Professur für die künstlerischen Werkstätten

An der Hochschule für Grafik und Buchkunst / Academy of Fine Arts Leipzig

ist zum 1.10.2020 die W3-Professur für die künstlerischen Werkstätten (m/w/d) unbefristet zu besetzen.

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Erstmals Berufene können gemäß § 69 Abs. 2 Sächsisches Hochschulfreiheitsgesetz für bis zu zwei Jahre auf Probe eingestellt werden. Die Stelle ist im Hauptstudium und im Grundstudium verortet und als unbefristete Werkstattprofessur auf die fachübergreifende Konstellation der künstlerischen Werkstätten ausgerichtet. Der Professur obliegt es, den Ansatz der „fließenden Materialität“ im Verständnis künstlerischer Medien zwischen analoger Tradition und digitalen Praxen für die spezifische Situation der HGB Leipzig zu entwickeln und in den Werkstätten zu vermitteln. Es ist vorgesehen, in den Übergängen von analogen Drucktechniken und fortgeschrittener Digitalität bis hin zum Virtuellen eine Durchmischung in der Produktion zu etablieren. Eine neue Materialforschung, die auch durch Kenntnisse aktueller Diskurse fundiert wird, soll dabei zukunftsweisende Projekte ermöglichen.

Diese Projekte sind Teil der interdisziplinären Lehre an der HGB und eröffnen den Studierenden die Möglichkeit, eigene und vorgegebene Themen medienspezifisch zu übersetzen. Ausgehend von den Möglichkeiten aller künstlerischen Werkstätten sollen im Rahmen des interdisziplinären Grundstudiums und des Hauptstudiums Kurse und Projektseminare für die Studierenden aller Fachrichtungen angeboten werden.

Der Professur obliegt darüber hinaus die Leitung des Audiovisuellen Labors der HGB Leipzig mit den Bereichen Bildbearbeitung, Digitaler Druck, Ton und Video. Gesucht wird eine Persönlichkeit, die über Kenntnisse in den genannten Werkstattbereichen verfügt und diese in ihrer Entwicklung perspektivisch mitgestaltet. Voraussetzung ist die Bereitschaft, die eigenen künstlerischen und technischen Forschungen großzügig mit den Studierenden zu teilen, in Laborsituationen präsent zu sein und mit wechselnden Projektpartner*innen und Werkstätten zusammen zu arbeiten. Berufungsvoraussetzungen sind gemäß § 58 Sächsisches Hochschulfreiheitsgesetz ein abgeschlossenes Hochschulstudium, pädagogische Eignung und hochschul-didaktische Kenntnisse; darüber hinaus ein künstlerisches Werk auf Basis transmedialer grafischer Techniken und konzeptueller Reflexionen, fundierte Kenntnisse in analogen und digitalen Verfahren sowie eine besondere Kompetenz in CGI- und 3D-Druck und in den druckgrafischen Werkstattprozessen.

Die Lehrverpflichtung bestimmt sich nach der Sächsischen Dienstaufgabenverordnung an Hochschulen (DAVOHS) in ihrer jeweils geltenden Fassung und beträgt aktuell 20 Lehrveranstaltungsstunden pro Woche der Vorlesungszeit.

Zu den weiteren Dienstaufgaben gehören die Mitwirkung in der Selbstverwaltung der Hochschule, bei der Abnahme der Prüfungen und in Berufungsverfahren, die Studienfachberatung und Förderung der Studierenden, die Betreuung des künstlerischen/wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die Förderung der fachlichen Qualifikation bzw. der Fortbildung der im AV-Labor derzeit tätigen fünf Mitarbeiter*innen, die Mitarbeit bei der Studienreform und in Qualitätssicherungsverfahren sowie die Einwerbung und Verwaltung von Drittmitteln. Insofern sind sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache unverzichtbar.

Bewerbungen: johanna.schaffer@uni-kassel.de

 

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