Aufgeschnappt und Abgekupfert

Politik & Verwaltung gratulieren

Margot Nazzal – Kulturdirektorin Land OÖ
“Bei meiner ersten Begegnung mit der KUPF OÖ – konkret mit Thomas Diesenreiter – wurden die Rollen schnell klar. Wir begrüßten uns, freuten uns, er sagte: “Ich bin frech.” Ich sagte: “Naja, ich bin es nicht.” In Folge gab es zahlreiche Begegnungen und viele intensive Gespräche, in denen es immer darum ging, sich gemeinsam herausfordernden Fragen zu stellen. Und die KUPF hat für mich viele Touren durch Linz, durch Oberösterreich organisiert. 

Thomas Stelzer (ÖVP) – Landeshauptmann OÖ
„Die Zusammenarbeit mit der KUPF OÖ war von Beginn an intensiv – manchmal herausfordernd, aber immer konstruktiv. In den vergangenen Jahren haben wir uns gut zusammengerafft. Nach 40 Jahren kann man sagen: Diese Idee hat sich durchgesetzt, die KUPF ist eine Institution geworden. Danke für diese konsequente, engagierte Arbeit. Kultur braucht dieses Miteinander – auch wenn es nicht immer reibungsfrei ist.“

Dietmar Prammer (SPÖ) – Bürgermeister der Stadt Linz
Ich durfte mit der KUPF OÖ durch die freie Kulturszene touren und dabei viele Initiativen kennenlernen, die von großem ehrenamtlichen Engagement getragen werden. Diese Vielfalt erfüllt mich mit Stolz, dafür möchte ich der KUPF OÖ sehr danken.”

Doris Lang Mayerhofer (ÖVP) – Kulturstadträtin der Stadt Linz
“Ich schätze die Zusammenarbeit mit der KUPF OÖ immer sehr – auch dann, wenn sie kritisch bleibt. Gerade diese kritische Haltung ist wichtig, ebenso wie ihre Innovationskraft, wie z. B. mit der Entwicklung von KUPFticket. Dafür ein großes Danke.”

Alle Statements sind Zitate aus der 40-Jahr-Feier der KUPF OÖ in der KAPU Linz im Februar 2026

Frag die Suchmaschine

40 Jahre
40 Jahre arbeiten – wie viel Pension?
40 Jahre – wie viele Schlafstunden?
40 werden ist nicht schlimm
40 werden ist anstrengend
40 Jahre – was ändert sich?

Wortspende

”Es genügt nicht, die Einzigartigkeit aller Menschen anzuerkennen und ihnen Zugang zu Entscheidungsprozessen zuzugestehen. Nur weil ich mitreden darf, tue ich es noch lange nicht.”
Clar Gallistl, Soft Power, Wasser Publishing 2026, rezensiert auf Seite 31.

Kupfer-Schaubergwerk

In den 1990ern wurde der „Alte Paradeisstollen“ in Radmer (Steiermark) wieder zugänglich gemacht. Insgesamt wurden ca. 3.000 Tonnen Gestein ohne Maschineneinsatz bewältigt. Nun kann man ein weitläufiges Stollensystem aus Strecken, Schächten und Abbauen besuchen und mit der kleinsten Stollenbahn Österreichs fahren. Das Museum wird zur Gänze ehrenamtlich betrieben. In Radmer wurde in der Bronzezeit, vor 3000 Jahren, Kupfererz abgebaut. In insgesamt 60 Abbauen waren bis zu 700 Bergleute mit der Gewinnung des Kupfererzes beschäftigt. Von 1547 bis 1855 wurde ein weitläufiger Kupferbergbau betrieben, der zeitweise zu den bedeutendsten Bergbauen im Alpenraum zählte. 

Geöffnet: Frühjahr bis Wintereinbruch 9:00-18:00 Uhr
eisenstrasse.co.at/eisenstrassenmuseen/kupferschaubergwerk-radmer/ 

Interessengemeinschaften – IG

Eine Interessengemeinschaft (IG) ist ein Zusammenschluss verschiedener natürlicher oder juristischer Personen auf Grundlage eines gemeinsamen Interesses. Durch eine Mitgliedschaft in einer Interessengemeinschaft können Einzelpersonen sowie Kunst- und Kulturvereine eine stärkere politische Einflussnahme erreichen. Dies geschieht, indem die Interessengemeinschaft ihre Mitgliederinteressen gegenüber politischen Entscheidungsträger*innen vertritt und versucht, politische Prozesse zugunsten ihrer Mitglieder zu beeinflussen. Die IG Bildende Kunst beispielsweise steht für faire Bezahlung, Elternschaft und Künstler*in sein, leistbare Atelierräume und kämpft für die Verbesserung der ökonomischen und sozialen Lage von Künstler*innen.

