Awareness?

3 Fragen an das Kollektiv von AwA* über Awarenessarbeit.

Sie ham an Damm baut…

Zarte Gnackwatsch’n für die Kurzsichtigkeit und gestalterische Einfallslosigkeit in Linz. Eigentlich sollte die Gnackwatsch’n diesmal dem Hochwasser-Schutzdamm für Alt-Urfahr-West verliehen werden. Weil er ein bauliches Unding ist, das den Blick auf die – zwar nur in lokalpatriotischen Liedern blaue – Donau verstellt und damit Horizonte begrenzt, statt zu erweitern. Weil er den innerstädtischen Strand zerstört, an dem früher Menschen baden gehen konnten, denen die städtischen Bäder zu laut, zu voll und zu teuer waren, die ihre Hunde mitnehmen wollten oder mussten, die sich nicht um Öffnungszeiten kümmerten und gerne bis in die Nacht hinein noch bei einem Bier am Wasser …

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Kultur und Sozialarbeit

Grenzüberschreitung von Kultur hin zu anderen gesellschaftlichen Bereichen stellt einen riesigen Themenkomplex dar. Diesen einmalig abzuhandeln ist nicht möglich – und auch nicht in unserem Sinne. Deshalb soll dieser Text als ein Denkanstoß, ein Startschuß für eine Serie von Beiträgen verstanden werden. Dieses durchaus kontroversielle Thema wird von uns in den nächsten Ausgaben weiterverfolgt, um in die Materie noch tiefer vorzudringen. Red.   von Martin Böhm & Robert Gstöttenbauer Ist Kulturarbeit Sozialarbeit? Wie kamen wir zu dieser Fragestellung?   Der Vorstand unseres Vereines (KV WOAST) besteht aus vielen SozialarbeiterInnen und LehrerInnen Nähe zu Evangelischen Diakoniewerk Gallneukirchen Ð es kommen immer …

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Geschichten aus Lambach

Wenn man den Franz Prieler sucht, dann findet man ihn anscheinend überall. Und überall, wo man ihn findet, zahlt es sich auch aus, nachzuschauen. Franz Prieler in Lambach Am 14. 11. war der Franz Prieler im Rossstall in Lambach und brachte einen Packen Geschichten mit. Er hat auch so einiges zu erzählen, denn Franz Prieler ackert sich schon seit über 40 Jahren durch die oberösterreichische Kulturlandschaft. Mit der Gruppe O2 hat er schon so manchen großen Namen nach Lambach gelotst, wie Dave Brubeck oder Konstantin Wecker oder H.C. Artmann, und mit denen scheint’s recht lustig gewesen zu sein. Und das …

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Gnackwatschn

Die Idee eines roten CV trägt der SPÖ Oberösterreich einen multiplen Bierverschiss ein Dass sich die Politik in diesem Lande weitgehend weder in offiziösen Gremien noch auf mehrheitlich versifften Stammtischen sondern in gleichsam versifften Buden diverser Burschenschaften abspielt, stellt ja an sich nichts Neuartiges dar. Da wäre zum Beispiel der christliche Cartellverband (CV) mit so honorigen Mitgliedern wie etwa unseren Herrn Josef Pühringer, Ludwig Scharinger oder der Linzer-Neokulturstadtrat Erich Watzl, in CV-Kreisen wohl besser als Abdul bekannt, zu nennen. Die berufliche Bandbreite der Mitglieder spannt sich von mehr oder weniger einflussreichen Politikern zu Rechtsanwälten, Universitätsprofessoren, Richtern und bisweilen gar Gynäkologen. …

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Langweilige (Beziehungs-)Kisten

Tipps gegen langweilige Tagespolitik hat Andi Wahl für Sie.   Simon (8) isst für sein Leben gern Käsekrainer mit Pommes Frites und viel Ketchup. Wenn seine Mutter zu Mittag nicht nach Hause kommt, mache ich ihm manchmal sein Leibgericht. Damit handle ich mir zwar Kritik ein, weil ich das Kind nicht richtig ernähre, aber das wird erst Abends sein. Also aus der Perspektive des späten Vormittags, wenn die Kochentscheidung endlich getroffen werden muss, erst in einer ohnehin immer ungewisser werdenden Zukunft. Zuerst ist einmal wichtig, dass ich dieses Essen innerhalb von 20 Minuten auf die Teller klatschen kann, und dass …

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Begrenzte Offenheit?

