Literatur

Open Air Lesungen mit Daniel Glattauer und Irene Diwiak

30.6.2021, 19:30 Uhr - 30.6.2021, 22:00 Uhr (ics/ical Kalender Download)
Biohof Huber zu Gunersdorf

Daniel Glattauer
Vergnügliches zum Wahnsinn des Alltags
Was wäre die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ ohne sein berühmtes „Einserkastl“ auf dem Titelblatt? Der unter dem Kürzel „dag“ bekannte Daniel Glattauer tobte sich hier zweimal die Woche aus. Seine „Narrenfreiheit“ (Kissler, Alexander in: Süddeutsche Zeitung vom 6.2.10) nützte der Wiener Autor und Journalist dazu, um alltägliche mehr oder weniger spektakuläre Ereignisse, zwischenmenschliche Unzulänglichkeiten und andere Absurditäten und Vergnüglichkeiten zu kommentieren.
In seinem neuesten Band „Vergnügliches zum Wahnsinn des Alltags“, dem Nachfolger von „Schauma mal“ und „Mama, jetzt nicht!“ tummeln sich die beliebtesten Kurzprosatexte des Kolumnisten. Es sind typisch österreichische Texte, nämlich: „Geschichten, die das Leben nur deshalb nicht schreibt, weil das Leben nicht schreiben kann“ (Glattauer 2009: Klappentext).

Daniel Glattauer, geboren 1960 in Wien, studierte Pädagogik und Kunstgeschichte. Er gilt spätestens seit dem Beststeller „Gut gegen Nordwind“ (2006) zu den erfolgreichsten österreichischen Autoren der Gegenwart. Vielen „Standard“-Leser*innen ist er aber schon viel länger ein Begriff: Von 1989 an arbeitete er 20 Jahre lang bei der Wiener Tageszeitung, er schrieb Kolumnen und Gerichtsreportagen.
Seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und sind auch als Hörbücher, Hörspiele und Theaterstücke erfolgreich.

Irene Diwiak
Malvita
Irene Diwiak schickt in ihrem neuen Roman „Malvita“ die Protagonistin Christina, verkrachte Studentin, im Hauptberuf daher Fundraiserin und frisch getrennt von ihrem Freund, der lieber mit ihrer besten Freundin zusammensein möchte, von Wien nach Italien. Ziel ist das kleine Dorf Malvita in der Toskana, wo sie für die Hochzeit ihrer Cousine fotografieren soll. Das ist ja schon schräg genug, besteht Christinas einzige Qualifikation dafür doch nur im Besitz einer Kamera.
Die Familie Esposito, in die ihre Tante Ada, die Schwester von Christinas Mutter, eingeheiratet hat, ist Christina ebenso unbekannt wie ihre Tante.
Sie fühlt sich in der schlossartigen Villa und in dem kleinen Dorf, in dem alle Bewohner*innen für die unfassbar reiche Familie zu arbeiten scheinen, weder wohl noch sonderlich willkommen. Diese Gefühle verstärken sich, als die ursprüngliche Fotografin und Trauzeugin der Cousine Marietta auftaucht – als Wasserleiche.
Auch Christina kommt es so vor, als würde sie permanent verfolgt werden – was auch an dem Bediensteten Nico liegt, der als eine Art Babysitter ständig auf sie aufpasst.
Bald wird Christina klar, dass die Frauen, die an diesem seltsamen Ort eindeutig das Sagen haben, etwas im Schilde führen. Obwohl der Roman kein Krimi ist, schafft Irene Diwiak „von Beginn an eine stets unheilschwangere Atmosphäre“ (Letteratura vom 16.10.2020), die den Leser*innen die „Welt der Reichen und Schönen in Italien […] und […] deren Abgründe“ (Verlag Hanser) zeigt.

Irene Diwiak, geboren 1991 in Graz und aufgewachsen in Deutschlandsberg in der Steiermark, lebt seit ihrem Studium der Slawistik, Judaistik und Komparatistik in Wien. Ihr erster Roman „Liebwies“, 2017 erschienen, war für den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises nominiert.

Mehr Informationen: https://www.eventim-light.com/at/a/5ffc04ac8f154f653b5f36d6/e/602fcd5d8f154f653b5f39a3/
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