Musik

ENSEMBLE KONTRAKLANG – MUSIK MACHT STAAT

21.9.2018, 20:00 Uhr - 21.9.2018, 22:00 Uhr
Kultur im GUGG

Eva Leitner                            Gesang

Margit Eilmannsberger            Querflöte

Walter Krenn                        Klarinette

Norbert Asen                        Saxophon

Martin Hofinger                    Kontrabass

Iris Shioling Moldi                  Klavier

Waltraud Krenn                    Sprecherin

 

MUSIK – MACHT – STAAT: Wirtschaftliche und politische Ereignisse, also die Parameter MACHT und STAAT, stehen oftmals im Mittelpunkt, wenn es um Betrachtungen der Zwischenkriegszeit geht. Doch welchen Einfluss MUSIK und damit einhergehend LITERATUR sowie die neuen Medien Kino und Radio (Volksempfänger) auf die Vermittlung künstlerischer und ideologischer Botschaften haben, bleibt oft im Verborgenen. Die musikalisch literarische Stückauswahl unseres Abends widmet sich dieser Grauzone und dem Spannungsverhältnis, zwischen gezielter Mobilmachung und dem Vortäuschen eines inexistenten Weltfriedens mittels einer heilen Musik- und Film-Märchenwelt sowie der Instrumentalisierung verschiedener Musikgattungen (wie dem Deutschen Volkslied)  für wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Belange. Nicht Religion sondern MUSIK avanciert  damals zum „Opium für das Volk“ (K. Marx). Mit berühmten Filmhits wie „Kann denn Liebe Sünde sein“ oder „Musik, Musik, Musik“ u. v. m. sowie mit den Welterfolgen der Comedian Harmonists aus den 30er Jahren versucht man die Bevölkerung mundtot zu machen. – „Musik mocht staad.“  Spezielle Arrangements dieser Stücke, vermischt mit Elementen anderer Musikstilrichtungen, sind Teil unseres Programmes.

Neben ausgewählten Texten von Zweig, Grass, Kästner, Mann u. a. wird vor allem den Werken Bertolt Brechts (1898 – 1956), dessen Geburtstag sich am 10. Februar 2018 zum 120. Mal jährte, ein besonderer Stellenwert im Rahmen des Konzertprogrammes eingeräumt. Komponisten wie Eisler, Dessau, Hindemith und vor allem Kurt Weill vertonen in den 20er und 30er Jahren viele seiner Libretti und Gedichte. Die „Dreigroschenoper“ (1928) gelangte dabei zu besonderem Weltruhm. Einzelne Songs daraus (z. B. Ouvertüre, die Moritat des Mackie-Messer oder der Kanonensong) sowie einige Gedichtvertonungen vollenden den Einblick in die Zwischenkriegszeit und den Blick auf die Rolle der Musik als politische Kraft. – Musik macht Staat.

 

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Mehr Informationen: https://www.gugg.at/