Workshop: Kulturfinanzierung & -förderung
Sucht ihr Infos zu Kulturförderungen oder Finanzierungen? Dann meldet euch gleich für den Workshop am 17. April an
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Zwölf neue Mitglieder und Vorstände für die Kulturplattform OÖ. Seit 1986 vertritt die KUPF die Interessen der Kulturinitiativen in der freien Szene Oberösterreichs. 2017 hat sie sich einmal mehr neu erfunden und verjüngt: Neue Vorstände erweitern das Profil und neue Mitglieder verleihen der Interessenvertretung eine starke Legitimationskraft gegenüber der Politik. Mit 151 Mitgliedern erreicht die KUPF einen neuen Höchststand.
Katja Hallerim Gespräch mit dem Mitgliedsverein Miriam. Es hatten sich einmal zwei gefunden: Manuela Mittermayer und Erich Klinger. Nein, kein Märchen soll hier erzählt, sondern ein Verein portraitiert werden, der seit 2005 Mitglied der KUPF ist und den Namen „Miriam“ trägt, die aramäische Form von Maria. Hier allerdings erschließt sich der Name aus „Meinungsvielfalt und Information über Radio und Internet in alternativen Medien’“. Ihr beschäftigt euch mit alternativen Medien und macht auf Radio FRO 105.0 MHz Sendungen. MM: „Wir haben den Verein 2003 gemeinsam gegründet. Der Schwerpunkt liegt in der Radioarbeit, weil das eine Zugangsform ist, die kaum etwas …
Die FPÖ erkämpft kampflos den Vorsitz des parlamentarischen Kulturausschusses und damit nun auch repräsentativ die Position, die sie real ohnehin schon seit Jahren besetzt. von Gerald Raunig Im News-„Streitgespräch“ zwischen Neo-Kulturausschuß-Vorsitzendem Michael Krüger und dem Kabarettisten Gerhard Bronner (News 47/99) fand Bronner erstens den FP-Mandatar sympathisch, übernahm zweitens dessen Begrifflichkeit vom „Staatskünstler“ und wußte drittens nichts über die Funktion des im „Streitgespräch“ thematisierten Gremiums. Bronner, eingeladen als „einer der schärfsten Haider-Gegner“, als Proponent des „Künstleraufstands“ gegen die Übernahme des Kulturausschusses durch die FPÖ, vermittelte so z.B. den Eindruck, als könnte der Kulturausschuß über die Unterstützung von EinzelkünstlerInnen entscheiden. Derartige …
Die Welt, wie sie Harry Gebhartl in seinem Romandebüt „Fett“, zeichnet, ist gefährlich. Ein unwirtlicher Ort. Ein fürchterlicher Ort. Swar kalt, swar Nacht, swar nass, swar Regen. Der in seinem ersten Leben schwer gebeutelte Salbenspezialist Gelatina di Frutta sieht sich einer ausserirdischen Verschwörung auf der Spur. Menschenjäger und Menschenfresser in Hollywod-Verkleidung, unter ihnen Georgie W. Bush vom Planeten Dart (Nebenmond von Dut), veranstalten weitgehend unbeachtet mörderische Schnitzeljagten auf der Erde. Der, wie die allermeisten Figuren, schwergewichtigte Frutta, verarbeitet diese kurzerhand (teilweise) zu Heilsalbe für die bereits Angefallenen und Attackierten. Die solcherarts verstümmelten Leichen werden ausserdem noch grotesk beschriftet: „Adios, Oma …
Zum 20. Geburtstag des Vereins Frikulum in Weyer, berichten Klemens Pilsl und Sylvie Ritt. Weyer klingt so ähnlich wie Steyr, und in dessen geographischer Nähe befindet es sich auch -; wobei es einerseits „Weyer-Marktgemeinde“, andererseits „Weyer-Land“ zu geben scheint. Verwirrend, aber andererseits eh wurscht. Weil das Interessanteste in dieser Gegend ist zweifelsohne der Verein Frikulum. Seit 20 Jahren agiert der Verein bereits in Weyer und Umgebung und gilt – so raunt man mir im KUPF-Büro ins Ohr – als vorbildlich in Sachen generationsübergreifender Vereinsarbeit. Doch erstmal von vorne: Mitte der Achtziger gab es in der Region nichts, was das Adjektiv …
