Juryierung Innovationstopf 2002

Am 15. Februar 2002 wählte eine fünfköpfige Jury aus den 33 eingereichten Projekten zum Innovationstopf 2002 elf zur Förderung durch das Land Oberösterreich aus. Die öffentliche Jurysitzung fand im Kunstraum Goethestraße statt.

33 Einreichungen gab es für den Innovationstopf „macht:politik“. Für alle eingereichten Projekte lag der Förderbedarf bei 468.760,91 Euro (6.445.357,57 Schilling). Mit den zu vergebenden 75.000 Euro (1.032.022,50 Schilling) konnten letztenendes 11 Projekte zur Förderung an die OÖ. Landesregierung empfohlen werden.

Die einzelnen Jurymitglieder legten zu Beginn ihre Auswahlkriterien offen.
Die Nennungen waren Partizipation, Neuartigkeit des Projektes bzw. der Vermittlungsform, Durchführbarkeit, Verortung, politische Relevanz, strukturelle Eingriffe, Priorität gesellschaftlich benachteiligter Gruppen, medienkritischer Umgang und Ausgleich zur üblichen Kulturpolitik.

Daraus ergaben sich Förderungen im Bereich der Medien und MigrantInnenkultur. Die bevorstehenden Wahlen 2003 waren mehrfach Teil oder direktes Thema von Projekten. Ein ausgewähltes Projekt (hybrid/resistance) ermöglicht eine theoretische Auseinandersetzung mit den Funktionen von Kunst in den Kontexten von Globalisierung bzw. Anti-Globalisierung und eine symbolische Förderung wurde für die Errichtung eines Mahnmals vergeben.

Die Mitglieder der Jury waren:

Angelika Hödl
Vorstandsmitglied der IG KIKK – Interessensgemeinschaft der Kulturinitiativen Kärnten/Koroska. Geschäftsführerin des zweisprachigen Freien Radio Agora(Kärnten)

Franz Kornberger
langjähriger Ebenseer Kulturaktivist (Kino Ebensee, etc), ehemaliger Vorsitzender des Fachbeirats für Kulturinitiativen im Landeskulturbeirat OÖ

Christina Nemec
Studentin, Radiosendungen bei Radio Orange, DJ, Webloggerin, schreibt u.a. für: derive, female sequences, Kulturrisse, …

Susanna Niedermayr
früher Mitarbeit bei „Wochenklausur“, freischaffende Journalistin für Ö1

Carlos Toledo
Künstler, Österreich/Guatemala

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