Butter, Käs‘ & Wurst

Ein Zoom auf das Programmkino Wels (PKW) anlässlich zehn Jahre filmischer Nahversorgung.   von Markus Zeindlinger Neues Publikum gewinnen, andere Leute ansprechen. Für Hanna Meyer-Votzi, im Programmkino Wels mit Filmauswahl und Büroorganisation betraut, ist das ein wichtiges kulturpolitisches Anliegen. Schließlich will man, dass die Menschen nicht nur Butter, sondern auch Käse und Wurst am Brot haben. Seit der Verein am 23. März 1990 mit einer Vorstellung von „Cinema Paradiso“ seine Tätigkeit als kinematographischer Feinkostladen in Wels angetreten hat, gab es aber immer wieder Phasen, in denen selbst die Mindestversorgung schwer zu bewerkstelligen war. Nicht zuletzt weil Film bei den politisch …

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SambaKraut

eine Radiosendung von lateinamerikanischen Jugendlichen der 2. Generation in OÖ von MAIZ-Frauen Im Rahmen des EU-Projekts JUGEND FÜR EUROPA, das vom Verein MAIZ geführt wird, machen Jugendliche der 2.Generation Radiosendungen zum Thema Rassismus und soziale Ausgrenzung. Die Sendung wird zwei mal im Monat auf Radio FRO gesendet. Anhand von Interviews, Gespräche mit anderen Jugendlichen in Linz und im Raum OÖ an unterschiedlichen Jugendtreffpunkten (Jugendzentren, Straße, Parks, Sportanlagen, Cafés, etc.) zu Themen, die um ihren Alltag und die Probleme als Jugendliche der 2. Generation kreisen (Diskriminierung, Identität, Sprache, Ausgrenzung/ Integration, Öffentlichkeit/ Sichtbarkeit etc.) werden die Jugendlichen die Sendungen vorbereiten. Die teilnehmenden …

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Kultur und Beschäftigung – Lebenserfahrung zählt

Erfahrungen mit einem EU-Projekt   Das Projekt VERENA I – VErmittlung REgionaler Kultur und NAtur wurde im Rahmen des EU-Programms Leonardo da Vinci vom Verein Eisenstraße und dem Museum Arbeitswelt für die Region Pyhrn-Eisenwurzen entwickelt. Als PartnerInnen traten Organisationen aus Frankreich und Deutschland mit ähnlichen sozialen, wirtschaftlichen und naturräumlichen Ausgangssituationen auf. von Judith Cerwenka Ziel des Projektes war es, dem strukturellen Wandel in drei europäischen Regionen mit einer innovativen Bildungs-massnahme regionalpolitisch zu begegnen. In einem halbjährigen, berufsbegleitenden Kurs erarbeiteten Personen, die schon im Tourismus tätig waren (ausgebildete NationalparkbetreuerInnen, StadtführerInnen) oder Personen, die diese Tätigkeit anstrebten (Arbeitslose, WiedereinsteigerInnen, StudentInnen) neue Methoden, …

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Mix UP!!!

Über Geschlechterdemokratie in Freien Radios und damit zu FEM FM Connected – einem Frauen-Projekt, das gerade bei FRO 105,0 MHz abläuft!   von Claudia Dworschak Allen hehren Ansprüchen zum Trotz: der Frauenanteil ist auch bei Freien Radios erschreckend gering. Ein Netzwerk der Frauenredaktionen könnte Veränderung bringen und gleichzeitig Audio-Räume für Frauen schaffen. „Frauen als Minderheit zu bezeichnen ist falsch. Frauen sind eine marginalisierte Gruppe, festgelegt auf spezifische Rollenbilder, ausgeschlossen von definierten Machtpositionen.“ Solange diese Situation besteht, solange hält Lynda geschützen Raum für Frauen, die dies auch wollen, für notwendig. Lynda ist nicht nur regelmäßig im Freien Radio Wien – ORANGE …

