Gnackwatsch’n #145

Nein, der Herr GR Raml bekommt keine Gnackwatsch’n von uns. Nicht, dass er sich nicht bemüht hätte, aber es reicht einfach nicht, unseren Mitgliedsinitiativen mit der alten Leier des «Subventionsmissbrauchs für politische Zwecke» ans Bein pinkeln zu wollen. Zu langweilig, zu unwichtig, zu durchsichtig. Alleine, dass er von «astronomischen Summen» für die Vereine der Freien Szene spricht, zeigt doch wie beschränkt sein Horizont ist. Ein armseliger Abklatsch des Haider’schen Kulturkampfes der 90er Jahre. Raml tut uns zwar irgendwie leid, aber wir müssen dem allgegenwärtigen Leistungsprinzip auch in der KUPFzeitung Rechnung tragen und mit so einer Performance gewinnt man halt keinen …

Weiterlesen …

Wahl!

Andi Wahl lässt die Hosen runter.   Ich will einmal publizistischen Exhibitionismus betreiben und vor Ihnen sozusagen die Hosen runter lassen. Normalerweise bin ich ja ein zurückhaltender Mensch, aber nachdem mich das Schicksal so hart geschlagen hat, muss ich einige Dinge einfach los werden. Sollte ich Sie mit meinem Gerede über mich selbst peinlich berühren, so möchte ich Sie schon zu Beginn um Entschuldigung und Nachsicht bitten. Ich habe zwei Vorbilder, die mir, vor allem in verzweifelten Stunden, Halt und Kraft geben. Beide sind Frauen und beide sind nicht real sondern literarische Figuren. Das ist einmal die „Geier-Walli“, bekannt für …

Weiterlesen …

Gnackwatsch’n #148

Zwei Legislaturperioden hat die SPÖ Zeit gehabt mit einer von ihr eingesetzten Ministerin Kulturpolitik zu machen. Wir rufen uns in Erinnerung, dass Faymann bei der nächtlichen Suche nach der für ihn stimmigen Person für diesen Ministerposten in den Chefetagen der kunstsinnigen Banken herumtelefonierte und eine Frau mit starkem Bezug zu den Salzburger Festspielen fand. Ob dieser Zugang auch die richtige Grundeinstellung für sozialdemokratische Kulturpolitik liefert, war weder zu diesem Zeitpunkt, noch später relevant. Ministerin Claudia Schmied hat das bürgerliche Kunstestablishment gut bedient: Ein neues Barockmuseum für Agnes Husslein (mit dem sich Maria Fekter als Kulturpolitikerin in Szene setzen durfte), mehrere …

Weiterlesen …

Geld oder Leben

Beschäftigung/Kultur/ Sozial/Anerkennung Die einen opfern ihre gesellschaftlichen Ideale in der harten globalisierten Welt und tun alles, um das Unternehmen, an das sie sich verkauft haben, zum größten der Welt zu machen. Man glaubt es ja kaum, aber es gibt sogar so Glückliche, denen da noch Zeit übrigbleibt, den fehlenden Lebenssinn, den sie in ihrer bezahlten Arbeit nicht gefunden haben, anderswo zu suchen: Solche Menschen streben bisweilen nach einem Ehrenamt in der Kultur oder im sozialen Bereich. Das verschafft den nötigen Ausgleich, hilft bei der Sinnstiftung, verspricht soziales Networking und bessert das Sozialprestige gehörig auf Ð und last not least wird …

Weiterlesen …

Kotzen statt kleckern…

… heißt es in der OÖ Medienlandschaft.   Von Lois Sonnleitner. Dieses Verfahren einer Journalistik, deren Eigenart mit nichts gleichzuschalten wäre, ist bis zur Eingeweihtheit in schmierigsten Konkurrenzbelangen und bis zur Anspinnung jener Geschäftskabalen entwickelt, die sonst erst hintendrein zu unsrer geistigen Diät bestimmt waren. Doch ganz abgesehen davon, dass es zum Kotzen ist,… * … wird es höchste Zeit, ein Auge auf das so genannte Landeshauptblatt zu werfen – und auf seine beiden, bis auf die Zähne bewaffneten Mitstreiter: In den OÖN verbreiten die Wimmer Medien GmbH des Herausgebers Rudolf Andreas Cuturi – alter italienischer Adel, erst vor wenigen …

