Eine Chronologie

an Erinnerungen am Weg zu einen Symposium zum Thema „MigrantInnen Kultur“   von Rubia Salgado Thema MigrantInnen und Kultur. Neue Erkenntnisse bewegten letztes Jahr einige Handlungen in der oberösterreichischen Kulturlandschaft: MigrantInnen wurden als Thema in der Kulturpolitik anerkannt und der Landeskulturbeirat beschäftigte sich damit. März – Mai 2000. Es wurde daran gearbeitet, MigrantInnenvereine herausgefunden, Treffen organisiert, Einladungen geschickt, VersammlungsteilnehmerInnen mit Begeisterung begrüßt, Diskussionen mit Vorsicht moderiert, die Heterogenität der Gruppen mit Erstaunen zur Kenntnis genommen, schwelende Konflikte bemerkt, alle Kräfte für deren Befriedigung eingesetzt. Für einige der VersammlungsteilnehmerInnen (u.a. VertreterInnen von DIDF, MAIZ, KUPF, Ungaro Studio, Integrationsbeirat Vöcklabruck, Integrationsbeirat Linz) … Weiterlesen …

Die kulturpolitische Dividende der Steiermark

Die KUPF-Zeitung startet eine Rundschau über die kulturpolitischen Gegebenheiten in den anderen Bundesländern. Am Beginn steht eine Analyse der steirischen Situation nach einem Wechsel in der Leitung des Kulturressorts.   von Edith Zitz Drei Phänomene, die feinstofflich den Körper Steiermark mitbestimmen, liegen meinen Überlegungen zugrunde. Die Entöffentlichung des Raumes Die herrschende Politik verengt kollektives Territorium. Der Versuch einen Paragrafen „Unfugabwehr“ einzuführen, der Jugendliche, die sich beim „Kulturgut“ Erzherzog-Johann-Brunnen am Grazer Hauptplatz aufhielten, bestrafen sollte, verbildlicht das unschlagbar. Und Kulturpolitik ist die Burg in der Burg der Landespolitik. (So heißt der Regierungssitz tatsächlich) Unnahbar und zugleich intimisierend mit einzeln erwählten AkteurInnen … Weiterlesen …

Ehre, wem diese gebührt!

Resumée über eine Tagung zum Thema Grundsicherung.   von Heidi Ambrosch Immer wieder wurden in den letzten Jahren verschiedene Modelle von Grundsicherung und Grundeinkommen als Alternative zu den jetzigen sozialen Netzen diskutiert. Besonders heuer, im internationalen Jahre des „Ehrenamtes“, wird diese Thematik wieder verstärkt von der Politik aufgenommen. „Ehren“wert ist die im allgemeinem Verständnis freiwillige, nicht auf Entgelt ausgerichtete Tätigkeit im sozialen Bereich – das Ehrenamt. Im traditionellen Arbeitsbegriff, der Arbeit nur als bezahlte anerkennt, bleibt dieses „Amt“ wie auch das Haus- und Familien“management“ unsichtbar, obwohl es sich um gesellschaftlich notwendige Arbeit handelt. Zuschreibungen wie Freiwilligkeit oder Selbstbestimmung sind Verklärungen, … Weiterlesen …

Jetzt sind wir endlich (auf dem) Weg!

Die Realität ist heute eine andere, wie du weißt, liebe Kupf! Ein offener Brief.   von Birgit Menne Liebe Kupf! Vielleicht bist Du transgendered, aber Trans finde ich sowie meistens gut – und du hast einen weiblichen Namen, also rede ich dich an wie eine Freundin, die mit uns bangt. Ich hoffe, dass das alte Solidarprinzip dir noch vertraut ist, somit baue ich auf dein weibliches Ohr, wenn ich dir unsere Eindrücke schildere vom Beginn des ersten Jahres – war da nicht einmal ein Aufruf, ein Versprechen: ein Jahrtausend der Frauen? In der Zwischenzeit haben wir uns ja überraschenderweise gesehen … Weiterlesen …

Für was bin ich herausgekommen…?

Unter dieser gestellten Frage, wanderte diese Ausstellung durch Oberösterreich.   von Michaela Schoissengeier Herausgekommen von was? Für wen? Und was für mich eine wesentliche Frage ist: Wohin bin ich herausgekommen? 1945 geschunden an Leib und in der Seele, vor den Trümmern, die die grausame Herrschaft der Nazis hinterlassen haben. In dieser Zeit wurde nicht gefragt bzw. gab es keine große Hilfe für traumatisierte Kriegsopfer, jetzt hieß es Wiederaufbau, sich und seinen Kindern eine Zukunft geben. Trotz der vielen schweren Schicksale gaben sich Frauen und Männer gegenseitig Unterstützung und leisteten und leisten noch immer einen wesentlichen Beitrag zur Vergangenheitsbewältigung der Nation. … Weiterlesen …

Psst!

