Innovationstopf 2006 – PROVOKATION

Gerlinde Schmierer porträtiert die ausgewählten Projekte des Innovationstopf 2006.   Am Freitag, den 17. März 2006 fand im Kunst-Raum Goethestraße die öffentliche Jurierung der eingereichten Projekte des Innovationstopfs 2006 statt. Bevor in eigenen Worten der EinreicherInnen und in aller Kürze die ausgewählten Projekte vorstellig werden, soll von der bestimmt nicht einfachen, aber feinen Sache der öffentlichen Jurierung die Rede sein. Für die KUPF als Organisatorin entspricht diese Vergabemodalität einer wichtigen Intention. EinreicherInnen sowie Interessierte sollen die Möglichkeit haben der Diskussion über die Auswahl der Projekte beizuwohnen und durch eine fachlich fundierte Begründung über ihre Förderung oder Nicht-Förderung erfahren. 62 eingereichte …

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Potentiale aktivieren!

Andi Liebl im Gespräch mir Susi Seifert und Thomas Duschlbauer über 10 Jahre Kulturzentrum d`Zuckerfabrik in Enns   Anfang des Jahres 1992 konstituierte sich die Kulturinitiative ZKURE – „Zeit-Kult-Ur-Raum-Enns“, die 1993 ihre Heimat im großen Areal der aufgelassenen Zuckerfabrik Enns/Kristein fand. Florian Hunger, Kulturmanager und Künstler, entwickelte das Konzept für die Kulturinitiative, bestehend aus einer losen Gruppe von KulturidealistInnen. Susi Seifert, von der ersten Stunde an mit dabei, sorgte nach dem Tod von Florian Hunger für den Fortbestand der Initiative. Das neu adaptierte Kulturzentrum „d’Zuckerfabrik“ nahm nach viel Planungsarbeit und Gesprächen 1994 den kulturellen Betrieb auf. Die Veranstaltungen fanden zwischen …

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FrauenKunstHandwerk 2014 in Ottensheim

Kunsthandwerkerinnen erobern Ottensheim! Im Gepäck haben sie ihre schönsten, ausschließlich selbst hergestellten Objekte,die dem Anspruch des Marktes an Originalität und hoher Qualität gerecht werden:

Damit lokale Inhalte ins Fernsehen kommen!

Otto Tremetzberger und Stefan Haslinger unterhalten sich über Kultur und Freie Medien in OÖ.   Zur Konferenz »Nahsehen – Fernsehen« von 14. -15.11. trafen sich WissenschafterInnen, KünstlerInnen, Medien-AktivistInnen und ProduzentInnen, um über aktuelle Fragen der televisuellen Entwicklung zu diskutieren. Die Konferenz, eine Veranstaltung vom Verein Matrix und dem Institut für Medien an der Kunstuniversität, war auch der Auftakt einer öffentlichen Debatte über die Rahmenbedingungen für ein Community TV in Linz. Seit 3 Jahren arbeitet der Linzer Verein Matrix an der Idee. Mit »Nahsehen – Fernsehen« haben die Bemühungen nun eine neue Dynamik bekommen. http://matrix.servus.at/tv-konferenz Matrix e.V. Kunst, Kultur und Medien …

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Holzfällen und Niedermetzeln

Ob man Thomas Bernhards «Holzfällen» heute noch mit Gewinn oder gar Genuss lesen kann? Immerhin machte einen Teil der Attraktion dieses Schlüsselromans das hemmungslose Waschen von Schmutzwäsche aus. Curt Cuisine, der unter diesem Pseudonym das verdienstvolle Wiener Satiremagazin «Hydra» herausgibt, hat es gereizt, das Geschimpfe Bernhards durch das Gemetzel der Zombieliteratur zu ergänzen: «Ebenso wie das Schimpfen hat das Abschlachten etwas sehr Kathartisches». Und so mosert und hackt sich der Erzähler nun durch Wien. «Im Gegenteil, ich bin der schwächste Mensch und der schwächste Charakter und mehr oder weniger allen Vampiren, allen Zombies und allen Werwölfen hilflos ausgeliefert.» Er entpuppt …

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Kulturpolitische Kamingespräche

