Fördern, was sonst keine Chance hat

Andi Wahl, einer der Betreiber des Innovationstopfes, stellte sich den Fragen   von Waltraut Geier Die KUPF hielt Ende Februar die Jurysitzung zu ihrem siebten Innovationstopf ab. Das diesjährige Thema “Macht:Politik“ animierte 34 Gruppen und Einzelpersonen zu Einreichungen. Eine Jury vergab Fördersummen in der Gesamthöhe von 75.000 Euro (ca. 1 Mio. Schilling). Geier: Du hast nun das x-te mal den KUPF-Innovationstopf gemacht. Was hat sich in den letzten Jahren verändert, und was war das besondere an Macht:Politik? Wahl: Zuerst muss ich klar stellen, dass ich niemals alleine den Innovationstopf betreut habe, sondern immer gemeinsam mit jemand anderem – und natürlich …

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Stamp Wood Wood Stamp Office Work  - ulleo / Pixabay

Der Murks der Öffnungsverordnung

Seit der Veröffentlichung der Öffnungsverordnung sind unsere Mitglieder dabei, ihre Kulturbetriebe wieder hochzufahren. Dabei treten nun in der Praxis mehr und mehr Probleme zu Tage.

„Anwesend, Abwesend und überhaupt!“

Martin Böhm berichtet von der KUPF-Jahreshauptversammlung 2007.   Am 21. JÄNNER 07 war es wieder einmal soweit: Die Jahreshauptversammlung der KUPF wurde im Kulturverein KIKAS in Aigen abgehalten. Man könnte meinen, dass nun Aigen zum kulturellen Zentrum avancierte und sich hier die Volksversammlung in Form einer Jahreshauptversammlung in ihrer Hochblüte zur Schau stellte, wie dies einst um 450 vor Christus in Athen der Fall war. Und nun von überall anstatt der Sophisten (gelehrte oder sachkundige Personen), die aus den griechischen Kolonien nach Athen pilgerten und als eine Art Wanderlehrer auftraten (bezahlte Berufsphilosophen), alle ehrenamtlichen KulturaktivistInnen zur Jahreshauptversammlung strömten und die …

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Noch ein „Interview gegen mich selbst“

Andi Wahl entdeckt seine infantile Seite und steht ihr Rede und Antwort.   Andi: So Wahl, jetzt will ich es aber wissen, ist Kulturarbeit politisch, oder nicht? Wahl: Auf so blöde Fragen gebe ich keine Antworten. Da könntest du ebenso einen Bauern fragen, ob es stimmt, dass Kühe Milch geben. A: Das ist mir egal, ob Kühe Milch geben. Ich will wissen ob Kulturarbeit politisch ist. W: Pflanz’ jemand anderen. A: Bitte Wahl, die Redaktion hat gesagt, ich muss herausfinden, ob Kulturarbeit politisch ist. W: Ach so, du hast wirklich keine Ahnung. Dann entschuldige, dass ich dich so angefahren habe. …

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Zeit trifft Wort im Bild

C.W. Ellmann über eine umtriebige Comicszene in Pöstlingberghausen.   Es tut sich was in Pöstlingberghausen. Mindestens 4020 mal so viel wie je zuvor. Es gilt die Kunde von drei ungustiösen Publikationsrüpeln aus der übel verleumdeten Comicgosse zu verbreiten, die vor der Massenapathie das Bein heben und ihr Geschäft z’Linz verrichten. Die Welt der Comics zaubert den meisten, die bloß die schale Oberfläche betrachten, die Schamesröte ins Antlitz und provoziert ein angespanntes Hüsteln, ob der vermuteten Trivialität. Die Postmoderne macht natürlich auch nicht vor der Comicgegenwart einen Bogen, jedoch verwehrt sich in dieser vieles dagegen. Die „Goldrausch“- Stimmung etwas „Neues“ zu …

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Radiodialoge – Stimmen der Vielfalt

10 Jahre freie Radios – 10 Jahre interkultureller Dialog. Von Albert „Sidi“ Heidelmeir.   Allen, die es noch immer nicht bemerkt haben und jenen, die es schon wieder vergessen haben, zur Erinnerung: Wir befinden uns mitten im Jahr 2008, dem „Europäischen Jahr des interkulturellen Dialoges“. 1 Die Hälfte dieses Jahres ist nun bereits vergangen, und es scheint so, als würde dem Begriff »interkultureller Dialog« die nötige Strahlkraft fehlen. Wie sonst ist es zu deuten, dass bis dato keine größeren öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten zum Thema zu verzeichnen sind? 2 Unter den wenigen, die sich in größerem Rahmen an diesem Jahr des interkulturellen …