Andi Wahl über winterliche Traditionen im Salzkammergut, wo Frauen nichts verloren haben. Scheinbar. Die Menschen aus Ebensee stehen im Ruf, ein besonders lauter und mitunter derber Menschenschlag zu sein. Das ist natürlich genau so falsch und richtig wie alle Stereotype, die über Menschengruppen kursieren. Das Stereotyp wirkt auf jene zurück, über die es verbreitet wird. Auf jeden Fall können Auseinandersetzungen in Ebensee eine Heftigkeit entwickeln, die andernorts bereits als bedrohlich empfunden würde. Einen Anlassfall für eine solche Auseinandersetzung liefert derzeit das Innovationstopfprojekt des Frauenforum Salzkammergut. Das seit 1988 bestehende Frauenforum hat sich nämlich zur Aufgabe gestellt, den traditionellen Glöcklerlauf …
Linzer Kommunalpolitiker auf dem literarischen Pranger der KUPF. Immer wieder ist die KUPF mit kultur- oder gesellschaftspolitischen Ungeheuerlichkeiten konfrontiert. Vor Jahren vergaben wir daher das „Kleinkarierte Kulturjackett“ an besonders verstockte GemeindepolitikerInnen. Damals glaubten wir noch an die heilenden Kraft des guten Zuredens. Doch selbst unsere Geduld kennt ihre Grenzen. Daher haben wir uns entschlossen, hinkünftig zu einem deftigeren Mittel zu greifen: Der guten alten G’nackwatsch’n. Der Klassiker aus der Familie der Backenstreiche geht diesmal in die Landeshauptstadt Linz. Dort übernahm kürzlich die Kronenzeitung den Localsenders City-Radio und gestaltete daraus den Dudel-Sender Krone-Hit-Radio. Und weil alle etwas davon haben sollten, …
Kristina Hofer, Klemens Pilsl und Olivia Schütz machen Männerdominanz im Kulturbereich sichtbar Initiative „Männer sichtbar machen“ Seit geraumer Zeit – die eine oder der andere werden es hoffentlich schon bemerkt haben – zieren kleine schwarze Pickerl mit dem Text „initiative männer sichtbar machen“ den öffentlichen und halböffentlichen Raum rund um Kulturinitiativen. Plakate sind damit ebenso beklebt wie Wände, Klos und Türen. Nicht einmal die Eingangstür des KUPF-Büros ist verschont geblieben! Doch was und wer steckt hinter der „initiative männer sichtbar machen“ mit den schicken schwarzen Pickerln? Harmlose Blödelei? Herbert Haupt? Ein paar angepisste AntifeministInnen? Oder ist das alles ganz anders …
Die Idee eines roten CV trägt der SPÖ Oberösterreich einen multiplen Bierverschiss ein Dass sich die Politik in diesem Lande weitgehend weder in offiziösen Gremien noch auf mehrheitlich versifften Stammtischen sondern in gleichsam versifften Buden diverser Burschenschaften abspielt, stellt ja an sich nichts Neuartiges dar. Da wäre zum Beispiel der christliche Cartellverband (CV) mit so honorigen Mitgliedern wie etwa unseren Herrn Josef Pühringer, Ludwig Scharinger oder der Linzer-Neokulturstadtrat Erich Watzl, in CV-Kreisen wohl besser als Abdul bekannt, zu nennen. Die berufliche Bandbreite der Mitglieder spannt sich von mehr oder weniger einflussreichen Politikern zu Rechtsanwälten, Universitätsprofessoren, Richtern und bisweilen gar …
Juliane Alton über creativ commons. Individuelles und kollektives Wissen sowie seine Organisation ist die wichtigste Grundlage sozialen und ökonomischen Zusammenlebens. Doch woher kommt dieses Wissen und wie kann es organisiert werden? Wissensproduktion findet ständig und vielerorts statt: z.B. an den spezifischen öffentlichen Organisationen wie Universitäten, aber auch im halböffentlichen und privaten Bereich: jede Kulturinitiative produziert Wissen und stellt dieses meist in vollem Umfang öffentlich zur Verfügung, doch auch Anwaltskanzleien und private Firmen betreiben Wissensproduktion, wobei sie die Ergebnisse teilweise oder gar nicht öffentlich zur Verfügung stellen. Wenn öffentlich finanzierte Einrichtungen (z.B. Universitäten) die Ergebnisse ihrer Arbeit nicht zur Verfügung …