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Medienwoche

Eine Initiative des Kulturvereins Tribüne (Langenstein, Luftenberg, St. Georgen/Gusen) von 17. – 24. 3. 2000   Ziel der Medienwoche war es, neue Medien, im speziellen das Internet, einem breiten Publikum in der Region zugänglich zu machen, Berührungsängste abzubauen und eine kreative und eigenständige Nutzung anzuregen. von Doris Mahr Jugendliche und Ältere bekamen die Möglichkeit, sich über das Internet zu informieren und die Anwendungen kennenzulernen und auszuprobieren. Im Umgang sollten auch positive und negative Aspekte des Internets aufgezeigt werden und eine positive Nutzung angeregt werden. Auftakt zur Medienwoche war ein Kabarettabend mit dem regionalen Kabarettisten Martin Renoldner. Die breite Bevölkerung sollte …

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Von der Ignoranz der Männer und der Duldsamkeit der Frauen

Einige Gedanken und Erkenntnisse, die auf der Tagung „ungehalten“ am 26./27. April Ô00 veranstaltet von den Frauenbüros der Stadt und des Landes Salzburg sowie auf der Tagung „Wahnsinnsweiber? Weiberwahnsinn“ am 26. Mai Ô00 veranstaltet vom Institut für Frauen- und Geschlechterforschung Linz, festgehalten wurden.   von Herta Gurtner „Das nächste Jahrhundert gehört uns“ – das proklamierten schon die Frauen um 1830 vor der fanzösischen Revolution, wie Frau Dr. Gabriella Hauch im Rahmen der Veranstaltung „Wahnsinnsweiber? Weiberwahnsinn? Wer braucht Feminismus“ am Absolventinnentag der Universität Linz feststellte. Auch mit dem Jahrtausendwechsel war dieser Slogan in allen Medien wieder zu finden – allein mir …

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Mittelfristige Finanzierung – ein Spiessrutenlauf?

Yupeidi und Yupeida Ð die mittelfristige Finanzierung ist da! Nicht nur aufgrund der Holprigkeit dieses Reims heißt es noch eine zeitlang Abstand zu nehmen vom Rundumschulterklopfen. von Stefan Haslinger Sicherlich ein paar Tapser der Anerkennung sind schon drinnen. Es gibt immerhin vom UHLH Pühringer die Zusage, gewissen Vereinen (welche aber doch bitte schon ein bischen etablierter sein sollten Ð oder?) die mittelfristige Finanzierung anzubieten. Aber die Crux bei der Sache ist nach wie vor, dass es keinen Vertrag mit diesen Vereinen geben wird, sondern nur eine Absichtserklärung Ð sprich der Gummiparagraph: Ònach Maßgabe der Mittel, bzw. vorbehaltlich der Zustimmung im …

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Ohne Geld ka Musi

Die neue Regierung kostet den Gemeinden Geld: allein durch den Nicht-Ausgleich der Einnahmenverluste aus der Getränkesteuer verlieren die Gemeinden heuer ca. 2,5 Milliarden Schilling, ab 2001 jährlich 1,2 Mrd. S. Dazu kommen ca. S 700 Mio. Werbesteuerentfall und die vollmundige Äußerung des smarten Finanzministers: ãEs sei ja etwas durchaus positives, daß man die Gemeinden zum Sparen zwingeã, was für den bevorstehenden Finanzausgleich das Schlimmste befürchten läßt. Denn gespart wird vor allem bei der Kultur werden, was für viele Initiativen heißen kann: ãOhne Geld ka Musi!ã   von Franz Kornberger Das Sparen als etwas durchaus Vergnügliches, die Sparsamkeit als österreichische Kardinaltugend …

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Landeskulturbeirat – demokratisches Instrument oder Feigenblatt?

