EDITORIAL #82

Nach-Schläge   von Udo Danielczyk bietet diesmal die Kupf-Zeitung ihren geschätzten LeserInnen. Wobei Nachschläge nicht nur im Sinne von sturer Restl-Verwertung zu verstehen sind, sondern viel mehr im Sinne von Aufarbeitung/Aufbereitung von aktuellem Geschehen und Themen, und im Sinne der Verstärkung von Positionen und Meinungen. Und somit bietet die KUPF-Zeitung wieder ein komplettes Menu aus viel Lesens- und Wissenswertem zum Nachschlagen. Nachschlag 1: Regionale und Gemeinde(kultur)entwicklung. Während sich Sylvia Amann an einem EU-Spezialitätenbuffet über Regionale Entwicklungskonzepte labt (S. 4), versucht Uli Böker wenigstens ein Stück vom ohnehin kleinen Kultur-Gemeindekuchen (S. 6) zu ergattern. Kochkurse für Kulturinitiativen in Sachen Regionaler Kulturarbeit … Weiterlesen …

Raum & Podium

können die sogenannten „neuen, elektronischen Medien“ Künstlern bieten, so LH Pühringer (s.u.) Raum und Podium bot auch die KUPF der Landespolitik und Kulturverwaltung für (eher spärliche) Reaktionen und Anmerkungen zur Linzer Erklärung ’99 bieten.   Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer Medienpolitik ist Kultur- und Bildungspolitik Wir leben in einer Informationsgesellschaft, in der mit einer zunehmenden Vielfalt von Medien immer mehr Informationen auf den Bürger einströmen. Die Information des Bürgers ist für unsere demokratische Gesellschaft unabdingbar. Denn ohne Information gibt es keine fundierte Meinungsbildung und ohne Meinungs- und Willensbildung gibt es auch keine Demokratie und freie Gesellschaft. Ich bekenne mich daher grundsätzlich … Weiterlesen …

Medieninitiativen als neue Herausforderung für die Kulturpolitik

Auszüge einer Rede von Kunststaatssekretär Peter Wittmann, gehalten am 7. Mai 1999 im Rahmen der Medienkonferenz Linz 1999   von Peter Wittmann Meine sehr geehrten Damen und Herren, […] Wir haben gegenwärtig in Österreich nicht nur ein duales Hörfunksystem, bestehend aus den öffentlich-rechtlichen Radioprogrammen des ORF und den kommerziellen privaten Radioprogrammen, sondern auch einen nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil in der privaten Radiolandschaft, nämlich den nicht-kommerziellen, in der Regel als freie Radios bezeichneten Hörfunk. Merkmale dieser freien Lokalradios sind ihre Werbefreiheit, ihre Gemeinnützigkeit und das Zur-Verfügung-Stellen eines offenen Zugangs. Die freien Radios beweisen durch engagierten Einsatz tagtäglich, daß sie dem Gesetzesauftrag, … Weiterlesen …

Anfangspunkt

Nachträgliche Gedanken zur „Medienkonferenz Linz 1999. Kurskorrekturen zur Kultur- und Medienpolitik“   von Aileen Derieg Während der zweitägigen Konferenz kam immer wieder eine Art Aufbruchsstimmung, ein gewisser Optimismus auf, nämlich dann als es um den Erfolg der freien Radios beim Europäischen Gerichtshof ging, womit eine Öffnung des staatlichen Monopols für die freien Radios erzwungen wurde. Angesichts der tristen Situation der unabhängigen Printmedien konnte sich der Optimismus aber nicht lange halten. Dabei schwenkte der Blick immer wieder auf „die Politik“. Nachdem Oliver Marchart in seinem Vortrag auf sehr unterhaltsame Weise die Handlungs- und vor allem Konfliktunfähigkeit der Regierung dargestellt hat, haben … Weiterlesen …

Ein Stück vom Gemeindekuchen

sollte sich die Kultur abschneiden   von Uli Böker Gemeinde Soziologisch gesehen, ist die G. eine lokale Einheit mit (nach außen) abgrenzbaren sozialen Handlungsgefügen und gemeinsamen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Beziehungen der betroffenen Bewohner. Nach der für den Menschen „primären“ Familie wird, neben Schule und Nachbarschaft, die G. als wichtigstes elementares Sozialsystem betrachtet, in dem erste „sekundäre“ Sozialbeziehungen erlebt werden können…….. Kultur das von Menschen zu bestimmten Zeiten in abgrenzbaren Regionen in Auseinandersetzung mit der Umwelt, in ihrem Handeln Hervorgebrachte (Sprache, Religion, Ethik, Institutionen, Recht, Technik, Kunst, Musik, Philosophie, Wissenschaft); auch der Prozeß des Hervorbringens der verschiedenen K.inhalte und -modelle … Weiterlesen …

Bilbao in Oberösterreich?

Kulturelle Regionalentwicklungskonzepte im Vergleich Ende Mai hatte die deutsche EU-Präsidentschaft zu einem internationalen Austausch über die Bedeutung der Kultur im Kontext der Regionalentwicklung geladen.   von Sylvia Amann Und der Veranstaltungsort – die Zeche Zollverein in Essen – war gut gewählt. Stellt sie doch eines der herausragenden Beispiele für einen gelungenen Strukturwandel im Ruhrgebiet dar. Kohle und Stahl, die über mehr als 100 Jahre die Region dominierten, wurden in den letzten Jahren, auch mit Hilfe der EU-Strukturförderungen, u. a. in Arbeitsplätze im Kulturbereich umgewandelt. Die Projektleiter geben eine Zahl von 7.500 neuen Unternehmen und sog. neuen Selbständigen an, die durch … Weiterlesen …