Workshop

BioFutures – Futuring Exercise

7.6.2021, 10:00 Uhr - 11.5.2021, 17:00 Uhr (ics/ical Kalender Download)
SOLU Space

Zukünfte in Bezug auf Biologie, Ökologie und Lebenswissenschaften

Die Zukunft ist unausweichlich, gewaltig und unergründlich. Das ist zumindest das, was uns zu glauben beigebracht wird. Während viele Aspekte tatsächlich so sind, sind es viele weitere nicht. Die Zukunft ist voll von Dingen, die wir kennen und verstehen, viele weitere können wir erst verstehen, wenn wir sie in den Händen halten.

Das Feld der Zukunftsforschung, lange Zeit eine Bastion von Expert*innen, befreit sich mehr und mehr aus dem Elfenbeinturm. Dringt verspielter und niederschwelliger ein in den Alltag Vieler. Darum bemüht nicht nur in/für Regierungskreise, multinationale Konzerne oder weltumspannenden NGOs ein häufig bemühtes Instrument zu sein um mögliche Zukunftsversionen zu skizzieren, sondern auch dort Fuss zu fassen wo Kollektive, Familien, Gemeinschaften und kleine Organisationen Zukunftsalternativen zeichnen können.

Dieser Prozess der De-Akademisierung und De-Spezialisierung ist von dem Wunsch begleitet, die Zukunftsszenarien als etwas zu kommunizieren, das nicht nur als textlich und diagrammatisch dargestellte Beschreibung konsumiert werden kann, sondern persönlich, hautnah und erforschbar gemacht werden kann. Experiential Futures, ein von Stuart Candy geprägter Begriff, ist ein aufstrebendes Feld künstlerischer Arbeit, in dem das Zukunftsszenario zu einer immersiven Umgebung, einer Situation, einer verkörperten Erfahrung gemacht wird. Die über weite Strecken herausfordenenden Themen unserer Zukünfte beginnt auf das Alltägliche zu konzentrieren und somit auch erlaubt eine  und herunterbricht.

Time’s Up verwendet Physical Narratives – eine Form der Installationskunst – um Zukunftsszenarien erfahrbar und erforschbar zu machen. Die Form ermutigt, ja fordert sogar ein neugieriges Verhalten des Publikums, eine neue Art des Wissens, unterstützt Diskussionen zwischen den Besuchern und nutzt die Vielfalt der Perspektiven, um das Publikum daran zu erinnern, dass ein Zukunftsszenario keineswegs gegeben, sondern eine Möglichkeit ist, eine von vielen möglichen Zukünften. Experiential Futures und damit auch ihre Verkörperungen unterstützen und regen zur aktiven Zukunftsgestaltung durch jeden an.

Der BioFutures-Workshop lädt eine Gruppe von Praktiker*innen dazu ein, gemeinsam Zukünfte in Bezug auf Biologie, Ökologie und Lebenswissenschaften zu erforschen. Daraus bauen wir eine Storyworld, eine mögliche Zukunft, innerhalb derer wir die Auswirkungen verschiedener Szenarien auf den Alltag zu denken. Entstehen soll eine Sammlung von skizzierten Artefakten aus den erdachten Zukünften, die in einem Alltag der Zukunft zu finden sein könnten. Seien es Fahrkarten und Fahrpläne für öffentliche Verkehrsmittel, Zeitungsbeilagen, Prototypen möglicher Technologien, neue Lebensformen oder auch Notizen, Zeichnungen kleiner Kinder.

Der Workshop findet vom 7. bis 11. Juni (10-17 Uhr) in Helsinki statt, entweder im SOLU Space oder in der Aalto Design Factory. Er wird vor Ort von den Künstlerinnen Christina Stadlbauer und Noora Sandgren veranstaltet und aus der Ferne von Tina Auer und Tim Boykett von Time’s Up geleitet. Der Eintritt zum Workshop ist frei.

Mehr Informationen: https://timesup.org/BioFuturesSOLU
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