Weiterlesen …

Vom RAND in die MITTE

Mieze Medusa über unbekannte Netzwerkfehler, Sozialverstaatlichung und einer coolen Mutter   Die KUPF-Mitgliedsinitiative spaceFEMfm hat sich was überlegt und wurde dafür völlig folgerichtig vom KUPF Innovationstopf mit Möglichkeiten (Geld) bedacht. In Zusammenarbeit mit Journalistinnen und Künstlerinnen entstand eine Sendereihe mit verschiedensten Formaten von Hörspiel zu Feature zum Thema „macht demokratie”, die auf allen Freien Radios in OÖ ausgestrahlt wird. Mieze Medusas Hörspiel „Brot von gestern” wurde eigens dafür verfasst und von spaceFEMfm produziert. Hier einige Gedanken der Autorin zum Thema „macht demokratie”. Unbekannter Netzwerkfehler – Sozialverstaatlichung Erinnerte Zitate sind eine sichere Fehlerquelle. Trotzdem möchte ich meine Geographielehrerin und ihr Lehrbuch …

Weiterlesen …

simonsays Kunst- & Kulturverein

Kurz zu unserer Story: Die Liebe zu Rock, Punk, Metal und Grunge sowie die Kunst- und Handwerksszene war die treibende Kraft für die Gründung des simonsays Kunst- und Kulturvereins. Simon, Alex und Chrisi starteten hochmotiviert in ihr Projekt, das nun – genauso wie die Crew selbst – stetig weiterwachsen darf. Ziel des Vereins ist die Förderung der heimischen Kunstszene in allen möglichen Bereichen. So liegt das Hauptaugenmerk auf der Musik, die durch Konzerte, Shows und dem ein oder anderen Videoprojekt gefördert werden soll. Der Support der regionalen Bands liegt der Crew hierbei besonders am Herzen. Auch Kunst- und Handwerksmärkte und …

Weiterlesen …

15% gesperrt, 15% gekürzt

Udo Danielczyk liefert Fakten zur Budgetsperre des Lands OÖ im Kulturbereich.   Eine 15%ige Budgetsperre des Landes OÖ über die freien Ermessensausgaben stellt 2004 Kulturinitiativen und auch NPO’s im Sozial- und Bildungsbereich vor große Probleme. Ziemlich überrascht waren im Frühjahr einige Kulturinitiativen beim Erhalt ihrer Förderungszusagen der Landeskulturdirektion: Gab es doch unerklärliche und unerklärte Kürzungen gegenüber den angesuchten bzw. gegenüber den zu erwartenden Beträgen, sprich gegenüber den Vorjahresförderungen. Wie sich in Telefonaten mit dem Institut für Kunst und Volkskultur der Landeskulturdirektion, zuständig für Förderungen, herausstellte, sind die Kürzungen auf eine 15%ige Budgetsperre der so genannten „freien Ermessensausgaben“ (siehe Infokasten) des …

Weiterlesen …

Ulrich Fuchs (c)Linz09

Neues von der Kulturhauptstadt

Der ehemalige Linz09-Macher Ulrich Fuchs über die österreichischen Bewerber-Städte für 2024 und den Unwillen der OÖ Landesregierung, Bad Ischl zu unterstützen.

Freie Medien!

