Je mehr Geld, desto mehr Frauen*. Konjunktiv.

...    * Frauen, Männer, weiblich, männlich, Geschlecht … sind gesellschaftliche Konstrukte. Ich habe mich aber bei diesem Thema außer Stande gesehen diesen Beitrag zu schreiben ohne diese Begriffe strategisch zu verwenden, denn die hegemoniale Kulturpolitik tickt leider noch immer zweigeschlechtlich. 1 Almhofer, Edith et. al., Die Hälfte des Himmels,...

Die Hand, die eineN füttert

...also unumgänglich? Sieben Aufsätze von acht AutorInnen behandeln das Thema intensiv und beinahe unbarmherzig. Jenseits blauäugiger Apelle an die Kulturpolitik werden im ersten Teil des Buches grundlegende Begrifflichkeiten, Definitionen und Ideensätze entwickelt sowie die „prozeduale Gerechtigkeit” staatlicher Förderpolitik behandelt, während sich der zweite Teil vor allem der materiellen Gerechtigkeit österreichischer...

So nicht!

...„alten“ Vereinen (KAPU, Stadtwerkstatt, …) etwas weggenommen wird. Und die Szene möge sich das dann selbst ausmachen: „Teile und herrsche“ als Regierungsprinzip klappt aber nicht, weil die AkivistInnen in Linz sich kennen, sich informieren und solidarisieren. Fakten, die für den Zustand der Linzer Kulturpolitik stehen: Einerseits wird vom Projekt Kulturhauptstadt...

Anke Schad

Anke Schad forscht im Bereich Kulturpolitik und Kulturmanagement. 2019 wurde ihr Buch Cultural Governance in Österreich veröffentlicht (Print und Open Access).

Networkerinnen aller Knoten vereinigt euch

...Hier bräuchte es eigentlich eine eigene „Mission“, denn Defizite und Wissenslücken sind dort ausgeprägt vorhanden. Noch immer wird Internet-Politik eher als Wirtschafts- oder Technologiepolitik denn als Kulturpolitik begriffen. Anfang März wird in einem halb-öffentlichen Arbeitsgespräch versucht den Chef der Kunstsektion Andreas Mailath-Pokorny vom Handlungsbedarf im Bereich der Medienkunst und Netzkultur...

Übersehen und verschwiegen: Staatsgeld in den USA

...zu einer tabuisierten Schutzzone untereinander verklüngelter – und ansonsten eigentlich bedrohter – Arten entwickelt hätte. Diese Argumentation übersieht geflissentlich, dass ein öffentlich ausgetragener Wettbewerb geförderter Institutionen, in Verbindung mit einem beobachtbaren Kunstmarkt, einer immer noch existierenden Kunstkritik und einer aktiven Kulturpolitik auch als Muster für jene angeblich selbstregulierungsfähigen Systeme verstanden...

Linz wird niemals Graz werden!

...erklärt werden. Initiativen sind keine BittstellerInnen, Förderung ist kein Gnadenerweis, FördergeberInnen sind VerwalterInnen von Allgemeingütern. Die traditionelle Auffassung der Kulturpolitik, die nur auf die klassischen Disziplinen und die Entwicklung des Kultursektors fokussiert ist, muss zu Gunsten eines systemischen cultural planning aufgegeben werden, Linz kann hier eine Vorreiterrolle spielen. Auf der...

Kulturförderungen juristisch erstreiten?

...und 2011 in der Serie „Alternativen zum Verlust der Kulturpolitik“ ein Artikel von Juliane Alton: „Transparenz in der Kulturverwaltung – a never ending story“. Im Fokus stand immer die Forderung nach einer sachlichen Begründung im Falle einer Ablehnung der Förderung. Nach Auffassung der IG Kultur Österreich ist eine Begründung „aus...

Die andere Seite des KEP

...sprengt und eigentlich schon denkmalwürdige Tankstellen abreißt (statt aus ihnen großartige Cafés mit Blick auf die Donau zu machen) und das alles zeitgleich mit dem Erstellen eines KEPs, der mit Wörtern wie flexibel, experimentierfreudig, offen etc. um sich schlägt, beweist das einmal mehr, daß der KEP und die reale Kulturpolitik,...

Causa Odin Wiesinger: Offener Brief an LH Stelzer

…den bisherigen diskursiven Räumen Orte des Kulturkampfes machen will.

Wir wurden wie viele andere auch, am Abend des 8. Mai gefragt, was ein neues Kulturleitbild enthalten müsse – an diesem Abend sprachen und diskutierten wir noch über sehr viele tiefgreifende Ideen dazu. Heute, wenige Tage danach, reduzieren sich diese vielen…

Kulturrat: 42 Monate Interministerielle Arbeitsgruppen (IMAG). Eine Bilanz.

…Arbeitsgruppen zu acht Themenfeldern begonnen: Mobilität, UrheberInnenrecht, Steuern, Kunstförderung, Arbeitslosenversicherung, feministische Kulturpolitik, Sozialversicherung, Schauspieler*Innengesetz.

