„Was kann Radio?“ Langversion

...FRO (Linz). Ein Gespräch zu Geburtstagsaktivitäten, Programmaufträgen, Geldbeschaffungsmöglichkeiten und der Frage, ob man Freie Radios überhaupt gerne hören soll. Von David Guttner. David Guttner: Schön, dass wir alle da sind, und dass ihr die Zeit gefunden habt, im möglicherweise stressigen Jubiläumsjahr. Wie wird denn das bei euch begangen? Helga Schwarzwald:...

Ökonomische Argumente für die öffentliche Kulturförderung

Gutes ausgeschlossen werden) und die Nicht­-Rivalität (wenn ich das Gut konsumieren kann, kann dies gleichzeitig auch jede andere Person ungestört tun). Dabei wird schnell klar, dass Kultur anhand dieser Kriterien in den meisten Fällen tatsächlich keinesfalls als öffentliches Gut definiert werden kann: ZuschauerInnen können aus einer Theatervorstellung ausgeschlossen werden, indem...

Gut, entschuldige ich mich eben

Wahlkolumne von Andi Wahl Auch ich habe geholfen den ersten PEGIDA-Aufmarsch in Linz zu blockieren. Aber dann habe ich mich, geschützt durch meinen Presseausweis, zu den PEGIDA-Leuten gestellt. Von «der anderen Seite» wirkten die Antifaschist_innen nicht gerade sympathisch. Und in den darauf folgenden Tagen sind sie mir immer...

Wurstsemmeln gegen symbolisches Kapital

...Budgets gut arbeiten und ich kann mit hohen Budgets gut arbeiten. Ich habe aber Probleme mit Budgets, die am Anfang sehr günstig sind und dann plötzlich immer mehr steigen. Insofern habe ich auch Verständnis für höhere Budgetierungen, wenn sie zweckmäßig und nachvollziehbar sind und habe natürlich auch Verständnis, wenn sich...

macht:demokratie: Nach der Jury

...war überrascht, dass so viele mit wirklich guter Qualität dabei waren. Ich habe eigentlich mit mehr Projekten gerechnet, wo sofort klar ist, dass die überhaupt keine Chance haben. Weil sie thematisch nicht passen oder weil sie nicht gut ausgearbeitet sind. Es hat sich gezeigt, dass da wirklich sehr viel an...

Wider die Lethargie!

dazu eingefrorenen Kulturförderungen so gut wie keine neuen Strukturen aufbauen oder bestehende weiterentwickeln. Ja, von völligem Stillstand kann zwar nicht gesprochen werden, aber KUPFzeitungsartikel aus dem Jahr 1997 ließen sich gut und gerne ohne inhaltliche Abstriche hier nochmals abdrucken – wie @otre richtig angemerkt hat. Was sich allerdings Mitte der...

Kärntner Zustände

...notwendige Aktivitäten, die ehrenamtlich nicht zu leisten waren. Vor allem aber heben die Daten den Selbstwert der freien Szene in Kärnten und signalisieren die «gewichtige, unübersehbare Größe» innerhalb der Kulturlandschaft. Eng mit dem Selbstwert ist Wertschätzung verknüpft. Letztere ist verbesserungswürdig, das zeigen auch die Zufriedenheitswertungen hinsichtlich der Kommunikation mit Subventionsgeber_innen...

Kulturarbeit, Partizipation und trotzdem „ned verhungern“

...Anstellungen und Projektarbeiten bieten keine soziale Sicherheit. Wer weiß schon, wovon er/sie nächstes Jahr Miete und Essen bezahlen wird? Die fehlenden finanziellen Mittel lassen es für viele Vereine und Organisationen gar nicht zu, gut bezahlte, abgesicherte Dienstverhältnisse mit den AktivistInnen zu begründen. Der Verein deckt die gröbsten Notwendigkeiten mittels Werkvertrag...

Parallax Error #143

Über die männliche Dominanz in den Redaktionsstuben von Zeitungen und Zeitschriften ist schon so einiges gesagt worden. In Deutschland etwa kampagnierte vor gut einem halben Jahr ein Bündnis von Journalistinnen für eine Frauenquote von dreißig Prozent in den Chefredaktionen – warum da nicht gleich der halbe Anteil gefordert wurde, bleibt...

Public Open Spaces

...ebenfalls unter politischer Einflussnahme leidet, organisatorisch funktionieren all diese Bereiche gut bis sehr gut. Und es ist weitgehend unumstritten, dass sie mit Steuergeld zu finanzieren sind. Rein marktwirtschaftlich lässt sich keine dieser Infrastrukturen allgemein zugänglich oder auch nur einigermaßen gerecht organisieren. Roms Müllberge und Englands marode Schienen legen davon ebenso...

Das Überflüssige ist das Übel des Notwendigen

...Kulturpolitik neben den Motiven Hochkultur, Demokratisierung und Soziokultur etabliert, und somit kommt es zwischen den staatlichen Kulturangeboten und den Angeboten privater Anbieter auf dem nachfrageorientierten Erlebnismarkt zum Konkurrenzkampf um die Gunst der erlebnisorientierten Gesellschaft – unter dem Motto „Gut ist, was gut läuft“. Des weiteren spricht sich Schulze im Bereich...

Vielfalt gemeinsam tragen

...nicht das Gefühl, auch nur in der Nähe von Zerfall zu stehen – ganz im Gegenteil, es wird immer besser. Es ist schon eine interessante Frage, warum es in dem Kontext so gut funktioniert, wie es funktioniert. Wer kann sich womöglich davon etwas abschauen? Serbest: Wenn das Produkt gut ist...

Generationenwechsel im Kulturverein

...ermöglichen, sich einen guten Lebens- und Arbeitsraum zu gestalten – z. B. in Form einer Organisationsstruktur mit klaren Verantwortlichkeiten und guten Regeln des Miteinanders. Ein Plädoyer demnach auch dafür, bewährte Instrumente der Teamentwicklung, Mediation, Organisationsberatung und Prozessbegleitung ebenfalls in diesen Organisationen gezielt einzusetzen, so wie dies in Familienunternehmen und vielen...

Interviews Wir AG

...Nicht nur von den Kunstfreaks sondern auch von PassantInnen und den Menschen die hier wohnen. (euphorisch) Hucky: Die Zeit war sehr gut! Außer, dass der Börsencrash passiert ist. Aber wir lernen ja und haben da auch geistig Kapital draus ziehen können. Nicole: Alle Veranstaltungen waren super gut besucht. Nur der...

Eine Geschichte mit Langzeitwirkung

...vertrauen Haushalten zu putzen wirkt zum einen übergriffig und zum anderen so gewissenhaft und genau, dass der Wechsel zwischen »So eine Putzkraft such ich schon lange.« bis hin »Nur über meine Leiche!« laufend den Lesefluss begleitet. Vielleicht ist es einmal gut, nicht gleich mit »dem Putzlappen in die Wohnung zu...