Es gibt keine Öffentlichkeiten, es sei denn, wir schaffen sie.   von Robert Zöchling Was bedeutet frei? Freie Medien machen es sich vornehmlich zur Aufgabe, Öffentlichkeiten herzustellen – nicht Märkte, auch nicht ihre eigenen. Unwillkürlich aber notwendig stellen sie damit auch kleine Märkte her, vor allem ihre eigenen. Daß es sich darum nicht hauptsächlich handelt, ist indes die Voraussetzung dafür, so etwas wie Öffentlicheiten in nennenswertem Maß und nennenswerter Qualität überhaupt herstellen zu können. Die Freiheit Freier Medien ist also zunächst möglichste Freiheit von Vermarktungserfordernissen zugunsten freier, ausführlicher, kritischer und unspektakulär kontroversieller Informations- und Gedankenveröffentlichung. Freie Medien wollen nicht Zielgruppen …

Weiterlesen …

Bulldog, Kunst des Scheiterns

Katja Haller im Interview mit einem stillgelegten KUPF-Mitgliedsverein.   Seit 2001 veranstaltete der KUPF-Mitgliedsverein Bulldog jährlich ein zweitägiges Rockfestival im Ziegelwerk Eberschwang im Innviertel. Bulldog ist eine Gruppe junger Leute, die hauptsächlich im Bereich Musik veranstalten, und die kulturell triste Gegend um Eberschwang beleben wollen. Heimische wie internationale Bands traten auf, die BesucherInnenzahlen bewegten sich zwischen 2000 und 3000 pro Tag. Warum Bulldog dennoch scheiterte, erzählt Ernst Nadler, Obmann-Stellvertreter, im Telefoninterview. 2002 war euer Festival vom Hochwasser betroffen. Ihr habt durch das Hochwasser hohe finanzielle Verluste eingefahren. Gab es eine Entschädigung? Nein. Weitere Verbindlichkeiten entstanden im Jahr vor dem Hochwasser …

Weiterlesen …

Gebetsmühle ohne Erfolg – mit Absicht

Eine der vermutlich stärksten Bestrebungen in den politischen Gestaltungsversuchen der letzten Jahre von nicht-kommerziellen Kultur- und Medienorganisationen war es, Österreich aus dem medienpolitischen Status Albaniens zu entheben. Darunter fiel zum Beispiel auch der Kampf und letztlich Sieg zur Aufhebung des Rundfunkmonopols.   von Ulrike Stieger Der Fall gesetzlicher Schranken alleine, was in diesem Fall das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) hervorbrachte, tut dieser notwendigen Entwicklung allerdings nicht genüge. Es geht auch um die aktive Förderverantwortung, die sich – so wie der alternative Medien- und Kulturbereich das gebetsmühlenartig erklärt – demokratiepolitisch begründet. Diese Forderung leitet sich von der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) …

Weiterlesen …

Brüche

Über das gleichnamige IT-Projekt bat Birgit Pichler Radio SPACEfemFM zum Interview. Der KUPF-Innovationstopf (ausgeschrieben von der Kulturplattform OÖ, finanziert durch das Land OÖ) ruft seit nunmehr 12 Jahren zur Einreichung von Projekten zu einem bestimmten Schwerpunkt auf. Der Innovationstopf 2005 „Lebendige Archive“ lud ein, sich mit neuen Formen der Archivierung von Wissen und alternativen Zugangsmöglichkeiten auseinanderzusetzen. Das Projekt „Brüche“ der SPACEfemFM – Frauenradioredaktion (seit Jänner 2006 Mitglied der KUPF) erforscht und dokumentiert anhand von Radiofeatures die Lebensrealitäten tschechischer Frauen. Ein Interview mit Helga Schager und Susanne Wiesmayr. Bitte gebt einen kurzen Überblick über euer Projekt! SW: Wir wollten uns einem …

Weiterlesen …

Über das Menschenwerden …

Notizen über Affen, MigrantInnen und Kulturarbeit   Um über das gegenwärtige Verhältnis der österreichischen Gesellschaft zum Fremden in Hinblick auf Kulturpolitik zu sprechen, Forderungen zu stellen und Strategien vorzuschlagen, erscheint uns als aufschlußreich einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Da der Rahmen dieses Artikels keinen ausführlichen Bericht über diese Vergangenheit ermöglicht, beschränken wir unsere Rückschau auf einige der vergangenen europäischen kulturellen „Begegnungen“ mit dem Fremden. von Rubia Salgado „Wenn sie unsere Sprache nicht können, dann deswegen weil sie gar keine Sprache können“, dachte Columbus bei der „Begegnung“ mit den Menschen der „neu entdeckten“ Welt. Der eurozentristische Blick und die …

Weiterlesen …

Sonne, Strand – oder Wüstensand?

