Warum wir abdriften

Die Wintermonate haben unserem kleinen KUPF-Wäldchen gut getan. Ausreichend Schnee sorgte für feuchten Boden und somit für einen guten Start ins Frühjahr. Auch, dass es mehrere Tage Temperaturen unter -15 Grad gab, lässt auf eine Schwächung der Borkenkäferpopulation hoffen. Wirklich kälteempfindlich sind zwar nur die jungen Larven, aber jede Hilfe gegen diese Mi(s)tviecher ist willkommen.
Und während die Bäume rasten und sich die Borkenkäfer den Arsch abfrieren, hat der Hobbyförster Zeit, eues zu erkunden. So habe ich auch einen Blick in die vorwissenschaftliche Arbeit einer jungen Bekannten geworfen und wurde gleich mit einer interessanten Erkenntnis belohnt. Es geht um Verschwörungserzählungen. Ein Ergebnis der Arbeit ist, dass solche Erzählungen positive Auswirkungen auf ihre Träger*innen haben. In einer unübersichtlich erscheinenden Welt ist es offenbar gut, wenn man schnell einmal ein paar Erklärungen in Griffweite hat. Egal ob Illuminatenorden, Reptiloide oder Hausmeister, es hilft, wenn man jemanden hat, auf den man die ganze Scheiße schieben kann.Und während die Bäume rasten und sich die Borkenkäfer den Arsch abfrieren, hat der Hobbyförster Zeit, eues zu erkunden. So habe ich auch einen Blick in die vorwissenschaftliche Arbeit einer jungen Bekannten geworfen und wurde gleich mit einer interessanten Erkenntnis belohnt. Es geht um Verschwörungserzählungen. Ein Ergebnis der Arbeit ist, dass solche Erzählungen positive Auswirkungen auf ihre Träger*innen haben. In einer unübersichtlich erscheinenden Welt ist es offenbar gut, wenn man schnell einmal ein paar Erklärungen in Griffweite hat. Egal ob Illuminatenorden, Reptiloide oder Hausmeister, es hilft, wenn man jemanden hat, auf den man die ganze Scheiße schieben kann.
Verschwörungserzählungen als Mittel der Psychohygiene. Da sollte man weiterdenken! Zumal es ja unbestritten Verschwörungen gibt. Und das seit Menschengedenken. Das können so mickrige sein wie das „Projekt Ballhausplatz“ (wie Sebastian Kurz die Macht in der ÖVP errang) oder welche in wirklich großem Stil, wie die auf Jahrzehnte angelegten Strategien des Peter Thiel. Seine Vision ist die Herrschaft von Übermenschen.  Eine Welt, in der die Monopole von Tech-Milliardär*innen das Sagen haben. Das lässt dystopische Phantasien gerade zu ins Kraut schießen. Und Peter Thiel befeuert solche Phantasien auch noch, indem er sich selbst zum Katechon ernennt. (Für weniger Bibelfeste: Katechon ist jene Gestalt, die, wenn die Endzeit anbricht, den Antichristen aufzuhalten vermag.)
Der Tech-Journalist und Ökonom Fritz Espenlaub hat der Gedankenwelt von Peter Thiel einen achtteiligen Podcast gewidmet. Beim Hören kann man den Eindruck gewinnen, dass Espenlaub selbst in Verschwörungserzählungen abdriftet. Aber vor 20 Jahren haben wir auch noch darüber gelacht, dass Bäume angeblich untereinander kommunizieren können. Heute gilt das als gesichertes Wissen.

Hörempfehlung: deutschlandfunk.de/die-peter-thiel-story-100.html

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