Presseaussendung der Kulturplattform OÖ

Theatervertrag: KUPF OÖ fordert persönliche Garantie von LH Stelzer

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Die Kulturplattform OÖ begrüßt die Zusage des Landes, die Finanzierungslücke der Theaterholding auszugleichen. Gleichzeitig fordert die KUPF OÖ eine persönliche Garantie des Landeshauptmanns, dass diese Zusage nicht zu Lasten der restlichen Kulturlandschaft gehen darf. Es braucht ein generelles Bekenntnis zur Kultur, unabhängig der Trägerschaft.

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Zukunft der landeseigenen Theater gesichert ist. Klar ist aber, dass die dafür notwendigen Mitteln zusätzlich ins Kulturbudget fließen müssen. Die KUPF OÖ fordert von Landeshauptmann und Kulturreferenten Stelzer, dass er Oberösterreichs Kulturvereinen dieselbe persönliche Zusage und Sicherheit bietet, die er seinen eigenen Theatern gegeben hat. Die Rettung der einen darf nicht auf Kosten der anderen gehen. Es soll zu keiner Umverteilung vom Förderbereich zur Theaterholding im Budget 2020 kommen. Diese persönliche Garantie muss der Landeshauptmann den tausenden KulturarbeiterInnen so rasch wie möglich geben„, so KUPF Geschäftsführer Thomas Diesenreiter. Ohnedies fließen bereits 94% des gesamten Kulturbudgets in die öffentlichen Einrichtungen, ein trauriger Rekordwert. Das Land OÖ liegt bei den Ausgaben für Kultur im Schlussfeld in Österreich, wenn man die Ausgaben für musikalische Bildung ausklammert, wie folgende Grafik zeigt:

Durch den Streit um den Theatervertrag wurden die großen Probleme der unabhängigen Kultureinrichtungen aus dem Licht gedrängt. Sowohl die Stadt als auch das Land OÖ bluten seit Jahren ihre unabhängigen Kultureinrichtungen finanziell aus. Aus Sicht der KUPF tragen beide dafür Verantwortung, dass die kulturelle Vielfalt unseres Bundeslands abnimmt. Die KUPF OÖ erinnert beide Seiten daran, dass unser Kulturland nicht nur aus den öffentlichen Einrichtungen besteht. Zur Erinnerung: Der Wert der Kulturförderung für unabhängige KünstlerInnen und Kulturinitiativen ist beim Land OÖ in den letzten beiden Jahrzehnten um zwei Drittel gesunken.

Und Linz?

Auch bei der Stadt Linz stellt sich nun die Frage, was mit den eingesparten Mitteln passiert. „Wir fordern die Stadt Linz auf, dass die eingesparten Mittel im Kulturbereich verbleiben. Nach Jahren der Vernachlässigung hat man hier die Chance, die Finanzierung der freien Szene endlich auf eine vernünftige Basis zu stellen. Denn auch hier sind die Förderungen der Kulturszene de facto seit Jahrzehnten eingefroren oder gar rückläufig. Wir fordern daher 1 Million € mehr für die freie Szene in Linz“, so Diesenreiter abschließend.

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Thomas Diesenreiter
Thomas Diesenreiter, Geschäftsführer der KUPF OÖ
Foto: Jürgen Grünwald
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