EDITORIAL #80

Zukunftsaussichten Warnend blickt Mayreder in die Zukunft: „Alle wirtschaftlichen Errungenschaften würden sehr wenig an dem innerlichen Verhältnis der Geschlechter ändern, und der selbständige Erwerb wäre nur eine neue Form der Abhängigkeit der Frau, wenn nicht ganz andere Entwicklungseinflüsse zu ihren Gunsten wirken werden…….man wird erst wissen, was die Frauen sind, wenn ihnen nicht mehr vorgeschrieben wird was sie sein sollen“ Rosa Mayreder (1858) Die Zukunft, von der Rosa Mayreder schreibt, ist die Gegenwart von heute – was hat sich geändert? Frauen schreiben, Frauen bauen, Frauen werden Politikerinnen, Frauen erobern die Chefinnenetagen, Frauen bilden Netzwerke, Frauen treten aus dem Hintergrund hervor …

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Splitter

An den Basistagen in Ateliers,bei Diskussionen, mit Radio Fro durch den Internationalen Frauentag und ein Literaturprojekt für Frauen im Internet   Basistage Offene Ateliers, Kunst und Diskussion Vom 4.03.-7.03. 1999 finden in Linz die Basistage statt. Die Vermittlung aktueller Kunst für ein interessiertes, wie auch ein Fach-Publikum unter besonderer Berücksichtigung der regionalen Situation ist eines der Ziele der Basistage. Der Bundeskunstkuratorin Lioba Reddeker, welche zusammen mit dem Salzburger Kurator Ulrich Mellitzer für das Konzept verantwortlich zeichnet, ist es ein Anliegen, sowohl die produktive als auch die institutionelle Seite des Kunstbetriebes in den Diskurs einzubinden, um so neue Impulse im Bereich …

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Kulturpolitik braucht Klimawechsel

Von den Grünen bis zu Khol – alle reden von der zivilen Gesellschaft. Jeder meint dabei offensichtlich etwas anderes.   Wer sich fragt, wie dieser Begriff in der Kulturpraxis gebraucht werden kann, der packe die Gelegenheit beim Schopf und vertiefe sich in die Lektüre eines vor kurzem erschienenen Buches. 83 Seiten, kleines Format, locker layoutiert. Die Rede ist vom neuen Buch der IG Kultur: „Klimawechsel. Für eine neue Politik kultureller Differenz“, erschienen im Dezember 1998. von Gabriele Kepplinger Es handelt sich bei diesem Buch um einen Ergänzungskatalog kulturpolitischer Forderungen zu dem vom Bundeskanzleramt herausgegebenen Weißbuch zur Reform der Kulturpolitik. Forderungen …

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Networkerinnen aller Knoten vereinigt euch

Netz.Kultur.Österreich 12. Dezember 1998, Wien   Es gibt sie – die Kompetenz der freien Initiativen im Bereich Neue Medien. Eindrucksvoll bewiesen hat dies die Veranstaltung Netz.Kultur.Österreich am 12. Dezember 1998 in Wien, PublicNetbase. VertreterInnen freier Internetinitiativen und ExpertInnen erarbeiteten auf Einladung von Virtueller Plattform und IG Kultur Österreich ein gemeinsames Positionspapier und legten Stragtegien fest, wie auch auf Bundesebene die Bewußtseinsbildung von Politik und Verwaltung vorangetrieben werden kann. Die Networking-Aktivitäten der Internetinitiativen in Österreich gehen auf Aktivitäten seit 1995 zurück. Anfang 1998 formierte sich die Virtuelle Plattform Österreich, einstweilen noch ein loser Zusammenschluß von PublicNetbase t0 (Wien), Servus.at (Linz), mur.at …

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Medienkonferenz Linz ’99

Kurskorrekturen zur Kultur- und Medienpolitik   von Ulrike Stieger Der Bereich der Medien baut seinen Einfluß auf das gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben mit immenser Geschwindigkeit aus und ist damit auch Inhalt des Artikels 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention, der die freie Meinungsäußerung als einzulösendes Grundrecht einer Demokratie vorsieht. Als politisches Handlungsfeld folgt daraus die notwendige Sicherstellung von „freien Räumen“ in einem offensichtlich ökonomisch dominierten Umfeld. Im Auftrag der OÖ. Gesellschaft für Kulturpolitik konnte Sabine Bauer als Autorin der Studie „Medium Internet und die Freie Szene – Informationsgesellschaft und Demokratiepolitik in Österreich“ bereits Denkanstöße und Wege in diese Richtung für …