Die Diskussion um die Bedeutung von regionalen Programmkinos wird ideologisch geführt. Ihre große Bedeutung sollte dennoch nachvollziehbar sein. Ein letztes Mal war der Saal des Stadttheater Wels gefüllt. Viele, die dem Programmkino die Treue hielten genossen noch einmal das altgewohnte Szenario: der Kartentisch mit weißem Tischtuch im Foyer, das antiquierte Telefon über das die Saalregie mit dem Vorführer Kontakt aufnehmen konnte, die riesige Leinwand. Viel zu oft markieren Abende wie jener des 22. Septembers 2012 das traurige Ende einer Kino-Ära. Erfreulicher die Situation in Wels: Es war der letzte Kinoabend im Stadttheater, nicht aber für das Programmkino. Das zeigt seine …
Die österreichische Bundesregierung hat einen mit 15 Mio Euro dotierten Fonds vorgestellt, um Kulturbetriebe bei Energiesparmaßnahmen zu unterstützen.
»Ich dachte, ich kotz mich gleich an«. Christian »Giro« Diabl über die Zielscheiben der politischen Aggression im Hausruck.
Andi Liebl berichtet über den Umbau des Gugg in Braunau. Mitte Februar gab der Braunauer Gemeinderat grünes Licht für den 2,4 Millionen Euro schweren Umbau des Kulturzentrums Gugg. Die ehemalige Metallwarenfabrik wird somit auf den jüngsten Stand der aktuellen Technik gebracht und mit einem Schuss moderner Achitektur neu im Stadtteil positioniert. 20 Jahre Kulturarbeit in Braunau. Das Gugg hat sich bewährt, seine Qualitäten bewiesen und alle überzeugt: Im Herbst 2005 eröffnet das „neue“ Gugg als Kulturzentrum für Braunau, als städtebaulicher Meilenstein im Stadtzentrum. Das alles passiert nicht ganz ohne Herzschmerz der AktivistInnen des Vereins, haben doch sie vor 13 …
Manchmal läuft’s eher glatt und manchmal läuft’s eher holprig, manchmal stolpert man und manchmal rappelt man sich eh wieder auf – kann aber nicht immer so sein und muss auch gar nicht immer so sein. Die Kitzmantelfabrik in Vorchdorf war den Versuch sicher wert. Ein bisschen Geschichte Die Kitzmantelfabrik ist eine alte Lederfabrik in Vorchdorf. Im Jahr 1995 hört die Familie Kitzmantel auf, Schuhe herzustellen und im Jahr 2001 kauft die Gemeinde das Gebäude. Eine kleine Utopie regionaler Kulturarbeit entsteht. Denn am Anfang hört sich alles wunderbar an und sieht super aus. Es gibt das feste Bestreben, das Gebäude der …
„Sicherheit bedeutet alles und nichts. Sicherheit ist eine Illusion, ein in Wahrheit nicht einhaltbares Versprechen. Sicherheit ist in politischen Auseinandersetzungen jener Trumpf, der ultimativ sticht“ liest man in der Ausschreibung zum Innovationstopf 2010. Zwar war Sicherheit/Kriminalität traditionell ein „rechtes“ Thema, jedoch ist es nun schon längst salonfähig. Auch bei den letzten Landtags- und Gemeinderatswahlen in OÖ war das Thema Sicherheit eine erfolgreiche Strategie. Es fallen dabei gleich mehrere Dimensionen zusammen: einerseits das Unsicherheitsempfinden der Menschen und auf der anderen Seite das Sündenbockphänomen: denn warum werden Asylwerberinnen in Medien und der Politik als Thema lanciert und als kriminell bezeichnet? Das Verbreiten von Kriminalitätsszenarien zeigt ja kaum Auswirkungen auf das Unsicherheitsempfinden in der Bevölkerung.
