Theater

Samuel Beckett ENDSPIEL – Eine Gugg-Theaterproduktion

5.11.2020, 20:00 Uhr - 7.11.2020, 21:30 Uhr
Kultur im GUGG

in der Übersetzung von Elmar Tophoven

 

Samuel Becketts weltberühmtes Schauspiel über Hamm und seinen Diener Clov: ein clowneskes Gespann am Ende der Zeit.

„Becketts Arbeit geht in die Tiefe, weil nur dort pessimistisches Denken und Poesie ihre Wunder wirken können. Was bekommt man, wenn ein Negativ gedruckt wird? Ein Positiv, eine Klarstellung, wobei sich Schwarz als Tageslicht erweist, die Teile im tiefsten Schatten sind diejenigen, die die Lichtquelle reflektieren“. (Karl Ragnar Gierow)

„Es ist zu Ende, es geht zu Ende, es geht vielleicht zu Ende“ – so heißt es gleich zu Beginn von Becketts düsterer Komödie.

Der eine ist blind und kann nicht laufen, der andere kann sehen, aber nicht sitzen. Ersterer sieht die Welt durch die Augen des anderen und dieser mit dem Fernglas durch die Fenster die Außenwelt: auf der einen Seite die menschenleere Landschaft, auf der anderen Seite das unendlich graue Meer.
Sie können nicht fort, sie sind gefangen in gegenseitiger Abhängigkeit an einem trost­losen Ort. Und so spielen sie das unendliche Endspiel, sie reden an gegen die Hoffnungs­losigkeit, die überall lauert.
Aufeinander angewiesen, haben sie nichts Besseres zu tun, als sich wieder und wieder zu streiten und gegenseitig aufs Korn zu nehmen: geistreich, bissig, intelligent. Es sind verzweifelte Clowns, die mit großem Witz und voller Boshaftigkeit gegen das Nichts ankämpfen: »Die Zone der Indif­ferenz drängt von innen nach außen«. (Adorno)

Die einzige Waffe, die bleibt, ist Humor.

Das Stück, das 1956 uraufgeführt wurde, festigte Samuel Becketts Ruf als bedeutendster Autor des absurden Theaters.

 

Eine bitterböse Komödie, ein existenzieller Text.

 

SCHAUSPIEL:

Adalbert Schieferer / Hamm

Alois Mandl / Clov

Martina Auer / Nell

Herbert Forthuber / Nagg

Mehr Informationen: https://www.gugg.at/events/4130/samuel-beckett-endspiel
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