„Was kann Radio?“ Langversion

Dies ist die Langversion zum Originalartikel in der KUPF-Zeitung Nr. 125: https://kupf.at/?p=172838   Zum zehnjährigen Bestehen Freier Radios in Österreich. Wegen eines geplatzten Kühlwasserschlauchs um einige Minuten verspätet, traf ich Mittte März am Linzer Hauptbahnhof Helga Schwarzwald und Sandra Hochholzer, die Geschäftsführerinnen der Freien Radiostationen ORANGE 94,0 (Wien) und FRO (Linz). Ein Gespräch zu Geburtstagsaktivitäten, Programmaufträgen, Geldbeschaffungsmöglichkeiten und der Frage, ob man Freie Radios überhaupt gerne hören soll. Von David Guttner. David Guttner: Schön, dass wir alle da sind, und dass ihr die Zeit gefunden habt, im möglicherweise stressigen Jubiläumsjahr. Wie wird denn das bei euch begangen? Helga Schwarzwald: Naja, …

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Wider die Teletubbyverdichtung

Nach vier Jahren hat Gerald Raunig die IG Kultur Österreich als Obmann verlassen. Aus diesem Anlass führte die KUPF-Zeitung mit Bernhard Amann, schon langgedientem Vorstandsmitglied und jetzt Obmann, und Rubia Salgado, neue IG-Vorständin und Obmann-Stellvertreterin, ein Interview zur weiteren Entwicklung der Bundes-Interessenvertetung.   KUPF: Ihr beide arbeitet auf verschiedenen Ebenen der Kulturpolitik und der Kulturarbeit. Bernhard: Ich veranstalte gemeinsam mit Jugendlichen und KünstlerInnen jedes Jahr das internationale Transmitterfestival in Vorarlberg und daneben bin ich in der Drogenarbeit und im Jugendzentrumsdachverband tätig. Ich definiere mich als jemand aus dem soziokulturellen Bereich. Mir ist die Verschränkung von “Pädagogik und Kunst“ ein sehr …

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Netzwerk Memoria

Rudolf Habringer und Walter Kohl, zwei oberösterreichische Literaten, starteten mit einer Förderung aus dem KUPF-Innovationstopf 2000 ein sehr ambitioniertes Projekt. Die Erinnerungen des 20. Jahrhunderts sollen in einem Archiv festgehalten werden. Diese Gedächtnisbibliothek soll in weiterer Folge KünstlerInnen, HistorikerInnen aber auch vielen Anderen zur weiteren Bearbeitung des gesammelten Materials zur Verfügung stehen.   Kupf: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, die Schaffung eines umfangreichen Erinnerungsarchivs in Angriff zu nehmen? Habringer: Der äußere Anlass war tatsächlich die Ausschreibung zum Innovationstopf. Beide haben wir ja schon mit historischem Material, oder sagen wir besser mit Erinnerungsmaterial, literarisch gearbeitet. Die Frage, was als …

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Wenn wir Wissen teilen, haben alle mehr davon

Am 14. Mai fand im Linzer Wissensturm der zweite Open Commons Kongress der Open Commons Region Linz & Upper Austria statt. Dazu hatten sich die Veranstalter nationale und internationale Vortragende eingeladen, um über (Open) Commons im Umfeld von Bildung & Wissenschaft, Wirtschaft & Verwaltung sowie Gesellschaft & Kultur zu diskutieren. Die Keynote kam von Silke Helfrich, Mitbegründerin der Commons Strategies Group, die im Anschluss an ihren Vortrag Wolfgang Gumpelmaier in einem Interview Rede und Antwort stand. Wolfgang Gumpelmaier: Sie haben in Ihrer Keynote über den Begriff der «Commons» gesprochen. Was verstehen Sie darunter? Silke Helfrich: Es gibt Dinge im Leben, …

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Sie ist weg!