Heidi Schweitzer’s Nachbetrachtung des zweiten Kamingesprächs der KUPF   Vor einem Fernseher mit Kaminfeuer im Dauerloop und ungefähr 30 Leuten im Publikum fand das zweite „kulturpolitische Kamingespräch“ der KUPF im KunstRaum Goethestraße statt. Thema des Abends sollte „Space for Radical Openness“ sein, das auch den heurigen KUPF-Innovationstopf betitelt. Es diskutierten Hito Steyerl, Filmemacherin und Kulturtheoretikerin aus Berlin, und Georg Ritter von der Stadtwerkstatt. Moderiert wurde der Abend von Andrea Mayer-Edoloeyi. Die Diskussion bestand im Wesentlichen aus zwei verschiedenen Strängen, dem Hauptstrang der „radical openness“ und deren Grenzen, andererseits dem von Georg Ritter immer wieder eingebrachten Begriff der Arbeitsverweigerung, die sich …

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Ich will Sicherheit!

Die ganze Welt soll sicherer werden. Aber wie, fragt sich Ulrike Hager   Die ganze Welt soll sicherer werden! Aber welche Maßnahmen müssen, sollen, können, dürfen umgesetzt werden, um das zu bewerkstelligen? Und zu welchem Preis? Was heißt das für jede Einzelne von uns? Eine Steigerung der Sicherheit kostet uns was. Nicht nur Geld. Was sind wir bereit dafür einzusetzen? Bequemlichkeit, Eitelkeit, Freiheit, Privatsphäre, Individualität, Anonymität, Chancengleichheit, Menschenechte, ihre Gesundheit? Oder von allem ein bisschen was? Steigerung der Sicherheit ist ein Tauschgeschäft. Manchmal sogar zu unseren Ungunsten. Manchmal bekommen wir nicht Sicherheit, sondern nur eine Steigerung unseres Sicherheitsgefühls für unseren …

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Förderpolitiken!

Stefan Haslinger im Gespräch mit Josef Ecker, Alois Fischer und Harald Schmutzhard.   Ein Gespräch mit Mag. Josef Ecker (Landeskulturdirektion), Alois Fischer (Jazzatelier Ulrichsberg) und Harald Schmutzhard (Social Impact) zu Fragen der Fördervergabe, Transparenz und zu dem Gefühl dass die Politik doch immer mitmischt. KUPF: In den letzten Jahren wurde verstärkt von einem Wandel im kulturellen Feld gesprochen. Das Aufbrechen von Grenzen der Kulturarbeit hin zu anderen Bereichen wie Soziales, Migration, aber auch die “Vermischung” von Kunst und Kultur. Herr Mag Ecker, sie sind seit mehr als 15 Jahren in der Kulturverwaltung tätig. Wie haben sie diesen angesprochenen Wandel wahrgenommen? …

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An keinem Ort

Teil 1 der Streetview Deluxe: Vina Yun über das Ende von Heimat.

Alte Schule

1986 wurde bei der Gemeinde Gutau ein Schreiben eingereicht, in dem um die Nutzung der alten Schule als Jugendzentrum gebeten wurde. Das wurde genehmigt. Die damals aktiven Menschen wurden älter und gründeten wenig später den Kulturverein  Alte Schule Gutau. Der Kulturverein besteht seit damals ununterbrochen, der Vorstand hat sich immer wieder mal geändert, aber die grundsätzliche Idee, dass es in einem Ort wie Gutau ein Haus für fetzige Konzerte, wilden Tanz, modernes Theater, Screenings, Bandproben, Theaterproben, Workshops und vieles mehr geben sollte,  besteht nach wie vor! Es gab Jahre mit zwölf Veranstaltungen oder mehr, das war die „große“ Zeit der Alten …

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KUPF trifft KEP

Der Dachverband Salzburger Kulturstätten im Gespräch mit der KUPF.

free speech day kick off

kick off 15.juni 2000   Eine Vielzahl an Vereinen und Interessens-Gruppierungen verbreiten ihre Informationen über selbst hergestellte Medien. Seien es Informationen über das Vereins wie Veranstaltungsgeschehen von Kulturvereinen oder soziale Hintergrund-information aus dem Leben obdachloser Menschen, spezifische Präsentationen zeitgenössischer Literatur oder kritische Berichterstattung über den Welthandel, kontroversiell geführte Debatten oder schlicht die Darstellung utopischer Ideen. von Andi Liebl Wichtigste Funktion dieser Medien ist, mit der Verbreitung von Information einen differenzierten Blick auf die Wirklichkeit zu werfen und so die LeserInnen in ihrer kritischen Auseinandersetzung zu fördern. Das gemeinsame solcher Medien ist, dass sie nicht auf Gewinn orientiert sind und dass …