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Regionalförderungen für Kulturprojekte

Die Politik muß durch die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen der Kultur als wichtigem Faktor regionaler Entwicklung Rechnung tragen   von Sylvia Amann Die KUPF setzt sich für eine Verbesserung der Finanzierungssituation regionaler Kulturinitiativen und eine zuMutbare Kulturpolitik ein. Seit dem EU-Beitritt Österreichs stehen nun auch neue Fördermöglichkeiten für den kulturellen Bereich zur Verfügung, und die Auseinandersetzung mit Kulturpolitik auf europäischer Ebene ist notwendig. Hier gibt es aber große Defizite: Informationsdefizite, wie die geeignete Förderschiene gefunden werden kann. Zuständigkeiten in der Verwaltung und komplexe, politische Entscheidungsabläufe sind Außenstehenden oft unklar. Es bestehen aber auch Informationsmankos über die Bedürfnisse des kulturellen Sektors, Unklarheit …

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Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

von Michaela Schoissengeier Obfrau des Vereins fiftitu 1. Akt:   Frühjahr ’98: die Idee ist geboren, wir machen eine frauen.kultur.woche in Frühjahr ’99. Grübel, grübel und studier, viele Gehirne zermartern sich. September ’98: alle Unterlagen sind beisammen für unser Vorhaben: frauen.kultur.woche fiftitu % vom 19.-.29.3.’99. Projektbeschreibungen, Finanzierungspläne und ein nettes Ansuchen um das nötige Geld werden in eine schöne Mappe mit farbigen Blättern verpackt und an alle möglichen GeldgeberInnen geschickt. Streß kam auf bei Herta und mir: sind wir zeitgerecht dabei, haben wir eh nichts vergessen, wurde alles bedacht? Fragen über Fragen; jedoch als unzählige Mappen auf der Post lagen …

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Fiftitu % Warum und Wozu?

FIFTITU% – immer wieder staune ich! Sooft ich auch den Namen unseres neuen frauen.kultur.vereins lese, höre, sage – er stürzt mich immer wieder in ungläubige Konfusion. Der Name meint ja nichts anderes, als die simple Tatsache, daß zweiundfünfzig Prozent der Weltbevölkerung weiblich sind. Frauen sind die Mehrheit und ich gehöre zu dieser Mehrheit, und trotzdem laufe ich herum mit dem Gefühl, daß das weibliche ein Irrtum ist in dieser Welt. Frauen – eine Fehlleistung des sonst so supermännlich perfekten Schöpfers, Frauen – eine zu vernachlässigende Größe im rational-männlichen Funktionsablauf oder – schlimmer noch – eine ziemlich ernste Störung in eben …

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Kulturarbeit

KUPF-Innovationstopf 1999 Gesucht sind: Regionale, soziale, kulurelle…. Entwicklungskonzepte für den bzw. im Raum Oberösterreich, die dem jeweiligen Gemeinwesen zuträglich sind. Einreichschluß war der 04. Jänner 99 Einundvierzig Konzepte sind eingereicht worden und eine runde Million Alpendollars gilt es an die besten Projekte zu verteilen.   von Martina Geroldinger Durch den KUPF Innovationstopf gilt es zwar nicht die Welt zu retten, aber doch gilt es den richtigen Schmetterling mit dem richtigen Flügelschlag zu finden: mit dem Flügelschlag mit der richtigen Schwingung: mit der Schwingung, die wegführt vom alten Glauben an den fürsorglich-feudalen Staat, mit der Schwingung, die der drohenden Wolfsgesellschaft des …

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Kupf auf Expansionskurs

KUPF auf Expansions kurs Arbeitsziele 1999, neuer Vorstand und viele neue Mitglieder   von Sylvia Amann 17 neue KUPF-Mitgliedsvereine sprechen eine deutliche Sprache – die Kulturplattform Oberösterreich wird als wichtiger kulturpolitischer Faktor und als wertvolle Partnerin für Kulturvereine wahrgenommen. 90 Vereine von Textilkunst und -workshops im Mühlviertel über Eigenkreativität im Kremstal bis zur Auseinandersetzung mit Landwirtschaft und zeitgenössischer Kunst am Mondsee – um nur einige der Neuen zu nennen! Die KUPF – Kulturplattform Oberösterreich hat innerhalb der letzten Jahre ihren Aktionsradius sehr ausgeweitet. Ein extrem breites Handlungsfeld von Gemeinde-kulturpolitik bis zur Ebene der Europäischen Kulturpolitik wurde bearbeitet. Auf Bundesebene konnte …

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