Andre Zogholy präsentiert eine neue Veranstaltungsreihe der KUPF.   Öffentliche kulturpolitische Diskussion und Diskurs finden In Oberösterreich – falls überhaupt – nur zu den großen Mainstream-Themen wie Musiktheater, Kulturhauptstadt etc. statt. Die KUPF möchte daher realen Raum für eben diesen Diskurs zu aktuellen kultur-/politischen Fragestellungen schaffen und initiiert die „Kulturpolitischen Kamingespräche“. Zu Schwerpunktthemen der KUPF-Zeitung, dem wichtigsten Transportmittel der Öffentlichkeitsarbeit der KUPF, werden nach dem jeweiligen Erscheinungstermin zwei bis drei Personen des kulturellen Lebens in (Ober)Österreich unter einer Gesprächsleitung in gemütlichem Rahmen von der KUPF gestellte Themen reflektieren und vertiefen. Neben dem Eröffnen von neuen Feldern in der Kulturarbeit stehen …

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Der hörbare Unterschied.

Appell an Radioengagement von Sedjro Mensah   Der Anschein ist manchmal irreführend: ich bin Franzose mit einem dementsprechenden erkennbaren Akzent, nun bin ich etwas dunkel, was unvermeidlich zu der immer selben Frage führt: »Wo kommst du denn her?« Begleitet von seiner quasi obligatorischen Ergänzung : »Ja aber wo kommst du denn ursprünglich her?« Menschen vertrauen nicht dem was sie hören, sondern lieber dem was sie sehen. Sehen bedeutet beruhigendes Vertrauen des Sinnes, Gehör sowie die anderen Sinne sollen im besten Fall, als Bestätigung dienen. Im Medienbereich kompensiert man den Verlust und die Verarmung einer unmittelbaren Wahrnehmung zugunsten eines breiteren Zugangs …

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Funkstille?!

Politischen Stillstand verortet Stefan Hasi Haslinger Haben Sie etwas gehört? Ist Ihnen etwas aufgefallen? Nein? Mir auch nicht. Oder doch, und zwar, dass nichts Auffälliges passiert. Dies möchte ich jetzt nicht global, weltpolitisch hinterfragt wissen. Es ist mir schon bewusst, dass genug passiert und passiert ist. Worauf ich Ihr Augenmerk lenken möchte, ist das schwarze Loch des Schweigens, in welches die politische Auseinandersetzung in Oberösterreich gefallen zu sein scheint. In der letzen KUPF-Zeitung stand am Schluss des Artikels „Regierungsübereinkommen – Check One Two“ folgende Frage: „Wie und inwiefern gelingt es den Grünen, Sand ins Getriebe der in Oberösterreich im wahrsten …

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Extraportionen aus vielerlei Gründen

Diesmal tritt der Grieskirchner Gemeinderat zur gerechten Bestrafung an. Kollektive Bestrafungen mögen ja nicht jedermensch’s Sache sein, zu leicht könnten sich unter den Verdächtigen ja ein paar Unschuldslämmer befinden. Auch zweifache Bestrafung in ein und der selben Causa ist – streng juristisch gesehen – sicher auch nicht vom Feinsten. Aber was sein muss, muss sein. Die – wie immer ebenso harte wie gerechte – Strafe der KUPF wird wieder einmal in Sachen KV Roßmarkt ausgesprochen (die KUPF-Zeitung berichtete mehrfach). Das Trauerspiel rund um das altehrwürdige Haus am Roßmarkt 1 (RM1) im Grieskirchner Zentrum, seit über 20 Jahren Heimstätte eines der …

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Kurs auf Bourdieu und Spitzensport

Ein Kommentar zu zweieinhalb Jahren „Chefsache“ Kunst.   von Martin Wassermair Ausgerechnet der Bundespräsident stahl dem Kunstkanzler bei der Eröffnung der Festspiele die Show. Mit der diesjährigen Anrufung des Hugo von Hoffmannsthal blies Klestil der Intendanz in Salzburg gehörig den Marsch in die Vergangenheit zurück. Viktor Klima hielt seinerseits mit Pierre Bourdieu dagegen. Doch die Chefsache verhallte ungehört. Kein Wunder, denn deren Eignung lässt ohnehin bis heute auf sich warten. „Wir müssen vom Staat die Mittel fordern, die die Freiheit gegenüber wirtschaftlichen, aber auch politischen Mächten, das heißt gegenüber dem Staat selbst, garantieren.“ Niemand weiß, woher er es plötzlich weiß, …