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Wenn ich das Wort Kultur höre…

»Auf der Straße wird man bald nur mehr Künstler sehen, und man wird alle Mühe der Welt haben, da einen Menschen zu entdecken.« Arthur Cravan   Nedjma B. über Leben, Wohnen und Kulturarbeit in Paris Das im 18. Arrondissement von Paris gelegene Viertel Goutte d’Or ist ein Schlachtfeld! Hier, aber auch in den benachbarten Vierteln, tobt ein erbitterter Krieg. Ein Krieg der Auslöschung, den keiner beim Namen nennt. In der Tat ist die Goutte d’Or eines der letzten ärmeren Viertel, das sich innerhalb von Paris befindet. Seit mehr als 20 Jahren führen hier die Behörden (Staat, Präfektur und Stadtverwaltung) einen …

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Kulturpolitisch was weiterbringen

Neues Spiel, neues Glück. Zumindest in der Kulturpolitik des Bundes. Die Möglichkeiten, sich politisch zu profilieren, liegen wieder einmal auf der Straße, da einige brennende Themen seit nun schon sehr langer Zeit auf eine Lösung warten. Da wäre zuallererst einmal die Bezahlung von künstlerischer und kultureller Arbeit. Es geht hier noch nicht einmal um gute Bezahlung, es geht darum, dass die Arbeit von KünstlerInnen, die gut ausgebildet sind, über Berufserfahrung verfügen und mit einigem an peer recognition aufwarten können, überhaupt entlohnt wird. Frei nach den letzten SPÖ-Plakaten: Kunst muss leistbar sein – vor allem für die Kunst- und Kulturschaffenden. Die …

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Titelblatt gegen ganzseitige Anzeige oder prairie

„Komm ins offene FreundIn“ ist die feminisierte Form eines Satzes von einem meiner Lieblingskomponisten, nämlich Hans Eisler. Der Satz stammt aus dem Gedicht „Gang aufs Land“ von Hölderlin, das sich Eisler hergerichtet hat für eine Komposition. Es beginnt mit „Komm ins offene Freund“ und bei uns heisst es eben „Komm ins offene FreundIn“. Das ist als Einladung zu verstehen, am Medienunternehmen prairie mitzuwirken und sich zu beteiligen, Beiträge zu liefern. Dabeizusein.   Ein Interview mit Kurt Holzinger führte Ulrike Stieger Das sind die Worte von Kurt Holzinger, Entwickler der prairie, zu einem Ausspruch, zu lesen auf der Startseite des in …

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Kulturarbeit muss sinnlos sein.

Was Otto Tremetzberger bei säuerlichem KUPF Kaffee so durch den Kopf geht. Genau das fiel mir ein, als ich kürzlich im KUPF-Büro das Plakat zur Kampagne »Kulturarbeit muss zumutbar sein« betrachtete. Ich war schon eine ganze Weile auf dem Alleby Sofa von IKEA gesessen und wartete auf den meistens etwas säuerlichen KUPF-Kaffee und dachte dabei an die gerade geschlagenen Wahlen und an die »Wir-müssen-den-Gürtel-jetzt-enger-schnallen«-Aussagen, die auf diese folgten und daran, dass jetzt angeblich überall gespart werden soll, womöglich oder wahrscheinlich sogar bei den Kulturförderungen. Ich überlegte, wie es unter diesen Umständen wohl mit der Erhöhung für Freie Medien aussieht, welche …

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Mittelfristige Finanzierung – ein Spiessrutenlauf?

Yupeidi und Yupeida Ð die mittelfristige Finanzierung ist da! Nicht nur aufgrund der Holprigkeit dieses Reims heißt es noch eine zeitlang Abstand zu nehmen vom Rundumschulterklopfen. von Stefan Haslinger Sicherlich ein paar Tapser der Anerkennung sind schon drinnen. Es gibt immerhin vom UHLH Pühringer die Zusage, gewissen Vereinen (welche aber doch bitte schon ein bischen etablierter sein sollten Ð oder?) die mittelfristige Finanzierung anzubieten. Aber die Crux bei der Sache ist nach wie vor, dass es keinen Vertrag mit diesen Vereinen geben wird, sondern nur eine Absichtserklärung Ð sprich der Gummiparagraph: Ònach Maßgabe der Mittel, bzw. vorbehaltlich der Zustimmung im …

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