Die Redaktions ohrfeigt sich selbst, ob ihres tendenziellen Unvermögens. Sie werden es vielleicht nicht wissen, aber die KUPF Zeitung ist jetzt nicht so ein basisdemokratisches Gebilde wie es vielleicht nach Außen hin den Anschein erwecken mag. Natürlich steckt da eine Redaktion dahinter, die sich pro Ausgabe mindestens zwei Mal persönlich trifft und zudem mittels modernster Kommunikationstechnologien (Mobiltelefonie, elektronische Mailinglisten, Büroklatsch) im permanenten Ideenaustausch steht. Natürlich werden jedes Mal Ideen gewälzt, Themen gefunden, AutorInnen gesucht, Köpfe zerbrochen (nicht wirklich, nur metaphorisch), Texte verworfen, Comics gezeichnet, Anzeigen gekeilt, Artikel aus den Fingern gezuzelt und überhaupt kleine Wunder vollbracht. Ehrenamtlich noch dazu. Oder …

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Liebe Riki,

Andi Liebl im Briefverkehr mit der neuen KUPF Mitarbeiterin Riki Müllegger   … nun ist also die Katze aus dem Sack und ich habe das Vergnügen, Dich als neue Mitarbeiterin der KUPF vorzustellen. Ich hoffe, du bist damit einverstanden, dass wir das in Briefform hinter uns bringen. Du wirst mit Juni die Nachfolge von Birgit antreten, die in der KUPF die Agenden der Mitgliedsbetreuung, des Innovationstopf und des KUPF Radios sowie der Homepage betreut. Ganz so neu ist ja die KUPF und im speziellen auch deren Büro für Dich nicht. Du bist bis vor kurzem noch Vorstandsmitglied gewesen und seit …

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Kulturarbeit in Ostfriesland

Ein spielerischer Befähigungsansatz mit Mehrwert Das European Network of Cultural Centres (ENCC) lud Ende 2013 zur Jahreskonferenz nach Murcia-Spanien. Vicy Schuster und Klemens Pilsl von der KUPF unterhielten sich am Rande des Treffens mit der ostfriesischen Kulturwissenschafterin Beate Kegler, die am Kongress eine Keynote zu ländlicher Kulturarbeit präsentierte. Im Rahmen des Interviews gab die profunde Expertin Einsicht in ein Leben zwischen Wissenschaft, Kulturarbeit sowie Familie und skizziert dabei ein Bild ländlicher Kulturarbeit, das durchaus repräsentativ für viele europäische Regionen scheint. Im folgenden ein Auszug aus dem Gespräch, eine Audiofassung des gesamten Interviews ist via CBA anhörbar. Magst du dich bitte …

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Die Neue Lightkultur

Der KAPU geht es nicht anders als den meisten Vereinen und Initiativen der Freien Szene. Sie leidet unter chronischer Unterfinanzierung. Deshalb hat sich die Betriebsgruppe nun entschlossen, das legendäre KAPUzine vorerst auszusetzen und mit einer Kampagne auf die finanzielle Situation der Szene aufmerksam zu machen. Die KUPF bat Philipp „Flip“ Kroll von der KAPU Linz zum kurzen Gespräch. KUPF: Das KAPUzine wird erstmals in seinem 20jährigen Bestehen im Herbst ausgesetzt. Warum habt ihr euch zu diesem Schritt entschlossen? Flip: Die Subventionen der KAPU sind seit etwa 10 Jahren konstant. Was einerseits schön ist, aber auch einen Realverlust von etwa 3–5% …

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Die Ziele machen große Veränderungen nötig!

Anlässlich eines Gender Mainstreaming-Workshops in Ebensee bat Stefan Haslinger die Referentin Zita Küng zu einem Interview über Strategien, Machtfragen und die Sinnhaftigkeit von Schwerpunktjahren. Zita Küng betreibt in der Schweiz die Agentur Equality, die sich mit der Konzeption von Gender-Analysen beschäftigt.   KUPF: Michel Foucault eröffnete sein Buch „Über Hermaphrodismus“ mit der Frage: „Brauchen wir wirklich ein wahres Geschlecht?“ In diese Frage ist der Ansatz eingebettet, nach welchem es keine Form von Geschlecht gibt, die nicht sozial determiniert ist. Ist das auch der Ansatz von Gender Mainstreamings, die Mann/Frau-Rollen aufzuheben? Zita Küng: Ich denke Gender Mainstreaming geht davon aus, dass …

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Unsichtbare Klasse

Was Armut mit uns macht und wieso es “normal” sein sollte, darüber zu reden: Daniela Brodesser, Brigitte Theißl und Fatih Özköseoglu im Gespräch mit Katja Frey über soziale Ungleichheit, wie sie aufrechterhalten wird und wie man dem in der Kulturarbeit entgegenwirken kann.

