Multitasking-fähige Tetschenmaschine

Das allerwichtigste Festival der Welt, die ARS ELECTRONICA, erwartet eine multitasking-fähige Tetschenmaschine Für die Gnackwatschn braucht es dieses Mal eine ganze multitasking-fähige Tetschenmaschine. Sie ereilt gleich mehrere Personen und darüber hinaus ein gesamtes Festival. Ein Festival? Ach wo, nein, DAS allersuperwichtigste und weltgrößte Festival für Medienkunst auf der ganzen, ganzen, ganzen Welt. Die Rede ist hier natürlich vom Ars Electronica Festival in Linz. „Ars“ kommt ja bekanntlich vom englischen „arse“, was so viel wie „Hintan“ auf mühlviertlerisch heißt, und auf hochdeutsch weiter übersetzt „hinten“. Und hinten ist dieses Festival zweifelsohne, sowohl was die inhaltliche Substanz betrifft als auch hinsichtlich organisatorisch-struktureller …

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Liebe Weihnachtsfrau!

Belinda Kazeems Wunschbrief an die Weihnachtsfrau.   Ich hatte eigentlich mit Dir abgeschlossen: »Bringt eh immer die falschen Geschenke!« »Und wenn sie dann endlich mal das Richtige bringt, ist es schon zu spät. ….« Egal, nach fast 19-jähriger Abstinenz habe ich mich dazu entschlossen, dir eine Chance zu geben und einen Brief an Dich zu schreiben. Einen Wunschbrief natürlich. Damit Du nicht wieder behauptest, Du hättest meinen Brief nicht bekommen – Du weißt, worauf ich anspiele, 1988 die violette Schnürlsamthose mit Mickey Mouse Aufnähern statt dem sehnlich erwarteten Walkman – schreib ich ihn jetzt extra früh, in dreifacher Ausführung und …

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Gebt uns eure Ideen, liebe Kreative! Die Verwertungsmaschinerie der Kreativwirtschaft muss anspringen!

Als kreativer Mensch fühlt man sich oft allein auf weiter Flur – nein, viel eher fühlt man sich allein im System. Wir sollen in einem System funktionieren, das so überhaupt nicht dem entspricht, wie kreatives Denken funktioniert. Und ich unterstelle neuen Arbeitsformen hier natürlich, dass sei zwangsläufig kreativ sein müssen. Oft werden Menschen auch ziemlich unfreiwillig in eine kreativwirtschaftliche Selbständigkeit gedrängt, die sie dann wieder in alte Rollen und Systeme presst. Es geht dabei durchaus um Elementares: Wie sieht die Pflichtversicherung für (neue, kreative) Selbständige aus? Nicht den eigentlichen Anforderungen entsprechend, meiner Meinung nach. Wie steht es mit Abgaben und …

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Das Kreuz mit den Blasphemikern

Einer sagte mal, wenn den Titanics nichts Neues einfällt, dann tun sie den Hitler aufs Cover. Nachdem im Winter die deutsche, evangelische Bischöfin wegen Trunkenheit am Steuer angezeigt wurde und ihr Amt daraufhin kündigte, ahnte man schon, dass Frau Ex-Bischof Margot Kässmann die nächste zweifelhafte Ehre zuteil werden könnte. Titanic, im Bereich Rechtsstreitigkeiten durchaus erprobt, hat mit dem aktuellen Cover einen Affront angezettelt, der zwar nicht auf die Kässmann abzielt, aber auf Missbrauch durch die Kirche.

Die Crux mit dem Kreuz

Unter der Schlagzeile „Kirche heute“ druckte Titanic ein Gemälde ab, auf dem ein Kruzifix dargestellt ist; davor steht mit dem Rücken zum Betrachter ein katholischer Bischof, dessen Kopf den Bereich der Genitalien des Gekreuzigten verdeckt.
Resultat: über 120 Beschwerden beim Deutschen Presserat. Zwei Anzeigen bei der Frankfurter Staatsanwaltschaft.

KUPF OÖ vs. AKM

Fehlende Transparenz: Warum wir ein Verfahren gegen die AKM anstrengt.

Schöne neue Arbeitswelt.

Andrea Mayer-Edoloeyi über den Wahnsinn der 1-Euro-Jobs   Deutschland zeigt uns, wie es weitergeht im Abbau des Sozialstaates. Arbeitslosen- und Sozialhilfe wurden zusammengelegt, damit wird es für länger erwerbsarbeitslose Menschen noch schwieriger. Wie in Österreich geht es darum, die Sozialkosten zu senken, um auf dem Weltmarkt zu bestehen und die befürchtete Abwanderung der Industrie zu verhindern: Sozialverzicht schafft Arbeitsplätze. Das deutsche ALG II beträgt nach Hartz IV 345 Euro (West) und 331 Euro (Ost) im Monat, zusätzlich werden angemessene (!) Wohn- und Heizkosten übernommen. 1-Euro-Jobs sollen entstehen, d.h. Menschen bekommen einen Euro mehr als die Sozialleistung und sollen dafür in …

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Glossar

Von Ableismus, Bias, Cis über FLINTA* und Inter* bis Safer Space und Trans.