  MigrantInnen sind eigentlich ganz normal. von Andi Wahl Im Februar fand die Jurysitzung zum 5. KUPF-Innovationstopf statt. Unter dem Titel „DaSein“ wurden KünstlerInnen und Kulturschaffende aufgefordert Projekte einzureichen, die sich mit der Situation von MigrantInnen in Oberösterreich auseinandersetzen. Von den eingereichten 29 Projekten wurden neun von der Jury dem Land zur Förderung empfohlen. Andi Wahl versucht eine kleine Nachbetrachtung der Diskussionen, die rund um diesen Innovationstopf geführt wurden bzw. was er selbst dabei gelernt zu haben glaubt. Mögen sie kanadischen Lachs, portugiesische Weine, kroatischen Slibowitz oder bevorzugen sie die Deftigkeit böhmischer Dampfnudeln? Fahren ihnen lateinamerikanische Rhythmen auch so in … Weiterlesen …

Surfbrett

Die Diskursreihe „Summe =“ setzt sich zum Ziel, wesentliche Felder von Hegemonialverhältnissen aufzuspüren. Hier eine ausgewählte Linkliste.   von Ulrike Stieger Das Surfbrett der vorliegenden KUPF-Zeitung nennt ausgewählte Links zu verschiedensten Webpages in diesem Themenbereich und ladet die Lesenden ein, als SurferInnen die inhaltliche Auseinandersetzung damit weiterzuführen. Die documenta ist die weltweit angesehenste und traditionsreichste Ausstellung zeitgenössischer Kunst. 2002 wird die fünfjährig stattfindende Ausstellung in Kassel zum nunmehr elften Mal abgehalten. Kurator Okwui Enwezor hat als wesentliches Charakteristikum der nächsten documenta einen dynamischen Entstehungsprozess eingeleitet. Fünf Plattformen werden an mehreren Orten und in Zusammenarbeit mit gezielt ausgewählten PartnerInnen verschiedene Themenkomplexe … Weiterlesen …

Über die Notwendigkeit von Diskursen

Nachbetrachtung und Ausblick zur Veranstaltungsreihe „∑=“   von Stefan Haslinger Machterhaltung, Stützen der Hegemonie, Image-Aufbesserung; Schlagworte die, wenn sie für die „freie Szene“, für Kulturinitiativen verwendet werden, auf Ablehnung und Widerworte stoßen. Vielleicht deshalb, weil das selbstreflexive Element in der Kulturszene doch oft auf Schönfärberei der eigenen Arbeit basiert. Dieses Spannungsfeld zwischen der eigenen Kulturarbeit und der theoretischen Auseinandersetzung mit den Arbeitsbedingungen in einem grösseren gesellschaftlichen Kontext, bildete den Ausganspunkt für die Veranstaltungsreihe „Summe =“, die die Kupf gemeinsam mit dem Kunstraum Goethestraße veranstaltet. Den Vorwurf werden wir uns wohl gefallen lassen müssen, dass die Theorie nicht unbedingt die Relevanz … Weiterlesen …

Netzwerk Memoria

Rudolf Habringer und Walter Kohl, zwei oberösterreichische Literaten, starteten mit einer Förderung aus dem KUPF-Innovationstopf 2000 ein sehr ambitioniertes Projekt. Die Erinnerungen des 20. Jahrhunderts sollen in einem Archiv festgehalten werden. Diese Gedächtnisbibliothek soll in weiterer Folge KünstlerInnen, HistorikerInnen aber auch vielen Anderen zur weiteren Bearbeitung des gesammelten Materials zur Verfügung stehen.   Kupf: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, die Schaffung eines umfangreichen Erinnerungsarchivs in Angriff zu nehmen? Habringer: Der äußere Anlass war tatsächlich die Ausschreibung zum Innovationstopf. Beide haben wir ja schon mit historischem Material, oder sagen wir besser mit Erinnerungsmaterial, literarisch gearbeitet. Die Frage, was als … Weiterlesen …

Die moderne Kunst ist verdächtig

Aus der Leseliste von Karl-Heinz Mayer / Fernleihe zur Diskursreihe Summe = stellt die KUPF-Zeitung den neuesten Text von Boris Groys vor.   von Reinhold Schachner Der Kunsttheoretiker Boris Groys stellt in seinem neuesten Buch die These auf, daß die avantgardistische Kunst sich selbst auf das Medium, das sie trägt, reduziert, und sich dadurch der Eigenlogik der Kunstarchive unterwirft. Dieser umfangreiche Essay „Unter Verdacht. Eine Phänomenologie der Medien“ ist ein Weiterdenken des 1992 von ihm erschienen Buchs „Über das Neue“. Darin beschrieb Groys die Kriterien der kulturellen Ökonomie, die für die Aufnahme von Dingen aus der profanen Welt in den … Weiterlesen …

Sieger sehen anders aus

Und reden wahrscheinlich auch anders. Eines hat Kunst- und Medienstaatssekretär Morak bei seinem Chef Schüssel gelernt: Zu Schweigen. Oder ist das nur als Teil einer künstlerischen Inszenierungzu werten?   von Udo Danielczyk Tatsache ist, das Morak Politik machen sollte: Kunstpolitik, Kulturpolitik und Medienpolitik. Im Sinne von Politik für Kunst, Politik für Kulturschaffen und Politik für Medien. Morak sollte doch in der Regierung der Lobbyist für diese Bereiche sein, sollte politische Interessenvertretung für diese Bereiche machen. Er könnte es tun. Oder zumindest versuchen. Gut, es gibt ja Bereiche wo er es versucht hat. Es gibt auch ein – oder gar zwei? … Weiterlesen …