Weltfrauentag, Diskurs, diversen Sprachgefühlen, aber auch mit Kritik an der KUPF zu tun hat, lesen Sie hier. Ausschließlich „Leserinnen“ in den KUPF-Texten? In diesem Artikel geht es um geschlechtergerechte Sprache, die die KUPF immer schon praktiziert hat und sich derzeit als Entscheidung ausdrückt, ausschließlich die „weibliche Schreibweise“ gewählt zu haben. Schaut wie eine Kleinigkeit aus, ist aber bei genauerer Betrachtung komplex, denn eine weibliche Sprache wird …

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Fruchtbare Gegend

Die Gegend im nord-westlichen Teil des Traunviertels entpuppt sich immer mehr als eine für ländliche Gebiete mehr als fruchtbare Gegend, was jugendkulturelle Aktivitäten betrifft. Richard Baldinger weiß, warum das so ist.   Inzersdorf, Vorchdorf und das genau dazwischen liegende Pettenbach sind drei Orte, in denen regelmäßig verschiedenste Veranstaltungen stattfinden, viele junge Bands entstehen und somit ein Kulturleben fernab von Traditionskultur stattfindet. Verantwortlich dafür zeigen sich vor allem drei junge Initiativen. So gibt es schon längere Zeit das Kulturprojekt IFK (Inzersdorfer Freundeskreis), den Bauhof sowie das Müh Fest Pettenbach und seit knappen zweieinhalb Jahren den Kulturverein DEZIBEL aus Vorchdorf. Doch es …

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„Integration“ umkehren!

Franz Fend stellte bei der Verleihung des Förderpreises für integrative Kulturarbeit „Stadt der Kulturen“ Ende Januar 2012 das Konzept des Preises und „Integration“ an sich in Frage. Sehr geehrte Damen und Herren, Werte Teilnehmer_innen beim Integrationspreis der Stadt Linz Werte Preisträger_innen. Ich darf mich zuerst einmal bei allen Einreicher_innen zum diesjährigen Integrationspreis der Stadt Linz herzlich bedanken. Alle Projekte haben die Tätigkeit in der Jury zu einer spannenden und inspirierenden Arbeit gemacht. Speziell natürlich die preisgekrönten Projekte, die mit Sicherheit dazu beitragen werden, dass Linz ein Stück reicher werden wird. Und das reicher beziehe ich nicht auf die erbärmlich geringe …

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Splitter

Über Freie Radios und Schundhefteln, Schreibmaschinen und Arbeitsmarktförderungen, und einiges mehr   Die Medienlandschaft wird allmählich wieder bunter I Am 12. Juni war der Antragsschluß für Frequenzen nach dem Radiogesetz. In Oberösterreich werden ein Regionalsendeplatz (für das gesamte Landesgebiet) und fünf Lokalradiofrequenzen vergeben. Auch einige Freie Radiosender haben sich um einen Platz im österreichischen Frequenzhimmel beworben. Unseres Wissens wird es in Linz, in Braunau, Grieskirchen, Steyr und im Salzkammergut demnächst – so hoffen wir – freie Radiosender geben, die allesamt auch einen offenen Zugang zu ihren Sendeplätzen gewährleisten werden. Die Entscheidung darüber wird wohl im September fallen. Bis dahin heißt …

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Kommentare der Anderen

Kommentare der Anderen zu den Wahlprogrammen und Antworten der Parteien auf den Fragenkatalog der KUPF

ÖVP SPÖ FPÖ Die Grünen KPÖ

ÖVP
Keine gravierenden Versäumnisse?

Parteien und Positionen

Die alte Tante KUPF! Im Rahmen ihrer Wahlkampfbegleitungen folgt sie alle paar Jahre einer sorgfältigen Liturgie des Fragen-Stellens. Ein wohl durchdachter Fragenkatalog erging auch heuer an die antretenden Parteien – es kommen also auch die KP und Neos zu Wort, nur auf die Christen hat die KUPF vergessen. Blitz hat sie deshalb aber noch keiner getroffen. Fünfzehn Fragen zur oberösterreichischen Kulturpolitik hat die KUPF zusammengestellt und prüft damit den kulturpolitischen Stand der Dinge der Parteien. Von einem verklausuliertem „Was macht ihr eigentlich?“ bis zu „Was wollt ihr eigentlich?“ ist alles darin versteckt, Standpunkte zu mehrjährigen Förderverträgen, Freien Medien und Regionalentwicklung …

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Splitter

Neue Kulturhäuser, Königswiesener Trivial Pursuit und die neuen EU-Kulturförderprogramme im Überblick   B 124 Königswiesen Königswiesen wurde 1147 erstmals urkundlich erwähnt. Damals stiftete Otto von Marchland einen beträchtlichen Teil seines Besitzes zur Gründung des Klosters Säbnich, welches später nach Waldhausen verlegt wurde. Seit damals sind 850 Jahre vergangen, eine runde Zahl also, die allerlei „Festlichkeiten“ nach sich zieht. Die Kulturinitiative B 124 nutzte die allgemeine Jubiläumsstimmung zur Umsetzung einer Idee, die schon seit einiger Zeit innerhalb des Vereins diskutiert wurde. Dabei ist ein Gesellschaftsspiel entstanden (eine Art Trivial Persuit), das alles Wissenswerte über die Gemeinde Königswiesen enthält. Seit Jahresbeginn wurden …

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Peitschenknall!

Stefan Haslinger nimmt das aktuelle Sparpaket unter die Lupe. Ein Sparpaket wurd geschnürt, welches 1. zu wünschen übrig und 2. viele Fragen offen lässt! Erwarten sie nicht, dass ich hier knallharte Fakten zum Spar- (bzw. wie ein politischer Euphemismus meint Konsolidierungs-)paket vom Stapel lasse. Dazu fehlt mir der ökonomische Background ebenso, wie der Wille. Immerhin scheint es, dass das erste Bedrohungsszenario für Kunst- und Kulturschaffende abgewendet ist. Zumindest hieß es im Februar aus dem BMUKK, dass im Bereich der Kunstförderung nichts gekürzt wird. Wie das Ministerium dann die Vorgabe von 5% Einsparung bewerkstelligen will, ist zwar fraglich, aber nicht meine …

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