Man darf die Leute nicht erschrecken

Andi Wahl im Gesräch mit der Integrationsbeauftragten des Landes OÖ, Josefine Staudinger.   Seit 2001 gibt es in Oberösterreich eine Integrationsbeauftragte für MigrantInnen im Rahmen des Sozialressorts von Landesrat Ackerl. Diese Stelle wurde nicht, wie man vermuten möchte, auf Drängen der EU eingerichtet, sondern geht auf einen Landtagsbeschluss aus dem Jahre 1991 zurück. Die Soziologin Mag. Josefine Straubinger, seit der Besetzung dieser Stelle im Oktober 2001 in der Position der Integrationsbeauftragten, sieht sich selbst als koordinierende Stabstelle für die Förderung von Integrationsmaßnahmen und zur Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit1. Im Gespräch mit der KUPF beklagt sie, dass es bisher nicht …

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Unprofessionell mit Vollkasko

Inge Proyer und Udo Danielcyk berichten ihrem Onkel Hans über den Umgang mit Projekten im Rahmen der Kulturhauptstadt.   Lieber Onkel Hans, wir hatten Dir doch vom Projekt „Linz in Torten“ (LIT) erzählt, das wir für den Verein „maiz – autonomes Zentrum von & für Migrantinnen“ im Rahmen der Kulturhauptstadt Linz ’09 (L’09) durchführen sollten. Jetzt müssen wir Dir aber leider über die Absage des Projekts durch maiz und deren Hintergründe berichten. Kurz zur Erinnerung: Im Rahmen von LIT wollte maiz von MigrantInnen verfremdete Rezepte der Linzer Torte entwickeln, also mit anderen Mehl- und/oder Marmeladensorten und Gewürzen, und dann produzieren …

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Der Unterschied zwischen Wahrheit und Fiktion…

…sei jener Unterschied, dass die Fiktion einen Sinn zu ergeben habe. Zugeschrieben wird diese Aussage dem Schriftsteller Tom Clancy oder, je nachdem, welcher im Internet angeführten Quelle man mehr Glauben schenken möchte, natürlich auch Mark Twain (welches Zitat wird ihm eigentlich nicht untergejubelt?). Die hier verwendete Quelle ist ohnehin nicht der Literatur entnommen, sondern stammt aus einer Spielfilmproduktion, in der das Statement von Armin Müller-Stahl unter der Regie von Tom Twyker zum Besten gegeben wird. Die sicher zu widerlegende These, dass beinahe jedem gedrehtem Film etwas Positives abzugewinnen ist, fand sich durch besagten Dialoginhalt bestätigt… Bestens passend übrigens zu einer …

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Kulturquartier Tabakwerke

Wenn die Tabakwerke 2010 leer stehen werden, bietet sich der Stadt Linz die Chance, ihrem Etikett der Kulturstadt dauerhaft gerecht zu werden. Von Thomas Diesenreiter.   Im April dieses Jahres wurde publik, dass die Stadt Linz das Areal der Austria-Tabakwerke erwerben möchte, welche Ende 2009 ihre Pforten in Linz schließen werden. Anlass genug, sich Gedanken über die Nutzung des 80.000m² großen Industriegebäudes zu machen, welche sich in einem ersten Konzeptpapier manifestierten. Mit dieser Diskussionsgrundlage wurde nun versucht, eine möglichst breite Basis an UnterstützerInnen und Unterstützern aufzubauen, denn mittlerweile war klar, dass auch die Stadt Linz ähnliche Pläne hegte. Doch unser …

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Im Landeskulturbeirat

Julia Müllegger spricht mit Jolanda de Wit über den LKB und das Programm «Kulturarbeit in der Gemeinde». Mit einem Kommentar von Franz Kornberger

Stephan Roiss: Gramding

  Im November 2012 erschien die Erzählung Gramding in der edition linz /Bibliothek der Provinz. Als Autor verantwortlich zeichnet Stephan Roiss, geboren 1983 in Linz. Neben seinem Studium der Kunstwissenschaft und Philosophie ist er tätig als Redaktionsleiter von FROzine, als Journalist (vor allem für freiStil, KAPUzine und Versorgerin) und Musiker (zum Beispiel  mit Fang den Berg). Nach zwei Theatertexten ist dies nun das erste vorliegende Prosawerk von Roiss. Der schöne Einband (Titelbild von Stephan Blumenschein) umfasst auf 60 kurzen Seiten die Geschichte eines Zivildienstes  im BezirksseniorInnenheim Gramding. Der Protagonist Wolfgang («Sneakers, Melvins-T-Shirt, blau gefärbter Struwwelkopf») spricht in Retrospektive und zeichnet …

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Alternativen zur Alchemie?