Gegensätzlichkeiten, die viel miteinander zu tun haben

Andi Liebl berichtet über die Diskussion anlässlich der Präsentation der Studie ?Im Sog? oder ?gegen der Strom?   Neben der umfangreichen Analyse einer StudentInnengruppe der Johannes Kepler Universität zu „Wege freier Kulturarbeit in Oberösterreich“ (vgl. KUPF-Zeitung) erscheint mit einer Arbeit von Dr. Conrad Lienhardt eine weitere Studie zur Arbeit freier Kulturinitiativen in Oberösterreich. Titel: ?Im Sog? oder ?gegen den Strom?, Schwerpunkt der Untersuchung: das ökonomische Umfeld kulturinitiativer Arbeit Die Diskussion 3. November 2004, Kunstraum Goethestraße. Um einen runden Tisch versammeln sich Gegensätzlichkeiten, die vieles miteinander zu tun haben, deren Welten aber doch weit voneinander entfernt zu liegen scheinen. So offenbart …

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Kreatives Europa: ein neues Programm, eine neue Kulturpolitik?

Die Europäische Kulturförderung hat seit Jänner 2014 ein neues Gesicht: Kulturförderung wird ökonomisiert. Ein Text von Cornelia Bruell. Europäischer Rat und Europäisches Parlament einigten sich im Dezember 2013 nach langen Diskussionen und Verzögerungen über den konkreten Inhalt des Kulturförderprogramms „Kreatives Europa“. 2011 hatte die Europäische Kommission den ersten Entwurf zum Programm vorgelegt, aber inhaltliche Vorbehalte seitens der Nationalstaaten und des Europäischen Parlaments, sowie die Uneinigkeit über den mehrjährigen Finanzrahmen der EU unterbrachen die Verhandlungen. Mit dem neuen Programm werden die bisherigen Programme „Kultur“, MEDIA und MEDIA Mundes zusammengeführt, den neuen Herausforderungen des Kultur- und Kreativsektors soll begegnet werden und ein …

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DeMONSTRA(N)Zion

Über die Manifestation von Macht und Masse auf der Straße Anhand einiger (natürlich unvollständiger) Beispiele aktueller Demonstrationsbewegungen werden Unterschiedlichkeiten und Parallelen zwischen verschiedenen Formen öffentlicher Kundgebungen analysiert.   von Silke Drack Es wird wieder demonstriert in Österreich. Nach den Jahren, in denen Demonstrationen etwas Verstaubtes, Nostalgisches an sich hatten, einen verzweifelten Versuch darstellten, etwas vom alten Glanz der revolutionären Bewegungen anfang des Jahrhunderts zu konservieren. Selten kam man über ein paar hundert TeilnehmerInnen hinaus, nur wenige Proteste erreichten die Größe einer Anti-AKW Bewegung oder eines Lichtermeeres. Die Methode, Macht und Stärke einer Geisteshaltung oder eines Systems zu beweisen, indem viele …

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Gender Budgeting im Röda

Andi Liebl über gender budgeting im Jugend-und Kulturhaus röda.   Öffentliche Budgets gehören diskutiert. Genauso wie die Budgetgestaltung von Kulturinitiativen das Fundament ihrer Tätigkeiten und Absichten darstellen, stellt das Umfeld von Vereinen Ansprüche an dessen Ausrichtung. Damit den richtigen Umgang zu finden ist eine Herausforderung, der sich zur Zeit der Jugend und Kulturverein Röda aus Steyr über das Thema Gender Budgeting stellt. Der in Mode geratene Begriff des Gender Mainstreaming machte auch den Aspekt des Gender Budgeting bekannt, der im Zusammenhang mit öffentlichen Budgets die unterschiedlichen Auswirkungen der Budgetposten auf Männer und Frauen untersucht. Die Erkenntnis ist, dass sich Budgets …

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EKH bleibt!

Einen Lokalaugenschein in der ehemaligen Wielandschule unternahm Klemens Pilsl   Es ist weder ein Geheimnis noch eine Neuigkeit: Der Bundesvorstand der KPÖ verkaufte Ende Oktober 2004 hinter dem Rücken der Betroffenen das Ernst-Kirchweger-Haus (EKH). Das Wiener EKH ist ein Soziales Zentrum, ein einzigartiger Freiraum für beinahe 30 Politik-, Sozial-, Arbeits- und Kulturinitiativen, ein Lebens- und Wohnraum für viele AktivistInnen und Illegalisierte, also MigrantInnen ohne Aufenthaltserlaubnis, ein Kulturraum für tausende Menschen, die jedes Jahr die vielfältigen Veranstaltungen im Haus besuchen und vor allem der Versuch, selbstbestimmte, hierarchiefreie und radikal antikapitalistische Strukturen aufzubauen. 1990 besetzten in- und ausländische Kultur- und PolitaktivistInnen die …

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Wovon lebt man hier eigentlich so?

„Die Kunst, die Wissenschaft und die christliche Religion, das sind die drei Scheißklosetts, auf denen die meisten draufsitzen.“ [1].  Die Nomadenetappe berichtet von einer Reise. Warum man hier leben möchte oder es zumindest sehr gut für eine Weile aushalten könnte  liegt ja sehr bald auf der Hand, hat man erst einmal ein paar Tage in Sey∂isfjör∂ur verbracht. Der Künstler Dieter Roth jedenfalls hätte lieber ausschließlich auf Island gelebt und verbrachte anderswo Zeit lediglich, weil er dort Arbeiten verkaufen konnte. Da man aber versucht ist, die landschaftlichen Gegebenheiten auf die Lebensumstände zu übertragen, fragt man sich natürlich schon, wie man als …

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