Die KUPF hat kulturpolitische Postitionen der antretenden Parteien abgeklopft – Eine Zusammenfassung von Richard Schachinger mit Statements von KUPF Kulturtäterinnen.   Die aktuelle KUPF Kampagne bedient sich der Wüste als ausdrucksstarker Metapher für ihre Materialien. Nicht etwa, um jemandem Sand ins Auge zu streuen. Sondern um widrige Rahmenbedingungen für freie Kulturarbeit zu symbolisieren. Denn Kulturarbeit ist Arbeit und kein hedonistisches Freizeitvergnügen. Das zeigte die KUPF Kampagne aus dem Vorjahr unmissverständlich auf. Nun initiierte die KUPF anlässlich der bevorstehenden Landtags- und Gemeinderatswahlen mit der Kampagne Kulturarbeit muss zumutbar sein den logischen Folgeschritt – und legt damit kräftig nach. Als inhaltliche Grundlage …

Weiterlesen …

KUPF-Kampagne FAIR PAY

Warum eine Kampagne? Kulturarbeit ist Arbeit. Soviel ist sicher. Zumindest für die, die tagtäglich im Feld der freien, autonomen Kulturarbeit tätig sind. Für viele andere ist Kulturarbeit vor allem einmal Lustgewinn, Selbstverwirklichung und Freizeitvergnügen, um nur einige Schlagworte zu bemühen.

Fair Pay Kultur muß sich lohnen!

Wie die Studie zur sozialen Lage der Kunstschaffenden bestätigt hat, mangelt es in der Kunst vor allem an einem: Einkommen. Während die daraus resultierende unzureichende soziale Absicherung der KünstlerInnen diskutiert wird und auch erste Ansätze zur Verbesserung vorliegen, herrscht im Bereich der Einkommen weitgehend Stillstand.

Nachschau Mauerschau

Andi Liebl erkundigt sich nach dem Resumee des KUPF-Innovationstopf-Projektes „Mauerschau“. Mit der slowenischen Band LOLITA ging Ende April die Veranstaltungsreihe „Mauerschau“ (siehe Innovationstopf 03) im Schloss Zell an der Pram zu Ende. Das Kooperationsprojekt „Mauerschau“ verband das Interesse fünf Innviertler Kulturinitiativen (KiK Ried, Kunst u. Kultur Raab, Literaturnetzwerk Ried, Treffpunkt Georgia St. Georgen und Unart St. Martin) im Zeitraum eines halben Jahres die 10 neuen EU-Beitrittsländer durch Kunst- und Kulturgruppen aus den jeweiligen Ländern vorzustellen. Auch diese Geschichte nahm ihren Ausgang an einem der Innviertler Wirtshaustisch, an dem sich in unregelmäßigen Abständen auch die Treffen kulturinitiativer Menschen aus Ried und …

Weiterlesen …

In der Provinz beginnt’s

Pregarten im Mühlviertel. Eingebunden in eine zwischen zwei restaurierten Gebäudeteilen einer alten Mühle stehende Stahl-Glaskonstruktion liegt ein Veranstaltungsraum mit der Form und Farbe eines Findlings. 1 Anfang April fand hier eine Informationsveranstaltung zu dem EU Kulturförderprogramm Culture 2000 statt, die als Kooperation von KUPF, Bruckmühle und dem InfoRelais stattfand. Im Gespräch mit Gabi Wall (Tribüne St. Georgen) erläutert die ehemalige Geschäftsführerin der Kulturplattform OÖ, Sylvia Amann, das spannende Betätigungsfeld sowie den Wirkungsbereich des InfoRelais .   von Gabi Wall Hallo Sylvia, du bist die Trägerin des „InfoRelais, Initiative für regionale Kulturentwicklung und EU-Regionalförderung“. Was verbirgt sich hinter InfoRelais? InfoRelais ist …

Weiterlesen …

Produkt zum Warenkorb hinzugefügt.
0 Artikel - 0,00