Die Interessenvertretungen der KünstlerInnen haben in den Jahren 2009 bis 2012 enorme Arbeit geleistet, Daten geliefert, internationale Best-Practice-Modelle recherchiert und Konzepte erstellt – geleitet von der Intention, gemeinsam mit den BeamtInnen und EntscheidungsträgerInnen spürbare Resultate zustande…

Bilbao in Oberösterreich?

...Gegenakzente zu setzen. Laut einer schwedischen Analyse sind Mieten ein zentraler Faktor von Kulturentwicklungen im städtischen Raum. Wenn Künstler und Kulturschaffende in der Stadt gehalten werden sollen, dann muß die Kulturpolitik auch dort ansetzen. Für die Administration empfiehlt Jerker Söderlind den Ankauf von Gebäuden, da bei Atelierförderungen das Geld nur...

Im Gap von Burgenland und Brooklyn

...Seite argumentiert werden. So ist das Theater Phönix, das seitens der Kulturpolitik als Flaggschiff der freien Szene gehandelt wird, doch eher Mittelbühne, so ist die Companie COV doch eher der Bruckneruniversität zugeordnet, so muss das Theater des Kindes trotz Zugehörigkeit zur freien Szene nicht ohne Haus, ohne angestelltes Personal oder...

Ein Stück vom Gemeindekuchen

...der Folge Zeichen zu setzen, Unwuchten im System zu durchbrechen, Ungerechtigkeiten zu bekämpfen und vieles mehr. In vielen Gemeinden ist die Kulturpolitik ein bloßes Repräsentationsinstrument der BürgermeisterInnen bzw. der Mehrheitsparteien. Insbesondere zeitkulturellen Aktivitäten wird seitens mancher Gemeindeoberhäupter viel Skepsis und Ablehung entgegengebracht. Um der Notwendigkeit von (Zeit-)Kultur für ein funktionierendes...

Anfangspunkt

...Österreich. Und wie die „Linzer Erklärung“ feststellt: „Medienpolitik ist Kulturpolitik … Hier trägt der Staat die Verantwortung für die Schaffung der rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen…“ Der Hintergrund dieser Forderung wurde auch immer wieder bei der Medienkonferenz schlüssig formuliert. Meinungsfreiheit ist eine der wichtigsten – wenn nicht überhaupt die wichtigste –...

Mozert Macht Musiktheater

...allerdings dem Zeitgeist insofern entspricht, als es in den letzten Jahrzehnten (über die Grenzen Oberösterreichs hinaus) üblich geworden zu sein scheint, dass jene, die die Struktur schaffen (sollten) das Angebot gleich mitliefern. Kulturpolitik erzeugt nunmehr auch das Kulturangebot, finanziert und kontrolliert Räume UND Inhalte. Das ist sowohl demokratiepolitisch als auch...

„Hey big Spender!“

...bedeuten und die (wenn auch moderaten) demokratischen Strukturen gefährden. Um wenigstens die bisherigen Errungenschaften nicht zu verlieren, ist politisches Engagement gefragt. Die öffentliche Hand sollte ihrer Verantwortung als Gestalterin der Kulturpolitik nachkommen und gemeinsam mit den Protagonist*innen die Rahmenbedingungen zur Entfaltung und Diversität von Kunst und Kultur schaffen. ___ [1]...

Linzer Erklärung 1999

...kommerziellen Instrumentarien nicht oder nur unzulänglich erbracht. Der modellhafte Entwurf einer „civil society“ ruft die Politik somit zu regulativem Handeln auf. Insbesondere bei der Gestaltung der Kultur- und Medienentwicklung ist von den bloßen Richtwerten eines gewinnträchtigen Wettbewerbs abzusehen und eine Neuorientierung erforderlich. Medienpolitik ist Kulturpolitik Medien werden als kulturelle Instrumente...

Funkstille?!

...wahrsten Sinne als josephinistisch zu bezeichnenden Kulturpolitik zu streuen?“ Gute Frage. Vom Sandstreuen sind die Grünen weit entfernt. Vielmehr kommentiert LH Pühringer in den OÖN vom 26.1.04 die bisherige Zusammenarbeit mit „Reibungsloser als erwartet“. Es scheint, als ob der politische Konflikt, der für jede Demokratie als quasi „natürlicher“ Motor zum...

Türkis-Blau statt Bunt

...nur eine Kulturpolitik von oben nach unten entstehen. Das Wort «Partizipation» wird zwar gerne verwendet, wenn es um Kultur geht. Doch tatsächliche Partizipation bedeutet Entscheidungsmacht. Nur so ist gewährleistet, dass die Forderungen der Zielgruppe auch realisiert werden. Wie eine Mitarbeiterin von maiz es auf den Punkt bringt, ist die Frage...

Fördersituationen

...gehören, so braucht es mit Sicherheit neue Antworten. Auch und gerade in der Kulturpolitik. Die Verengung und Zuspitzung auf die großen Häuser wird zu wenig sein – denn den Regionen laufen die jungen Leute davon und die Orte versinken in einer Renaissance der Trachtenseeligkeit. Wie wär’s also damit, die vielen...