09 | „Wer Wolf?“

Über den Umgang mit Mosterbefall
monochrom | Günther Friesinger |gf@monochrom.at | www.monochrom.at | Antragssumme: 9.000,00

Wer Wolf?“ ist ein soziales Experiment und zugleich ein Spiel, das die BewohnerInnen von Linz für die Dauer einer Woche in Atem halten wird. „Wer Wolf?“ operiert mit sichtbaren und unsichtbaren Identitäten, wie sie in sozialen Gruppen existieren. Durch die Übertragung des Gesellschaftsspiels “Wer Wolf?” auf eine Gemeinschaft wird die ihr immanente soziale Realität und Gruppendynamik offen gelegt. Die Spielleitung definiert anfangs zwei Gruppen von Akteuren: die Werwölfe und die Anderen. Jedoch nur die die Werwölfe wissen um die jeweilige Zugehörigkeit der anderen Mitspieler. Alle anderen können nur zu erraten versuchen, welche Personen die Werwölfe sind. Ziel ist es, möglichst viele “normale” Menschen zu “Werwölfen” zumachen. Ein HeilerIn und ein SeherIn, dessen/deren Identität nur der Spielleitung bekannt sind, bringen zusätzliche Spannung ins Spiel. Die Mitglieder der Künstlergruppe monochrom werden als SpielleiterInnen fungieren und sich täglich einmal mit allen SpielerInnen treffen, um den aktuellen Spielverlauf festzulegen. Die Künstler leben eine Woche lang in Linz und bieten ein Begleitprogramm mit Lesungen, Performances und Workshops an. Das Projekt öffnet eine Spielweltebene, die bestehende Beziehungsformen und soziale Strukturen hinterfragt. Wir möchten den SpielerInnen damit die Möglichkeit geben, ihre realen Rollen und Rollenbeziehungen in einem neuen, spieltheoretischen Kontext zu überprüfen und infrage zu stellen.

monochrom ist ein international agierendes Kunst-Technologie-Philosophie Kollektiv. Gegründet wurde monochrom 1993. Die Gruppe arbeitet mit den verschiedensten Medien und Kunstformaten und veröffentlicht die Buch – und Magazinreihe monochrom. Anfang Dezember 2005 übernahm monochrom die Lord Jim Loge, eine von Jörg Schlick, Martin Kippenberger, Wolfgang Bauer und Albert Oehlen gegründete Künstlervereinigung. Gruppenmitglieder sind: Franz Ablinger, Daniel Farby, Günther Friesinger, Evelyn Fürlinger, Roland Gratzer, Johannes Grenzfurthner, Harald List, Anika Kronberger, Franz Apunkt Schneider.

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