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Es mag wie Sisyphosarbeit ausgesehen haben, war aber viel zu nützlich

Gaspoltshofen liegt mitten im Hausruckviertel. Und der Kulturverein spielraum liegt mitten in Gaspoltshofen. Und dieser Artikel liegt mitten im Kulturverein spielraum. Auf, auf. Kråmer für Herz & Hirn Eine Plackerei ist es, so einen Kulturverein zu etablieren, davon können die Damen und Herren von der KUPFmitgliedsinitiative spielraum gaspoltshofen Geschichten erzählen, dass einem die Ohren schlackern. Geklappt hat’s trotzdem, die haben halt auch nicht locker gelassen. Und jetzt werken sie mittlerweile schon seit 25 Jahren als hausruckviertler KulturnahversorgerIn. Aber im Frühling 2013 wird es plötzlich eng, der Vermieter des Gebäudes, in dem sich der spielraum befindet, will nicht mehr vermieten, sondern …

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Wir sind wirklich für Vereinfachung

Der Landesrechnungshof, das unbekannte Wesen! Ein Gespräch mit dessen Präsident führte Stefan Haslinger.   Im politischen Diskurs wird er zitiert, um Versäumnisse anderer zu veranschaulichen. Darüber hinaus zeigt dieses Gremium wenig Präsenz. Was zu bedauern ist! Stellt doch der Landesrechnungshof in seinen Prüfberichten Überlegungen z.B. zur Reform des Fördersystems an, die nachhaltige Auswirkungen auf die Kulturlandschaft haben könnten. Ein Gespräch mit dem Präsidenten des OÖ Landesrechnungshof Dr. Helmut Brückner über Zielvereinbarungen, Verwaltungsabbau und politische Einflussnahme führte Stefan Haslinger. KUPF: Ist es für einen Präsidenten des Landesrechnungshof eigenartig, von einer NGO wie der KUPF interviewt zu werden? Dr. Brückner: Das ist …

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Parallax Error #147

Die Doku-Reihe „Auf der Flucht – Das Experiment“ auf ZDFneo sorgt derzeit für heftige Diskussionen. In der Reality-Soap begeben sich sechs gecastete Charaktere „auf eine ungewöhnliche Reise“, wie uns der Sender wissen lässt: „Sie machen sich auf den Weg in die Ursprungsländer Asylsuchender in Deutschland und erfahren am eigenen Leib, was es heißt, auf der Flucht zu sein.“ Drei von ihnen werden als „Team Irak“ in den Nahen Osten geschickt, die anderen drei reisen Richtung Eritrea und tragen fortan den Titel „Team Afrika“ (sic!). „Sie übernachten im Asylbewerberheim, in den überfüllten Flüchtlingslagern in Athen und Rom und stehen in Tunesien …

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Enger, weniger, sicher

Eine KünstlerInnensozialversicherung für das 19. Jahrhundert „Die Titulierung „Künstler“ ist eine Beleidigung“ George Grosz/John Heartfield, 1919/20 von Gerald Raunig Es scheint, als hätte die alte Pointe der Dadaisten am Ende des Jahrhunderts zum ersten Mal wirklich breite Bedeutung bekommen. Sich KünstlerIn zu nennen, ist nämlich derzeit gar nicht hip. Zwei auseinanderstrebende Bewegungen schwindeln sich ganz entschieden am bedeutungsschwangeren Klang des Wortes „Künstler“ vorbei: Einerseits nimmt die Genauigkeit und Ausdifferenzierung der Beschreibung des jeweiligen Treibens als InterventionistIn, LuftgitarristIn, RadiofeaturemacherIn, LightdesignerIn, DJ, NetztechnikerIn, BodyperformerIn BiosignalmusikerIn, etc. rasant zu; andererseits ist eine zunehmende Diffusion dessen, was unter Kunst verstanden wird, wahrzunehmen, wenn wissenschaftliche …

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Gewisse Fragen müssen gestellt werden dürfen