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Kulturkampf von rechts oben

Gute Nachrichten für Kulturpessimistinnen: Die Kulturbudgets bleiben deprimierend – zumindest für die Initiativen. Kulturtanker hingegen müssen kaum um ihre Existenz bangen, ihre Budgets steigen sogar an. Möglich macht dies eine politische Umverteilung von unten nach oben, von links nach rechts und von jung zu alt. Ein Kommentar von Jürgen Lüpke. Der aktuelle Budgetentwurf des Landes für 2013 lässt diesbezüglich wenig Deutungsspielraum. Trotz finanzieller Drücke wird das Kulturbudget um 10 Millionen Euro erhöht – eine Summe, mit der sich die freie Zeitkultur mehrere Jahre über Wasser halten könnte. Nutznießerinnen der Budgeterhöhung sind aber fast ausschließlich Einrichtungen der öffentlichen Hand. Denn ausgerechnet …

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Bildung, Gender, Aktionismus

Im November 2013 ist die KUPFakademie wieder Teil der Vortragsreihe FEMfocus an der Linzer Volkshochschule. An vier Abenden dreht sich diesmal alles um den hochaktuellen Themenkomplex Geschlecht & Bildung. Verschiedene Aspekte wie Bubenarbeit oder migrantische Positionen werden dabei ausgeleuchtet. Zur Einstimmung bringt die KUPFzeitung einen Gesprächsauszug mit Bildungsexpertin Kristina Botka über die (verpassten) Chancen der Elementarpädagogik.   Kristina Botka beeindruckt: nicht nur mit ihrer unzweifelhaften fachlichen Expertise, ihren großflächigen Peckerln und dem guten Spruch, sondern auch mit ihrer aktionistischen Vergangenheit. Die gelernte Kindergartenpädagogin und studierte Politikwissenschafterin war Mitbegründerin des Kollektivs Kindergartenaufstand, das sich massiv für die Verbesserung der unwürdigen Situation …

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Mitgegeben

Wir haben bei Kulturtätigen und -interessierten nachgefragt: (Wie) erlebst du derzeit Kultur?

Das Überflüssige ist das Übel des Notwendigen

Martin Böhm betrachtet den Festivalsommer 2006.   Der Festivalsommer 2006 neigt sich seinem Ende zu, es wird bilanziert, Resümee gezogen und der kulturelle Alltag ist bei so mancher Kulturinitiative bereits wieder eingezogen. Beinahe wäre er meinerseits ohne Kommentar verstrichen, wenn da nicht das Interview mit dem Frequency-Macher Harry Jenner unter dem Titel „Frequency – Festival überlegt Abwanderung aus Salzburg“ am 7. August 06 auf derstandard.at zu lesen gewesen wäre. Denn hier beklagt der Chef von „MusicNET Entertainment GmbH“, dass die Vergnügungssteuer zu hoch ist und er keine Förderung vom Land erhalte. „Würden die Gemeinden Koppl und Plainfeld dem Veranstalter“, so …

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Kunst zwischen Institution und Politik

Reinhold Schachner-Nedherer besuchte ein Symposion des eiPcP   Das European Institute for Progressive Cultural Policies (eipcp) startete vom 26. – 28. Februar 2004 in Wien eine europaweite Reihe von Konferenzen und Symposien mit dem Titel „republicart 2004“. Die erste Konferenz des heurigen Jahres widmete sich in der Kunsthalle Exnergasse/WUK dem Thema „Public Art Policies. Progressive Kunstinstitutionen im Zeitalter der Auflösung des Wohlfahrtsstaats.“ „Was ist die Funktion der Kunstinstitution?“, lautete die eingangs von Stella Rollig präsentierte Kernfrage der Konferenz Public Art Policies. Die Leiterin des Lentos und neben Dorothee Richter die Ko-Moderatorin der Konferenz fuhr fort: „Man muss sich bewusst sein, …

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…, dass sie nicht zu bürgerlich werden!