Schon aufgrund der neuen Bundesregierung und unseres werten Kunststaatssekretärs Morak haben Beiräte einen bitteren Beigeschmack erhalten. Erinnern wir uns an die eigennützige Verwendung Moraks der Beiratsaussage II/8 der Kunstsektion „Niemand hat einen Förderanspruch.“ (http://www.government-austria.at, Aktuelle Meldungen vom 23. Mai 2000). Offensichtlich missverwendet und trotzdem wahrlich feige, versteckt sich der Staatspolitiker hinter einem Feigenblatt und entgeht damit der sonnengottnahen Aussage: „Ich entscheide, was und wen ich fördern will.“. Viel unbeachteter existiert der Landeskulturbeirat. Was steckt dahinter? Von Ulrike Stieger Als es 1987 nach längerer Diskussion zur Verabschiedung des OÖ. Kulturförderungsgesetzes kam, wurde darin die Einrichtung eines Landeskulturbeirates festgelegt. Es handelt sich …

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Titelblatt gegen ganzseitige Anzeige oder prairie

„Komm ins offene FreundIn“ ist die feminisierte Form eines Satzes von einem meiner Lieblingskomponisten, nämlich Hans Eisler. Der Satz stammt aus dem Gedicht „Gang aufs Land“ von Hölderlin, das sich Eisler hergerichtet hat für eine Komposition. Es beginnt mit „Komm ins offene Freund“ und bei uns heisst es eben „Komm ins offene FreundIn“. Das ist als Einladung zu verstehen, am Medienunternehmen prairie mitzuwirken und sich zu beteiligen, Beiträge zu liefern. Dabeizusein.   Ein Interview mit Kurt Holzinger führte Ulrike Stieger Das sind die Worte von Kurt Holzinger, Entwickler der prairie, zu einem Ausspruch, zu lesen auf der Startseite des in …

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free speech day kick off

kick off 15.juni 2000   Eine Vielzahl an Vereinen und Interessens-Gruppierungen verbreiten ihre Informationen über selbst hergestellte Medien. Seien es Informationen über das Vereins wie Veranstaltungsgeschehen von Kulturvereinen oder soziale Hintergrund-information aus dem Leben obdachloser Menschen, spezifische Präsentationen zeitgenössischer Literatur oder kritische Berichterstattung über den Welthandel, kontroversiell geführte Debatten oder schlicht die Darstellung utopischer Ideen. von Andi Liebl Wichtigste Funktion dieser Medien ist, mit der Verbreitung von Information einen differenzierten Blick auf die Wirklichkeit zu werfen und so die LeserInnen in ihrer kritischen Auseinandersetzung zu fördern. Das gemeinsame solcher Medien ist, dass sie nicht auf Gewinn orientiert sind und dass …

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Kulturarbeit 2000 ff

Seit dem 4. Feber ist alles anders. Die Szene ist aufgewühlt, Kunstschaffende sind beunruhigt, Initiativen besorgt um ihre Zukunft. Nicht zu Unrecht, war doch der Wahlkampf noch in Erinnerung, der der jetzigen großen Koalitionspartei zu ihrem Erfolg verholfen hat und der an Verhetzung und bösartigster Polemik alles Bisherige übertroffen hatte. Auch die Angriffe auf zeitgenössische KünstlerInnen und kritische Initiativen hatten sich wesentlich verstärkt und sind nun Ð durch die Regierungsbeteiligung Ð zu einem Teil des neuen politischen Stils in diesem Land geworden. Ist seit dem 4. Feber wirklich alles anders? von Gerhild Trübswasser Wie hatte es denn bis dahin ausgeschaut …

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Vamos a la Playa

meint Rubia Salgado angesichts des Umgangs mit öffentlichem Raum Das Leben menschlicher Wesen im öffentlichen Raum ist nicht gleich das Leben menschlicher Wesen im öffentlichen Raum, wenn den menschlichen Wesen nicht gleiche Rechte und Ansprüche anerkannt werden. Eine im Prinzip sehr simple Feststellung im Vergleich mit dem Klugen, das gedacht, ausgedacht, formuliert und gesagt werden kann. Eine Feststellung, die überflüssig wäre, gäbe es nicht den Schrei der Wirklichkeit. Die Wirklichkeit der praktischen Ebene dieser sprachlichen Formulierung. Der Schrei der Wirklichkeit, der wirklichen Handlungen Wesen menschlicher Natur. Der Schrei, der flüstert, schreit, beschimpft, empört, abschreckt, anekelt. Die Handlungen und ihre Hintergründe. …

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