Andi Wahl im Gespräch mit Gunther Trübswasser, Klubobmann und Kultursprecher der GRÜNEN OÖ.   KUPF: Vor den Wahlen, aber auch schon viel früher, warst du es, der sich mit einer sehr fundierten aber auch sehr entschiedenen Kritik an der Kulturpolitik des Landes Oberösterreich und hier vor allem an der Form der Kulturpolitik durch den Kulturreferenten Landeshauptmann Pühringer, positioniert hat. Patriarchale Strukturen und patriarchales Gehabe war beispielsweise einer deiner Kritikpunkte. Fehlende Transparenz ein anderer. Nun seid ihr in der Regierung, habt mit der ÖVP ein Arbeitsübereinkommen geschlossen. Hältst du nun an dieser Kritik fest? Trübswasser: Der Eintritt der Grünen in die …

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Über Deutungshoheiten, Leuchttürme und die Biodiversität der Kulturförderung

Im Umfeld Museum und bildender Kunst hat Peter Assmann in vielen Bereichen gearbeitet. Ende März 2013 hat er die Oberösterreichischen Landesmuseen als Direktor verlassen. Sein Weggang hat unter anderem auf Leerstellen innerhalb des Museumssystems und der Kulturpolitik gezeigt. Welche Aufgaben hat ein Museum und welche Unterschiede treten hier zwischen privaten und einem öffentlichen Museen auf? Es gibt vier, vielleicht fünf Begrifflichkeiten, die sehr präzise benennen, was ein Museum tut: sammeln, bewahren, forschen, vermitteln/ausstellen. Ohne einen dieser Begriffe kann man sehr schwer von einem Museum sprechen. Das große Problem, aber auch die große Faszination der Institution Museum liegt darin, dass diese Begriffe …

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Miss Ehrenamt – oder: Müssen Frauen immer besser sein?

oder: Müssen Frauen immer besser sein?   von Herta Gurtner Jetzt, fast ein halbes Jahr nach der frauen.kultur.woche Ô99 Resümee über diese zu ziehen ist nicht einfach, obwohl die Daten und Fakten für sich sprechen: Vom 18. – 25. März Ô99 fanden 47 Einzelveranstaltungen mit 110 Künstlerinnen an 20 verschiedenen Orten statt, das heisst also ein voller Erfolg für die Veranstalterinnen und den Verein FIFTITU %. Unser Ziel: die unsichtbare Arbeit der Frauen in Kulturinitiativen in den Vordergrund zu rücken und gleichzeitig auch den Künstlerinnen ein Podium zu bieten, wurde in diesen 2 Wochen erreicht. Und kaum konnten die verantwortlichen …

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Was bringt’s?

Kulturelle Nahversorgung ist eine der herausragendsten Leistungen regionaler Kulturinitiativen und natürlich ein wichtiges Thema in der KUPF-Arbeit. Doch ländliche Initiativen sehen sich oft den Begehrlichkeiten und dem Rechtfertigungsdruck der Tourismuswirtschaft ausgesetzt. Dabei könnte es doch auch genau umgekehrt sein, meint Martin Fritz. Tourismus und kulturelle Nahversorgung. Logische Allianz oder Gegensatz? «Wie viele Nächtigungen bringt das?», war die erste Frage des Bürgermeisters von Windischgarsten nach der Präsentation der Idee, einen zentralen Platz für die Dauer des Festival der Regionen 2007 mit einer etwas brachialen «Betonskulptur» zu belegen.Ich bin immer noch zufrieden damit, mit «Nicht viele!» geantwortet zu haben, um das Festival …

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Kulturfundraising Awards 2025

Der Fundraising Verband prämiert die besten Fundraising-Kampagnen und Sponsoring-Projekte für Kunst & Kultur – Einreichung bis zum 18. April 2025

Ein Mahnmal für den Frieden

Von der gut gemeinten Forderung nach Frieden und der Gefahr, nationalsozialistische Verbrechen zu relativieren.   Von Univ.-Ass. Dr. Thomas Hellmuth Gallneukirchen hat ein neues Denkmal, ein Mahnmal für den Frieden. Zwei mächtige Platten aus rostigem Stahl ragen aus dem Boden, die allerdings als ganze Fläche zu verstehen sind, von der nur deren beiden Enden dem Erdreich entrissen wurden. Diese imaginäre ganze Fläche soll die Vergangenheit symbolisieren, von der noch vieles unter dem Mantel der Vergessenheit verborgen liegt und von der nur allmählich bestimmte Teile zum Vorschein kommen. Das Mahnmal in Gallneukirchen thematisiert Ereignisse, die in der Region lange Zeit nur …

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