Aus: Glossar. Begriffe sehr einfach erklärt, hg. von Sheri Avraham, Martin Strasser; Kooperation IG Bildende Kunst & Künstler*innen Vereinigung Tirol, 2024, 112 Seiten, als Printpublikation und online erhältlich: https://igbildendekunst.at/themen/glossar/ 

Notwendige Spuren

Schreiben heißt für mich, sich Stück für Stück wegzugeben, womöglich, bis nichts übrig bleibt. Ich habe auch Angst vor dem Schreiben, weil irgendwie wahr wird, was aufgeschrieben wurde. Das Wenige, das ich bisher geschrieben habe, war deshalb großteils nur für mich bestimmt. Vielleicht ist wenig ja gut, wie bei Spurenelementen und Mineralstoffen. Winzige Spuren von Kupfer sind zum Beispiel lebensnotwendig für Blutbildung und Eisenstoffwechsel, Immun- und Nervensystem, Bindegewebe und Knochen. Zu viel davon verursacht Übelkeit, Erbrechen, blutige Durchfälle, Leberschäden. So ungefähr sehe ich mich und mein Schreiben. Schritte, wie der Austausch und die Zusammenarbeit mit der Redaktion der KUPFzeitung, sowie die Veröffentlichung meiner Beiträge darin, halfen dabei, meine Angst stückweise abzutragen. Meine Teilnahme am Lehrgang für Kunst- und Kulturmanagement von KUPF OÖ und BFI OÖ zähle ich ebenso dazu. Abgesehen von den beeindruckenden Inhalten, Räumlichkeiten, Vortragenden etc., durfte ich wunderbaren Menschen begegnen, denen ich mich noch immer sehr verbunden fühle. Das ist es auch, was die KUPF für mich bedeutet: Stärke durch Verbundenheit.
Von Monika Andlinger

Positionen zur Gegenwart

Der Band vereint Arbeiten der Bildenden Künstlerin Astrid Esslinger und der Schauspielerin, Regisseurin und Texterin Verena Koch. Esslinger entwickelt Bilder, in denen Frau*-Sein, Wildnis und urbane Räume verhandelt werden. Koch reagiert auf die Bilder mit literarischen Miniaturen. Persönlich, politisch, szenisch verbinden ihre Texte gesellschaftliche Haltung mit persönlich Erlebtem. 
Astrid Esslinger, Verena Koch, AMAZING, Positionen 2026.

Am Fenster

In der Innenstadt der Stahlstadt
spiegeln sich Streifen aus Gold wider.
Die Taube streckt noch die Flügel.
Die Amsel organisiert gleich den Tag.
In der Innenstadt meines Lebens
veraltet mein Herz aus Kupfer.
Es schlägt noch immer gut
aber kriegt langsam grünliche Flecken.
Ich lehne mich aus dem Fenster
und poliere mein Herz vorsichtig,
um es nicht zu verformen.
An der frischen Früh eines Sommertages
macht es mir nichts, dass ich einmal sterbe.
Denn, nach mir, wirst du kommen.

Von Andreu Vall Portabella

Regenerative Kulturarbeit

  • „Wenn ich “regenerativ” höre, denke ich an Erlebnisse, die mich energiegeladener, reicher, origineller machen.“
  • „Ich denke dabei nicht an passives Konsumieren (aus Besucher*innenperspektive), sondern an Inspiration, Impulse und Bestärkung, an gute Perspektiven und das Entwerfen von Utopien, an gemeinsames Entdecken und Ausprobieren“
  • „Die Kraft, die Kulturarbeit der Gesellschaft gibt. Die Energie, die durch Kulturarbeit erzeugt wird. Der Nährboden, der dadurch entsteht – Nährboden für Ideen, zwischenmenschliche Auseinandersetzung, gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
  • „Regenerative Kulturarbeit bedeutet für mich, Arbeitsweisen zu schaffen, die nährend wirken. Es geht um eine Kultur der Entschleunigung und das Prinzip des ‚Revisiting‘: Bestehendes wieder erkunden und wertvolle Impulse für die Gegenwart zurückholen. In meiner Arbeit als Künstler und Leiter setze ich auf Prozesse, die Energie zurückgeben statt sie zu verbrauchen. So wird Kultur zu einem nachhaltigen Kreislauf, der Raum für gesundes Wachstum lässt.“

Die IG Kultur Vorarlberg lädt heuer zu ihrem 35-jährigen Jubiläum zu Aktivitäten rund um das Thema “Regenerative Kulturarbeit” ein. Unter anderem wurden Wortspenden dazu gesammelt, was Interessierte unter “Regeneration / regenerativ” verstehen.  vorarlberg.igkultur.at

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