Replik zum Ausblick! Part VII!

Back after the commercial-break, für die von Kollegen Lüpke propagierte Papstverhaftung, darf heute Teil sieben den Endspurt einleiten.
Verwiesen sei an dieser Stelle auch auf das wunderschöne Posting von claire schlamm – was für ein Name, was für ein Kommentar.

Gut – back to business – die Intendanz spricht heute zu uns von: Effizienter werden!
Und sie überrascht. Denn die Überschrift würde ja vermuten lassen, das die aus Punkt eins bekannte Peitsche wieder zu knallen beginnt. Aber nein. Mit nüchternem Blickwill die Intendanz das Verhältnis von Aufwand und Ertrag in der täglichen Arbeitüberprüft wissen, aber: Eine solche Prüfung muss in keiner Weise jener simplen Ökonomisierung von Kultur Vorschub leisten, die zu Recht mit Skepsis beurteilt gehört – weil hier Wirtschaftlichkeit oft zu Lasten von Inhalt geht.
Natürlich kann jetzt darauf verwiesen werden, dass sich die Intendanz hier selbst ein wenig widerspricht, weil doch – z.B. in Punkt vier des Ausblicks – auch schon andere Töne angeschlagen wurden.

Aber was die Intendanz mit Effizienz meint, oder zumindest schreibt zu meinen liest sich fast schon wie ein KUPF Forderungskatalog: Indessen hat die Arbeit am Kulturhauptstadtprojekt uns und viele Beteiligte gelehrt, dass Effizienz im Kulturbetrieb sehr wohl ein Thema ist. Sei es dort, wo die Professionalisierung von Arbeitsbedingungen und Produktionsmitteln Raum schafft für eine Konzentration auf die kulturellen und künstlerischen Kernanliegen. Oder dort, wo unnötige Schlaufen und Diskussionsblasen ein Mittun oder gar Mitentscheiden zwar vorgeben, aber in keiner Weise einlösen.

Denn übersetzt heißt das: Sichert die Strukturen, damit die Menschen arbeiten können!

Für die unnötigen Schlaufen und Diskussionsblasen hat die Intendanz auch ein Beispiel parat: Ein Beispiel für derartige Placebo-Situationen ist der Stadtkulturbeirat, dessen unverbindliche Aktivität ständig darauf verweist, welch zeitraubende Fehlkonstruktion dieses Gefäß ist. Hier und anderswo braucht es beherzte, selbstkritische Eingriffe, im Zeichen des Aufbruchs.
Und hier muss Widerspruch an den Tag gelegt werden. Denn die Unverbindlichkeit des Stadtkulturbeirates ist nicht den AktivistInnen und Mitgliedern desselben anzulasten, sondern hier muss die Politik Farbe bekennen, ob und wie sie Gremien der Partizipation einbinden will.
Und mit Einbindung ist mehr gemeint, als aktiven, interessierten Menschen einen Sandkasten aufzubauen in dem sie – mit Überwachung – spielen dürfen. Sind ja – für die Politik – nur Sandburgen!

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