Lehrt Pimperl Österreich Europa das Fürchten? von Irmgard Klammer Es ist mühsam geworden mitten drin in der Untergangsstimmung eine distanzierte Sichtweise zu behalten. Ein Dazwischen oder am Rande stehen erscheint unmöglich, denn jetzt, gerade jetzt, heißt es, hätte sich mensch zu positionieren. Nur wie soll mensch sich gerade jetzt positionieren, wenn statt Gelassenheit und Klarheit Gehässigkeit und Gesinnungsdruck jede Analyse der politischen Geschehnisse im Keim ersticken. Für die neue Regierung zu sein, ihr eine Chance einzuräumen, macht automatisch verdächtig, denn wer jetzt nicht signalisiert dagegen zu sein, wird mir nichts dir nichts als blauäugig, VerteidigerIn und ParteigängerIn der „Popfaschisten“ …
In Linz gibt es nicht nur viel Polizei, in Linz gab es bis vor kurzem auch viele Aktionen, die ein zivilgesellschaftliches Eintreten gegen den von der FPÖ geplanten Ordnungsdienst (Stadtwache) mobilisierten: die Bürgerinneninitiative gegen die Stadtwache, ein vom KUPF Innovationstopf gefördertes Projekt, Aktivistinnen trafen sich, diskutierten, schrieben dagegen an, Plakate, Flugzettel, Unterschriftenlisten oder die FROntal-Aktion von Radio FRO am Taubenmarkt. Die Bürgerin konnte sich durch eine einzige Aktion – das Unterschreiben dagegen – beteiligen. Bei 3000 Unterschriften hätte das Anliegen zumindest erneut im Gemeinderat besprochen werden müssen. Anfang Mai lag das Ergebnis vor. Die von der Bürgerinneninitiative gestartete Unterschriftenaktion gegen …
Vom Auszug des Feminismus aus der KUPF berichtet Andi Wahl Betreff: Artikel „Machos, Quoten und die Frau Landeskulturreferentin” von Andrea Mayer-Edoloeyi in der KUPF Zeitung Nr.117, S.18 Werte Redaktion, LiebeR LeserIn! Als interessierter Leser der KUPF-Zeitung, aber noch mehr als ehemaliger KUPF-Aktivist kann ich den Artikel von Andrea Mayer- Edoloeyi „Machos, Quoten und die Frau Landeskulturreferentin“ in der KUPF-Zeitung 117 nicht kommentarlos hinnehmen. In diesem Artikel beschäftigt sich Mayer- Edoloeyi mit der Entwicklung der KUPF von einem vor allem von Männern geprägten Verband zu einer Vereinigung, in der Genderfragen Thema sind. Mayer-Edoloeyi: „2001 wurde eine 50%-Frauenquote für den KUPFVorstand …
Schwerpunkte des KUPF-Arbeitsprogrammes 2004 präsentiert Udo Danielczyk Die Landtagswahlen ‘03 sind überstanden, die ersten 100 Tage der schwarz-grünen Landesregierung ebenso. Große Veränderungen – in kulturpolitischer Hinsicht – sind bis jetzt nicht zu bemerken, allerdings beeinflusste die neue politische Situation und das schwarz-grüne Regierungsübereinkommen (siehe KUPF-Zeitung Nr. 104) doch die Schwerpunktsetzung der KUPF für 2004. Mittelfristig abgesichert … Eine alte Forderung greift die KUPF wieder auf: nämlich die Forderung nach verbindlichen mehrjährigen Förderungszusagen durch das Land OÖ. Schon in den späten 90ern arbeitete die KUPF intensiv an diesem Punkt, konnte jedoch nicht mehr als unverbindliche Zusagen seitens des Landeskulturreferenten erreichen. …