Ausstellungen

“spuren” – Ausstellung von Johanna Klement & Hannah Winkelbauer

7.3.2019, 19:30 Uhr - 7.3.2019, 22:00 Uhr
Kulturverein & Galerie 20gerhaus Ried i.I.

Begrüßung: Annemarie Dämon, 20gerhaus Ried i.I.
Einführung: Mag.a  Elisabeth Mayr-Kern, Landeskulturdirektion
Vernissage: DO 7. März 2019, 19:30h
Dauer: 8. bis 30. März 2019
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Poetische Zeichnungen und Skizzen werden im März das 20gerhaus prägen.

Johanna Klement und Hannah Winkelbauer zeigen in ihren verdichteten, konzentrierten Arbeiten unterschiedliche Techniken, gemeinsam ist ihnen der genaue Blick auf die Dinge. Während Johanna Klement Alltagssituationen oft nur skizzenhaft festhält, beschäftigt sich Hannah Winkelbauer in ihren detaillierten Zeichnungen v.a. mit Fundstücken in ihrer Umwelt.

In ihrer Serie „PIC“ hält Johanna Klement unterschiedliche Ausschnitte des Lebens flüchtig fest, als Skizze, Momentaufnahme und Erinnerungsfragment. Ihre Mischtechniken auf Papier zeigen Details, die sich wie Spuren in den Gedanken festsetzen.

Hannah Winkelbauer widmet sich in ihren Buntstiftzeichnungen mit dem Titel „Fundstücke“ ebenfalls der Spurensuche. Sie findet in auf dem Weg gefunden Dingen wie toten Tieren, fauligem Gemüse u.ä. neben ihrer Hässlichkeit eine wundersame Schönheit, die sie akribisch mit Buntstiften festhält.

Johanna Klement:
Erinnerungsfragmente, Lichtblicke, Momentaufnahmen, Zweifel, Augenzwinkern, Staunen, Bedrängnis und Lebenslust – sehr viele, thematisch wie auch zeitlich ganz unterschiedliche Ausschnitte aus dem Leben sind in dieser Serie flüchtig festgehalten und werden zu einer Kette aneinandergereiht. Diese Kette bildet Eindrücke aus dem Leben der Künstlerin ab und wird damit zu einer sehr persönlichen Auseinandersetzung mit dem Lebensgang.

Von der Kindheit bis in die Gegenwart sind es nicht unbedingt die großen, bedeutungsschweren Momente, die uns prägen, sondern vielmehr die kleinen, flüchtigen, unerwarteten am Rande. Irrational prägen sich oft scheinbar unwichtige Details ein, in unserer Erinnerung verbunden mit ganz anderen Dingen, vielleicht sehr bedeutsamen Dingen sogar, vielleicht auch unbedeutend. So wie wir unsere Spuren hinterlassen, hinterlassen die vielen Dinge rund um uns sie in unsern Köpfen. Diese Spuren erforscht Johanna Klement in der Serie PIC, stellt sie einander gegenüber und formt so ein subtiles Bild über das, was ein Leben lang in unseren Köpfen entstehen mag.

Hannah Winkelbauer:
Die Zeichnungen der Serie „Fundstücke“ lenken den Blick auf unscheinbare Details des Alltags und thematisieren die Schönheit hinter scheinbar hässlicher Oberfläche. Die Motive reichen von verrottetem Gemüse, über tote Tiere bis hin zu abgeschnittenen Zöpfen und verlorenen Kleidungsstücken. „Winkelbauer lässt uns die Schönheit im Unscheinbaren und Alltäglichen erkennen – auch am Weggeworfenen und Morbiden, in einem achtlos zerknüllten Blatt Papier ebenso wie in einem halb verrotteten Apfel oder in irgendwelchem Gemüse.“, wie es Kurator Günther Oberhollenzer in seiner Eröffnungsrede zur Ausstellung „Still lives”, in der Stadtgalerie Vöcklabruck im Februar 2016 formulierte. Und weiter: „Zeichnung als Verdichtung, als Konzentration unserer Welt und Lebensrealität.“

In der künstlerischen Umsetzung beschränkt sich Winkelbauer auf akribisch ausgeführte, zarte Buntstiftzeichnungen, die dann ausgeschnitten und auf Leinwand oder in Objektrahmen befestigt werden. Sie verzichtet auf Ausschmückungen und bleibt bei einer schlichten Hervorhebung des Motivs.

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Mehr Informationen: https://www.20gerhaus.at/