Literatur

Open Air Buchgespräche mit Tarek Leitner und Corinna Antelmann

7.9.2021, 19:00 Uhr - 30.11.2021, 01:05 Uhr (ics/ical Kalender Download)
Garten der Geheimnisse

Tarek Leitner
„Wo leben wir denn?
Glückliche Orte. Und warum wir sie erschaffen sollten.“ und
„Mut zur Schönheit. Streitschrift gegen die Verschandelung Österreichs“
Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft – und, so Tarek Leitner, in einer Landschaft voll von Wegwerfarchitektur: „ungeplant, achtlos, verschwendend“ (Verlag Brandstätter).
In seinen Büchern „Wo leben wir denn?“ (2015) und „Mut zur Schönheit“ (2012) wirft er einen subjektiven Blick auf seine Umgebung, vor allem auf die unästhetischen, hässlichen Seiten davon.
Der Zeit im Bild- Anchorman diskutiert den achtlosen Umgang der Gesellschaft, Wirtschaft und Politik mit der ‚Ressource Landschaft‘. Er kritisiert den Verlust der Schönheit in Österreich, die offensichtliche Verschandelung von Natur- und Kulturflächen inklusive der österreichischen Bebauung und Infrastruktur. Schuld daran sind zum Beispiel die „exzessive[n] Skigebietserschließungen, Sommerrodelbahnen, Gipfelwanderwege und […] Themenregionen“ (Mulitzer, Matthias in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11.1.13;).
Denn die heutige Politik habe keinen Blick mehr für die Schönheit, es ginge nurmehr um Flexibilität, Spontaneität und um das ‚Alles-sofort-haben-wollen‘. Tarek Leitner fehlen glückliche Orte, Orte zum Verweilen, zum Wohlfühlen, zum Flanieren: „Das ist ein bewusstes Wahrnehmen der realen Umgebung. Es ist das Gegenteil von Wohinkommen“ (Tarek Leitner, zit. in: Barbara Tóth in: Falter vom 30.10.15).

Tarek Leitner, geboren 1972 in Linz, studierte ursprünglich Rechtswissenschaften, war aber bereits in seiner Studienzeit journalistisch tätig. Seit 2004 moderiert er täglich mehrere „Zeit im Bild“-Ausgaben, lehrt am Institut für Publizistik an der Universität Wien und im Studiengang „Journalismus und Public Relations“ an der FH Joanneum Graz. Der beliebte Fernsehmoderator erhielt für seine Tätigkeit bereits mehrere Romys.

 

Spargel in Afrika

ist eine leise, persönliche Erzählung zwischen Melancholie und Ironie, ein Monolog, der sich als Dialog verkleidet, als wortreiche und zugleich sprachlose Auseinandersetzung eines fürsorglichen Sohnes mit seinem lebensmüden, 90-jährigem Vater, der im Krankenhaus liegt und sterben wird. Der Sohn spürt, dass auch er älter wird und in der Generationenfolge schon bald den Platz seines Vaters einnehmen wird. Während dieser womöglich letzten Begegnung berühren beide das Thema des Nährens und Genährt-Werdens als universellem Bedürfnis des Menschen. Gemeinsame Essens-Erinnerungen helfen ihnen, eine Übereinstimmung zu finden, dort, wo es unmöglich geworden zu sein scheint, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu verbalisieren.

Was fehlt dir, Vater?, frage ich ihn und gebe mir die Antwort selbst: Nichts, natürlich; du

hast alles, was du brauchst.

Corinna Antelmann, geboren 1969 in Bremen/Deutschland, studierte Literatur und Film an der Universität Hildesheim und arbeitet nach Anstellungen in der Theaterwerkstatt Hannover und der Trickompany Hamburg als selbständige Autorin und Dramaturgin. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Preise für ihr literarisches Werk. Zuletzt erschienen, neben Jugend- und Bilderbüchern, die Romane Vier, Hinter die Zeit und Drei Tage Drei Nächte (alle Septime Verlag, Wien), sowie Essays in Revolutionen des Gewissens und Das Immoralische (Avinius-Verlag, Hamburg). Der Theatermonolog Spargel in Afrika ist 2020 wurde nach seiner Premiere am Landestheater Linz im Monika Fuchs Verlag veröffentlicht. Corinna Antelmann lebt in Oberösterreich.

Mehr Informationen: https://www.eventim-light.com/at/a/5ffc04ac8f154f653b5f36d6/e/603f545d8f154f653b5f3b05/
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