Genug? Genug!

Die neue KUPFzeitung ist da!

Wann ist genug wirklich genug – und wer legt die Regeln fest? In einer Welt, die uns stetig mehr abverlangt, bleibt das Gefühl, nie ausreichend zu sein, oft präsent. Die neue Ausgabe der KUPFzeitung widmet sich dem Schwerpunkt „Genug“ und fragt, wie gesellschaftliche Maßstäbe unser Leben, unsere Arbeit und unsere kulturelle Teilhabe strukturieren. Sie beleuchtet, wer bestimmt, was als ausreichend gilt, wo Mangel beginnt und wie wir lernen können, unsere eigenen Grenzen zu ziehen.

Feministische Perspektiven und kulturelle Maßstäbe

Ein zentraler Fokus liegt auf intersektional-feministischen Blicken. Katharina Sparlanger berichtet von der Veranstaltung „(Kein) Land in Sicht? des Bundesministeriums und gibt Einblicke, wie Geschlechtergleichstellung in Kunst und Kultur diskutiert wird. Weitere Beiträge beleuchten Themen wie internalisierte Misogynie, Schönheitsdruck, Mutterschaft und die Gleichberechtigung intergeschlechtlicher Menschen. Sie zeigen, wie tief verwurzelte Strukturen und gesellschaftliche Erwartungen unser Empfinden von „Nie Genug“ prägen – und welche subtilen Disziplinierungsstrategien dahinterstecken.

Kulturpolitik zwischen Prekariat und Grundeinkommen

Die Ausgabe untersucht auch die politischen Rahmenbedingungen der Kulturarbeit. Die anonyme Kritikkolumne „Prekariat als Privileg?“ analysiert das neue Arbeitslosengesetz und das Verbot von Zuverdienst und zeigt, wie sich prekäre Lebensrealitäten im Kunst- und Kulturbereich weiter verschärfen. Im Kontrast dazu steht das Gespräch von Nora Soumah mit Maria Fleming über das irische Modell eines Grundeinkommens für Kunst- und Kulturarbeitende, das Perspektiven auf nachhaltige Kulturarbeit und existenzielle Absicherung eröffnet.

Streetview: Perspektiven aus der Praxis

Die Rubrik Streetview bringt die Realität von Vereinen und Initiativen ins Licht. maiz macht sichtbar, wie Sparpolitik kleine Organisationen herausfordert: gekürzte Mittel, fehlende Basisfinanzierung und steigender bürokratischer Aufwand setzen die Arbeit unter Druck und erschweren die Umsetzung von Fair Pay und Gleichberechtigung. HOSI Linz berichtet, warum physische Räume für queere Communities entscheidend sind und wie sie Sicherheit, Sichtbarkeit und Community-Building ermöglichen.

Genug sagen bedeutet Grenzen ziehen

Diese Ausgabe der KUPFzeitung fragt nicht nur, ob wir genügen. Sie hinterfragt auch: Genügt das, was uns zugestanden wird? Sie lädt dazu ein, gesellschaftliche Maßstäbe kritisch zu betrachten, die eigenen Grenzen bewusst zu setzen und neue Wege zu finden, wie Kunst, Kultur und Politik inklusiver, gerechter und nachhaltiger gestaltet werden können.

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