Warum es scheinbar einen Deckel braucht

Dorothea Dorfbauers neue Sozialkolumne

ÖVP und FPÖ in OÖ wollen die Bedarfsorientierte Mindestsicherung mit einem Fixbetrag von monatlich 1.500 Euro für Familien deckeln. Sie behaupten, der Abstand zwischen Erwerbseinkommen und Mindestsicherung sei zu gering, sodass die Leute lieber Mindestsicherung beziehen anstatt arbeiten zu gehen. Es gibt aber diese unterstellte Wahlfreiheit gar nicht. Wer arbeitsfähig ist, muss arbeiten, wenn er/sie eine Stelle findet. Und daran mangelt es. Denn eine reduzierte Mindestsicherung schafft keinen einzigen Job. Anstelle verantwortungsvoller Politik wird hier bloß eine Neiddebatte befeuert. Übersehen wird der gesellschaftliche Nutzen von gerechter Verteilung. Denn je kleiner die Kluft zwischen Arm und Reich ist, desto größer ist der soziale Zusammenhalt und desto besser funktioniert unsere Gesellschaft.

Ich erwarte mir politische Verantwortung für uns alle – auch wenn wir arm sind.

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