Subsistenz als Alternative zur Globalisierung empiehlt Reinhold Schachner-Nedherer   Die global operierende Wirtschaftspolitik sei keine Art höhere Gewalt, der man ausgeliefert wäre, meinen die HerausgeberInnen einer umfangreichen Aufsatzsammlung, welche Maria Mies, der Doyenne des Öko-Feminismus, zu Ehren publiziert wurde. Die moderne Alchemie filtert Kapital, Boden und Arbeit als reine Stoffe aus der Welt und vermischt diese in den Laboratorien des Patriarchats zum Nachfolger des Goldes, dem Geld, lautet die geraffte These von Claudia v. Werlhof, Mitherausgeberin (weiters: Bennholdt-Thomsen, Veronika / Faraclas, Nicholas) und Mitautorin des Buches Subsistenz und Widerstand. Alternativen zur Globalisierung. Was könnte diesem alchemistischen Procedere entgegengesetzt werden? Die …

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Der Funken springt über

Im November 1997 erteilte die Regionalradiobehörde 8 freien Radios in Österreich Sendelizenzen. Anfang April 1999 mußten laut Gesetz alle lizensierten Radios on air gehen, um die Lizenz nicht wieder zu verlieren.   von Andrea Hummer Andrea Hummer ist im Vorstand der IG Kultur Österreich und im Verwaltungsausschuß von Radio FRO Alle freien Radios haben diese Terminvorgabe geschafft und (die einen früher, die anderen im letzten Abdruck) ihren Sendebetrieb aufgenommen. Dies ist ein durchaus beachtenswerter Erfolg, bedenkt man die Hürden, die auf diesem Weg zu überwinden waren. alles umsonst? Freie Radios verzichten auf Werbeeinschaltungen, um nicht das Postulat der Verkaufbarkeit über …

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Regierungsübereinkommen – Check One Two

Stefan Haslinger analysiert das schwarz-grüne Regierungsübereinkommen aus kulturpolitischer Sicht.   Ein bisschen Hineinlesen in das Übereinkommen von Schwarz-Grün und ein paar Gedanken zu möglichen Auswirkungen. So schaut’s aus in Oberösterreich. Regierung gebildet. Übereinkommen da! Auf geht’s, Jubel! Wie jedesmal bleibt es uns nicht erspart, uns damit zu beschäftigen, und den Versuch zu unternehmen, die möglichen (kultur-)politischen Auswirkungen auf Kulturinitiativen und die freie Kulturszene in OÖ abzuschätzen. Tellerrand! Ja, selbstredend soll auch versucht werden über den Tellerrand hinauszuschauen. Bevor wir mit dem Ausblick beginnen, vielleicht noch ein kleiner Blick zurück. Zurück zur Antrittsrede von Dr. Josef Pühringer am 23.10.2003, wo doch …

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Ein subjektives Gefühl der Sicherheit

Udo Danielcyk interviewt Josef Ecker, den neuen Chef der Landeskulturförderung. Seit Juli 2003 ist Josef Ecker, seit über 12 Jahren in der oö. Landeskulturdirektion zuständig für die Förderung von Kulturinitiativen, Leiter des „Instituts für Kunst und Volkskultur“. Grund genug für die KUPF, ihn zum Interview zu bitten. KUPF: Herr Mag. Ecker, Sie sind seit gut 12 Jahren in der Landeskulturdirektion zuständig für die Förderung von Kulturinitiativen im Bereich der Zeitkultur. Was waren im Rückblick für Sie die wichtigsten Entwicklungen und Veränderungen im Feld der Kulturarbeit.? Mag. Ecker: Die größte Entwicklung war eigentlich die massive Erhöhung des Budgets für Kulturvereine und …

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Fallstudie

Andrea Gassner, Bianca Geiblinger, Kerstin Hütter berichten über den Fortgang ihres Forschungspraktikums.   In der vorletzten Ausgabe der KUPF-Zeitung haben StudentInnen der Soziologie an der Universität Linz und die Lehrveranstaltungsleiter Dr. Fritz Hemedinger und Roland Haller, das Projekt „KUPF’t wia g’hatscht? Wege freier Kulturarbeit in Oberösterreich. Eine Analyse der KUPF und ihrer Mitgliedsvereine in Theorie und Praxis“ vorgestellt. Ein Update zum Fortschritt des Projekts. Hier noch einmal zusammenfassend, worum es in der Analyse geht: Es geht um die KUPF und ihre Initiativen selbst. Freie und autonome Kulturarbeit soll beleuchtet werden, Strukturen und Zusammenarbeit zwischen der KUPF und Mitgliedsvereinen, wie auch …

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Der Fall „Kunst hat Recht“ – Interessenskonflikt oder Interessensvertretung?