Vegetative Vermehrung

Klemens Pilsl und Eva Immervoll porträtieren die neuen KUPF-Mitgliedsinitativen. Die KUPF hat ja ihre ursprüngliche Form als Organisation längst hinter sich gelassen. Sogar die Phase der Institutionalisierung hat sie längst durchlaufen. Mittlerweile ist die KUPF ein Superorganismus mit schwarm-ähnlichen Strukturen. „Kollektive Intelligenz ist ein emergentes Phänomen: Kommunikation innerhalb einer sozialen Gemeinschaft schafft intelligente Verhaltensweisen des Superorganismus“, meint die gute alte Wikipedia. Dementsprechend spricht Jimbo Wales (bitte diesen Namen NICHT googeln!) im Kontext der humanen Schwarmintelligenz auch sehr charmant von der „Weisheit des Mobs“ – wenn das nicht gut klingt: Street-Credibility und klassenkämpferische Untertöne! Ja: ich rede immer noch von der …

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Nachrichten aus einer anderen Welt (die möglich ist)

Bericht über das Linzer ASF Treffen von Andi Wahl   Nach Hallein 2003 fand von 3. bis 6. Juni das 2. österreichische Sozialforum in Linz statt. In etwa 250 verschiedenen Veranstaltungen wurden Themen aus den Feldern Gesellschaft, Feminismus, Globalisierung und Widerstand aus unterschiedlichen Ansätzen bearbeitet und diskutiert. Einige Blitzlichter und subjektive Eindrücke Jung und aufrecht sitzt er im Diskussionskreis. Seine eindringlichen Worte mit sparsamen Ges- ten untersteichend. Das Grundübel der Welt, so schärft er den Umsitzenden ein, sei der Kapitalismus. Dieser müsse überwunden werden und zwar unter Mobilisierung der Arbeiterschaft, sonst hätte das alles keinen Sinn. Jung, männlich, weiß, Mitteleuropäer, …

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Wahl 2015: 15 kulturpolitische Fragen an die Parteien

Anlässlich der OÖ Landtagswahl im September 2015 hat die KUPF einen kulturpolitischen Fragebogen entwickelt und allen antretenden Parteien vorgelegt. Der Fragenkatalog gliedert sich in vier Blöcke (Allgemein, Finanzen, Perspektiven, Freie Medien) und zielt darauf ab, den Parteien kulturpolitische Positionierungen abzuringen.

Wurstsemmeln gegen symbolisches Kapital

Andrea Hummer interviewt Martin Fritz, den neuen Leiter des Festival der Regionen.   Das Festival der Regionen (FdR), eines der größten dezentralen zeitgenössischen Kulturfestivals in Österreich, das seit 1993 biennal stattfindet, hat einen neuen Leiter. Der in Wien lebende Martin Fritz folgte mit Jahreswechsel dem bisherigen Führungsduo Ferry Öllinger (der sich verstärkt seiner Schauspielerkarriere widmet) und Uli Böker (nun Bürgermeisterin von Ottensheim). KUPF: Martin, wie würdest du dich selbst beschreiben? Martin Fritz: Meistens habe ich unterschrieben mit Projektorganisator und Kurator. Es war immer eine schwierige Frage für mich, weil ich an diese Trennung zwischen rein konzeptuellen und rein praktischen bzw. …

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Widerspruch statt Widerstand

Anlässlich der Herbstausgabe der KUPFzeitung zum Thema „Klimakultur“ hat Katharina Serles mit Isabella Herber, Obfrau der Aktionsgemeinschaft Social Impact, über Aktivismus, Kunst und Klima gesprochen.

Das politische Rad

Klemens Pilsl und Christian Diabl haben zwei Menschen aus dem Organisationsteam des Cyclocamp, Zwili und Max, zum Gesprächgebeten. Ende Juli treffen fahrradbewegte Aktivistinnen aus ganz Europa in der schönen Donaugemeinde Ottensheim zum Cyclocamp 2011 zusammen, um sich über ihre gemeinsame politische und kulturelle Arbeit auszutauschen. In Workshops, Diskussionen und Partys wollen sich die Protagonistinnen verschiedener Bike Cultures kennen lernen und vernetzen.  Das Rahmenprogramm wird dabei nicht vorgegeben, sondern in guter, alter DIYManier von allen Teilnehmerinnen eigenverantwortlich und kollektiv entwickelt und umgesetzt. KUPF: Was sind eigentlich Bike Cultures? Max: Darunter versteht man die verschiedensten Initiativen, die sich um das Zentralthema Fahrradfahren …

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