Seit 15 Jahren sind die Freien Radios ein fixer Bestandteil in der österreichischen Medienlandschaft. 15 Jahre, in denen sie sich vermehrt, entwickelt und vielen Widerständen zum Trotz etabliert haben. Vier RadioaktivistInnen im Gespräch über Wesen, Vergangenheit und Zukunft der Freien Radios. 15 Jahre aktive Radioarbeit, 24 Stunden täglich, 7 Tage die Woche, in 25 verschiedenen Sprachen, von mittlerweile 14 Freien Radiostationen in ganz Österreich, gestaltet von über 2.500 RadioaktivistInnen für über 4 Millionen potentielle ZuhörerInnen. Das sind die Zahlen. Ich habe vier Radiomachende getroffen und mit ihnen über Freie Radios, wesentliche Veränderungen und Entwicklungen, Potentiale und Wünsche gesprochen: Herbert Gnauer, Barbara …

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Der Kulturinitiativen-Beirat

Ein Interview mit Brigitte Vasicek über ihre Arbeit als Beirätin der Abteilung „Regionale Kulturinitiativen und -zentren“ im Ministerium für Unterricht, Kunst und Kultur. Wo anderswo noch Beamte über die künstlerische und inhaltliche Qualität von Förderansuchen entscheiden, gibt es auf Bundesebene sogenannte Beiräte, die diese Aufgabe übernehmen. Die Linzer Künstlerin, Aktivistin und Universitätsprofessorin Brigitte Vasicek schied 2013 nach mehreren Jahren aus dem sogenannten Kulturinitiativenbeirat aus und hat mit Klemens Pilsl über Chancen und Tücken dieses Fördervariante geplaudert.  ___________________________ Infobox: Der Kulturinitiativen-Beirat beim BMUKK Der §9 des Kunstförderungsgesetzes von 1988 sieht die Möglichkeit vor, zur Vorbereitung und Vorberatung von Förderangelegenheiten sogenannte «Beiräte» …

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Ich kann deine Einwände gut verstehen, aber …

Nach jahrzehntelangen Diskussionen rückt die Errichtung eines Musiktheaters in greifbare Nähe. Die FPÖ versucht mit einer Volksbefragung das Steuer in dieser Frage nochmals herum zu reissen. Die KUPF müht sich seit Jahren ab, eine einheitliche Position zu diesem Neubau zu beziehen. Der Vorstand wurde sich aber auch nach langen und zähen Diskussionen nicht einig. Weil das zwar blöd, aber keine Schande ist, trafen sich Ulrike Stieger und Manfred Berghammer (beide Vorstandsmitglieder der KUPF) zu einem Streitgespräch im Studio von Radio FRO. Moderiert wurde das Ganze von Andi Wahl (ebenfalls KUPF-Vorstand). Hier ein Auszug.   von Andi Wahl Andi: Manfred, warum …

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Die Ränder der Kulturarbeit

less rock more talk: In der zeitgenössischen, initiativen Kulturarbeit manifestieren sich neue Inhalte und neue Player, die „fast ohne Kultur“ auskommen. Doch ist es sinnvoll, die neuen Initiativen rund um Ökologie, Medien und Nachhaltigkeit als Kulturarbeit zu vereinnahmen? Im Zweifel ja, findet Jürgen Lüpke. Die Ränder der Kulturarbeit eröffnen uns nämlich mögliche Zukünfte. Tendenzen Wer den KUPFsonntag im Februar 2014 oder ein paar Wochen später die Jurysitzung zum KUPF Innovationstopf besucht hat, wer sich die Radioshows der IG Kultur und die Newsletter der TKI reinzieht, entdeckt möglicherweise Tendenzen: viele junge Initiativen und viele aktuelle Projekte / Kollektive, so scheint es, …

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Elephant in the Room

Es geht nicht um Geld. Es geht doch um Geld. Pamela Neuwirth über Aufschieberitis und Erledigungsblockade in der Landeskulturdirektion.   Es geht nicht um Geld. Und es geht doch um Geld. Wieder sorgt der KUPF Innovationstopf 2010 für Probleme. Die Auszahlung der Projektgelder von Seiten der Landeskulturdirektion, die dem KUPF Innovationstopf ein sogenanntes Risikokapital zur Verfügung stellt, gestaltet sich schwierig. Am 26. März 2010 fand zum Innovationstopf 2010 »Mit Sicherheit?« die öffentliche Jurysitzung im Rothen Krebsen in Linz statt. Die Jury hat 12 Projekte zur Förderung durch das Land Oberösterreich empfohlen. Heuer wurde mit dem gewohnten Prozedere erstmals in der …

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