Wenn die Initiative «Kunst hat Recht» Pressemeldungen verschickt, dann sind es regelmäßig «die Kunstschaffenden », die sich zu Wort melden. Am Ende solcher Aussendungen steht dann, dass sich in der Initiative «etwa 2.700 Musiker, Autoren, Filmschaffende, bildende Künstler und Fotografen zusammengeschlossen » haben. Aber ist es tatsächlich so, dass es sich bei «Kunst hat Recht» um eine Graswurzelbewegung der österreichischen Kunstschaffenden handelt, wie damit suggeriert wird? Finanziert wird die Initiative nämlich nicht über Spenden oder Mitgliedsbeiträge sondern zentral von  Verwertungsgesellschaften, und als «Organisationsbüro» fungiert eine PR-Agentur. Seit ihrer Gründung versucht die Initiative «Kunst hat Recht» im Namen der Kunstschaffenden auf …

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Eine neue Welt

Abseits der offiziellen Propaganda wird teils herbe Kritik am Musiktheater geäußert — von der FPÖ bis zur „freien Szene“ hagelt es Budgetkritik,  Standortdebatte, Hochkultur-Bashing und Kunstskepsis. Der Linzer Musiker und Komponist Peter Androsch hingegen argumentiert, warum er die  Schaffung des Musiktheaters (trotz Wermutstropfen) für richtig hält: Es ermöglicht künstlerische Produktion und gesellschaftliche Repräsentation auf höchstem Niveau.  Die Eröffnung des neuen Musiktheaters in Linz wird eine Sternstunde. Damit werden der grandiosesten, schillerndsten, komplexesten Kunstform neuer Platz und neue Möglichkeiten gegeben, – der Oper. Sie ist meiner Meinung nach die höchstentwickelte Kunstform, – vielleicht kommt ihr manchmal der Film nahe. Trotz seiner …

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Medienlabors jetzt

Die Entwicklung von Medienlabor – Pilotprojekten verfolgt Andi Liebl im Interview mit Andrea Mayer-Edoloeyi.   KUPF: Andrea, du arbeitest seit den Anfängen an der Idee „cultural highway“ mit. Ist der jetzige Stand mit fünf ausformulierten Medienprojekten (siehe Kasten, Red.)der Startschuss für konkrete politische Arbeit? Andrea Mayer-Edoloeyi: Ja, nach langer Zeit, wo es viel um politische „Hintergrundarbeit“ ging, steht nun die konkrete Umsetzung an. Manche PolitikerInnen haben in Gesprächen eine Konkretisierung unserer Forderung mittels Projekten eingefordert: Hier sind sie nun und wir wollen eine Finanzierung! Die freien Radios in Oberösterreich kämpfen seit fünf Jahren (erfolgreich) ums Überleben, an Landesmittel als Basisförderung …

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Ein weiterer Jingle zur Fair Pay Kampagne

Warum eine Kampagne? Kulturarbeit ist Arbeit. Soviel ist sicher. Zumindest für die, die tagtäglich im Feld der freien, autonomen Kulturarbeit tätig sind. Für viele andere ist Kulturarbeit vor allem einmal Lustgewinn, Selbstverwirklichung und Freizeitvergnügen, um nur einige Schlagworte zu bemühen. Fair Pay muss sich lohnen!

Wie die Studie zur sozialen Lage der Kunstschaffenden bestätigt hat, mangelt es in der Kunst vor allem an einem: Einkommen. Während die daraus resultierende unzureichende soziale Absicherung der KünstlerInnen diskutiert wird und auch erste Ansätze zur Verbesserung vorliegen, herrscht im Bereich der Einkommen weitgehend Stillstand.

Zur Geschichte der KUPF

Franz Prieler‘s Rede anlässlich der 20-Jahres Feier am 22. April 2006, Alter Schlachthof Wels.   20 Jahre Verein KUPF – Die offizielle Geburt fand am 18. Juni 1986 im Alten Schlachthof in Wels statt. Der Akt der Zeugung hatte allerdings bereits im Herbst 1983 stattgefunden. Mäusen sagt man eine Schwangerschaft von einem Monat nach, Elefanten von elf und was eine richtige Kulturplattform werden will, braucht eben fast 3 Jahre. Der damalige Kulturreferent und Landeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck hatte zum Kulturstammtisch eingeladen. Zwischen Goldhaubenobfrauen, Trachtenvereinsschriftführern, Kirchenchorleitern und Blasmusikkapellmeistern saßen noch zwei andere, ganz andere – die nicht ins Bild passten, altersmäßig …

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Jingle zu KUPF-Kampagne FAIR PAY

Warum eine Kampagne? Kulturarbeit ist Arbeit. Soviel ist sicher. Zumindest für die, die tagtäglich im Feld der freien, autonomen Kulturarbeit tätig sind. Für viele andere ist Kulturarbeit vor allem einmal Lustgewinn, Selbstverwirklichung und Freizeitvergnügen, um nur einige Schlagworte zu bemühen. Fair Pay muss sich lohnen!

Wie die Studie zur sozialen Lage der Kunstschaffenden bestätigt hat, mangelt es in der Kunst vor allem an einem: Einkommen. Während die daraus resultierende unzureichende soziale Absicherung der KünstlerInnen diskutiert wird und auch erste Ansätze zur Verbesserung vorliegen, herrscht im Bereich der Einkommen weitgehend Stillstand.

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